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Pressemitteilung
Ministerpräsident Seehofer fordert auf Handwerksmesse mehr Augenmaß bei Kürzung der Solarförderung in Deutschland / Appell an junge Leute, sich verstärkt für moderne Ausbildungsberufe im Handwerk zu bewerben
Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hat sich bei der Eröffnung der 62. Internationalen Handwerksmesse in München gerade mit Blick auf viele innovative Handwerksbetriebe für mehr Augenmaß bei der geplanten Absenkung der Solarenergieförderung in Deutschland ausgesprochen. Seehofer: „Die von der Bundesregierung angestrebte Senkung der Solarförderung um bis zu 16 Prozent ist zu hoch und setzt die falschen Schwerpunkte. Eine zu abrupte und drastische Kürzung birgt die Gefahr schwerer Marktverwerfungen und bedeutet den Verlust wertvoller Arbeitsplätze in einer hochmodernen Branche. Gerade für viele Handwerksbetriebe ist die geplante Reduktion der Förderung auch unter dem Gesichtspunkt des Vertrauensschutzes ein echtes Problem." Seehofer kündigte an, dass „Bayern als Solarland Nummer 1 in Deutschland" alle Hebel in Bewegung setzen werde, um noch Änderungen bei der neuen Einspeisevergütung für Strom aus Photovoltaikanlagen zu erreichen. Aus bayerischer Sicht wäre es laut Seehofer darüber hinaus falsch, wenn der Bau von Solaranlagen auf Freiflächen durch eine zu radikale Reduktion der Fördersätze völlig zum Erliegen käme.
Seehofer dankte den vielen tausend Handwerksbetrieben, die im letzten Jahr trotz Wirtschaftskrise wieder enorme Ausbildungsanstrengungen unternommen haben und weit überdurchschnittlich viele Lehrlinge in das Berufsleben geführt haben. Seehofer: „Es ist nicht hoch genug zu schätzen, welche wichtige wirtschaftliche und gesellschaftspolitische Leistung das Handwerk bei der Ausbildung unserer jungen Menschen erbringt und vor allem Hauptschülern eine echte Chance gibt. Dafür möchte ich mich ganz besonders bedanken." Ausdrücklich appellierte der Ministerpräsident auch an die Jugendlichen, sich verstärkt für die modernen Ausbildungsberufe im Handwerk zu interessieren. Seehofer: „Eine solide und moderne Ausbildung im Handwerk hat eine gute Zukunft. Und umgekehrt gilt: Bayern braucht für seine starken Handwerksbetriebe qualifizierte Lehrlinge, motivierte Gesellen und Meister in den Betrieben."