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Pressemitteilung
Beckstein sieht Bayern bei modernem Umweltschutz vorn
"Umweltverträgliches Wirtschaftswachstum in Bayern Realität / Wachstum noch stärker vom Energieverbrauch entkoppeln“/ Umweltpaktbetriebe brauchen bis zu 50 Prozent weniger Energie / Bayern beansprucht Technologieführerschaft auf dem Wachstumsmarkt Energie
Mit dem Umweltpakt zwischen Staat und Wirtschaft hat Bayern früher als andere den Weg zu einem modernen Umweltschutz eingeschlagen, der sich gezielt auch ökonomische Faktoren zunutze macht. Diese Bilanz zog heute Bayerns Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein zur Halbzeit des dritten Umweltpakts Bayern 2005 - 2010: "In Bayern ist umweltverträgliches Wirtschaftswachstum Realität. Bayern liegt beim Wirtschaftswachstum und beim Umweltschutz vorn. Um unsere hohe bayerische Lebensqualität und zugleich den Wirtschaftsstandort Bayern dauerhaft zu sichern, müssen Ökologie und Ökonomie noch weiter Hand in Hand gehen. Im Umweltpakt arbeiten Staat und Wirtschaft gemeinsam an der Zukunftsfähigkeit Bayerns und an der Sicherung von Arbeitsplätzen und Wohlstand."
Absolut notwendig ist nach den Worten Becksteins, Wirtschaftswachstum noch stärker vom Energieverbrauch zu entkoppeln. "Der Umweltpakt hat hier viel vorangetrieben. Denn der Nutzen liegt auf der Hand: Umweltpaktbetriebe brauchen bis zu 50 Prozent weniger Energie als vergleichbare Unternehmen", machte der Ministerpräsident den Unternehmern deutlich. Hier gelte es technologische Fortschritte einzusetzen bis hin zum Ersatz von Öl und Gas durch neue energetische Verwertung von im Betrieb anfallenden Abfallstoffen. Beckstein: "Die Betriebe im Umweltpakt gehen bereits konsequent den Weg, den die Staatsregierung mit ihrem 10-Punkte-Programm für sichere, bezahlbare und klimafreundliche Energie verfolgt."
Bayern wird konsequent weiter seine Chancen auf dem Zukunftsmarkt ‚Energie- und Umwelttechnik' nutzen. "Bayern beansprucht die Technologieführerschaft in einem der wichtigsten globalen Wachstumsmärkte. Deshalb werden wir die Entwicklung von Technologien für mehr Energieeffizienz und für erneuerbare Energien sowie die Klimaforschung mit über 42 Millionen Euro voranbringen", betonte Beckstein.
Umweltminister Dr. Otmar Bernhard wertete die hohe Zahl der Umweltpakt-Teilnehmer als großen Erfolg und Bestätigung des bayerischen Weges. "5.000 Betriebe zur Halbzeit sind fast doppelt so viele Betriebe wie zum Vergleichszeitpunkt der beiden Umweltpakte 1995 und 2000. Gerade die steigenden Energiepreise verstärken den Run der Unternehmen auf den Umweltpakt zusätzlich. Schon jetzt sind fast drei Viertel der Pakt-Projekte umgesetzt, der Rest ist gut im Laufen", freute sich der Umweltminister. Gut angenommen werde auch die Öffnung des Umweltpaktes für klimafreundliche Unternehmen. Bayern sei stolz auf seinen ‚Exportschlager' Umweltpakt; 14 Bundesländer und mehrere Staaten weltweit, wie Chile, Wisconsin oder Kalifornien sind dem Beispiel Bayerns gefolgt.
Mit aktuell rund 5.000 Unternehmen und insgesamt 700.000 Beschäftigten ist der Umweltpakt Bayern der größte Zusammenschluss umweltorientierter Unternehmen in Deutschland. Zu dem starken Bund für gesunde Umwelt und wirtschaftlichen Erfolg gehören die bayerischen ‚Global Player' genauso wie eine breite Basis aus kleinen und mittleren Unternehmen und Handwerksbetrieben. Kern des Umweltpaktes sind freiwillige Verpflichtungen zu Umweltleistungen, die über gesetzliche Vorgaben hinausgehen. Vor Ort motivieren 40 ehrenamtliche Umweltpaktbotschafter Betriebe zu Umweltschutzmaßnahmen. Acht Arbeitsforen sind die Plattformen für einen fachlichen Austausch von Wirtschaft und Politik. Schwerpunkt des dritten Umweltpaktes ist die Regionalisierung: Auf kommunaler Ebene sind mittlerweile 25 ‚Netzwerke für betrieblichen Umweltschutz' mit je 50 Betrieben gebildet. Weitere 25 sollen noch geschaffen werden.