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Pressemitteilung
Tag der Heimat: Beckstein: „Bayern steht fest an der Seite der Heimatvertriebenen, Aussiedler und Spätaussiedler / Freistaat wird kulturelle Förderung deutlich aufstocken
Zügige Realisierung des Zentrums für Vertreibungen erforderlich / Vertreibungen sind zu ächten – Heimatrecht muss geachtet werden“
Der Freistaat Bayern steht fest an der Seite der Heimatvertriebenen, Aussiedler und Spätaussiedler. Das bekräftigte Ministerpräsident Günther Beckstein heute in Coburg beim Zentralen Tag der Heimat: „Die 2,7 Millionen Heimatvertriebenen, Aussiedler und Spätaussiedler, die seit 1945 nach Bayern gekommen sind, haben viel dazu beigetragen, dass Bayern zu dem geworden ist, was Bayern heute ist, das führende Land in Deutschland und eine der wohlhabendsten Regionen Europas. Der Vorsprung Bayerns ist mit ihr Werk. Und sie haben die Demokratie in unserem Land mit aufgebaut und sich immer zur Mitte der Gesellschaft bekannt. Aus ihren bitteren Lebenserfahrungen mit Diktaturen sind sie gefeit gegen Ideologen von Links und Rechts. Sie sind und bleiben der vierte Stamm Bayerns."
Beckstein sieht es als Aufgabe von Bund und Ländern, Geschichte und Kultur der ehemaligen deutschen Siedlungsgebiete zu bewahren: „Geschichte und Kultur der Siedlungsgebiete ist integraler Bestandteil der deutschen Geschichte. Bayern wird deutlich die Förderung für das Haus des Deutschen Ostens erhöhen, der Anlaufstelle für die kulturelle Förderung der Heimatregionen. Und wir setzen uns für die Errichtung eines Sudetendeutschen Museums in München ein." Zudem wird das Kulturzentrum der Ostpreußen in Ellingen aufgewertet und gestärkt. „Die Heimatvertriebenen bewahren aber nicht nur die Erinnerung an die alte Heimat, sondern wollen Brücken dahin bauen und in ihrer alten Heimat aktiv werden. Hier zeigt sich echte Heimatliebe und Versöhnungswille. Mit Europa ist die alte Heimat nähergerückt", machte der Ministerpräsident deutlich und sicherte seine Unterstützung zu: „Dort, wo Vertreibungen stattgefunden haben, müssen sie auch als Unrecht benannt werden. In Offenheit und Wahrheit liegt der Kern für Verständigung."
Auch für eine zügige Realisierung des Zentrums gegen Vertreibungen will sich Beckstein einsetzen. „Vergangene Woche hat die Bundesregierung endlich beschlossen, dass in Berlin diese Dokumentations-, Erinnerungs- und Forschungsstätte entsteht. Es ist Zeit geworden, für einen solchen Ort, 63 Jahre nach Flucht und Vertreibung. Es wird ein Ort der Begegnung und Versöhnung wie der Erinnerung an die eigenen Opfer. Wir dürfen niemals die Lehren vergessen, die uns die Opfer der Vertreibung hinterlassen: Vertreibungen sind zu ächten, das Heimatrecht muss geachtet werden."