Energie

Ereignisse in Japan - Bayern Vorreiter für Erneuerbare Energien

Am 11. März 2011 haben ein Erdbeben und ein Tsunami Japan erschüttert. Die Katastrophe brachte nicht nur Leid über die Menschen, sondern richtete auch erheblichen Schaden an Kernkraftwerken an. Die Bayerische Staatsregierung bündelt auf dieser Seite Informationen zu den aktuellen Entwicklungen in Japan, den Auswirkungen auf Bayern und den zukünftigen Herausforderungen für die Energieversorgung.

Informationen für die Bürger

Das Bayerische Landesamt für Umwelt hat unter der Nummer 0821 9071 5005 ein Bürgertelefon eingerichtet. Die Mitarbeiter beantworten Ihre Fragen täglich von 8 bis 20 Uhr.

Nach den Angaben des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) besteht nach menschlichem Ermessen keine Gefährdung für die Bürger in Bayern. Das BfS und das Bayerische Immissionsmessnetz für Radioaktivität (IfR) messen rund um die Uhr die äußere Strahlenbelastung. Die Messdaten können Sie hier abrufen.

Auch die Lebensmittelsicherheit ist gewährleistet. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) kann keine erhöhte Strahlenbelastung in den Produkten feststellen. Gemeinsam mit Wissenschaftlern des Johann Heinrich von Thünen-Instituts beobachtet das BMELV die Situation dennoch weiterhin aufmerksam.

Die beste Hilfe für die Menschen in Japan sind Spenden über Hilfsorganisationen, wie der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann betont. Für Spenden zu Gunsten der Opfer des Erdbebens und des Tsunamis gibt das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI)  Hinweise.

Situation in Japan

Einen aktuellen Bericht über die Lage in den japanischen Kernkraftwerken liefert das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU). Das BMU und das BfS bieten Ihnen außerdem Antworten zu möglichen Fragen, die Sie zu den Ereignissen in Japan haben.

Reise- und Sicherheitshinweise zu Japan, die die aktuellen Geschehnisse berücksichtigen, können Sie auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes finden.

Über die Wetterlage und die Ausbreitungsbedingungen der radioaktiven Partikel in Japan informiert der Deutsche Wetterdienst.

Sicherheit der Kernkraftwerke gewährleistet

Als oberste atomrechtlichte Aufsichtsbehörde Bayerns überprüft das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit (StMUG) die Sicherheit der Kernkraftwerke in Bayern. Die bayerischen Kernkraftwerke sind nach den geltenden technischen Standards sicher; sie gehören zu den sichersten  weltweit. "Aber Japan verändert alles", wie Umweltminister Dr. Markus Söder in seiner Regierungserklärung am 17. März 2011 deutlich machte. Deshalb setzt die Bayerische Staatsregierung auf eine neue Sicherheitsphilosophie: die Sicherheitsstandards werden sich nicht mehr an wahrscheinlichen Risiken orientieren, sondern an Risiken, die möglich und denkbar sind.  

"Aufbruch Bayern" für den Ausbau der Erneuerbaren Energien

Mit der Zukunftsinitiative „Aufbruch Bayern“ hat sich der Freistaat bereits klar zu den Fragen der zukünftigen Energieversorgung positioniert und setzt Schwerpunkte bei Erneuerbaren Energien, Klimaschutz und Elektromobilität. Schon jetzt bündelt Bayern mit dem Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe in Straubing die Suche nach erneuerbaren Energie- und Rohstoffquellen unter einem Dach.

Die Bayerische Staatsregierung treibt den Umstieg auf Erneuerbare Energien voran. Unter Federführung des Wirtschaftsministeriums hat die Bayerische Staatsregierung das umfassende Energiekonzept "Energie innovativ" entwickeln. Regenerative Energieträger wie Wasser, Sonne, Biomasse, Geothermie und Wind spielen seit langem eine zentrale Rolle in der bayerischen Energiepolitik. Die Staatsregierung gestaltet Energiepolitik als Zukunftspolitik für Energiesicherheit, Klimaschutz und nachhaltiges Wachstum.

 

Stand: 25.05.2011