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<title>www.bayern.de - RSS Newsfeed Reden Ministerpräsident Horst Seehofer</title>
<link>http://www.bayern.de/Reden-Staatskanzlei-.1362/index.htm</link>
<description><![CDATA[<p>RSS Newsfeed für die aktuellsten Reden von Ministerpräsident Horst Seehofer, Staatsminister Siegfried Schneider und Staatsministerin Emilia Müller.</p>]]></description>
<language>de-de</language>
<copyright>Bayerische Staatskanzlei</copyright>
<ttl>30</ttl>
<item>
<title>Seniorenempfang</title>
<description><![CDATA[<p><em>Manuskriptfassung: Es gilt das gesprochene Wort.</em></p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Ich danke der Dommelstadler Blasmusi und den New Orleans City Stompers für ihren schwungvollen Auftakt. Im Vergleich zu Ihnen schaut so manche Jugend-Band ziemlich alt aus!</p>
<p>Ihnen allen ein herzliches „Grüß Gott“ in der Niederbayernhalle in Ruhstorf an der Rott! Ich freue mich sehr, dass Sie meiner Einladung so zahlreich gefolgt sind – gerade in diesen Tagen.</p>
<p>Wir alle stehen noch unter dem Eindruck der schrecklichen Hochwasserkatastrophe. Die Folgen treffen Niederbayern schwer.</p>
<p>Sehr geehrter Herr Landrat,</p>
<p>die Bilder von unserem gemeinsamen Besuch in Passau habe ich noch deutlich vor Augen: die überflutete Altstadt, ganze Straßenzüge unter Wasser. Heute war ich mit unserem Bundespräsidenten Joachim Gauck in Deggendorf.</p>
<p>Man muss wirklich vor Ort gewesen sein, um die Dimension zu begreifen.</p>
<p>Sehr geehrter Herr Hallhuber,</p>
<p>ich kann mir vorstellen, dass Sie als Bürgermeister in diesen Zeiten alle Hände voll zu tun haben. Umso mehr danke ich Ihnen und Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Vergelt’s Gott für Ihre Gastfreundschaft am heutigen Abend und für die hervorragende Zusammenarbeit bei der Vorbereitung!</p>
<p>Miteinander, Solidarität und großartige Einsatzbereitschaft – das spüre ich derzeit überall in Bayern. Ich bin beeindruckt von der großen Hilfsbereitschaft der Menschen. Die Helferinnen und Helfer in Niederbayern haben rund um die Uhr und bis zur totalen Erschöpfung gearbeitet. Auch sehr viele ältere Menschen haben die Ärmel hochgekrempelt und waren mit Leidenschaft dabei.</p>
<p>Ich danke allen von Herzen. Sie sind Vorbilder für uns alle. Ganz Bayern ist dankbar für Ihre engagierte und souveräne Unterstützung.</p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren,</p>
<p>Souveränität, Erfahrung und Weitblick – das sind Schätze des Alters. Von Ihrem Sachverstand und Ihrer Lebenserfahrung können Jüngere nur profitieren.</p>
<p>Tatsache ist: Deutschlands Bevölkerung wird älter. Wenn Menschen länger leben und gesünder älter werden, bietet das Chancen – für den Einzelnen, für die Familien und für unsere gesamte Gesellschaft! Das ist eine große Errungenschaft.</p>
<p>Ältere Menschen sind heute gesünder und aktiver als jede Seniorengeneration zuvor. Sie sind das beste Beispiel. Sie sind motiviert, sie können und wollen sich engagieren – sei es durch längere berufliche Aktivität, in der Familie oder durch bürgerschaftliches Engagement.</p>
<p>Ältere Menschen im Ehrenamt schlagen Brücken der Solidarität zwischen Alt und Jung. Wenn der Firmenchef im Ruhestand Bewerbungstipps für Schulabgänger gibt, wenn Seniorinnen als Leihomas junge Eltern unterstützen, wenn ältere Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit jüngeren gegen das Hochwasser kämpfen, dann leben sie Generationenverantwortung. Aktive Senioren sind starke Stützen unserer Gesellschaft.</p>
<p>Ich danke allen Seniorinnen und Senioren, die sich aktiv für andere und für unsere Gesellschaft einsetzen. Danke, dass Sie Ihren Erfahrungsschatz, Ihr Wissen und Ihr Einfühlungsvermögen mit anderen teilen und weitergeben! Ihr Einsatz ist großartig! Vergelt’s Gott für Ihr Engagement!</p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren,</p>
<p>Sie alle haben in den Nachkriegsjahrzehnten unser Land mit aufgebaut und zum Blühen gebracht. Sie haben mit Fleiß, Einsatz und Sparsamkeit Bayerns Erfolgsgeschichte vom Agrarstaat zur modernen Industriegesellschaft geschrieben. Ob am Schreibtisch oder an der Werkbank, ob im Ingenieurbüro oder daheim bei den Kindern – Sie haben die Grundlage unseres Wohlstands gelegt. Wir haben Ihnen viel zu verdanken!</p>
<p>Diese Lebensleistung muss angemessen honoriert werden. Das gilt gerade für Frauen, die Kinder erzogen haben.</p>
<p>Liebe Mütter,</p>
<p>wir alle wissen: Wer Kinder großgezogen hat, hat unserer Gesellschaft einen enormen Dienst erwiesen.</p>
<p>Herzlichen Dank für Ihren Einsatz, Ihre Fürsorge und Ihr Herzblut!</p>
<p>Ihre Leistung ist im Moment in der Rente zu gering bewertet.</p>
<p>Ich habe mich mit unserer Bundeskanzlerin darauf verständigt: Wir werden die Anrechnung der Kindererziehungszeiten für Geburten vor 1992 auf zwei Jahre ausweiten. Bisher bekommen Mütter für ihre Kinder, die vor 1992 geboren wurden, nur ein Kindererziehungsjahr in der Rente angerechnet.</p>
<p>Diese Verbesserung ist kein Geschenk an verdiente Mütter. Das ist für mich ein Gebot der Gerechtigkeit. Die Rente muss ein Spiegel der gesamten Lebensleistung sein.</p>
<p>Ob daheim, bei der Arbeit oder in der Gemeinschaft: In Bayern geht es uns gut, weil jeder seinen Beitrag leistet. Das hat die Hochwasserkatastrophe gezeigt.</p>
<p>Keller auspumpen, Sandsäcke stapeln, Deiche sichern – alle haben angepackt: Freunde und Nachbarn, Feuerwehr und Wasserwacht, das THW, das Rote Kreuz, Soldaten und unsere Polizei. Auf diesen Bürgersinn und Zusammenhalt dürfen wir alle stolz sein! Bayerns Stärke sind seine Menschen.</p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren,</p>
<p>der Staat könnte diesen Bürgersinn nie ersetzen. Aber er kann gezielt unterstützen.</p>
<p>Das Hochwasser gefährdet die Existenz vieler Mitbürger. Deshalb leisten wir in Bayern staatliche Hilfe: schnell, kraftvoll, punktgenau und unbürokratisch.</p>
<p>Wir haben zunächst ein 150-Millionen-Euro-Programm auf die Beine gestellt, an dem sich auch der Bund beteiligen wird. Das Sofortgeld ist bereits auf dem Weg zu den Betroffenen.</p>
<p>Finanzminister Söder hat bereits angekündigt, dass die finanziellen Mittel nach Bedarf erhöht werden. Am Geld wird die Hochwasserhilfe bei uns in Bayern nicht scheitern.</p>
<p>Die Menschen in Bayern können in der Not auf den Freistaat zählen! Dieses Vertrauen werden wir nicht enttäuschen.</p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren,</p>
<p>Vertrauen und Zuverlässigkeit sind Fundamente für das Zusammenleben. In unserer hektischen Gegenwart sind diese traditionellen Werte unverzichtbar. Das erkennen gerade auch unsere Jugendlichen. Eine aktuelle Studie der Forschungsgruppe Wahlen hat gezeigt: Bei unseren jungen Leuten stehen Werte wie Fleiß und Ordnung, Engagement und Respekt hoch im Kurs.</p>
<p>Ihre Generation steht für diese Werte. Sie bieten Orientierung. Sie sind Vorbilder für unsere Jugend. Das haben viele von Ihnen zuletzt beim Kampf gegen das Hochwasser unter Beweis gestellt.</p>
<p>Stellvertretend für die vielen älteren Fluthelfer in Niederbayern habe ich Seniorinnen und Senioren aus betroffenen Landkreisen, aus Passau, Deggendorf und Straubing eingeladen. Vergelt’s Gott für Ihre Solidarität! Ich darf Sie zu mir auf die Bühne bitten.</p>]]></description>
<link>http://www.bayern.de/Reden-Staatskanzlei-.1362.10438971/index.htm</link>
