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Pressemitteilung
Bericht aus der Kabinettssitzung - Teil 1
Bayern setzt Meilenstein für Wirtschafts- und Technologiestandort / 490 Millionen Euro zum Start von „BayernFIT - Forschung, Innovation, Technologie"/ Beckstein: „Jeder Euro, den wir hier in die Hand nehmen, trägt als Dividende Wachstum, Wohlstand und Arbeitsplätze in ganz Bayern"
Das Kabinett hat heute das große Innovationspaket „BayernFIT -Forschung, Innovation, Technologie" geschnürt und damit einen weiteren Meilenstein für den Wirtschafts- und Technologiestandort Bayern gesetzt. Bayerns Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein unterstrich: „Mit diesem neuen 490 Millionen Euro schweren Innovationsprogramm geben wir Forschung, Innovation und Technologie im Freistaat einen kräftigen Schub und beschleunigen das Innovationstempo im Freistaat noch einmal deutlich. Jeder Euro, den wir hier in die Hand nehmen, trägt als Dividende Wachstum, Wohlstand und hochwertige Arbeitsplätze. Investitionen in Innovationen sind direkte Investitionen in die Zukunft. Mit diesen Landesmitteln lösen wir zudem zusätzliche Forschungsinvestitionen von dritter Seite wie zum Beispiel dem Bund in Höhe von mehreren Hundert Millionen aus."
Heute entstehen in Bayern, so Beckstein, jede Woche rund 2.000 neue Arbeitsplätze. Beckstein: „Wir setzen mit kraftvollen Zukunftsinvestitionen jetzt das Fundament, damit das in 10 Jahren noch genauso ist. Vorsprung Bayern bedeutet in erster Linie Vorsprung bei Bildung und Innovation." Insgesamt wird mit diesen Mitteln ein Zusatzimpuls für Wachstum und Beschäftigung in Milliardenhöhe ausgelöst. Beckstein betonte, dass das letztliche Ziel der Innovationsoffensive gut bezahlte Arbeitsplätze in allen Landesteilen sind. Der Ministerpräsident wies auch daraufhin, dass „BayernFIT - Forschung, Innovation, Technologie" neben den 490 Millionen Euro eine weitere knappe Milliarde Euro aus dem Programm „Zukunft Bayern 2020" umfasst, das insbesondere den kräftigen Ausbau aller Hochschulstandorte und die Förderung von Forschungscluster in ganz Bayern vorsieht.
Beckstein: „Wir sind stolz darauf, ein Hochlohnland zu sein! Ein gesetzlicher Mindestlohn lockt im Freistaat niemanden hinter dem Ofen hervor. Wir wollen anständige Löhne für unsere Menschen. Deshalb brauchen wir noch mehr qualifizierte Arbeitsplätze in Bayern und deshalb investieren wir in Hochtechnologie, Bildung und Innovation." Diese Zukunftsorientierung hat nach den Worten Becksteins Tradition in Bayern. Beckstein: „Nur mit Hochtechnologie und noch mehr Innovation können wir unseren Wohlstand, gerade auch gegenüber Aufsteigerstaaten wie China und Indien halten."
Deshalb wird Bayern, so Beckstein, mit dem Innovationspaket folgende Schwerpunkte setzen:
Erstens: Mehr außeruniversitäre Spitzenforschungszentren wie Max Planck, Fraunhofer und Helmholtz nach Bayern holen. Die Erfahrung zeigt: Speziell die Verzahnung von Hochschulen mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen erzeugt das notwendige innovative Umfeld, um wuchtige Impulse für die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt in den Regionen zu setzen. Beckstein: „Deshalb sind wir stolz, dass wir in Bayern demnächst im ganzen Land 19 Fraunhofereinrichtungen, gestärkte Helmholtzinstitute und ein neues großes Max-Planck-Institut in Nordbayern haben werden. „Die Präsidenten von Max-Planck und Fraunhofer Professor Peter Gruss und Professor Dr. Hans-Jörg Bullinger haben im Kabinett eindrucksvoll die enormen Zukunftspotentiale ihrer weltweit anerkannten Forschungseinrichtungen in Bayern dargestellt.
Zweitens: Zentrale politische Leitentscheidung der Staatsregierung ist, nicht nur München im europäischen Forschungswettbewerb weit vorne zu positionieren, sondern alle Potenziale für neue Technologien und Forschung und Entwicklung im ganzen Land zu mobilisieren. Beckstein: „Dafür werden wir weit mehr als die Hälfte der Transrapidmittel einsetzen. Wir werden Spitzenforscher zum Beispiel auch nach Augsburg, Hof, Bayreuth, Würzburg, Regensburg und Deggendorf, Passau sowie Straubing holen, um die dort bereits vorhandene große Wissenschaftskompetenz ganz gezielt weiter zu entwickeln. Damit erweitern wir die klassische regionale Strukturpolitik der Investitionsförderung um eine neue, stark innovationsorientierte Komponente, mit der wir auch eher ländlich strukturierte Räume in die Lage versetzen, sich mit anspruchsvoller Wertschöpfung auf den umkämpften Weltmärkten zu behaupten."
