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Pressemitteilung
Staatskanzleichef und Medienminister Schneider reist in Bayerns Partnerprovinz Québec und nach Washington / Erfahrungsaustausch mit führendem Medien- und Gaming-Standort Montréal und Gespräche über amerikanische Truppen in Bayern
Bayerns Staatskanzleichef und Medienminister Siegfried Schneider wird von 28. August bis 2. September 2010 in die kanadische Partnerprovinz Québec und in die US-Hauptstadt Washington reisen. Schneider wird in Montréal von einer Delegation aus der bayerischen Medien- und Computerspielbranche begleitet. Kanada ist nach den USA und Japan drittwichtigster Medienstandort für die Spielebranche. Vor allem die Gaming-Industrie rund um Montréal gilt unter Experten weltweit als eine der kreativsten und dynamischsten Regionen für die Spieleentwicklung. Schneider unterstrich im Vorfeld seiner Reise: „Digitale Spiele zählen sowohl kulturell als auch ökonomisch zu den bedeutendsten Medientrends des 21. Jahrhunderts. Dabei hat Deutschland als einer der ganz großen Absatzmärkte für elektronische Spiele einen erheblichen Nachholbedarf bei der eigenen Herstellung. Dafür liegt die Quote bislang nur bei rund 10 Prozent. Wir wollen unsere Gestaltungsmöglichkeiten auch mit Blick auf die kulturelle und pädagogische Qualität von Computerspielen ausbauen und dafür auch vom Erfahrungsaustausch mit unserer kanadischen Partnerregion in Quebec profitieren. Die Standortpolitik Quebecs für die Gamingbranche gilt weltweit als vorbildlich. Gleichzeitig wollen wir mit unserer Branchendelegation ganz gezielt bayerische Stärken herausstellen und konkrete Kooperationsmöglichkeiten für unsere jungen Spieleentwickler in Bayern ausloten.“
Politischer Höhepunkt der Reise nach Québec sind ein Treffen mit Premierminister Jean Charest sowie Gespräche mit Wirtschaftsminister Clément Gignac, der für Film und Medien zuständigen Kulturministerin Christine St-Pierre und der Ministerin für internationale Beziehungen Monique Gagnon-Tremblay.
Am 1. September 2010 wird Minister Schneider in die US-Hauptstadt Washington weiterreisen und dort mit Verteidigungs- und Sicherheitsexperten zusammenzutreffen. Er wird in Washington die besondere Bedeutung amerikanischer Truppenstandorte für Bayern hervorheben und dafür werben, dass im Rahmen der geplanten Neustrukturierung der US-amerikanischen Truppen in Europa Bayern als wichtiger Standort erhalten und unter Umständen sogar weiter gestärkt wird.
Im Einzelnen sieht das Programm von Staatsminister Schneider in Nordamerika unter anderem folgende Termine vor:
Am Sonntag, 29. August 2010, besucht Minister Schneider das „Festival des Films du Monde“ in Montréal. Das Festival ist eines der ältesten internationalen Filmfestivals Kanadas und steht in einer Reihe mit Festivals wie Cannes, Berlin oder Venedig. Der Schwerpunkt des Montrealer Film Festivals liegt auf Filmen aus der ganzen Welt und weniger auf Hollywoodproduktionen. Traditionell sind dort auch Filme aus Bayern vertreten. Minister Schneider wird eine Aufführung des Films „Der große Kater“ von Regisseur Wolfgang Panzer mit Bruno Ganz in der Hauptrolle besuchen. „Der große Kater“ wurde im Januar 2010 mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet und kommt Ende Oktober 2010 bei uns in die Kinos.
Am Montag, 30. August 2010, 9.00 Uhr, wird Minister Schneider im Rahmen eines Symposiums mit kanadischen Unternehmern, Wissenschaftlern und Entwicklern aus der Spielebranche diskutieren, Kooperationschancen ausloten und für den Medienstandort Bayern werben.
Um 14.00 Uhr wird Schneider mit dem Wirtschaftsminister der Provinz Québec Clément Gignac zu einem politischen Meinungsaustausch zusammenkommen.
Um 17.00 Uhr trifft der Medienminister Quebecs Kulturministerin Christine St-Pierre, um über konkrete neue Kooperationsprojekte zwischen Bayern und Québec im Kultur- und Medienbereich zu sprechen.
Um 18.00 Uhr eröffnet Schneider einen bayerischen Empfang für wichtige Vertreter der kanadischen Film- und Gamingbranche in Montréal. Als Ehrengast wird er dabei die Kulturministerin von Québec St-Pierre begrüßen.
Am Dienstag, 31. August 2010, besucht Minister Schneider mit seiner Delegation in Montreal und Quebec verschiedene Software- und Entwicklungsschmieden der Spielewirtschaft sowie Ausbildungseinrichtungen.
Um 15.00 Uhr trifft Minister Schneider in der Provinzhauptstadt Québec mit der Ministerin für internationale Beziehungen Monique Gagnon-Tremblay zu einem Gespräch zusammen.
Um 16.00 Uhr wird Minister Schneider am Amtssitz des Premierministers Jean Charest in Québec mit dem Premierminister zu einem politischen Meinungsaustausch über die vertiefte Zusammenarbeit Bayern-Québec zusammentreffen.
Am Mittwoch, 1. September 2010, und Donnerstag, 2. September 2010, trifft Minister Schneider in Washington im National Security Council, im US Department of State, im Pentagon und im US-Kongress mit hochrangigen außen-, sicherheits- und verteidigungspolitischen Experten zu Gesprächen zusammen. Zu den Gesprächspartner zählt unter anderem Jeffrey M. Hovenier, der für Mittel- und Südosteuropa verantwortliche Direktor im National Security Council der USA.
Im Mittelpunkt der Gespräche mit Vertretern von Administration und Kongress steht die weitere Entwicklung der in Bayern stationierten US-Streitkräfte. In den USA stehen zum Ende des Jahres wichtige Entscheidungen über ein künftiges Stationierungskonzept der Armee an. Der Minister will bei den US-amerikanischen Partnern die Vorteile des Standorts Bayern herausstellen und sich für eine weitere Auslastung der Standorte in Schweinfurt und Bamberg stark machen. In Bayern befindet sich heute die Hälfte aller in Europa stationierten Soldaten der US-Armee. Dazu gehören über 20.000 US-Soldaten und 34.000 Zivilisten, Angehörige und zivile Mitarbeiter sowie neun Standorte und sämtliche Hubschraubereinheiten der US-Armee in Europa. Weitere Gesprächsthemen sind die aktuelle wirtschaftliche und politische Lage der USA im Vorfeld der Anfang November anstehenden Wahlen zum Kongress und der Gouverneurswahlen in 35 Bundesstaaten sowie die Intensivierung der Beziehungen Bayern-USA. Bayern sieht sich aufgrund der engen Zusammenarbeit insbesondere in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Sicherheit, Kultur und Medien als ein Zentrum transatlantischer Kompetenz.