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</item>
<item>
<title>Kissinger Sommer</title>
<description><![CDATA[<p><em>Manuskriptfassung: Es gilt das gesprochene Wort.</em></p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Als Otto von Bismarck zum ersten Mal Gast in Bad Kissingen war [1874], titelten die Zeitungen:</p>
<p>„Seit gestern Mittag ist der Schwerpunkt des Deutschen Reiches nach Kissingen verlegt“.</p>
<p>In heutigen Zeiten gehen die Medien etwas weniger ehrfürchtig mit den Politikern um – ich weiß, wovon ich spreche!</p>
<p>Die Kulturstadt Bad Kissingen genießt uneingeschränkte Verehrung – völlig zu Recht. Als Bayerischer Ministerpräsident sage ich voller Bewunderung: Mit dem Kissinger Sommer 2013 erweist sich Bad Kissingen wieder als heimliche Hauptstadt der Musik!</p>
<p>Davon haben wir uns gerade alle überzeugen können. Ich begrüße Sie alle sehr herzlich im Weißen Saal des Regentenbaus.</p>
<p>Wir feiern in diesem Jahr nicht nur den 28. Kissinger Sommer, sondern auch das Jubiläum des berühmtesten Kissinger Wahrzeichens. 100 Jahre Regentenbau - das ist eine Feier wert. Allein die Akustik im Max-Littmann-Saal ist legendär. Von solch einem Konzertsaal können manche Metropolen in Europa nur träumen!</p>
<p>Ich danke allen, die zum Jubiläumskonzert beigetragen haben. Vergelt’s Gott allen Künstlern, Mitwirkenden und Förderern für dieses musikalische Geburtstagsfest!</p>
<p>Ganz besonders danke ich den großartigen Münchner Philharmonikern und ihrem Dirigenten, Herrn Valcuha.</p>
<p>Als ehemaliges Kissinger Kurorchester haben Sie Ihre enge Bindung zu Bad Kissingen mit neuem Leben erfüllt – Ihr Auftritt heute war quasi ein Heimspiel!</p>
<p>Zusammen mit David Fray haben Sie uns echte Sternstunden der Kunst beschert. Ich sage danke!</p>
<p>Ein bayerisches Orchester von Weltrang, ein französischer Klaviervirtuose und ein Dirigent aus Bratislava – das ist wahrhaftig „Europa in Kultur“.</p>
<p>Sehr verehrte Frau Kahl-Wolfsjäger,</p>
<p>Sie bringen beim Kissinger Sommer große Musik, große Stars und große Talente zusammen. Meine herzlichste Gratulation!</p>
<p>Ihnen und allen Mitgliedern des Fördervereins für den Kissinger Sommer danke ich für Ihr großartiges Engagement. Mein besonderer Dank gilt dem Schirmherrn:</p>
<p>Sehr geehrter Herr Staatsminister Hans Maier,</p>
<p>Ihr Leben und Wirken widmen Sie der Bildung, der Wissenschaft und der Kultur. Niemand weiß besser, wie viel wir in Bayern unserem kulturellen Erbe verdanken.</p>
<p>Für uns in Bayern sind Kunst und Kultur kein Luxus, sondern Lebenselixier.</p>
<p>Die Pflege unserer Orchester, unserer Theater und Museen ist uns eine Herzensangelegenheit. Wir schöpfen Kraft aus der Vielfalt unserer Kultur und unserem bayerischen Lebensgefühl.</p>
<p>Die Bindung an Land und Leute ist in Bayern ausgeprägter als anderswo. Und deshalb ist uns Bayern auch die Bewahrung der Heimat und die Pflege ihrer Schätze besonders wichtig.</p>
<p>Gerade in Franken sehe ich das überall: Ob bei der Eröffnung der Landesaustellung in Schweinfurt, bei der Richard-Wagner-Feier in Bayreuth oder heute in Bad Kissingen: Die Franken sind kulturbegeistert! Die Menschen sind stolz auf ihre Geschichte, ihre Tradition und Kultur.</p>
<p>Der Bayerischen Staatsregierung fördert den Kulturstaat Bayern. Wir unterstützen den Kissinger Sommer auch in diesem Jahr mit stolzen 100.000 Euro.</p>
<p>Mit unserem bayerischen Kulturkonzept wollen wir allen Regionen in unserem Freistaat helfen, ihre kulturellen Schätze noch besser sichtbar zu machen.</p>
<p>Wir wollen die Perlen unserer bayerischen Kulturlandschaft zum Glänzen bringen.</p>
<p>Für das Kulturkonzept haben wir im Doppelhaushalt 2013/2014 76 Millionen Euro zusätzlich möglich gemacht. Insgesamt gibt der Freistaat im Doppelhaushalt 2013/14 über 1,4 Milliarden Euro für Kultur aus.</p>
<p>Unsere kulturellen Schätze sind uns lieb und teuer. Unsere inneren, unsere geistig-kulturellen Werte wollen wir bewahren und lebendig halten. Innere und äußere Werte – beides gehört zusammen. Beides ist das Fundament für eine gute Zukunft in Bayern.</p>
<p>Erheben wir unser Glas auf die kulturellen Schätze unserer Heimat und ganz besonders auf den Kissinger Sommer!</p>
<p>Ihnen allen wünschen meine Frau und ich noch einen entspannten Abend mit vielen anregenden Gesprächen!</p>]]></description>
<link>http://www.bayern.de/Reden-Staatskanzlei-.1362.10438054/index.htm</link>
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</item>
<item>
<title>Wiedereröffnung Staatliches Museum Ägyptischer Kunst</title>
<description><![CDATA[<p><em>Manuskriptfassung: Es gilt das gesprochene Wort.</em></p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Heute ist ein großer Tag für den Kulturstaat Bayern.</p>
<p>Ein Traum wird wahr: Das Staatliche Museum Ägyptischer Kunst hat eine neue Heimat.</p>
<p>Herzlich willkommen zur Wiedereröffnung des Ägyptischen Museums im Neubau in der Maxvorstadt!</p>
<p>Mit diesem Bau strahlt ein neues Glanzlicht im Herzen der Münchner Museumslandschaft.</p>
<p>Alte Pinakothek, Neue Pinakothek, die Pinakothek der Moderne, das Museum Brandhorst und jetzt der Neubau für das Ägyptische Museum und die Filmhochschule: Diese Prachtmeile an kulturellen Schatzkammern der Spitzenklasse sucht weltweit ihresgleichen.</p>
<p>Ein ganzes Quartier für Kunst und Kultur: Nirgendwo kann man die Fülle und Vielfalt unserer kulturellen Juwelen intensiver erleben als hier.</p>
<p>Und an kaum einem anderen Ort außerhalb Ägyptens kann man die Faszination der altägyptischen Hochkultur so eindringlich erfahren wie in unserem Museum Ägyptischer Kunst.</p>
<p>Sehr geehrte Frau Schoske,</p>
<p>Sie und Ihr Team haben dieser Schatzkammer eine neue Fassung gegeben. Ich gratuliere Ihnen zur Neukonzeption der Sammlungen – Sie alle haben Großartiges geleistet. Ich sage danke!</p>
<p>König Ludwig I., der den Grundstein für diese Sammlungen gelegt hat, hat einmal gesagt:</p>
<p>„Als Luxus darf die Kunst nicht betrachtet werden“[1847].</p>
<p>Dazu bekennen wir uns noch heute. Kunst und Kultur sind für uns kein Luxus, sondern Lebenselixier.</p>
<p>Für die Menschen in Bayern ist Kultur so wichtig wie die Luft zum Atmen. Kultur in Bayern, das ist das Kunstareal genauso wie das Münchner Filmfest, die Märchenschlösser Ludwigs II. genauso wie das Markgräfliche Opernhaus in Bayreuth oder die jungen Blasmusiker von LaBrassBanda.</p>
<p>UNESCO-Welterbe, regional lebendige Volkskultur oder modernes Festival – Kultur in Bayern spielt immer in der Königsklasse. Die Bandbreite und Vielfalt gibt unserem Land sein sympathisches und menschliches Gesicht.</p>
<p>Bayerische Kultur ist Kultur mit Weltruf. Von überall her kommen die Menschen zu uns, pilgern zu den Opernfestspielen, bestaunen die Schätze des Altertums oder die Meister der klassischen Moderne. Genauso lieben die Menschen unsere Volksfeste, unsere Trachtenumzüge, Musikkapellen und unsere bayerische Gastkultur. Bayerische Kultur ist traditionsbewusst und jung, modern und lebendig. Wir sind weltoffen aus Tradition.</p>
<p>Die Bayerische Staatsregierung fördert unsere Kultur nach Kräften. Für den Neubau der Filmhochschule und des Museums für Ägyptische Kunst haben wir mehr als 100 Millionen Euro investiert.</p>
<p>Wir wollen die Perlen unserer bayerischen Kulturlandschaft zum Glänzen bringen.</p>