Drittens: „Mit der Innovationsoffensive konzentrieren wir uns auf wesentliche Zukunftsfelder, wo wir im nationalen und internationalen Wettbewerb nur erfolgreich sein können, wenn wir jetzt massiv mit öffentlichen Mitteln einen Anschub leisten", so Beckstein. Ein wichtiges Beispiel dafür sind die bayerischen Anstrengungen, den Luft- und Raumfahrtstandort Schwaben/ Augsburg rund um EADS durch neue Forschungseinrichtungen von europäischem Rang nicht nur zu festigen, sondern weiter auszubauen. Beckstein: „Wir in Bayern haben die Kraft, um genau im richtigen Zeitpunkt finanziell nachzulegen. Gleiches gilt für unseren Einsatz beim Bau des neuen Hochleistungsrechners in Garching. Dafür investieren wir 55 Millionen Euro. Supercomputer sind die neuen Keimzellen der Forschung. In ihnen entstehen virtuelle Welten vom Elementarteilchen bis zur Erde und zum Weltall. Komplexe technische Systeme und Prozesse können damit simuliert werden. Wer Zugang zu den besten Rechnern hat, kann einen entscheidenden Wettbewerbsvorsprung in nahezu allen Innovationsfeldern, gerade auch für unsere Automobilbranche erringen. Das High-Performance-Computing ist so zu einem wichtigen Standortfaktor für Wissenschaft und Wirtschaft geworden." Andere wichtige neue Investitionsschwerpunkte sind die Demenzforschung in München, die Robotertechnik in Oberpfaffenhofen und die Zukunft der Energieversorgung mit Forschungsschwerpunkten in Triesdorf und Sulzbach-Rosenberg. All dies ist kein Selbstzweck, betonte Beckstein: „Unsere Forschung steht unmittelbar im Dienst der Menschen. Zum Beispiel investieren wir verstärkt in die Erforschung von Alterskrankheiten wie Demenz und Alzheimer. Hier steht die Gesellschaft genauso vor großen Herausforderungen wie bei der Suche nach neuen Energietechniken, wo wir ebenfalls einen Investitionsschwerpunkt setzen."
Projekte des Wissenschaftsministeriums / Goppel: „Hochschulen leisten entscheidenden Beitrag zur Wertschöpfung und Innovationskraft im ganzen Land"
Wissenschaftsminister Goppel hob hervor, dass die Hochschul- und Forschungsprojekte aus seinem Ressort im Rahmen von „BayernFIT" ein Volumen von rund 300 Millionen Euro umfassen. „Alle Projekte sind eingebunden in regionale, nationale oder internationale Verbünde und bauen auf bereits vorhandenen Stärken auf", betonte der Minister. Dabei lege das Programm seine Schwerpunkte gezielt sowohl auf die Wissenschaftszentren in München, Erlangen-Nürnberg und Würzburg als auch auf exzellente Projekte in der Fläche des Landes. Mit Initiativen von Passau über Deggendorf, die Landkreise Freyung-Grafenau und Regen bis Bayreuth, Hof, Triesdorf oder Schweinfurt stärke die Staatsregierung gezielt hochkarätige Hochschul- und Forschungsprojekte, die die Leistungsfähigkeit auch der Regionen in Nord- und Ostbayern stärken. „Hochschulen und Forschung leisten einen entscheidenden Beitrag zur Wertschöpfung und zur Innovationskraft unseres Landes", sagte Goppel.
Als „großen Erfolg für den Wissenschaftsstandort Bayern" bezeichnete Goppel die Entscheidung der Max-Planck-Gesellschaft, ein neues Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts in Erlangen einzurichten. „Das neue Institut ist sowohl unter rein wissenschaftlichen Gesichtspunkten als auch unter forschungspolitischem bayerischem Blickwinkel ein Glücksfall", betonte der Minister. Eine besondere Stärke des Wissenschaftsstandorts Bayern sei seine exzellente außeruniversitäre Forschungslandschaft, die mit dem neuen Institut einen Leuchtturm in Franken erhalte. Mit dem Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts, das die Max-Planck-Gesellschaft Ende Juni beschlossen hat und das zum 1. Januar 2009 gegründet werden soll, entsteht das erste Max-Planck-Institut im Wissenschaftsraum Nordbayern. Mit insgesamt 66,5 Millionen Euro unterstützt der Freistaat mit Mitteln des Programms „Bayern FIT" den Neubau und die apparative Erstausstattung.
