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Pressemitteilung
Seehofer bei Gentechnikkongress der Staatsregierung: „Große Bedenken der Bevölkerung bei der Grünen Gentechnik ernst nehmen / Ja zur Forschung - Nein zum kommerziellen Anbau“
Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hat beim Gentechniksymposium der Staatsregierung Industrie und Wissenschaft aufgefordert, Ängste und Sorgen der Bevölkerung bei der Grünen Gentechnologie ernst zu nehmen. Seehofer: „Die Menschen haben Furcht vor nicht mehr rückholbaren Folgen und nicht korrigierbaren Konsequenzen für Umwelt und Landwirtschaft durch die Grüne Gentechnik. Diese großen Bedenken unserer Bürger können nicht einfach als irrationale Ängste beiseite gewischt werden. Wir brauchen einen offenen Dialog von Forschern und Bevölkerung über die Chancen und Risiken dieser Technologie. Wirtschaft und Wissenschaft haben, was den Nutzen dieser Technologie für die Menschen und die Umwelt angeht, eine Bringschuld." Seehofer zeigte sich zuversichtlich, dass ähnlich wie bei der „Roten" Gentechnik in der Medizin auch bei der Grünen Gentechnologie in der Zukunft ein gesellschaftlicher Konsens möglich sein sollte. Seehofer: „Wir brauchen ethische Maßstäbe und klare Grenzen für die Grüne Gentechnik. Dann wächst auch das Verständnis bei den Menschen. Was bei der Roten Gentechnik in der Medizin gelungen ist, muss auch bei der Grünen Gentechnik möglich sein."
Der Ministerpräsident unterstrich, das Bayern nicht aus der Forschung bei der Gentechnik aussteigen will. Der Schutz von Mensch und Umwelt müsse aber ganz oben stehen. Seehofer: „Wir bejahen die Sicherheitsforschung in diesem Bereich, aber im Labor und unter Glas. Verantwortbare Forschung und gute Zukunftschancen dürfen wir uns nicht verbauen. Wir haben auch in der Gentechnik keine ideologischen Scheuklappen, sondern ein allzeit offenes Ohr für gute Argumente. Aufgrund nicht ausgeräumter Bedenken sagen wir allerdings eindeutig Nein zur kommerziellen Nutzung in Bayern."
Seehofer bekräftigte, dass die Staatsregierung in dieser Legislaturperiode die Ausgaben für Forschung und Entwicklung weiter deutlich steigern will und der FuE-Anteil am Bruttoinlandsprodukt von derzeit 3 Prozent bis 2013 auf 3,2 Prozent erhöht werden soll. Seehofer: „Meine Staatsregierung wird alles dafür tun, dass unser Land auch künftig mit besten Rahmenbedingungen größte Anziehungskraft für Forscher und Nachwuchswissenschaftler aus aller Welt hat. Wir wissen um die große Bedeutung von Wissenschaft, Forschung und Technologie für Arbeitsplätze und Wohlstand der Zukunft."