<p>Wir helfen allen Regionen in unserem Freistaat. Dafür steht unser bayerisches Kulturkonzept. Vom Museum für Bayerische Geschichte bis zum Musikverein – wir wollen den ganzen kulturellen Reichtum zum Strahlen bringen.</p>
<p>Für das Kulturkonzept haben wir im Doppelhaushalt 2013/2014 76 Millionen Euro zusätzlich möglich gemacht. Insgesamt gibt der Freistaat im Doppelhaushalt 2013/14 über 1,4 Milliarden Euro für Kultur aus.</p>
<p>Kunst und Kultur sind für die Menschen in Bayern ein Urbedürfnis. Wir schöpfen Kraft aus unserer Identität und unserem bayerischen Lebensgefühl.</p>
<p>Das ist der tiefere Zusammenhang: Die Bindung an Land und Leute ist in Bayern ausgeprägter als anderswo. Und deshalb ist uns Bayern auch die Bewahrung der Heimat und die Pflege ihrer Schätze besonders wichtig.</p>
<p>Die Bewahrung unserer Lebensgrundlagen ist den Menschen in Bayern ein Herzensanliegen. Gesunde Umwelt, sozialer Zusammenhalt, kultureller Reichtum, wirtschaftlicher Erfolg – das alles gehört in Bayern untrennbar zusammen. Nachhaltigkeit ist unser Prinzip auch bei den Finanzen: Wir tilgen in drei Jahren 11 Prozent der Altschulden. Wir haben ein großes Ziel: Bayern schuldenfrei bis 2030! Und wir investieren wie kein anderes Land unter dem Motto: „Aufbruch Bayern. Familie, Bildung, Innovation“.</p>
<p>Kultur heißt „Pflege“, Kultur heißt Verantwortung über das Hier und Heute hinaus. Die Menschen am Nil lebten über Jahrtausende im gleichen Rhythmus. Der Fluss bestimmte den Zeitpunkt von Aussaat und Ernte. Dieser lebenserhaltende Kreislauf hat das Denken und die Kultur der Alten Ägypter geprägt. Jede Generation tat alles, um den Kreislauf des Lebens für die Nachkommen zu erhalten.</p>
<p>Zukunftsbewusstsein ist eine hohe geistig-kulturelle Leistung. Heute gilt mehr denn je: Wir müssen unsere Schöpfung, aber auch unsere inneren, geistig-kulturellen Werte bewahren und lebendig halten. Innere und äußere Werte – beides gehört zusammen. Beides ist das Fundament für eine gute Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder.</p>
<p>In den vielen Jahren in der Politik habe ich eines gelernt: Die Kraft zur Zukunft kann nicht der Staat verordnen. Zukunftskraft muss aus der Gesellschaft heraus wachsen. Zukunftskraft kommt von den inneren Werten der Menschen.</p>
<p>Und diese inneren Werte wachsen in den Familien, Kommunen und Regionen, in der Vielfalt der Traditionen, in der Liebe zur Heimat. Das ist der Kern des Kulturstaats Bayern: aktive Menschen, die sich einbringen aus Liebe zu Land und Leuten, zu Kunst und Kultur.</p>
<p>Ich danke allen, die sich für das Staatliche Museum für Ägyptische Kunst stark machen: den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, dem Freundeskreis des Museums und allen Besuchern, denen dieses Museum am Herzen liegt.</p>
<p>Vergelt’s Gott für Ihr großartiges Engagement!</p>
<p>Zukunft braucht Herkunft. Aus dem Wissen um die eigene Kultur wächst der Respekt vor anderen. Aus der Liebe zur eigenen Heimat wächst die Kraft zur Verantwortung für die Zukunft, zur Verständigung der Völker und zum Dialog der Kulturen. Das Museum für Ägyptische Kunst ist genau der richtige Ort, an dem dieses Verständnis erwachsen kann.</p>
<p>Meine sehr geehrten Damen und Herren,</p>
<p>eine alte ägyptische Weisheit lautet:</p>
<p>„Männer (ich darf hinzufügen: und Frauen!), die Ämter inne haben, müssen das Böse bekämpfen und dem Guten zu seinem Recht verhelfen, Künstler müssen sie sein, die schaffen, was bleiben soll“.</p>
<p>Gerade dieses Museum ist Ergebnis einer großartigen Teamarbeit. Sie alle haben Bleibendes geschaffen und dem Guten zu seinem Recht verholfen.</p>
<p>Ich wünsche allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Museums für Ägyptische Kunst ein erfolgreiches Wirken an ihrem neuen Arbeitsplatz und dem Museum wünsche ich viele wissbegierige Besucher!</p>
<p>Glückwunsch zu diesem großartigen Haus. Alles Gute!</p>]]></description>
<link>http://www.bayern.de/Reden-Staatskanzlei-.1362.10438039/index.htm</link>
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</item>
<item>
<title>Jubiläumsveranstaltung zum 40jährigen Bestehen des Bayerischen Landesfrauenrats</title>
<description><![CDATA[<p><em>Manuskriptfassung: Es gilt das gesprochene Wort.</em></p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Herzlich willkommen im historischen Kuppelsaal des ehemaligen bayerischen Armeemuseums. Wo früher geballte Waffenkraft zur Schau gestellt wurde, feiern wir heute 40 Jahre Frauenpower. Ich freue mich, Sie alle auch im Namen unseres Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer zu dieser Jubiläumsfeier zu begrüßen.</p>
<p>Vor vier Jahrzehnten wurde der Bayerische Landesfrauenrat ins Leben gerufen. Politik war damals eine reine Männerdomäne. Das Kabinett Goppel war 1973 nur männlich besetzt. Erst ein Jahr später wurde zum ersten Mal eine Frau in ein Bayerisches Kabinett berufen, Dr. Mathilde Berghofer-Weichner. Sie erzählte oft, wie Franz Joseph Strauß einmal zu ihr gesagt hat, sie sei sein „bester Mann im Kabinett“. Das spricht Bände.</p>
<p>Umso wichtiger war es damals, weibliche Sichtweisen, Erfahrungen und Lebenswirklichkeiten bei politischen Entscheidungen miteinzubeziehen. Am 28.6.1973 wurde der Bayerische Landesfrauenrat gegründet mit dem Ziel, der „Frauenarbeit neuen Aufschwung zu geben“, die Bayerische Staatsregierung zu beraten und an der „öffentlichen Meinungsbildung“ mitzuwirken. So hat es der damalige Sozialminister Dr. Fritz Pirkl in seiner Eröffnungsrede bei der konstituierenden Sitzung formuliert.</p>
<p>Die vergangenen 40 Jahre haben gezeigt: Der Bayerische Landesfrauenrat war erfolgreich. Drei Millionen engagierte Frauen in 48 Mitgliedsverbänden bringen sich in den politischen Diskurs ein, diskutieren, beraten, machen konstruktive Vorschläge. Das ist eine enorme gesellschaftliche Kraft!</p>
<p>Ich danke Ihnen und allen Frauen, die in den letzten vier Jahrzehnten tatkräftig im Landesfrauenrat mitgearbeitet haben. Vergelt’s Gott für Ihr großartiges Engagement!</p>
<p>Demokratie braucht Frauen und Männer. Demokratie ist dann lebendig und stark, wenn alle Menschen mitmachen, wenn alle sich beteiligen.</p>
<p>Frauen wie Ihnen ist es zu verdanken, dass sich in den letzten 40 Jahren einiges geändert hat auf dem Weg hin zu mehr Gleichberechtigung. Auch die Politik selbst ist weiblicher geworden:</p>
<ul>
<li>Wir haben mit Dr. Angela Merkel eine deutsche Bundeskanzlerin, die erneut zur mächtigsten Frau der Welt gekürt wurde (Forbes-Ranking).</li>
<li>Mit Barbara Stamm haben wir in Bayern eine Frau an der Spitze des Landtags.</li>
<li>Im bayerischen Kabinett sind derzeit drei Ministerinnen und zwei Staatssekretärinnen meine Kolleginnen.</li>
<li>Und hier in der Staatskanzlei gibt es mit zwei Amtschefinnen sogar eine weibliche Doppelspitze.</li>
</ul>
<p>Trotzdem weiß ich: Frauen in Spitzenpositionen sind nach wie vor in der Minderheit - in der Politik ebenso wie in Wissenschaft, Wirtschaft oder bei den Medien. Der Weg hin zu einer vollständigen Gleichberechtigung von Frauen und Männern ist noch weit.</p>
<p>Umso wichtiger ist die wegweisende Arbeit des bayerischen Landesfrauenrats.</p>
<p>Beispielsweise mit Ihrer Kartenaktion gegen die Diskriminierung von Frauen in den Medien haben Sie bundesweit Maßstäbe gesetzt. Andere Bundesländer haben diese Initiative aufgegriffen.</p>