Ein europaweit einmaliges Netzwerk soll nach den Worten Goppels in München auf dem Gebiet der Demenzforschung entstehen, auf dem Münchner Wissenschaftler weltweit führend sind. Als Partnerinstitut werden sie in das neue Deutsche Helmholtz-Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) eingebunden. „Im neuen Gebäude können die Forschungsaktivitäten deutlich ausgebaut, die Ergebnisse der Grundlagenforschung in klinische Forschung weitergeführt und so für die Betroffenen neue Diagnose- und Therapiemöglichkeiten entwickelt und angeboten werden", betonte der Minister. Darüber hinaus ist die Einrichtung eines neuen Instituts für Schlaganfall- und Demenzforschung vorgesehen, das aus Erträgen einer Stiftung finanziert werden soll. Beide Einrichtungen - der Neubau für Demenzforschung und das Institut für Schlaganfall- und Demenzforschung mit einem Investitionsvolumen von insgesamt 60 Millionen Euro - sollen am High-Tech-Standort der Universität München in Großhadern-Martinsried angesiedelt werden. Dies werde, so Goppel, zu einer einmaligen Konzentration von exzellenter Forschung und Therapie im Bereich von Demenzerkrankungen führen.
Ein herausragendes technologisches Leitprojekt von internationaler Bedeutung ist der Ausbau des Leibniz-Rechenzentrums zu einem europäischen Supercomputer-Standort. Das Höchstleistungsrechnen sei, so der Minister, zu einem wichtigen Standortfaktor geworden. In Garching soll 2011 ein Rechner neuer Technologie installiert werden, der mindestens hundertmal schneller als das bisherige System ist. Aus dem Programm „Bayern FIT" ist eine Finanzierung des Landesanteils an den Bau- und Beschaffungskosten in Höhe von 55 Millionen Euro eingeplant.
Zu den weiteren Projekten des Wissenschaftsministeriums im Einzelnen:
Exzellenzcluster „Engineering of Advanced Materials", Erlangen, Förderung: 18 Mio. Euro
Die Universität Erlangen-Nürnberg konnte im Rahmen der 2. Tranche der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder eine Förderung des Exzellenzclusters „Engineering of Advanced Materials" einwerben. Um die Erfolgschancen des Clusters zu optimieren, sind Baumaßnahmen in einer Größenordnung von insgesamt rund 18 Mio. € vorgesehen.
Neubau Forschungsgebäude Polymerwissen¬schaften („Polymer Nanostructures"), Bayreuth, Förderung: 3,75 Mio. Euro
Auf dem Universitätscampus Bayreuth soll ein Forschungsgebäude modernster Struktur für sechs „Key Laboratories" errichtet werden. Das Laborgebäude mit einer Hauptnutzfläche von 1.520 m² dient der zentralen Bündelung gemeinsam genutzter Forschungsgeräte für die Grundlagenforschung zahlreicher Forschergruppen auf dem Profilfeld moderner Polymerwissenschaften (Chemie, Physik, Ingenieurwissenschaften, Biologie) sowie dem Ausbau einer Plattform für drei Juniorforschungsgruppen auf diesem Gebiet.
Ausbau der Universität Würzburg, Förderung: 24 Mio. Euro
Die Universität Würzburg soll zu einer führenden Campus-Universität ausgebaut werden. An der Hochschule studieren derzeit knapp 20.000 junge Menschen, im Zuge der Ausbauplanung sollen weitere 3.285 Studienplätze entstehen. Das demnächst frei werdende Leighton-Areal befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft des Hubland-Campus und bietet sich mit seinen bereits bestehenden Gebäuden für eine kurzfristig erreichbare Erweiterung der Hochschule sowie für die mittel- und langfristige Entwicklungsperspektive der Universität Würzburg an.
Errichtung eines Multimediazentrums, Passau, Förderung: 5 Mio. Euro
Die Universität Passau hat es sich zum Ziel gesetzt, ihre Kompetenzen im Bereich Medien und Kommunikation zu bündeln und einen neuen Profil- und Schwerpunktbereich „Medien" an der Hochschule zu etablieren. Das geplante Multimediazentrum mit einer Hauptnutzfläche von 1.000 m² soll die erwähnten Institutionen räumlich vereinen.
Ausbau eines Hochtechnologiezentrums, Fachhochschule Deggendorf, Förderung: 20 Mio. Euro
Die Studienmöglichkeiten an der Hochschule für angewandte Wissenschaften - Fachhochschule Deggendorf werden mit einem Hochtechnologiezentrum und Laboren in zukunftsstarken Technologiefeldern ausgebaut. Das künftige Hochtechnologiezentrum dient der weiteren Verbesserung der Studienmöglichkeiten in Deggendorf - speziell in den neuen hoch innovativen Studienfeldern. Dazu zählen Mechatronik und Physikalische Technik/Optische Technologien.
