Pressemitteilung

02.12.09

Staatskanzleichef Schneider verleiht Preise für Innovative Verwaltung 2009 / Schneider: „Öffentliche Verwaltung im Dienste unserer Bürgerinnen und Bürger noch leistungsfähiger und innovativer machen"

Eindrucksvolle Beispiele, wie Staat und Kommunen Unternehmen unterstützen

Staatskanzleichef Siegfried Schneider hat heute im Kuppelsaal der Staatskanzlei die Preisverleihung des Wettbewerbs Innovative Verwaltung 2009 vorgenommen. Der Wettbewerb stand in diesem Jahr unter dem Motto „Verwaltung als Partner der Wirtschaft". Schneider: „Unsere moderne Verwaltung kann mehr als nur umsetzen, was ‚von oben‘ kommt. Wir setzen auf Eigenverantwortung. Wir wollen Entwicklungen vor Ort. Wir fördern Kreativität und neue Ideen. Wir wollen unsere öffentliche Verwaltung noch leistungsfähiger und innovativer machen - im Dienste unserer Bürgerinnen und Bürger. Das ist die Strategie mit Zukunft für unsere öffentliche Verwaltung." Die Teilnehmer des diesjährigen Wettbewerbs haben nach den Worten Schneiders ihre Kreativität und Innovationskraft eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Schneider: „Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sind Firmen und Betriebe vor Ort besonders auf eine unbürokratische und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Behörden, Ämtern und Kommunen angewiesen. Mit den Sieger- Projekten 2009 ‚Verwaltung als Partner der Wirtschaft‘ werden nachahmenswerte Beispiele gegeben, wie wir unsere Unternehmen fördern und zu weiteren Investitionen in Bayern ermutigen können. Das sichert und schafft Arbeitsplätze und davon profitiert ganz Bayern."

Der Wettbewerb Innovative Verwaltung hat in diesem Jahr zum sechsten Mal stattgefunden. Ziel des Wettbewerbs ist es, die Modernisierungsanstrengungen in der gesamten Verwaltung zu unterstreichen. Der Wettbewerb bietet der staatlichen und kommunalen Verwaltung in Bayern eine Plattform, ihre Leistungen, ihre Bereitschaft und Fähigkeit zur Innovation und ihre Serviceorientierung in der Öffentlichkeit darzustellen.

Die Preisträger des Wettbewerbs Innovative Verwaltung 2009 sind:

Wasserwirtschaftsamt Hof mit dem Projekt „Technologietransfer Wasser" - ein Service der bayerischen Wasserwirtschaftsverwaltung für international tätige Firmen"
Die Mitarbeiter des Projekts „Technologietransfer Wasser" unterstützen bayerische Unternehmen aus der Wasserbranche im internationalen Geschäft. Sie beraten, vermitteln Informationen und stellen weltweit Kontakte her. Das Wasserwirtschaftsamt Hof hat sich in den letzten zehn Jahren ein dichtes Netz an internationalen Verbindungen aufgebaut. Wasserwirtschaftliche Einrichtungen sind in dieses Netz ebenso eingebunden wie kommunale Entscheidungsgremien und Finanzierungs- und Wirtschaftsinstitutionen. Weit über 3000 ausländische Teilnehmer haben inzwischen die Fortbildungsprogramme des Projekts in Bayern und in den Partnerländern besucht. Mit dem Projekt setzt das Wasserwirtschaftsamt Hof auf das globale Megathema „Wasser", stärkt die Exportchancen der bayerischen Wasserwirtschaft und damit auch den Wirtschaftsstandort Bayern insgesamt.

Stadt und Landkreis Passau mit dem Projekt „Investoren-Service in Stadt und Landkreis Passau"
Stadt und Landkreis Passau betreiben gemeinsam unter der Dachmarke „GoPassau - Wirtschaftsregion mit Drive" Standortmarketing und Investorenberatung für ihre Region. Ein Investoren-Serviceteam steht als „One-Stop-Agency" Investoren und Unternehmen von der Idee bis zur Umsetzung neuer Projekte konstruktiv zur Seite. So erhält die Wirtschaft Serviceleistungen aus einer Hand. Damit beschleunigen sich die Genehmigungsverfahren. Das spart Zeit und Kosten. Bereits im Vorfeld eines Projekts setzen sich alle beteiligten Behörden mit den Investoren an einem „Runden Tisch" zusammen. Das Konzept von „GoPassau" funktioniert in jeder Region Bayerns. Mit ihrem Projekt bringen die Preisträger nicht nur ihre Region voran, sondern sie stärken auch den Ruf des Wirtschaftsstandortes Bayern.

Hochschule für angewandte Wissenschaften Deggendorf mit dem Projekt "Deggendorf Institute of Management and Technology"- Das Weiterbildungszentrum der Hochschule Deggendorf (dimt)"
Die Fachhochschule ist einer der erfolgreichsten Weiterbildungsanbieter in Bayern. Das bundesweit gefragte Angebot des „Deggendorf Institute of Management and Technology - dimt" zielt auf die akademische Weiterbildung von Fach- und Führungskräften. Von diesem Know-how profitieren gerade die Unternehmer im Raum Deggendorf. Markenzeichen ist die vollständige Selbstfinanzierung. Durch den Erfolg der Weiterbildungsprogramme entstehen zusätzliche Arbeitsplätze an der Hochschule. Neben Lehre und angewandter Forschung ist die Weiterbildung heute die dritte tragende Säule der Hochschule Deggendorf. Das Weiterbildungszentrum ist ein Aushängeschild für das Bildungsland Bayern.

Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen mit dem Projekt "Ganzheitliches Betriebliches Gesundheitsmanagement System (GABEGS) für bayerische Unternehmen"
Das Bayerische Sozialministerium unterstützt Firmen und Betriebe bei der Einführung eines modernen Gesundheitsmanagement. Das „Ganzheitliche Betriebliche Gesundheitsmanagement System (GABEGS) für bayerische Unternehmen" zielt auf die Verbesserung betrieblicher Arbeitsbedingungen und fördert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Themen sind zum Beispiel die Reduzierung psychomentaler Belastungen, Arbeitsschutz oder der Einsatz älterer Mitarbeiter. Unternehmen, die das Programm erfolgreich umsetzen, werden entsprechend zertifiziert. Dadurch werden sie wiederum zum Vorbild für andere. GABEGS ist nicht nur für bayerische Firmen attraktiv. Anfragen kommen aus dem ganzen Bundesgebiet.

Autobahndirektion Südbayern mit dem Projekt „Gestattungen von Leitungen der öffentlichen Versorgung in Straßen"
Bisher verursachte das Verlegen von öffentlichen Versorgungsleitungen einen erheblichen bürokratischen Aufwand. Das Projekt stellt als Teil der eGovernment-Initiative der Staatsregierung ein IT-gestütztes, kundenfreundliches System zur Verfügung, das das Antragsverfahren für Energieversorgungsunternehmen erheblich vereinfacht, automatisiert und beschleunigt. So können beispielsweise Dokumente, wie Detailpläne oder Bilder, dem Antrag elektronisch hinzugefügt und über das Kartenfenster des Bayerischen Straßeninformationssystems BAYSIS die Lage der beantragten Leitungen metergenau eingetragen und automatisch in den Antrag übernommen werden. Künftig sollen sämtliche wichtigen Verwaltungsvorgänge online angeboten werden. Das Projekt leistet dazu einen zukunftsweisenden Beitrag.