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Rede
Sommerempfang der Techniker Krankenkasse Bayern
Datum der Rede: 13.06.12 Rednerin/Redner: Staatsminister Thomas KreuzerManuskriptfassung: Es gilt das gesprochene Wort.
- Anrede -
Ich begrüße Sie alle sehr herzlich! Ich freue mich, heute mit Ihnen beim Sommerempfang der Techniker Krankenkasse Bayern zu sein. Ich darf Ihnen auch herzliche Grüße von Ministerpräsident Horts Seehofer überbringen. Er wäre selbst gern gekommen.
„Arbeit und Feier vollenden einander.“
Ich bin mir sicher: Dieses alte Sprichwort wird sich auch heute bestätigen. Wenn unsere Fußball-Elf später gegen die Niederlande den ersten Gruppensieg erringt, werden wir alle erst recht Grund zum Feiern haben!
Meine sehr geehrten Damen und Herren,
Leistung, Teamgeist und der Wille zum Erfolg – diese fußballerischen Tugenden zählen auch bei unseren Krankenkassen.
Kompetente Ansprechpartner, verlässliche Hilfe und Glaubwürdigkeit - das erwarten die Menschen von der Kasse ihres Vertrauens.
In Bayern vertrauen immerhin rund 945.000 Bürgerinnen und Bürger der Techniker Krankenkasse - und das mit gutem Grund. Es ist ja schon fast Tradition, dass die Wirtschaftsmagazine die Techniker Krankenkasse zu „Deutschlands bester Krankenkasse“ [Focus Money 2011] küren!
Sehr geehrter Herr Professor Klusen,
zu diesem Erfolg gratuliere ich insbesondere Ihnen! Sie haben die Techniker Krankenkasse immer zukunftsorientiert und im Sinne der Menschen geleitet: als effizient organisierte Krankenkasse, die auf modernen und fachkundigen Service für ihre Versicherten setzt.
Sie haben die Aufgaben der gesetzlichen Krankenversicherung immer als Ganzes in Blick genommen. Die gesellschaftliche Verantwortung der Kassen ist Ihnen ein Herzensanliegen. Sie setzen auf den breiten Dialog von Politik und Wissenschaft, von Ärzten und Versicherten.
Der Sommerempfang ist das beste Beispiel dafür. Nichts ist so wichtig wie das direkte Gespräch und der offene Austausch, gerade bei der Gesundheitsversorgung. Respekt und Dank für Ihre Leistung. Die Techniker Krankenkasse hat Ihnen viel zu verdanken!
Nur mit Teamplay kommt man weiter. Deshalb danke ich auch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Techniker Krankenkasse. Herzlichen Dank für Ihren Einsatz!
Die Techniker Krankenkasse Bayern steht hervorragend da. Erfolgsgeschichten wie die Ihre stehen für Bayerns Stärke und Leistungsbereitschaft.
Bayern ist ein Chancenland. Wir gestalten die Zukunft erfolgreich. Unser Credo lautet: Dynamik aus Stabilität. Nur mit festem Boden unter den Füßen kann man zum Sprung ansetzen! Wer stehen bleibt, fällt zurück. Deshalb investieren wir jedes Jahr 5 Mrd. Euro in die Zukunft. Unsere Strategie heißt: „Aufbruch Bayern. Für Familie, Bildung, Innovation.“
Bei uns in Bayern gilt: Zukunftschancen überall im Land. Und das soll auch morgen noch gelten. Dafür haben wir uns ein großes Ziel gesetzt: Bayern soll 2030 schuldenfrei sein. Wir investieren in die Zukunft – aber wir machen keine Schulden auf Kosten unserer Kinder und Kindeskinder.
Unser Lebensgefühl in Bayern heißt Leistungsfreude statt Hand aufhalten, anpacken statt wehklagen. Wir vererben neue Chancen, nicht neue Schulden.
Deshalb beglückwünsche ich die Techniker Krankenkasse zu ihrer besonnenen Haushaltspolitik - sie ist ein echter Fels in der Brandung. Beständigkeit durch vernünftige Rücklagenbildung – das wissen auch die Menschen zu schätzen. Die Finanzkrise hat uns allen schließlich gezeigt: Ob in Politik, Wirtschaft oder im Gesundheitswesen - die Soliden sind die Starken!
Die Soliden sind auch die Verlässlichen. Glaubwürdigkeit wächst mit konkreten Taten. Ich freue mich, dass die Techniker Krankenkasse ihren Einsatz für die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger in Bayern als gesellschaftliche Aufgabe wahrnimmt.
Als Beispiel nenne ich nur ihr Engagement für ein Einladungsverfahren zum Darmkrebs-Screening.
Gerade auch bei der Verantwortung für unsere Kinder arbeiten wir hervorragend zusammen!
Noch zu meiner Zeit im Kultusministerium haben wir zusammen das Projekt „Mobbingfreie Schule – gemeinsam Klasse sein“ aus der Taufe gehoben. Wir wollen die bayerischen Schülerinnen und Schüler stark machen gegen Ausgrenzung und Demütigung.