Technologietransferzentrum in den Landkreisen Regen und Freyung-Grafenau, Förderung: 8,75 Mio. Euro
In den Landkreisen Regen und Freyung-Grafenau wird ein Technologietransferzentrum der Hochschule für angewandte Wissenschaften - Fachhochschule Deggendorf entstehen. Schwerpunkte sind die Bereiche „Optische Komponenten" sowie intelligente IT. Ziel ist es, die Effizienz im Wissens- und Technologietransfer der Hochschule zu steigern.
Kompetenzzentrum Mainfranken, Schweinfurt, Förderung: 10 Mio. Euro
An der Hochschule für angewandte Wissenschaften - Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt entstehen im Zuge der Modernisierung des Standorts Schweinfurt das Zentrum für Energietechnik und das Zentrum für Medizintechnik. Beide Zentren stellen kombiniert das Kompetenzzentrum Mainfranken dar.
Neubau Fachhochschule Weihenstephan am Standort Triesdorf, Förderung: 19 Mio. Euro
Am Standort Triesdorf der Hochschule für angewandte Wissenschaften - Fachhochschule Weihenstephan entsteht ein Zentrum für Integrale Land- und Energiewirtschaft. Zweck eines Zentrums für Integrale Land- und Energiewirtschaft ist es, zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der Regionen die Wertschöpfungskette vom Acker bis zur Steckdose bzw. vom Acker bis zum Tisch besser zu erforschen.
Neubau für Rechenzentrum und Zentralbibliothek, Fachhochschule Nürnberg, Förderung: 10 Mio. Euro
Um ein qualitativ hochwertiges Studienangebot gerade auch in den Ingenieur- und Naturwissenschaften zu gewährleisten, wird das Rechenzentrum der Georg-Simon-Ohm Hochschule für angewandte Wissenschaften - Fachhochschule Nürnberg modernisiert und ausgebaut.
Neubau eines Instituts für Informationssysteme, Hof, Förderung: 10 Mio. Euro
Das neue Institut für Informationssysteme bündelt und erweitert die bereits umfangreichen Forschungs- und Entwicklungsprojekte an der Hochschule für angewandte Wissenschaften - Fachhochschule Hof im Bereich der Informationssysteme.
Projekte des Wirtschaftsministeriums / Müller: „Mit BayernFIT beschleunigen wir die regionale Entwicklung und nutzen das technologische Potential des Mittelstands"
Weitere rund 190 Millionen Euro für insgesamt 27 technologische Leitprojekte kommen aus dem Bereich des Wirtschaftsministeriums. „Die geplanten Maßnahmen ergänzen insbesondere die im Programm ‚Bayern 2020' gesetzten Schwerpunkte in den Bereichen Software, IuK-Technologien, Mikroelektronik sowie Neue Materialien. Zugleich nutzen wir die Mittel, die Schwerpunkte um die Themen Faserverbund in Augsburg, Robotik in Oberpfaffenhofen und bayernweit die Weiße Biotechnologie zu erweitern", erläuterte Wirtschaftsministerin Emilia Müller. Bei diesen Zukunftsthemen habe Bayern die besten Chancen, mit noch schlagkräftigeren F&E-Kapazitäten europaweit die Kompetenzführerschaft zu übernehmen. Müller: „Das wird bayerischen Unternehmen einen entscheidenden Vorsprung auf diesen High-Tech-Feldern verschaffen und zur Sicherung tausender Arbeitsplätze im Freistaat beitragen. Müller hob außerdem hervor, dass 80 Millionen Euro aus ihrem Ressort speziell für die Stärkung Nord- und Ostbayern vorgesehen sind. „Mit den 80 Millionen Euro setzen wir zwischen Obernburg in Unterfranken und Deggendorf in Niederbayern bewusst neue technologische Leuchttürme, um die großen regionalen Entwicklungspotenziale noch stärker zu nutzen. Damit erweitern wir die klassische regionale Strukturpolitik der Investitionsförderung. Sie soll den ländlichen Räumen helfen, sich mit anspruchsvoller Wertschöpfung auf den Weltmärkten weiter erfolgreich zu behaupten", so die Wirtschaftsministerin. So werde zum Beispiel in Bayreuth das Technologiezentrum „Kfz-Service-Engineering", der Entwicklungsverbund „Kunststoff im Automobil" und der Ausbau der Fraunhofer Arbeitsgruppen mit insgesamt 11 Millionen Euro unterstützt. In Straubing investiere das Wirtschaftsministerium 5 Millionen Euro in den Aufbau einer Fraunhofer-Projektgruppe „Biogene Rohstoffe". Alle Maßnahmen kämen dem gesamten Spektrum innovations¬bereiter Unternehmen zu Gute, betonte Müller. „Nicht nur forschende Großunternehmen, sondern gerade auch kleine und mittlere High-Tech-Unternehmen, technologieorientierte Unternehmensgründer und das innovative Handwerk werden davon profitieren."
