Pressemitteilung

01.05.08

Beckstein zum 1. Mai: "Arbeitnehmer brauchen mehr netto vom brutto in der Tasche"

„Ängste vor wirtschaftlichem und sozialem Abstieg ernst nehmen / Starke Gewerkschaften in der Globalisierung wichtiger denn je / Soziales Bayern auf dem Fundament einer starken Wirtschaft gestalten"

Bayerns Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein hat zum 1. Mai einen verstärkten Kampf gegen die in breiten Bevölkerungsschichten vorhandenen Ängste vor wirtschaftlichem und sozialem Abstieg gefordert. Beckstein: „Abstiegsängste sind nicht einfach als Luxusproblem abzutun. Es ist ernst zu nehmen, dass soziale Ängste nicht nur von den Rändern ausgehen, sondern die Mitte unserer Gesellschaft erfassen. Wenn die Mitte der Gesellschaft bröckelt, ist das Fundament gesellschaftlichen Zusammenlebens in Gefahr und Spaltung droht. Staat, Arbeitgeber und Gewerkschaften müssen sich deshalb verstärkt für eine gerechte Teilhabe der hart arbeitenden Normalverdiener und ihre Familien am wirtschaftlichen Aufschwung einsetzen."

Beckstein wies darauf hin, dass die wirtschaftliche Lage in Bayern derzeit eine hervorragende Basis bietet, dass die Menschen mit Zuversicht in die Zukunft blicken: „Bayern hat es bisher dank leistungsbereiter Arbeitnehmer, innovativer Unternehmen und einer offensiven Standortpolitik erfolgreicher als andere geschafft, die soziale Balance zu halten. Bayern ist Spitzenreiter beim Abbau der Arbeitslosigkeit, dem Aufbau von Beschäftigung und beim Wachstum. Bayerische Arbeitsplätze gehören heute zu den sichersten in Deutschland. Diese Entwicklung macht sich auch für die Arbeitnehmer und ihre Familien im wahrsten Sinne des Wortes im eigenen Geldbeutel bezahlt. Diesen Kurs für ein wirtschaftlich starkes und sozial stabiles Bayern werden wir konsequent fortsetzen."

Beckstein unterstrich, dass auch starke Gewerkschaften für den sozialen Ausgleich und für die Rechte der Arbeitnehmer unverzichtbar sind. Beckstein: „Gerade in der Globalisierung brauchen die Arbeitnehmer eine starke Stimme, die ihre Interessen in einer weltweit vernetzten Wirtschaft immer wieder herausstellt." Nach den Worten Becksteins haben auch die Gewerkschaften durch ihre maßvolle Lohnpolitik in den letzten Jahren ihren Anteil an dem derzeitigen Beschäftigungsboom. Beckstein: „Die Gewerkschaften und die Arbeitnehmer haben sich im Abschwung sehr verantwortungsvoll gezeigt. Das muss sich im Aufschwung auch auszahlen. Es ist jetzt ein zentrales Gebot der Gerechtigkeit, dass die Arbeitnehmer am Erfolg ihrer Unternehmen angemessen beteiligt werden. Erfolgsbeteiligungen darf es nicht nur für Manager geben, sondern auch verstärkt für die Arbeitnehmer."

Besonders wichtig für die soziale Balance im Land ist gegenwärtig auch, dass die Menschen mehr netto vom brutto in der Tasche haben, betonte Beckstein: „Ich möchte, dass die Arbeitnehmer und ihre Familien die gute wirtschaftliche Situation im eigenen Geldbeutel direkt spüren. Dafür brauchen wir Rückenwind aus Berlin. Bayern kämpft für eine Einkommensteuerreform mit deutlichen Entlastungen für Durchschnittseinkommen und für die Wiedereinführung der vollen Pendlerpauschale. Ich habe kein Verständnis dafür, dass bei diesem, für die Menschen im Land zentralen Projekt, in Berlin auf die Bremse gedrückt wird." Positiv würdigte der Ministerpräsident allerdings den von der Großen Koalition beschlossenen Ausbau der Mitarbeiterbeteiligung, mit der die Arbeitnehmer besser an Profit und Erträgen der Unternehmen teilhaben können.

Beckstein hob hervor, dass der Wettbewerb um gut bezahlte Arbeitsplätze künftig nur zu gewinnen ist, wenn Deutschland sich offensiv dem internationalen Wettbewerb stellt. Beckstein: „Nur ein wettbewerbsfähiges Deutschland wird auch ein soziales Deutschland sein. Diese Grundbotschaft muss auch künftig jedem bewusst sein. Bayern ist dafür bestens gerüstet."

 
Link zu allen Einträgen für Suchmaschinen