<p>Beim heiß diskutierten Thema Frauenquote haben Sie einstimmig Stellung bezogen - für eine Quote. Ich danke Ihnen für diese klare Positionierung, auch wenn die Bayerische Staatsregierung in diesem Fall ausnahmsweise nicht dem Votum des Landesfrauenrats gefolgt ist. Ich bin überzeugt: Unterschiedliche Positionen befruchten eine Diskussion. Es gibt nie die eine richtige Lösung – vor allem nicht bei so komplexen Fragen wie Gleichberechtigung und Chancengleichheit.</p>
<p>Das wissen Sie, die Mitglieder des Landesfrauenrates, am besten. Meine Hochachtung, dass Sie selbst bei sehr kontrovers diskutierten Themen im Landesfrauenrat stets einen gemeinsamen Nenner finden! Da kann sich Politik manchmal eine Scheibe von Ihnen abschneiden.</p>
<p>Die deutsche Schriftstellerin und Frauenrechtlerin Hedwig Dohm sagte Anfang des 20. Jahrhunderts:</p>
<p>„Die stärkste Waffe der Frauen, den Männern gegenüber, ist die Zunge.“</p>
<p>Ich bin mir sicher: Dieser Aussage wird jeder Mann zustimmen. Zumal wir Männer wissen, dass Frauen mit diesen „Waffen“ viel besser umgehen können.</p>
<p>Worte haben Wirkung! Worte können gesellschaftliche Sichtweisen verändern. Denn Veränderungen beginnen in den Köpfen der Menschen. Darum bitte ich Sie:</p>
<p>Reden Sie mit! Engagieren Sie sich! Unterstützen Sie mit Ihren Ratschlägen, Beschlüssen und Initiativen auch weiterhin die Arbeit der Bayerischen Staatsregierung! Bayern braucht den Landesfrauenrat. Bayern braucht engagierte Frauen wie Sie!</p>
<p>Ich wünsche dem Bayerischen Landesfrauenrat persönlich und im Namen unseres Ministerpräsidenten eine schöne Jubiläumsfeier, morgen eine erkenntnisreiche Tagung und weiterhin viel Erfolg bei Ihrer Arbeit.</p>]]></description>
<link>http://www.bayern.de/Reden-Staatskanzlei-.1362.10438033/index.htm</link>
<guid>/Reden-Staatskanzlei-.1362.10438033/index.htm</guid>
</item>
<item>
<title>Eröffnung des Oberstdorfer Fotogipfels</title>
<description><![CDATA[<p><em>Manuskriptfassung: Es gilt das gesprochene Wort.</em></p>
<p>- Anrede -</p>
<p><em>„Das Auge macht das Bild, nicht die Kamera.“</em></p>
<p>Dieser Satz bestätigt sich heute wieder einmal: Oberstdorf ist ein Blickfang – für das Auge und für die Kamera. Einen besseren Ort für ein Fotofestival kann ich mir nicht vorstellen. Ich begrüße Sie alle herzlich zum ersten Oberstdorfer Fotogipfel.</p>
<p>Sehr geehrter Herr Bürgermeister Mies,</p>
<p>vielen Dank für die Einladung! Nach Motiven muss in Ihrer Gemeinde niemand lange suchen. Atemberaubende Berge, malerische Kapellen, lebendiges Brauchtum: Der Zauber von Oberstdorf begeistert nicht nur Fotografen.</p>
<p>Spitzensportler, Naturfreunde und Erholungssuchende – alle wollen nach Oberstdorf. Die Kultur- und Naturschätze von Oberstdorf ziehen die Besucher in ihren Bann.</p>
<p>Mehr als zwei Millionen Übernachtungen pro Jahr sprechen für sich. Ihre Gemeinde ist ein echtes Aushängeschild für den Tourismus in Bayern.</p>
<p>Und mit dem Fotogipfel leuchtet in Oberstdorf seit diesem Jahr ein Glanzlicht mehr in der Region.</p>
<p>Sehr geehrter Herr Popkes,</p>
<p>mit Ihren Ausstellungen von weltweit renommierten Topfotografen reihen Sie Höhepunkt an Höhepunkt. Sie versprechen uns faszinierende Einblicke und überraschende Perspektiven. Ein Beispiel dafür ist die höchste Fotoausstellung Europas auf dem Nebelhorn.</p>
<p>Der Oberstdorfer Fotogipfel lädt ein zum Staunen und zum Entdecken. Und mehr noch: In den Seminaren mit erfolgreichen Fotokünstlern und bei den Fotowanderungen heißt es: selber kreativ sein und ausprobieren.</p>
<p>Ob Fotokünstler oder Hobbyfotograf, ob Anfänger oder Profi – beim Oberstdorfer Fotogipfel ist jeder willkommen, jeder kann mitmachen.</p>
<p>Dieser Gemeinschaftsgeist ist typisch für die Kultur in Bayern. Bayern ist ein Mitmach-Land. Unsere Kultur ist immer Bürgerkultur – die Begeisterung für unsere Museen, Theater und Orchester, für unsere Kunstvereine und Brauchtumspflege kommt von den Bürgerinnen und Bürgern.</p>
<p>Kultur bringt die Menschen zusammen. Kultur gibt uns Gemeinschaft und schafft Identität. Wer im Orchester oder im Theaterverein gemeinsam probt und Aufführungen plant, stärkt den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. Das ist der Gemeinschaftsgeist einer aktiven Bürgergesellschaft.</p>
<p>Aus diesem Gemeinschaftsgeist erwächst Heimat. Wir heißen jeden dabei willkommen. Wer seine Traditionen, seine Geschichte und seine Ideen aktiv einbringt, bereichert unsere kulturelle Vielfalt und integriert sich in Bayern.</p>
<p>Für die Menschen in Bayern ist Kultur so wichtig wie die Luft zum Atmen. Kultur in Bayern, das ist die Stiftskirche Sankt Lorenz in Kempten genauso wie die wilden Klausen in Oberstdorf, die Märchenschlösser Ludwigs II. genauso wie das Markgräfliche Opernhaus in Bayreuth oder die jungen Blasmusiker von LaBrassBanda.</p>
<p>UNESCO-Welterbe, regional lebendige Volkskultur oder modernes Festival – Kultur in Bayern spielt immer in der Königsklasse. Die Bandbreite und Vielfalt gibt unserem Land sein sympathisches Gesicht.</p>
<p>Für die Bayerische Staatsregierung ist die Förderung unserer Kultur ein zentrales Anliegen. Mit unserem bayerischen Kulturkonzept wollen wir allen Regionen in unserem Freistaat helfen, ihre kulturellen Schätze noch besser sichtbar zu machen.</p>
<p>Wir wollen die Perlen unserer bayerischen Kulturlandschaft zum Glänzen bringen. In allen Regionen werden dafür Leuchtturmprojekte vorangebracht. Wir sorgen dafür, dass jeder Regierungsbezirk künftig über ein Landesmuseum verfügen wird.</p>
<p>Wir stärken mit dem Bayerischen Kulturkonzept unsere Kultur in ihrer Breite und Vielfalt. Vom Museum für Bayerische Geschichte bis zur Laienmusikgruppe – wir wollen den ganzen kulturellen Reichtum von Bayern zum Strahlen bringen.</p>
<p>Wir sind stolz auf unseren Kulturstaat Bayern! Deshalb sind uns unsere Kunst- und Kulturschätze lieb und teuer. Für das Kulturkonzept haben wir im Doppelhaushalt 2013/2014 76 Millionen Euro zusätzlich möglich gemacht. Insgesamt gibt der Freistaat im Doppelhaushalt 2013/14 über 1,4 Milliarden Euro für Kultur aus.</p>
<p>Kunst und Kultur sind für uns kein Luxus, sondern Lebenselixier. Wir schöpfen Kraft aus unserer Identität und unserem bayerischen Lebensgefühl.</p>
<p>Das ist der tiefere Zusammenhang: Die Bindung an Land und Leute ist in Bayern ausgeprägter als anderswo. Und deshalb ist uns Bayern auch die Bewahrung der Heimat und die Pflege ihrer Schätze besonders wichtig.</p>
<p>Die Bewahrung unserer Lebensgrundlagen ist den Menschen in Bayern ein Herzensanliegen. Gesunde Umwelt, sozialer Zusammenhalt, kultureller Reichtum, wirtschaftlicher Erfolg – das alles gehört in Bayern untrennbar zusammen. Nachhaltigkeit ist unser Prinzip auch bei den Finanzen: Wir tilgen in drei Jahren 11 Prozent der Gesamtschulden im allgemeinen Haushalt.</p>
<p>Wir haben ein großes Ziel: Bayern schuldenfrei bis 2030! Und wir investieren wie kein anderes Land unter dem Motto: „Aufbruch Bayern. Familie, Bildung, Innovation“.</p>
<p>Wir dürfen nicht auf Kosten der Zukunft leben. Wir müssen unsere Schöpfung, aber auch unsere inneren, geistig-kulturellen Werte bewahren und lebendig halten. Innere und äußere Werte – beides gehört zusammen. Beides ist das Fundament für eine gute Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder. Das ist unser christlicher Auftrag.</p>
<p>In den vielen Jahren in der Politik habe ich eines gelernt: Die Kraft zur Zukunft kann nicht der Staat verordnen. Zukunftskraft muss aus der Gesellschaft heraus wachsen. Zukunftskraft kommt von den inneren Werten der Menschen.</p>