Die Investitionen in Innovation erhöhten direkt und indirekt die Anzahl der High-Tech-Arbeitsplätze. Müller: „So schaffen wir bestmögliche Voraussetzungen für innovative Unternehmen im Freistaat. Dies erhöht die Attraktivität des Entwicklungs- und Produktionsstandorts Bayern weiter und führt zu besseren Chancen bei Erweiterungen oder Ansiedlungen von High-Tech-Unternehmen in Bayern." Gleichzeitig würden die Chancen von Gründern technologieorientierter Unternehmen und des innovativen Handwerks deutlich verbessert. Insgesamt wolle Bayern mit diesen Zielen seinen Wachstumsvorsprung vor allen anderen deutschen Ländern sichern und ausbauen.
Zu den Projekten des Wirtschaftsministeriums im Einzelnen:
Forschungsoffensive Faserverbundtechnologien und Mechatronik, Augsburg/Holzkirchen 55 Mio. Euro
Ziel der Forschungsoffensive ist es, neue effiziente Produktions- und Automatisierungsprozesse bei der Fertigung von Faserverbundbauteilen und deren Integration zu Faserverbundstrukturen zu realisieren. Diese Themen treffen auf ausgeprägte Nachfrage bei regionalen Unternehmen, ausgehend vom Sektor Luft- und Raumfahrt über die Fahrzeugtechnik bis hin zum Maschinen- und Anlagenbau. Zentrale Elemente des Forschungsverbundes sind die Gründung eines DLR Zentrums für Leichtbauproduktionstechnologie, einer FhG Projektgruppe für Funktionsintegrierten Leichtbau und einer FhG Projektgruppe für Ressourceneffiziente mechatronische Verarbeitungsmaschinen in Augsburg. Flankierende Elemente sind der Ausbau des FhG Standorts Holzkirchen und die intensive Einbeziehung der Universität Augsburg.
Ariane 5 Tankfertigung, Augsburg 4,5 Mio. Euro
Der MT Aerospace Standort Augsburg ist schon heute maßgeblich an der Produktion der Ariane 5 Zusatzraketen, den sog. Boostern beteiligt. Durch die Reduktion der Fertigungsanteile Frankreichs besteht zusätzlich die Möglichkeit den Anteil Flüssigwasserstoff Tanks für die Ariane 5 Oberstufe nach Augsburg zu holen. Dazu ist eine Erweiterung der Fertigungsanlagen erforderlich. Durch eine gemeinsame Finanzierung durch MT Aerospace, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt sowie den Freistaat Bayern würde dies wesentlich zum Ausbau der Kompetenzen und der langfristigen Sicherung des Ariane Standortes Augsburg beitragen.
Leistungszentrum Robotik, Oberpfaffenhofen 20 (25) Mio. Euro
Robotik ist heute fester Bestandteil der Produktions- und Hochleistungstechnik. Die Automatisierung von Produktions- und Wartungsverfahren ist weit fortgeschritten. Robotik findet insbesondere vielfältige Anwendungsmöglichkeiten in der Medizin. Hochpräzise Instrumente retten heute Leben. Der volkswirtschaftliche Nutzen der Robotik ergibt sich aber nicht nur aus diesen beispielhaft angeführten Anwendungsmöglichkeiten, sondern auch aus ihrer Rolle als Querschnittstechnologie. Hier erzielt vor allem die robotische Raumfahrtforschung in Bayern Spitzenleistungen. Die entsprechenden Kompetenzen am DLR-Standort Oberpfaffenhofen sollen massiv ausgebaut werden.
Polytronik, München 10,5 Mio. Euro
Der Münchner Institutsteil des Fraunhofer-Institutes für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM hat in der Polytronik einen international führenden Rang eingenommen. Diese führende Position soll weiter ausgebaut und insbesondere die Kooperation mit bayerischen Unternehmen und anderen bayerischen Forschungseinrichtungen auf diesem Feld intensiviert werden. Ergänzend dazu werden neue Arbeitsgebiete eröffnet (kleinste Speicherbausteine/Nano-MEMS-Bauelemente) und vorhandene Arbeitsfelder verstärkt. Damit sind gute Voraussetzungen geschaffen, um diese Einrichtung mittelfristig zu einem vollwertigen Fraunhofer-Institut weiterzuentwickeln.