Mit den 1.200 Anti-Mobbing-Koffern der Techniker Krankenkasse bekommen die bayerischen Lehrerinnen und Lehrer ein wirksames Rüstzeug gegen Mobbing an die Hand.
Wir setzen nicht auf den erhobenen Zeigefinger, sondern auf Sensibilisierung und Gemeinschaftsgeist in den Klassenzimmern.
Nur wenn unsere Kinder die Schule als Lebensraum erfahren, in dem sie sich frei und sicher bewegen können, werden sie selbstbewusst, engagieren sich sozial und bleiben dauerhaft gesund.
Wir müssen unsere Kinder stärken - dieser Gedanke prägt auch unseren gemeinsamen „Leitfaden für Ärztinnen und Ärzte: Gewalt gegen Kinder und Jugendliche“. Dieser Leitfaden ist für Mediziner eine echte Hilfe, um aktiv gegen Missbrauch und Gewalt einzutreten.
Ich bin froh, dass die Neuauflage des Leitfadens in nächster Zeit ansteht. Ich freue mich sehr über die gute Zusammenarbeit von Techniker Krankenkasse und Bayerischem Sozialministerium, gerade bei dieser schwierigen Aufgabe.
Allen, die sich in den beiden Leitprojekten für unsere Kinder einsetzen, danke ich im Namen der Bayerischen Staatsregierung sehr herzlich. Vergelt’s Gott für Ihr großartiges Engagement!
Zusammenhalt, Verantwortung, für den anderen da sein – dieses Lebensgefühl zeichnet uns in Bayern aus. Wir sind das Land mit der höchsten Lebensqualität – weil wir Verantwortung tragen für ein soziales Miteinander. Das ist der Grund, warum sich bei uns junge Familien mit Kindern so wohlfühlen!
Laut einer Studie des Bayerischen Rundfunks leben 95 Prozent aller Bayern gerne hier [BR-Studie 2010].
Die Menschen schätzen den Reichtum unserer Kultur und Geschichte – und die soziale Nähe, das Miteinander und das bürgerschaftliche Engagement vor Ort! Auch deshalb entscheiden sich Familien und junge Erwachsene für Bayern. Seit 1990 sind per saldo mehr als 1,3 Millionen Menschen zu uns nach Bayern gezogen. Dieser Zuzug ist eine Abstimmung mit dem Umzugswagen!
Wir haben in Bayern eine hervorragende medizinische Versorgung.
Im Durchschnitt kümmert sich bei uns ein Arzt um 230 Patientinnen und Patienten. Das ist ein deutlich besseres Betreuungsverhältnis als in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg oder Brandenburg.
Im Bundesvergleich leben die Bayern länger und gesünder. Das soll so bleiben – dafür sorgt die Techniker Krankenkasse mit ihrem Programm „Bayern bleibt fit“!
Mit unserer bayerischen Olympiasiegerin Magdalena Neuner haben Sie genau die richtige Aktionspartnerin an Ihrer Seite – der Schwung dieser sympathischen Spitzensportlerin reißt auch den gemütlichsten Bayern mit!
Erfolge fallen nicht vom Himmel. Das weiß die Techniker Krankenkasse. Das wissen auch die Menschen in Bayern. Anpacken und Bessermachen ist bei uns verbunden mit der Verantwortung für die Heimat und für die Menschen, die hier leben.
Unsere Unternehmen, unsere Arbeitnehmer, unsere Bürger sind verwurzelt in der Region, sie engagieren sich vor Ort. Sie leben die Tugenden, die uns in Bayern an die Spitze gebracht haben:
- ehrliche Arbeit,
- selbst tun statt Selbstmitleid,
- anpacken statt auf den Staat warten.
Bestes Beispiel dafür ist die Einigung der Techniker Krankenkasse mit den bayerischen Hausärzten. Sie haben im Sinne der Patienten gehandelt. Im Namen der Bayerischen Staatsregierung gratuliere ich zu Ihrem raschen Vertragsabschluss. Glückwunsch zu Ihrer Kooperationsbereitschaft und zu Ihrem Verhandlungsgeschick!
Sie haben bewiesen: Langwierige Schiedsverfahren müssen nicht sein. Die Selbstverwaltung funktioniert. Die Lösung liegt im Gespräch und im Aufeinanderzugehen.
Das ist Bayern: Vertrauen in die eigenen Qualitäten zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger.
Wir alle tragen Verantwortung für unsere Heimat. Die Menschen bei uns vertrauen auf ihr Wissen, ihr Können, ihre gelebten Werte.
Daraus schöpfen wir die Kraft zu neuen Ideen und zur mutigen Gestaltung der Zukunft. Wir machen das, was gut ist, noch besser.
In diesem Sinne bin ich zuversichtlich für den heutigen Abend: Ich wünsche uns allen gute und anregende Gespräche - und später natürlich einen überzeugenden Sieg unserer Nationalmannschaft. Vielen Dank.