<p>Und diese inneren Werte wachsen in den Familien, Kommunen und Regionen, in der Vielfalt der Traditionen, in der Liebe zur Heimat. Das ist der Kern des Kulturstaats Bayern: aktive Menschen, die sich einbringen aus Liebe zu Land und Leuten. Und für dieses großartige Engagement stehen Sie alle auf vorbildliche Weise.</p>
<p>Zukunft braucht Herkunft. Aus dem Wissen um die eigene Kultur wächst der Respekt vor anderen. Aus der Liebe zur eigenen Heimat wächst die Kraft zur Verantwortung für die Zukunft, zur Verständigung der Völker und zum Dialog der Kulturen.</p>
<p>Ich danke Ihnen allen für Ihr Engagement. Ich wünsche dem ersten Oberstdorfer Fotogipfel viel Erfolg und einen glücklichen Verlauf!</p>]]></description>
<link>http://www.bayern.de/Reden-Staatskanzlei-.1362.10435430/index.htm</link>
<guid>/Reden-Staatskanzlei-.1362.10435430/index.htm</guid>
</item>
<item>
<title>Feierliche Enthüllung zu Ehren des Kanzlers der Deutschen Einheit Bundeskanzler a.D. Dr. Helmut Kohl, Mödlareuth</title>
<description><![CDATA[<p><em>Manuskriptfassung: Es gilt das gesprochene Wort.</em></p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Mödlareuth ist ein besonderer Ort. In diesem Dorf, im Schicksal der Mödlareuther, verdichtet sich unsere deutsche Geschichte.</p>
<p>Wo wir heute stehen, schnitt eine unüberwindliche Betonmauer das Dorf für Jahrzehnte in zwei Hälften. Erst mit der Wende konnten Thüringer und Bayern, Nachbarn, Freunde und Verwandte wieder zueinanderfinden.</p>
<p>Heute grüßen die Mödlareuther hüben und drüben ihre Nachbarn herzlich, frei und ohne Zwang – und nicht mehr, wie damals, mit verstohlenen Zeichen über Stacheldraht.</p>
<p>Das Glück der Einheit erleben die Menschen in Mödlareuth Tag für Tag. Mödlareuth ist nicht nur ein Ort der Geschichte, sondern vor allem ein Ort der lebendigen Erinnerung und des Auftrags für eine Politik im Dienst der Menschen und nicht gegen die Menschen.</p>
<p>Ich danke den Mödlareuthern, die sich gegen das Vergessen und für die Erinnerung stark machen. Und ich danke allen, die das Deutsch-Deutsche Museum Mödlareuth zu einer erfolgreichen Begegnungsstätte gemacht haben.</p>
<p>77.000 Menschen kommen jedes Jahr hierher – vor allem Jugendliche!</p>
<p>Junge Menschen aus Bayern, Sachsen und Thüringen begegnen im Deutsch-Deutschen Museum gemeinsam der Geschichte der Teilung. Eine Generation, die nichts anderes kennt als ein geeintes Deutschland, ein Leben in Freiheit und Frieden, setzt sich damit auseinander, wie Unrecht und Unfreiheit überwunden wurden. Sie erfahren den Wert von Freiheit und Zusammenhalt in der Nation als Schicksals- und Wertegemeinschaft.</p>
<p>Das gibt Zuversicht. Denn nur wer nicht vergisst, wer sich erinnert, der wird auch in Zukunft einstehen für Freiheit und Demokratie in Deutschland und Europa.</p>
<p>Auf die Jugend kommt es an!</p>
<p>Auch deshalb ist Mödlareuth genau der richtige Platz für eine Gedenktafel zu Ehren des Kanzlers der Deutschen Einheit.</p>
<p>Sehr verehrter Helmut Kohl,</p>
<p>was die Deutsche Einheit für unser Land bedeutet, das führen Sie uns immer wieder vor Augen.</p>
<p><em>„Wir sollten die Einheit als ein Geschenk und als eine Chance für die Zukunft begreifen.“</em> [Rede von Helmut Kohl am 09.11.1999]</p>
<p>Das ist Ihr Credo.</p>
<p>Die Einheit als Geschenk – das erinnert uns daran, dass die Wiedervereinigung nur im gemeinsamen Verbund der Mächte möglich war, mit der Zustimmung der Sowjetunion, der USA und unserer europäischen Nachbarn.</p>
<p>Die Einheit als Chance – das verpflichtet uns dazu, auch in Zukunft für Frieden und Freiheit einzutreten – und, bei allen Krisen, für die Einheit in Europa.</p>
<p>Wir Deutsche sind Gewinner der europäischen Einigung – wer daran Zweifel sät, hat die bitteren Lehren des 20. Jahrhunderts nicht verstanden.</p>
<p>Seien Sie versichert: Ihre Mahnung ist uns Verpflichtung. Wir wollen und werden uns immer voll Dankbarkeit des großen Glücks der Deutschen Einheit und der europäischen Zusammenarbeit bewusst sein – und ihrem großen Baumeister danken, Ihnen, lieber Helmut Kohl.</p>
<p>Ich freue mich, dass wir jetzt die Gedenktafel zu Ehren eines großen deutschen Patrioten und überzeugten Europäers enthüllen.</p>]]></description>
<link>http://www.bayern.de/Reden-Staatskanzlei-.1362.10435413/index.htm</link>
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</item>
<item>
<title>Festakt zur Feierlichen Enthüllung zu Ehren des Kanzlers der Deutschen Einheit Bundeskanzler a.D. Dr. Helmut Kohl, Hof</title>
<description><![CDATA[<p><em>Manuskriptfassung: Es gilt das gesprochene Wort.</em></p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Wir ehren heute einen deutschen Patrioten, einen leidenschaftlichen Europäer und einen großen Visionär.</p>
<p>Als Bayerischer Ministerpräsident ist es mir eine große Freude und Ehre, den Kanzler der Deutschen Einheit bei uns in Bayern zu begrüßen.</p>
<p>Sehr verehrter Herr Bundeskanzler,</p>
<p>Grüß Gott und herzlich willkommen in der Freiheitshalle in Hof!</p>
<p>Ihrer politischen Gestaltungskraft, Ihrer Entschlossenheit und Ihrer Liebe zum Vaterland verdanken wir Deutsche das größte Glück unserer jüngeren Geschichte: die Wiedervereinigung nach 40 Jahren gewaltsamer Trennung.</p>
<p>Den Weg in die Freiheit haben die Bürgerrechtler im Osten sich durch ihr mutiges Aufbegehren gegen das Unrechtsregime selbst geebnet.</p>
<p>Sie, verehrter Helmut Kohl, haben die Menschen einer geteilten Nation wieder zueinander gebracht – als Vater und Architekt der Deutschen Einheit.</p>
<p>Große Patrioten wie Franz Josef Strauß, Theo Waigel und Helmut Kohl haben gegen alle Widerstände an der Einheit festgehalten – auch als andere sich längst mit zwei deutschen Staaten abgefunden hatten.</p>
<p>Sehr verehrter Herr Bundeskanzler,</p>
<p>Ihrem Verhandlungsgeschick und Ihrer Überzeugungskraft verdanken wir, dass der historisch einmalige Prozess der Wiedervereinigung friedlich geschah – in Freundschaft mit unseren Nachbarn in Europa und in Übereinstimmung mit unseren Freunden in der Welt.</p>
<p><em>„Das glücklichste Volk der Erde“</em> – so haben die Menschen im Ausland unsere Nation damals gesehen. Zu Recht.</p>
<p>Das wiedervereinigte Deutschland ist ein glückliches Land. Wir haben das große Privileg, heute in Einheit, Frieden und Freiheit zu leben. An diesem Glück haben Sie unermesslichen Anteil. Wir alle sind Ihnen zu großem Dank verpflichtet.</p>
<p>Im vergangenen Jahr waren wir in Bayern Gastgeber für die zentralen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit. Das war eine einzige heitere Bürgerfeier, ein Festtag der Bayern und Sachsen, Thüringer und Hessen, der Rheinländer, Pfälzer, Brandenburger – und von allen Deutschen gemeinsam!</p>
<p>Die Einheit in Vielfalt hat diesen Freudentag geprägt – und sie bewährt sich auch im politischen Alltag.</p>
<p>Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Tillich,<br />lieber Stanislaw,</p>
<p>die enge Partnerschaft zwischen Bayern und Sachsen ist dafür der beste Beweis. Wir packen die Dinge gemeinsam an.</p>
<p>Ich nenne nur unsere hervorragende Kooperation im Zukunftsdialog Bayern-Sachsen. Herzlichen Dank für Dein Kommen. Ich freue mich sehr, dass Du den Festvortrag auf unseren Ehrengast hältst.</p>
<p>Ebenso freue ich mich über die Grußworte von Wolfgang Schüssel, vormals Bundeskanzler der Republik Österreich.</p>