Kommunikationstechnik Automotive, München 5 Mio. Euro
Die Fraunhofer-Einrichtung für Systeme der Kommunikationstechnik (ESK) in München ist erfolgreich in den für die bayerische Wirtschaft bedeutenden Bereichen Telekommunikation sowie Informations- und Kommunikationstechnik (IuK) tätig. In den nächsten Jahren ist geplant, die ESK auf Institutsgröße zu erweitern. Insbesondere die Bereiche IuK im Automobil- und Maschinenbau sollen weiter ausgebaut werden, um diesen wichtigen Branchen einen im IuK-Bereich kompetenten Forschungspartner zur Seite zu stellen.
Weiße Biotechnologie, Bayernweit 5 Mio. Euro
Im Bereich der weißen Biotechnologie hat ein bayerisches Konsortium unter Moderation des Clusters Biotechnologie im Rahmen des BMBF-Wettbewerbs „BioIndustries 2021" 5 Mio. € Bundesmittel eingeworben. Um die Chancen bei diesem Wettbewerb zu erhöhen, wurde im Vorfeld eine signifikante bayerische Gegenfinanzierung in Aussicht gestellt. Derzeit werden bereits 5 Mio. Euro aus dem Programm „Zukunft Bayern 2020" bereitgestellt
Technologiezentrum Handwerkskammer, Bayreuth 3,5 Mio. Euro
Technologiezentrum „Kfz-Service-Engineering" der Handwerkskammer für Oberfranken. Ziel des Kooperationsprojektes zwischen der Handwerkskammer für Oberfranken und der Universität Bayreuth ist der Aufbau eines Zentrums zur Neu- und Weiterentwicklung von (überwiegend) technischen Dienstleistungen im Kfz-Bereich. Das anvisierte Spektrum reicht dabei von einer Optimierung der Fehlerdiagnose und -behebung bis hin zur systematischen Strukturierung der Serviceprozesse.
Ausbau der FhG-Arbeitsgruppen am Standort Bayreuth, Bayreuth 3,5 Mio. Euro
Die Fraunhofer Gesellschaft betreibt seit 2006 zwei Projektgruppen an der Universität Bayreuth:
- Fraunhofer-Projektgruppe Keramische Verbundstrukturen des Fraunhofer Instituts für Silicatforschung (ISC), Würzburg,
- Fraunhofer-Projektgruppe Prozessinnovation des Fraunhofer Instituts für Produktions¬technik und Automatisierung (IPA), Stuttgart.
Dort werden - mit Fokus auf die innovativen bayerischen Industrien, aber auch mit bundesweiter und internationaler Relevanz und Reichweite -, neue keramische Verbundwerkstoffe (Ceramic Matrix Composites - CMC) und Verarbeitungsprozesse im industrienahen Maßstab für Anwendungen in der Energie- und Antriebstechnik entwickelt sowie zukunftsweisende Produktions-, Logistik- und Serviceprozesse entwickelt und in die industrielle Praxis umgesetzt. Die bisherige positive Entwicklung der beiden Projektgruppen soll gestärkt und weiter auf- und ausgebaut werden.
Neue Materialien Bayreuth, 4 Mio. Euro
Kunststoffe, Elastomere und Faserverbund-Kunststoffe sind die Garanten für automobil¬technische Innovationen, im PKW aber auch in Nutzfahrzeugen. Für den automobiltechnischen Leichtbau, sind sie die Schrittmacher für technische Lösungen. Der Entwicklungsverbund „Kunststoff im Automobil" an der Neue Materialien Bayreuth GmbH soll das Technologie Know-how der Region Oberfranken im Bereich der Kunststofftechnik wesentlich erweitern, da im Rahmen der Maßnahme die gesamte Entwicklungs-Wertschöpfungskette von den wissenschaftlichen Grundlagen bis hin zur Fertigung von Prototypen und Kleinserien im industrienahen Umfeld bis zum Produktionsmaßstab gestärkt wird.
BioPark Regensburg, 8 Mio. Euro
BioPark Regensburg - III. Bauabschnitt
Vorgesehen ist die Erweiterung der bestehenden, vollausgelasteten Bauabschnitte I. und II. (jeweils 6.000 m2, gefördert durch die High-Tech Offensive des Freistaates mit insgesamt 13,7 Mio. Euro) um nochmals 6.000 m2. Damit kann die erfolgreiche weitere Entwicklung junger wachsender Biotechnologie-Unternehmen am Standort Regensburg sichergestellt werden. Über diesen Schritt soll auch eine bessere nationale und auch internationale Sichtbarkeit Regensburgs als Biotech Standort ermöglicht werden.
