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Pressemitteilungen

„100 Millionen Euro für den Müll“ – Brunner präsentiert Studie zur Lebensmittelverschwendung

17. Februar 2016

München – Durch das Wegwerfen von Lebensmitteln landen allein in Bayern jedes Jahr rund 100 Millionen Euro Energiekosten buchstäblich im Müll. Das ist das Ergebnis einer Studie, die Ernährungsminister Helmut Brunner beim Bayerischen Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn) in Auftrag gegeben hatte. „Lebensmittelverschwendung ist auch Energieverschwendung, und zwar im großen Stil“, sagte der Minister bei einem Wissenschaftsseminar in München. So gingen etwa durch das Wegwerfen von Lebensmitteln im Freistaat pro Jahr rund 4.000 Gigawattstunden Energie verloren, das entspricht dem jährlichen Energieverbrauch der Städte Würzburg, Fürth und Erlangen. Die jetzt vorliegende Studie bietet laut Brunner wertvolle Informationen, um ein Bewusstsein für notwendige Verbesserungen zu schaffen. Demnach liegt zwar mit 50 Prozent das insgesamt größte Energiesparpotenzial in den privaten Haushalten, weil dort die meisten Lebensmittel weggeworfen werden. Am schnellsten sind aber Fortschritte bei der Außer-Haus-Verpflegung zu erreichen, weil hier der Energieeinsatz pro Tonne am größten ist. Der Minister kündigte deshalb an, das bereits probeweise eingeführte Monitoring-System, das Lebensmittelverluste in Kantinen minimieren soll, bald landesweit anzubieten.

Verbesserungen erwartet sich Brunner auch vom Bündnis „Wir retten Lebensmittel“, das er im vergangenen November ins Leben gerufen hatte. Das Gremium, in dem wichtige Akteure der Lebensmittelkette vertreten sind, soll auf allen Ebenen neue Wege für einen ressourcenschonenden Umgang mit Lebensmitteln ausloten. „Es ist beschämend, dass nach wie vor riesige Mengen Lebensmittel, die mit gewaltigem Aufwand erzeugt wurden, auf dem Müll landen“, so Brunner. Schließlich seien bis zum Endprodukt mehrere Erzeugungs- und Verarbeitungsschritte erforderlich, die Arbeit, Energie und wertvolle Ressourcen wie Wasser und Fläche beanspruchen.

Pressemitteilung auf der Seite des Herausgebers