Pressemitteilung

20.11.09

Staatskanzleichef Schneider fordert auf Tutzinger Tagung zur Sozialen Marktwirtschaft ein neues Denken bei der Entlohnung von Führungskräften

Bayerns Staatskanzleichef Siegfried Schneider hat bei einer Tagung der Evangelischen Akademie Tutzing zur Zukunft der Sozialen Marktwirtschaft von den Unternehmen eine Neuorientierung bei der Managerentlohnung gefordert. Schneider: „Nur nachhaltige und außergewöhnliche Leistungen sollten auch außergewöhnlich belohnt werden. Kurzfristige Gewinnsteigerungen sind oftmals kein Ausweis einer langfristig tragfähigen Unternehmensstrategie. Im Gegenteil: Oft ist ein Mehr an kurzfristigem Gewinn durch ein Weniger an Zukunftsfähigkeit erkauft. Kurzfristige Gewinnsteigerungen rechtfertigen daher keine Einkommenssprünge für Manager. Auch allgemein steigende Aktienkurse in wirtschaftlich guten Zeiten sind kein Nachweis einer außergewöhnlichen Managementleistung, die Spitzeneinkommen rechtfertigen würde. Nur wer über längere Zeiträume bessere Erfolge vorweisen kann als die Konkurrenz, hat auch eine bessere Bezahlung verdient."

Die Soziale Marktwirtschaft ist nach den Worten Schneiders weit mehr als eine bloße Wirtschaftsordnung, sie ist vor allem auch eine Gesellschaftsordnung, in der der Mensch im Mittelpunkt steht und stehen muss. Er betonte, dass gerechte und nachvollziehbare Entlohnungssysteme in den Unternehmen auch zentral sind für die Akzeptanz unserer Sozialen Marktwirtschaft in der Gesellschaft. Schneider: „Ich halte es für ein ganz wesentliches Gebot unserer Sozialen Marktwirtschaft, dass wir in Deutschland wieder zu nachvollziehbaren und nachhaltigen Entlohnungsstrukturen in den Unternehmen kommen. Dazu gehört insbesondere auch eine restriktive und damit vernünftige Handhabung von Boni-Regelungen."

 
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