<p>Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Schüssel,</p>
<p>Sie selbst wissen am Besten, wie eng sich Helmut Kohl dem Land Österreich verbunden fühlt. Dass diese Verbundenheit gegenseitig ist, bringen Sie heute zum Ausdruck. Vielen Dank dafür.</p>
<p>Meine sehr geehrten Damen und Herren,</p>
<p>als ich 1980 in den Bundestag einzog, damals noch in Bonn, war Deutschland ein geteiltes Land, Berlin eine geteilte Stadt.</p>
<p>Auch in Bayern spürten die Menschen die Teilung. Unser Freistaat war das Land mit der längsten Grenze zum Eisernen Vorhang, mehr als 800 Kilometer.</p>
<p>Die Stadt Hof lag nicht im Herzen Europas, sondern im „Zonenrandgebiet“. Und eine unüberwindliche Mauer trennte die Menschen im Dorf Mödlareuth, an der Grenze von Bayern zu Thüringen. Familie, Freunde, Nachbarn waren auf unmenschliche Weise auseinandergerissen.</p>
<p>Nie hätte ich mir damals träumen lassen, dass bereits neun Jahre später die Mauer fällt, buchstäblich von Ost nach West eingedrückt – durch den Mut und den Freiheitswillen der Menschen.</p>
<p>Ich werde den Moment des 9. November 1989 nie vergessen. Wir hatten am Spätnachmittag eine Debatte im Bonner Wasserwerk, damals die provisorische Heimat des Deutschen Bundestages. Als uns die Nachricht vom Mauerfall erreichte, war das die Sternstunde meines politischen Lebens!</p>
<p>Der gesamte Deutsche Bundestag hat sich erhoben und die Nationalhymne angestimmt: Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland. Das sind Minuten gewesen, die für mein ganzes Leben erhalten bleiben. Das ging unter die Haut.</p>
<p>Die Bürger aus Ost und West kamen zusammen. Hier in Hof, in der Freiheitshalle, standen die Stockbetten dicht an dicht, um die Menschen aufzunehmen.</p>
<p>In Mödlareuth lagen sich plötzlich Nachbarn in den Armen, die Stacheldraht und Schießbefehl jahrzehntelang voneinander ferngehalten hatten. Die Erinnerungen daran werden wir nie vergessen.</p>
<p>Sehr verehrter Herr Bundeskanzler,</p>
<p>es gibt in Bayern keinen besseren Ort als Mödlareuth, um Ihren großen Verdiensten um die Menschen in Deutschland und in Bayern ein Denkmal zu setzen. Ihre historischen Verdienste für alle Deutschen und für das gemeinsame Europa sind und bleiben Auftrag für die Zukunft.</p>
<p>Ich freue mich sehr, im Anschluss an diesen Festakt eine Gedenktafel zu Ihren Ehren zu enthüllen.</p>]]></description>
<link>http://www.bayern.de/Reden-Staatskanzlei-.1362.10435410/index.htm</link>
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</item>
<item>
<title>Migranten werden Bürger</title>
<description><![CDATA[<p><em>Manuskriptfassung: Es gilt das gesprochene Wort.</em></p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Ihnen allen ein herzliches Grüß Gott im Künstlerhaus am Lenbachplatz! Dieses Haus hat eine lange Tradition als Heimstätte für Kunst- und Kulturfreunde von überall her: der ideale Ort für ein Gespräch über Heimat, Kultur und Integration.</p>
<p>Kulturelle Vielfalt und erfolgreiche Integration - das sind zwei Seiten einer echt bayerischen Erfolgsgeschichte. Wir in Bayern sind stolz auf unsere kulturelle Vielfalt. Und wir sind stolz darauf, dass mittlerweile viele Menschen mit Migrationsgeschichte bei uns daheim sind.</p>
<p>Sehr geehrter Herr Güzel,</p>
<p>sehr geehrter Herr Präsident Böhm,</p>
<p>sehr geehrter Herr Besold,</p>
<p>Ihre gemeinsame Veranstaltung ist der beste Beweis für diesen Erfolg. Nur in der Begegnung, nur im Dialog können wir uns darüber verständigen, was es für uns bedeutet, „in Bayern daheim“ zu sein – für Einheimische wie für Zuwanderer. Ich danke Ihnen allen herzlich für Ihr Engagement!</p>
<p>Bayern ist das Land der gelingenden Integration. Bayerische Großstädte haben einen höheren Migranten-Anteil als Berlin, aber deutlich weniger Probleme [Migranten-Anteil: Berlin: 24,3 %, München: 36,7 %, Nürnberg: 39,5 %, Augsburg: 41,0 %]. Die neuen Mitbürger sind willkommene Nachbarn und Kollegen in Beruf und Verein.</p>
<p>Seit 1990 sind per saldo mehr als 1,3 Millionen Menschen zu uns nach Bayern gekommen. Rund 800.000 aus anderen Teilen Deutschlands und über 500.000 aus dem Ausland. Etwa jeder fünfte Bayer [19,7 %] hat heute eine Migrationsgeschichte. Familien und junge Erwachsene entscheiden sich für Bayern. Bayern hat Anziehungskraft. Wir sind das Land mit den besten Chancen. Wir sind das Land mit der höchsten Lebensqualität.</p>
<p>Die Menschen leben gern hier. Nach der aktuellen „Bayernstudie“ des Bayerischen Rundfunks sind</p>
<p>98 Prozent aller Bürgerinnen und Bürger glücklich in unserem Freistaat. Das sind die Alteingesessenen genauso wie Zugezogene oder Einheimische mit Migrationsgeschichte.</p>
<p>Diese Zustimmung zu Bayern liegt nicht nur an der hervorragenden Wirtschaft oder an der Schönheit unserer Natur, sondern an der inneren Stärke unserer Gesellschaft. Das bayerische Erfolgsrezept heißt Bürgerkultur, Gemeinschaftsgeist und Engagement.</p>
<p>Kultur bringt die Menschen zusammen. Kultur gibt uns Gemeinschaft. Wer im Orchester oder im Theaterverein gemeinsam probt, stärkt den Zusammenhalt. Wer bei Gesprächsabenden wie heute im Künstlerhaus den Dialog sucht, setzt sich aktiv ein und fördert die Verständigung. Das ist der Gemeinschaftsgeist einer aktiven Bürgergesellschaft. Aus diesem Gemeinschaftsgeist erwachsen Identität und Heimat.</p>
<p>Wir heißen jeden dabei willkommen. Wer seine Traditionen, seine Geschichte und seine Ideen aktiv einbringt, belebt unsere kulturelle Vielfalt und integriert sich dabei. Das haben nach 1945 Heimatvertriebene, Aussiedler und Spätaussiedler bewiesen. Das beweisen heute und morgen die Menschen aus aller Welt, für die unser Freistaat eine zweite Heimat ist.</p>
<p>Wir wollen keinen kulturellen Einheitsbrei. Weltoffenheit und kulturelle Stärke – dafür arbeiten wir. Beides gehört zusammen. Vertrauen wächst im Dialog der Kulturen - nicht durch eine austauschbare Gesichtslosigkeit, sondern durch eine eigene, starke Identität.</p>
<p>Der Respekt vor anderen beginnt beim Wissen um sich selbst. Aus dem Wissen um das "Woher?" schöpfen wir die Kraft für das "Wohin?". Bayern ist zukunftsstark, weil es traditionsstark ist!</p>
<p>Integration bedeutet Miteinander, nicht Nebeneinander. Multi-Kulti ist der falsche Weg. Wir handeln nach dem Prinzip: Fördern und Fordern.</p>
<p>Bei uns in Bayern gilt: Jeder, der bei uns leben will, muss auch mit uns leben wollen und unsere Sprache lernen.</p>
<p>Jeder, der hier Erfolg haben will, muss seine Chancen selbst in die Hand nehmen.</p>
<p>Die Zahlen geben uns recht. Die Menschen in Bayern halten zusammen. Bindung und Einsatz für den Nächsten sind bei uns größer als anderswo. Nirgendwo sonst sind so viele Menschen im Ehrenamt aktiv.</p>
<p>- Der Fußballtrainer, der am Feierabend ein halbes Dutzend Nationen in einer einzigen Mannschaft trainiert,</p>
<p>- die türkische Abiturientin, die beim Elternabend dolmetscht,</p>
<p>- der Sohn vietnamesischer Eltern, der in der Freiwilligen Feuerwehr aktiv ist:</p>
<p>Jeder von uns kennt solche Beispiele. All diese Menschen sind Vorbilder für den starken Zusammenhalt in unserer Gesellschaft.</p>
<p>Die Fakten beweisen: In Bayern gelingt Integration. Bei uns gibt es keine Parallelgesellschaften. Migranten in Bayern haben Chancen und Zukunft. Fast drei Viertel [74 %] der Menschen mit Migrationshintergrund in Bayern sind erwerbstätig – das ist deutschlandweit ein Spitzenwert! Nirgendwo sonst in Deutschland ist das Armutsrisiko für Migranten geringer als bei uns [23,3 %].</p>
