Pressemitteilung

31.08.10

Schneider und Gignac vereinbaren bei politischen Gesprächen in Québec Kooperation bei Spielewirtschaft: „Mediensegment Computerspiele soll in partnerschaftliche Kooperation Bayern – Québec aufgenommen werden /

Gaming-Industrie ist Schrittmacher für viele Bereiche der Medienwirtschaft / Ausbau der Gaming-Kompetenz kommt Schlüsselrolle für Zukunft des Medienstandorts Bayern zu“

Medienminister Siegfried Schneider hat bei einem Gespräch mit dem Wirtschaftsminister der Bayerischen Partnerregion Québec / Kanada Clément Gignac die Entschlossenheit Bayerns bekräftigt, den Auf- bzw. Ausbau einer konkurrenzfähigen Spielewirtschaft in Bayern nach Kräften zu unterstützen. Schneider: „Die Spieleindustrie ist inzwischen unverzichtbarer Bestandteil der medialen Verwertungskette. Über die Kombination Film und Computerspiel hinaus wird sich der Weg vom Computerspiel zum Film, Buch oder auch zum Fernsehformat weiter fortsetzen. Für die Zukunft des Medienstandorts Bayern kommt dem Ausbau der Gaming-Kompetenz deshalb eine Schlüsselrolle zu. Denn sie ist Schrittmacher für viele Bereiche der Medienwirtschaft. Ich habe mit meinem Kollegen Gignac vereinbart, das Mediensegment Computerspiele in die partnerschaftliche Kooperation Bayern-Québec aufzunehmen. Wir wollen noch in diesem Jahr ein Kooperationskonzept erarbeiten, um in den Bereichen Ausbildung, Austausch bei Aus- und Fortbildung und Zusammenarbeit der Unternehmen, Hochschulen und Fördereinrichtungen konkret voranzukommen. Im Rahmen unserer Partnerschaft können wir die Zusammenarbeit in dieser Zukunftsbranche zum Nutzen beider Regionen vertiefen. Als international konkurrenzfähiger Medienstandort haben wir großes Interesse an dieser hochtechnologischen, interdisziplinären und kreativen Branche.“ Schneider verwies darauf, dass zwar alle großen internationalen Gaming-Unternehmen Vertriebs- und Marketingorganisationen in Deutschland haben, deutsche Unternehmen dagegen bislang bis auf wenige Ausnahmen international nur eine untergeordnete Rolle spielten. Kanada dagegen gehört zu den großen Gaming-Standorten neben USA, Japan, Großbritannien und Frankreich. Der IT- und Kommunikationssektor Québecs ist einer der wichtigsten Nordamerikas. Dort bestehen rund 115.000 Arbeitsplätze in ca. 5.000 Unternehmen, die hauptsächlich im Großraum Montréal ansässig sind. Schneider: „Québec ist das Mekka der Gaming-Industrie. Zusammen mit Vertretern der heimischen Wirtschaft bin ich hierher gekommen, um Möglichkeiten der Kooperation auszuloten. Der Freistaat bietet beste Möglichkeiten, sich auch in diesem Mediensegment zu profilieren und so eine klassische Win-win-Situation herzustellen. Bayern ist ein bedeutender Filmstandort mit Stärken bei der digitalen Produktion und verfügt über zahlreiche Qualifikationen, die auch für den Gaming-Bereich notwendig sind. Mit der Technischen Universität München, der LMU München, der HFF und weiteren Hochschulen und Fachhochschulen im Land gibt es bei uns erstklassige Ausbildungsangebote im technischen und kreativen Bereich und damit eine hervorragende Ausgangsposition für eine prosperierende Gaming-Industrie.“

Bei mehreren Firmenbesuchen machte sich Schneider ein Bild von den neuesten Entwicklungen in der Kreativbranche Gaming. „Es ist unübersehbar, wie stark in den letzten Jahren Vielfalt, Komplexität und technische Innovationskraft in der Branche zugenommen haben. Die Gaming-Industrie auf das zurecht kritisierte Segment der sogenannten „Killerspiele“ zu reduzieren, wäre ein verhängnisvoller Trugschluss. „Die thematische Bandbreite ist groß, sowohl im Bereich der Unterhaltung als auch im edukativen Bereich. Außerdem bietet die interaktive Software für alle technisch orientierten Wirtschaftssegmente Anwendungen“, so Schneider.