Life Science Regensburg, 5 Mio. Euro
Ausbau der Fraunhofer-Projektgruppe „Tumor- und Stoffwechselerkrankungen" an der Universität Regensburg
Anwenderzentrum Sensorik, Regensburg 1 Mio. Euro
In Regensburg soll ein Anwenderzentrum für Sensorik aufgebaut werden, in dem Kooperationsprojekte der Wirtschaft und der Regensburger Hochschulen (Fachhochschule und Universität), insbesondere im Bereich Automation, Automotive, Maschinenbau und Elektrotechnik durchgeführt werden. Die Ausrichtung und die Ausstattung orientieren sich dabei vor allem an thematischen Anforderungen in den Bereichen Mensch-Maschine-Interface/ Assistenzsysteme, Tera-Hertzsysteme und Sensorsysteme.
ATZ Entwicklungszentrum, Sulzbach-Rosenberg 4 Mio. Euro
Ausbau des ATZ Entwicklungszentrums in Sulzbach-Rosenberg (Kooperation mit der FH Amberg im Bereich Umwelttechnologie)
Experimentelle Biomedizin, Würzburg 3,5 Mio. Euro
Aufbau einer Fraunhofer-Projektgruppe „Regenerative Technologien für die Onkologie" an der Universität Würzburg. Ziel ist die Etablierung einer interdisziplinären, projekt- und themen-übergreifenden Arbeitsgruppe für die Verfahrensentwicklung neuer Diagnostika und Therapien in der Onkologie. Der Schwerpunkt der Forschergruppe liegt auf der Entwicklung von Methoden, mit deren Hilfe das Wachstum humaner Tumoren außerhalb des Körpers in Bioreaktoren untersucht werden kann.
Telematik, Würzburg 2 Mio. Euro
Auf dem Campus der Universität Würzburg entsteht mit dem Telematik e.V. ein Zentrum, zu dessen Mitgliedern namhafte Unternehmen aus der Main-Region zählen. Der Telematik e.V. verfolgt das Ziel, die in der Region vorhandenen Kompetenzen in Wissenschaft und Industrie zu bündeln und ein Zentrum mit nationaler/internationaler Ausstrahlung in Würzburg zu etablieren. Die Industrie, insbesondere KMU, sollen hier breit gefächert über die technischen Möglichkeiten der Telematik kompetent und unabhängig informiert werden. Ein weiteres Ziel ist die aktive Unterstützung der Unternehmen bei der Entwicklung von eigenen innovativen Produkten und Dienstleistungen.
Süddeutsches Kunststoffzentrum SKZ, Würzburg 2 Mio. Euro
Ausbau des Süddeutschen Kunststoffzentrums SKZ als Forschungsinstitut
Biogene Rohstoffe, Straubing 5 Mio. Euro
Ziel des Projektes ist, den Aufbau einer FhG-Projektgruppe am Standort Straubing zu realisieren, die Einsatzmöglichkeiten und Anwendungen nachwachsender Rohstoffe als Ausgangsmaterialien für die chemische und pharmazeutische Industrie untersucht und etabliert. Hintergrund ist ein Wechsel der Rohstoffbasis weg von Öl und Gas hin zu pflanzlichen Rohstoffen, der sich in der zukünftigen Entwicklung abzeichnet.
Dieses Vorhaben bedeutet gleichzeitig auch die erste Ansiedlung der Fraunhofer-Gesellschaft an einem Standort in Niederbayern.
Design Coburg, 3 Mio. Euro
Profilierung des Standorts Coburg als eine erste Anlaufstelle für die Industrie beim Thema Design in Bayern. Ein weiteres Element ist die Zusammenarbeit mit Bayern Design, Nürnberg, einem Markenzeichen in der Design - Branche Bayerns.
Asphärische Teleskopspiegel, Deggendorf 2 Mio. Euro
Das derzeit größte geplante Vorhaben im Bereich des Teleskopbaus ist das vom European Southern Observatory ESO in Garching geplante Projekt „European Extremely Large Telescope"(E-ELT). Für die Realisierung besteht Bedarf an 900 asphärischen Spiegeln mit einem Durchmesser von ca. 1,5 m. Die veranschlagten Kosten für das Gesamtprojekt belaufen sich auf rund 800 Mio. €. Ein rechtzeitiger Einstieg in die Fertigung hochpräziser asphärischer Spiegel eröffnet die Möglichkeit einer substantiellen Teilhabe bayerischer Forschungseinrichtungen und Unternehmen an diesem Projekt:
Laufender Roboter, Cham 4 Mio. Euro
In Verbindung mit der DLR werden zur Entwicklung neuartiger Getriebe- und Antriebstechniken in Cham 4 Millionen Euro investiert und damit die technologische Vernetzung im ländlichen Raum speziell in Verbindung mit dem Kompetenznetzwerk Mechatronik im Landkreis Cham weiter gestärkt. Das Demonstrationsobjekt dafür ist die Realisierung des „Further Drachen" als mechatronisch gesteuerter Roboter.
