Offensive Zukunft Bayern

Know-how schafft Arbeitsplätze

Ein rohstoffarmes Land braucht „helle Köpfe". Unser Wohlstand hängt in hohem Maße von der guten Ausbildung der Menschen und einem Vorsprung in Forschung und Entwicklung ab. Deshalb hat die OFFENSIVE ZUKUNFT BAYERN in den „Rohstoff Geist" investiert.

700 Millionen Euro sind in den Ausbau von Hochschulen und die universitäre Forschung geflossen. Beispiele dafür sind: 

  • der Neubau des Instituts für Physik der Universität Augsburg,
  • der Neubau der Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften der Universität Bayreuth,
  • der Neubau der Fakultät für Maschinenwesen der Technischen Universität München in Garching.

Mit 153,4 Millionen Euro gefördert wurde der Bau von acht neuen Fachhochschuleinrichtungen mit heute rund 13.000 Studierenden an den Standorten:

Neutronenforschung in Garching: Schlüsseltechnologie für Naturwissenschaft und Medizin

Die Neutronenforschung stellt eine unverzichtbare Voraussetzung für wissenschaftliche und technologische Spitzenleistungen dar. Insbesondere auf den Gebieten der Festkörperphysik, Materialforschung, Chemie, Biowissenschaften, Mikroelektronik, Umweltforschung sowie in der Krebstherapie spielt die Neutronenforschung eine zentrale Rolle. Sie dient sowohl der Grundlagenforschung als auch der Anwendung, z. B. bei der Umweltanalytik (Wasser- und Bodenüberwachung), der Materialprüfung (etwa bei Flugzeugturbinen) oder in der Medizin (Therapie oberflächennaher bösartiger Tumore bei sehr hohen Heilungschancen).

Mit Hilfe der Privatisierungserlöse wurde deshalb eine neue Hochflussneutronenquelle gebaut: Die "Forschungsneutronenquelle Heinz Maier-Leibniz" steht in unmittelbarer Nachbarschaft zum alten Forschungsreaktor in Garching bei München und wurde im Jahr 2005 in den Routinebetrieb genommen. Garching setzte übrigens schon 1957 mit seinem "Atom-Ei" einen Meilenstein für den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Bayern. Mit der neuen Forschungsneutronenquelle (Forschungsreaktor München II - FRM II) wird Garching auch in diesem Jahrtausend maßgeblich an der internationalen Spitzenforschung teilhaben. Die OFFENSIVE ZUKUNFT BAYERN setzte hierfür 230,1 Millionen Euro ein.

Weitere 354 Millionen Euro wurden in die Stärkung der Innovationskraft und in den Bereich "Informations- und Kommunikationstechnologie" investiert.

Bayern ist innovativ

Die Bayern Innovativ GmbH wurde 1995 von der Bayerischen Staatsregierung initiiert und gemeinsam von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft als Gesellschaft für Innovation und Wissenstransfer mit Sitz in Nürnberg gegründet. Zielsetzung der Bayern Innovativ ist, durch den Ausbau des Technologie-Transfers Innovationen in kleinen und mittleren Unternehmen anzustoßen. Leitgedanke ist das Zusammenführen verschiedener Kompetenzen, um neuartige Entwicklungen voranzutreiben sowie deren Markteintritt durch die Präsentation neuer Produkte und Entwicklungen zu unterstützen. Neben zehn etablierten Netzwerken managt die Bayern Innovativ GmbH fünf Cluster der 2006 gestarteten Initiative "Allianz Bayern Innovativ": Automotive, Neue Werkstoffe, Logistik, Energietechnik und Medizintechnik. Ziele dieser Allianz sind der Ausbau und die Stärkung landesweiter Netzwerke zwischen Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie auch zwischen Dienstleistern und Geldgebern in Schlüsselbranchen und entscheidenden Technologiefeldern.

Mit Hilfe von Symposien, Messeauftritten und verschiedenen Projekten wurde ein aktives Netzwerk mit circa 50.000 Unternehmen und 500 Instituten aus 50 Ländern aufgebaut.

Bayern ist Online

Die Initiative BayernOnline wurde 1994 als Teil der OFFENSIVE ZUKUNFT BAYERN mit dem Ziel gegründet, alle interessierten Bürger, Unternehmen und sonstige Einrichtungen mit den neuen Technologien der Telekommunikation vertraut zu machen.

BayernOnline konnte mit einer Anschubfinanzierung von 75,6 Millionen Euro zusammen mit Geldern aus der Privatwirtschaft ein Projektvolumen von über 255,6 Millionen Euro anstoßen. 53 Einzelprojekte wurden realisiert.