<p>Am meisten aber freut mich: Bayerische Schüler mit Migrationshintergrund sind beim Lesen und anderen sprachlichen Kompetenzen ganz vorne dabei [IQB-Studie, Ländervergleich]. Dieser Erfolg ist großartig!</p>
<p>Integration durch Bildung, Arbeit und Teilhabe - das ist unser bayerischer Weg!</p>
<p>- Wir setzen massiv auf die Bildung. Sprachförderung beginnt bei den Kleinsten. Mit den „Vorkursen Deutsch“ fangen wir schon im Kindergarten an. Und auch in der Schule stützen wir Kinder mit Migrationshintergrund, z.B. mit kleineren Klassen [Obergrenze 25 Schüler ab 50 %-Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund], individuellen Hilfsangeboten und Deutschförderunterricht.</p>
<p>- Wir unterstützen Leistungsbereitschaft! Mit dem Stipendienprogramm "Talent im Land" (TiL) fördern wir junge Migranten mit exzellenten Schulnoten. Erst im letzten Monat sind 50 Schülerinnen und Schüler neu in dieses Programm aufgenommen worden. Diese jungen Talente sind als Vorbilder in unserer Gesellschaft unverzichtbar!</p>
<p>- Wir fördern interkulturelle Kompetenz. Ein Beispiel dafür ist das Projekt „Wertvoll Miteinander“ im Wertebündnis Bayern. Bei diesem Projekt erarbeiten Schulen in ganz Bayern gemeinsam mit interkulturellen Trainern Wege zu einer besseren Verständigung.</p>
<p>Vielfalt als Chance – das ist das Ziel. Und alle sind eingebunden, vom Hausmeister bis zur Direktorin. Eltern, Schüler, Lehrkräfte – die ganze Schulfamilie ist aktiv dabei. Das Fundament für dieses Miteinander ist das Bekenntnis zu gemeinsamen Werten. Weltoffenheit, Toleranz, Gleichberechtigung – das sind Voraussetzungen für ein wertvolles Miteinander.</p>
<p>Solche Projekte sind großartig. Ich danke allen, die sich für den inneren Zusammenhalt stark machen. Ob mit oder ohne Migrationshintergrund: Sie alle bereichern unsere Heimat! Ich darf Sie bitten: Engagieren Sie sich weiterhin! Bringen Sie sich ein – und arbeiten wir weiterhin zusammen an unserer gemeinsamen bayerischen Erfolgsgeschichte von kultureller Vielfalt und gelungener Integration.</p>
<p>Ich freue mich auf die Gespräche mit Ihnen.</p>]]></description>
<link>http://www.bayern.de/Reden-Staatskanzlei-.1362.10435301/index.htm</link>
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</item>
<item>
<title>&#034;Weltparteitag“ der Königlich-Bayerischen-Josefs-Partei </title>
<description><![CDATA[<p><em>Manuskriptfassung: Es gilt das gesprochene Wort.</em></p>
<p>I. Die Königlich-Bayerische-Josefspartei: Traditionsbewusst und unverzichtbar</p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Die ganze Welt schaut heute auf Kühbach. Mitten im Wittelsbacher Land, mitten im Herzen Bayerns. Wer sehen will, was Bayern so besonders macht, wer die bayerische Lebensart kennenlernen will, der muss hierher nach Kühbach kommen.</p>
<p>Grüß Gott beim 28. Weltparteitag der Königlich-Bayerischen-Josefs-Partei!</p>
<p>Als Ministerpräsident des Freistaats Bayern reise ich landauf, landab zu den verschiedenen Parteien in unserer Heimat. Das ist für mich ganz selbstverständlich. Heute ist ein Heimspiel. Aber ich geh´ auch zum Auswärtsspiel.</p>
<p>Im letzten Jahr war ich beispielsweise bei der Jubiläumsfeier der bayerischen SPD in Regensburg. Ich bin sehr beruhigt wieder heimgefahren: Von dieser Seite ist keinerlei Gefährdung für Bayern zu befürchten.</p>
<p>Ich halt’s mit dem Motto: Leben und leben lassen!</p>
<p>In der Bayerischen Staatsregierung pflegen wir eine gute Tradition: Wir erledigen neben dem Regieren die Arbeit der Opposition gleich mit!</p>
<p>Allerdings gibt es eine Partei, deren Nutzen für unser Land außer Zweifel steht. Seit ihrer Gründung setzt sich diese Partei ein für das Wohl der Menschen in Bayern.</p>
<p>Die Mitglieder dieser Partei engagieren sich mit Herzblut und Leidenschaft für unser Land, für unsere Tradition, für christliche Werte und den Zusammenhalt der Menschen.</p>
<p>Diese Partei ist einzigartig – und sie ist nur in Bayern vorstellbar.</p>
<p>Meine sehr geehrten Damen und Herren,</p>
<p>die Königlich-Bayerischen-Josefspartei ist Bayern pur!</p>
<p>Seit 1985 setzen Sie sich ein, um <em>„dem überlieferten Brauch, dem alten Glauben an die alten Feiertage wieder zu ihrem Recht zu verhelfen.“</em> [aus der Partei-Satzung] Sie halten unsere Traditionen hoch.</p>
<p>Seit 1985 hat sich Bayern verändert. Über 1,3 Mio. neue Bürger sind zu uns gekommen. 800.000 aus allen Teilen Deutschlands. 500.000 aus dem Ausland. Ja, Bayern hat sich verändert. Aber das Bayerische an Bayern ist geblieben. Die Menschen halten z’amm. Die Menschen lieben ihre Heimat. Bindung und Einsatz für den Nächsten sind bei uns größer als anderswo. Nirgendwo sonst sind so viele Menschen im Ehrenamt aktiv. Das alles hat geistig-kulturelle Ursachen. Und dafür arbeiten und stehen Sie von der Königlich-Bayerischen-Josefs-Partei.</p>
<p>Die Königlich-Bayerische-Josefspartei verkörpert alle Stärken Bayerns.</p>
<p>Ich bin überzeugt: Ein Umsturzversuch in Richtung Monarchie geht von den Mitgliedern der Königlich-Bayerischen-Josefspartei nicht aus. Sie stehen fest auf dem Boden der Demokratie. Das zeigt allein schon die Liste Ihrer Ehrengäste und Redner auf den Weltparteitagen: Politiker, Schriftsteller, Abgeordnete, Minister, sogar eine Frau – die Meinungsfreiheit geht den Josefs-Anhängern über alles!</p>
<p>Sie in der Königlich-Bayerischen-Josefspartei halten das Gedenken an den Heiligen Josef wach. Sie pflegen unser Brauchtum. Sie pflegen das Erbe unseres Schutzheiligen, zu dem wir in Bayern eine ganz besondere Beziehung haben.</p>
<p>Bayern ist Josefsland. Ob Sepp oder Bepp, Josefine oder Sefferl – in vielfältigen Varianten begegnet uns allein der Name dieses großen Heiligen. Bedeutende Persönlichkeiten Bayerns tragen seinen Namen. Ich erinnere nur an Franz Josef Strauß und natürlich an unseren bayerischen Papst Benedikt XVI., vormals Josef Ratzinger.</p>
<p>Ob Josefimarkt, Josefs-Wallfahrt oder das Starkbier, der Josefi-Bock – nirgendwo sonst gibt es so viele Bräuche, Traditionen und Feste rund um den Heiligen Josef wie bei uns in Bayern. An manchen Orten schließen am 19. März nachmittags sogar die Geschäfte!</p>
<p>Und schließlich gibt es nirgendwo sonst eine Königlich-Bayerische-Josefspartei. Mit Herzblut und Leidenschaft machen Sie sich für die Verehrung dieses Heiligen stark.</p>
<p>Dafür sage ich Ihnen im Namen der gesamten Bayerischen Staatsregierung Dank, Respekt, Vergelt’s Gott!</p>
<p>Der Heilige Josef ist der Schutzheilige der Handwerker und aller Arbeiter. Als Nährvater von Jesus ist er der Patron der Familien. Der Überlieferung nach war der Heilige Josef ein schweigsamer Mann. Er war ein Mann der Tat. Typisch bayerisch.</p>
<p>Die Verehrung des Heiligen Josef gehört zu unserem bayerischen Selbstverständnis.</p>
<p>Arbeit, Familie, Zusammenhalt – Handeln statt Lamentieren! Runter von den Zuschauertribünen, rauf auf’s Spielfeld des täglichen Lebens. Das ist unser Credo in Bayern.</p>
<p>Solidarität mit den kommenden Generationen, Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit – an diese Werte gemahnt uns der Heilige Josef. Auf diesen christlichen Werten baut unsere christliche Soziallehre auf. Die Würde des Menschen, Eigenverantwortung und gegenseitige Hilfe bilden die Grundlage für unser Zusammenleben.</p>
<p>Solang wir in Bayern auf dieses christliche Wertefundament bauen, haben wir die Zukunft fest in der Hand.</p>
