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Aufbruch Bayern: Breitbandförderprogramm
„Jetzt sind wir auch im Internet auf der Überholspur!“
Wer in der Transportbranche bestehen will, braucht freie Fahrt auf der Datenautobahn. Tausende Aufträge werden täglich über Online-Frachtbörsen vergeben – im Sekundentakt. Die Chance auf einen Zuschlag hat nur, wer schnell reagiert. „Bis zu zehn Mitarbeiter arbeiten bei uns zeitgleich im Netz; sie akquirieren Aufträge, beantworten Kundenanfragen und aktualisieren GPS-Daten für unsere Fahrer“, erzählt Josef Dischner, der gemeinsam mit seinem Bruder Wolfram eine Spedition in Weiding bei Cham leitet. Für diese komplexen Vorgänge war die vorhandene Datengeschwindigkeit von weniger als einem Megabit pro Sekunde zu langsam. „Das kostete Aufträge.“
Schnelles Internet ist für Unternehmer und Bürger heute so wichtig wie Wasser, Strom und ein gutes Straßennetz. Um ihre Region zukunftsfähig zu machen, entschloss sich die Gemeinde Weiding, ein eigenes Breitbandnetz aufzubauen. Ein Vorhaben, das der Freistaat Bayern mit 200.000 Euro unterstützte. „Ohne diese Förderung“, so Wolfram Dischner, „wäre der Ausbau nicht zu realisieren gewesen“. Im August 2011 ging das Breitbandnetz in Betrieb. Seither bewegen sich die Weidinger Bürger ohne Tempolimit auf der Datenautobahn: mit Übertragungsgeschwindigkeiten bis zu 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s). „Das stärkt nicht nur enorm unsere Wettbewerbsfähigkeit, sondern auch die Lebensqualität in Weiding“, sind sich Josef und Wolfram Dischner einig.
Bis Ende 2011 unterstützte das bayerische Breitbandförderprogramm 1.300 Gemeinden mit über 107 Millionen Euro. Im April 2012 hat die Staatsregierung den Einstieg in eine bayernweite Hochgeschwindigkeitsförderung mit Bandbreiten von mindestens 50 Mbit/s beschlossen. Für das Jahr 2012 wurden hierfür 100 Millionen Euro bereitgestellt. Im Doppelhaushalt 2013/2014 wird bei den aufgelegten Förderprogrammen der Bewilligungsrahmen auf jeweils 200 Millionen Euro im Jahr verdoppelt.
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