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Sudetendeutscher Tag 2012

Am 27.05.2012 besuchte Ministerpräsident Horst Seehofer den 63. Sudetendeutschen Tag in Nürnberg. Dabei würdigte er die Sudetendeutschen als vorbildliche Brückenbauer Europas und Pioniere für Bayerns Wohlstand. „Das Bewusstsein der eigenen kulturellen Identität, großer Fleiß und ungebrochener Gestaltungswille waren von Beginn an der Beitrag der Sudetendeutschen zur Entwicklung Bayerns. Sie sind bis heute der Garant unseres Erfolges.“  Auch dankte er den Sudetendeutschen für ihren Beitrag zur Fortentwicklung der bayerisch-tschechischen Beziehungen.

Das diesjährige Motto des Sudetendeutschen Tages „Herkunft pflegen – Zukunft sichern“ zeige nach den Worten des Ministerpräsidenten das moderne Politikverständnis der Sudetendeutschen: „Herkunft pflegen – Zukunft sichern, Tradition und Fortschritt sind Begriffspaare für die gemeinsame Erkenntnis, dass die Zukunft unserer Gesellschaft auf Werten und kultureller Identität beruht.“

Seehofer bekräftigte in seiner Rede den Willen der Bayerischen Staatsregierung, dass das neue Sudetendeutsche Museum bald Realität wird: „Wer seine kulturellen Wurzeln kennt und pflegt, kann aktiv die Zukunft gestalten. Deshalb will die Staatsregierung ein umfassendes Kulturkonzept entwickeln, in dem sie die bayerischen Regionen unterstützt, ihre kulturellen Stärken noch besser zu entfalten, sei es die Kaiserburg in Nürnberg oder das geplante Museum für bayerische Geschichte in Regensburg und natürlich auch das neue Sudetendeutsche Museum in München. Das Sudentendeutsche Museum ist mir als Schirmherr der Sudetendeutschen, Bayerns Viertem Stamm, ein besonderes Herzensanliegen.“

Zuletzt machte sich Ministerpräsident  Seehofer erneut stark für einen nationalen Gedenktag für die Opfer von Vertreibung in Deutschland: „Gerade in Deutschland müssen die Erinnerung an die Vergangenheit wach halten. Unsere Geschichte verpflichtet uns, laut Nein zu sagen – gegen Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlicht, gegen jede Form von Unrecht und Gewalt. Vertreibung ist und bleibt Unrecht. Das muss Mahnung bleiben. Wir müssen Vertreibungen weltweit ächten. Wir in Bayern haben alles getan, damit in Deutschland ein Gedenktag für die Opfer von Vertreibung eingeführt wird.