Moderne Produktionstechnik, Nordbayern und Ostbayern überregional 16 Mio. Euro
Die Produktion hochwertiger Industriegüter ist eine traditionelle Stärke Bayerns. In Ost- und Nordbayern stehen die Industrieunternehmen durch ihre Nähe zu Ost- und Mitteleuropa vor besonderen Herausforderungen. Um die Wettbewerbsfähigkeit der produzierenden Unternehmen in Ost- und Nordbayern zu steigern, ist ein Modernisierungsimpuls zur Steigerung der Produktqualität, zur Flexibilisierung der Produktion und zur Optimierung der Produktionskosten erforderlich.
Chemo- und Biosensorik, Regensburg 4,5 Mio. Euro
Der Aufbau der Fraunhofer-Gruppe im Bereich Sensorik führt zu zahlreichen Synergieeffekten vor Ort und bedeutet eine weitere Stärkung des Schwerpunktes Sensorik in Regensburg. Über die Entwicklung von neuen Chemo- und Biosensoren, z.B. im Nanobereich, wird die Voraussetzung für eine ganze Generation neuer Mikrosensoren mit Anwendungen im Bereich der Medizin/Biotechnologie, beim Umweltmonitoring und der Produktkontrolle geschaffen. Regensburg ist ein ausgewiesenes Zentrum der Sensorik und Sitz des Sensorik-Clusters.
Smart Materials, Würzburg, Schweinfurt, Coburg, Regensburg 3 Mio. Euro
Das Vorhaben stellt ein interdisziplinäres Verbundprojekt zwischen dem Fraunhofer-Institut für Silicatforschung in Würzburg ISC, den Fachhochschulen Würzburg-Schweinfurt, Coburg und Regensburg sowie Unternehmen der Wirtschaft dar. Ziel des Kooperationsvorhabens ist die Neu- und Weiterentwicklung von „smart materials" sowie deren Integration und Applikation in Bauteilen und Produkten.
Carbonfaser-Precursor, Kelheim 6 Mio. Euro
Bayerische Unternehmen haben sich das Ziel gesetzt, durch eine neue Qualität von Ausgangsmaterialien (sog. Precursor) Carbonfasern mit bis dato nicht erreichten Eigenschaften herzustellen und damit zu einem weltweiten Technologieführer in der Carbonfaserherstellung zu werden. Der Precursor bestimmt maßgeblich die Eigenschaften der Carbonfaser und des daraus hergestellten Hochleistungs-Werkstoffs CFK (Carbonfaser-Verbundwerkstoff). Bislang muss der Precursor für die hiesige Carbonfaser-Produktion aus Japan bezogen werden. Für den Standort Bayern hat das Vorhaben somit weit reichende strategische Bedeutung. Die Abhängigkeit der ansässigen Carbonfaser-Industrie und ihrer Kunden von Drittlieferanten und zugleich potentiellen Wettbewerbern, wird deutlich verringert. Zudem werden bayerische Unternehmen in die Lage versetzt, die komplette Innovationskette einer der Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts zu beherrschen. Über die aktuell dominierende Nachfrage nach Carbonfasern hinaus, eröffnet sich ein breites Spektrum ökonomisch und ökologisch relevanter Anwendungen (z.B. Automotive, Windenergieanlagen).
Insgesamt umfasst das Programm „BayernFIT-Forschung, Innovation, Technologie" zusammen mit den Transrapidmitteln fast 1,5 Milliarden Euro an zusätzlichen Investitionen für den technischen Vorsprung Bayerns. Bereits Ende Mai wurden im Kabinett wesentliche Weichenstellungen mit der Konkretisierung des Programms „Zukunft Bayern 2020" vorgenommen. Das sind:
- 570 Millionen Euro in den Ausbau aller Fachhochschulen und Universitäten in ganz Bayern,
- 135 Millionen Euro in Leuchtturmprojekte wie das Biomedizinische Forschungszentrum in Martinsried oder das bayerische Forschungsnetzwerk Immuntherapie,
- 100 Millionen Euro in die Einrichtung neuer Fraunhofer-Institute und weiterer außeruniversitäre Forschungseinrichtungen,
- 100 Millionen Euro in die Cluster-Initiative, etwa durch die Förderung von Entwicklungsverbünden zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen oder die Mobilisierung von zusätzlichem Wagniskapital und
- 50 Millionen Euro in die Förderung standortrelevanter Innovationsvorhaben.
Weitere Informationen zu den einzelnen Maßnahmen sind im Internet unter www.bayern.de abrufbar.