Pressemitteilung

04.05.12

Zeil: „Bayerische Unternehmen profitieren von Beteiligungsfinanzierungen“

MÜNCHEN               Rund ein Viertel aller Finanzierungen mithilfe von Beteiligungskapital in Deutschland entfielen im vergangenen Jahr auf bayerische Unternehmen. Das ergab die aktuelle Studie ‚Die deutsche Beteiligungsbranche 2012’ der Wirtschaftskanzlei Rödl & Partner. Der Freistaat war damit erneut der beliebteste Investitionsstandort, gefolgt von NRW (22 Prozent) und Baden-Württemberg (18 Prozent). „Der bayerische Mittelstand steht für Innovationskraft und wirtschaftlichen Erfolg. Die Basis dafür ist eine solide Finanzierung. Eine immer wichtigere Rolle spielt dabei Beteiligungskapital“, erklärt Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil.

 

Interessant sei, dass sich mehr und mehr Beteiligungsgesellschaften offen für Minderheitsbeteiligungen zeigten. Dies steigere die Attraktivität des Beteiligungsmodells insbesondere für die zahlreichen inhabergeführten Unternehmen. „Diese Finanzierungsform stärkt das Eigenkapital, ohne dass der Unternehmer an Einfluss verliert“, betont Zeil. Die derzeit attraktivsten Branchen aus Sicht der Beteiligungskapitalgeber sind der Studie zufolge Cleantech („saubere Technologien“), gefolgt von Health-Care und dem Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie.

 

„Von der Annäherung zwischen mittelständischer Wirtschaft und Beteiligungsbranche können beide Seiten nur profitieren“, so der Wirtschaftsminister. Bei allen positiven Nachrichten dürfe aber nicht vergessen werden, dass hierzulande vor allem für junge Unternehmen weiterhin Nachholbedarf bei den Finanzierungsmöglichkeiten bestehe. Zwar sei die öffentliche Hand bei der Finanzierung in den frühen Gründungsphasen sehr aktiv, doch sei die Bereitschaft institutioneller Investoren zum finanziellen Engagement in Frühphasenfonds leider gering. Die klare Positionierung der Bundeskanzlerin vom Februar, wonach die Finanzierungsbedingungen für junge innovative Unternehmen in Deutschland verbessert werden sollen, begrüßt Zeil: „Die Rahmenbedingungen in Deutschland müssen international wettbewerbsfähig ausgestaltet werden. Wir können es uns nicht leisten, dass bei uns viele hervorragende Ideen nicht zur Marktreife gebracht werden, weil der Markt für Risikokapital – im Gegensatz zu vielen anderen Ländern – hierzulande zu schwach ausgeprägt ist.“

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Pressemitteilung-Nr. 232/12

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