Pressemitteilung

28.05.09

Ankauf der Sammlung Salzmann für die Universitätsbibliothek Augsburg auf gutem Weg

Die Verhandlungen über den Ankauf der Büchersammlung Georg P. Salzmann ("Bibliothek der verbrannten Bücher") für die Universitätsbibliothek Augsburg stehen kurz vor dem Abschluss. Dies teilte Kunstminister Wolfgang Heubisch heute in München mit. "Die Sammlung Salzmann bietet einen repräsentativen Überblick über die in der NS-Zeit geächtete deutschsprachige Belletristik. Diese Bibliothek ist damit auch ein bedeutendes Zeitzeugnis. Mir liegt daher viel daran, sie insbesondere für die Bildungsarbeit mit jungen Menschen mit Leben zu erfüllen und für Wissenschaft wie Öffentlichkeit in Bayern zu erhalten und zugänglich zu machen. Die Universitätsbibliothek Augsburg bietet dafür optimale Bedingungen", so der Minister. "Aus politischer Verantwortung hat sich auch der bayerische Landtag immer für eine solche Lösung eingesetzt."

Die Sammlung kann in der Universitätsbibliothek Augsburg umgehend als eigenes Ensemble aufgestellt und allen Interessierten zugänglich gemacht werden. Dabei soll ein Mitarbeiter für die Betreuung und Beratung der Besucherinnen und Besucher zur Verfügung stehen. Neben dem Einsatz der Sammlung in Forschung und Lehre hat die Universität Augsburg ein breitgefächertes Vermittlungsangebot entwickelt. In Kooperation mit Schulen und interessierten Bildungseinrichtungen wie zum Beispiel dem Jüdischen Kulturmuseum Augsburg sind unter anderem wechselnde Ausstellungen, Bibliotheksführungen und Lesungen sowie ein Internetauftritt geplant. Auch die wissenschaftlich-bibliothekarische Aufarbeitung ebenso wie die nötige konservatorische Pflege der Sammlung ist durch die Einbindung in die Universitätsbibliothek gewährleistet.

"Aus unserer Sicht", so der Minister, "steht einem zügigen Abschluss der Verhandlungen nichts im Wege." Finanziert wird der Ankauf durch die Universität und die Stadt Augsburg, private Spendengelder, die Landeszentrale für politische Bildung, die Bayerische Landesstiftung sowie das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst.

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