<p>II. Chancenland Bayern: Solide Finanzen und GeRECHTIGKEIT</p>
<p>Wer sich heute bei uns im Freistaat umschaut, der stellt fest: Bayern ist das Gelobte Land. Uns geht es so gut wie noch nie.</p>
<p>Mit einer Arbeitslosenquote von 3,9 Prozent liegt Bayern auf Platz 1 der Länder. Bayern ist das einzige Land mit einer Drei vor dem Komma! Hier im Landkreis Aichach-Friedberg herrscht mit 2,6 Prozent Vollbeschäftigung! Die beste Sozialpolitik ist ein sicherer Arbeitsplatz. Das wissen wir in Bayern nicht erst seit der Krise in Europa. Das wissen wir aus jahrzehntelanger Verantwortung für unsere Arbeitnehmerinnern und Arbeitnehmer, für die Handwerksbetriebe und Familienunternehmer.</p>
<p>Der Handwerker Josef ist unser Vorbild. Nicht Jagd nach dem schnellen Geld, sondern ehrliche Arbeit. Produktion statt Spekulation – das macht Bayern so stark und sozial.</p>
<p>Bei uns in Bayern gilt: Leistung lohnt sich. Wir bekennen uns zur Leistungsgerechtigkeit.</p>
<p>Wir stehen zu unseren innovativen Unternehmern und fleißigen Menschen im Handwerk.</p>
<p>Die Bayerische Staatsregierung steht für eine moderne, aktivierende Steuerpolitik. Wir wollen die Lohn- und Einkommensteuer in drei Schritten um drei Prozent reduzieren, die Grundsteuer vereinfachen und vor allem die Erbschaftssteuer in einem ersten Schritt halbieren.</p>
<p>Die Opposition in Bund und Land hat ganz andere Vorstellungen.</p>
<p>Das alte Lied vom Schröpfen geht so:</p>
<ul>
<li>Einkommensteuer rauf.</li>
<li>Abgeltungsteuer auf Kapitaleinkünfte rauf.</li>
<li>Ehegattensplitting weg.</li>
<li>Erbschaftsteuer rauf.</li>
</ul>
<p>Das ist nichts anderes als eine schleichende Bestrafung der Fleißigen und Tüchtigen. Wenn der Staat von jedem hart verdienten zusätzlichen Euro mehr als die Hälfte abgreift, dann ist das schlicht unmoralisch. Das geht zu Lasten der fleißigen Arbeitnehmer, zu Lasten der Realeinkommen, zu Lasten der Kaufkraft.</p>
<p>Bayern geht‘s gut, wenn es den Menschen gut geht.</p>
<p>Das gilt gerade auch für unsere jungen Menschen. Mit 3,2 Prozent Jugendarbeitslosigkeit ist Bayern eine Insel der Seligen. Um uns herum schaut die Welt für die Jugend anders aus.<br />In Italien ist mehr als ein Drittel der jungen Menschen arbeitslos. In Spanien und Griechenland stehen sogar über 55 Prozent aller jungen Frauen und Männer auf der Straße. Das ist eine soziale Katastrophe!</p>
<p>Bei uns hat jeder junge Mensch seine Chance. Wir brauchen jeden: Erfahrene, Junge, Frauen, Männer, Facharbeiter, Akademiker, Handwerker, Dienstleister, Arbeitnehmer, Selbstständige – jeder ist wertvoll. Jeder hat in Bayern eine berufliche Zukunft.</p>
<p>Bayern ist Chancenland Nr. 1!<br />Bayern ist Zukunftsland Nr. 1!</p>
<p>Meine Erfahrung aus Jahrzehnten in der Politik ist: Wohlstand und Kraft zur Zukunft kann nicht der Staat verordnen. Wohlstand und Kraft zur Zukunft müssen aus der Gesellschaft heraus wachsen – in jeder Generation, immer wieder neu.</p>
<p>Der innere Antrieb dazu kommt aus unseren Familien, aus der Heimat und aus unserer Liebe zum Land. Anpacken und Leistungsbereitschaft, Fleiß und Ehrlichkeit: Das ist unser bayerisches Selbstverständnis! Und für dieses Lebensgefühl stehen auch Sie, liebe Mitglieder und Freunde der Königlich-Bayerischen Josefspartei!</p>
<p>Wir dürfen nicht auf Kosten der Zukunft leben. Wir müssen unsere Schöpfung, aber auch unsere inneren, geistig-kulturellen Werte bewahren. Innere und äußere Werte – beides gehört zusammen. Beides ist das Fundament für eine gute Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder. Das ist unser christlicher Auftrag.</p>
<p>Für mich ist das auch die Kernfrage der Zukunft Europas: Generationenverantwortung und nachhaltiges Handeln müssen in allen Ländern Europas selbstverständlich werden von der Umwelt bis zu den Finanzen – und zwar nicht weil wir Deutsche das von der Kanzel herab predigen, sondern aus eigenem Antrieb, aus Loyalität zum eigenen Land und zu den eigenen Leuten, aus Verpflichtung für die eigenen Kinder und Enkel.</p>
<p>Solide wirtschaften, vorsorgen für die nächste Generation – sei‘ Sach‘ z’ammhalten! Mit diesen Grundsätzen haben unsere Väter und Mütter Bayern nach oben gebracht. Diesen Grundsätzen verdanken wir in Bayern Wirtschaftskraft und Lebensqualität.</p>
<p>Unser Doppelhaushalt 2013/2014 steht für Finanzkompetenz und Wirtschaftskompetenz, für Zukunftskraft und soziale Sicherheit.</p>
<p>Wir machen keinen Cent neue Schulden – und das zum achten und neunten Mal in Folge. Wir hinterlassen unseren Kindern und Enkeln keine Schulden, wir vermachen Zukunftschancen.</p>
<p>Unser großes und ehrgeiziges Ziel lautet: Bayern 2030 schuldenfrei. Wir tilgen bis 2014 über 2,5 Mrd. Euro und damit 11 Prozent unserer Schulden im allgemeinen Haushalt. Allein mit dieser Tilgungsleistung sparen wir bis zum Jahr 2030 1,3 Mrd. Euro an Zinsen.</p>
<p>Gleichzeitig investieren wir in zwei Jahren über 11,7 Mrd. Euro. Das ist Gerechtigkeit - Generationengerechtigkeit!</p>
<p>Wir in Bayern beweisen:</p>
<p>Stabilität und Dynamik gehören zusammen.</p>
<p>Tilgung und Wachstum gehören zusammen.</p>
<p>Kein anderes Land hat diese Zukunftskraft!</p>
<p>Wir leben nicht auf Kosten unserer Kinder und Kindeskinder. Wir leben nicht nur im Hier und Heute. Wir schauen voraus und sorgen vor. Deshalb investieren wir mit unserer Strategie „Aufbruch Bayern“ wie kein anderes Land für eine gute Zukunft.</p>
<p>III. Aufbruch Bayern – kraftvoll Zukunft gestalten</p>
<p>An erster Stelle stehen dabei unsere Familien.</p>
<p>Aus unseren Familien schöpfen wir die Kraft zur Zukunft. Deshalb brauchen wir starke Familien. Die Familie ist das Herz einer Gesellschaft.</p>
<p>Heute am Muttertag danke ich Ihnen allen dafür, was Sie tagtäglich in Ihren Familien leisten – als Mütter und als Väter: Sie geben Ihren Kindern mit, was sie im Leben brauchen: Geborgenheit, Zusammenhalt und Identität. Nirgendwo erfahren Kinder diese Werte besser als in der Familie. Vergelt’s Gott für Ihren Einsatz!</p>
<p>Und niemand in Deutschland hat das Recht, die großen Leistungen der Mütter schlecht zu reden. Wer beim Betreuungsgeld von „Herdprämie“ spricht, hat nichts verstanden. Und wer unterstellt, für Kindererziehung sei vor allem der Staat zuständig, der versündigt sich an der Zukunft. Der Staat kann Liebe und Zuneigung der Eltern niemals ersetzen. Wir in Bayern stehen für Wahlfreiheit!</p>
<p>Bayern ist Familienland. Wir investieren wie kein anderes Land in unsere Familien.</p>
<ul>
<li>2013 und 2014 gehen jeweils 3 Milliarden Euro in die Familienpolitik. Das ist ein Plus von über 85 Prozent gegenüber 2008!</li>
<li>Wir halten am Landeserziehungsgeld fest.</li>
<li>Wir investieren massiv in den Ausbau der Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren.</li>
<li>Wir unterstützen unsere Kommunen bei der Kinderbetreuung: mit rund 3 Milliarden Euro pro Jahr für neue Plätze, laufende Kosten und noch mehr Qualität.</li>
<li>Wir unterstützen die Kommunen beim Krippenausbau. Wir garantieren: Jeder neue Platz, den Kommunen errichten, wird gefördert.</li>
<li>Ab 2013/2014 entlasten wir die Eltern bei den Elternbeiträgen für das letzte Kindergartenjahr noch stärker. Das heißt in den meisten Fällen: Das letzte Kindergartenjahr wird völlig beitragsfrei. Allein damit entlasten wir jedes Jahr 100.000 Familien um 1.200 Euro.</li>
</ul>
<p>Familien brauchen Freiräume - zum Arbeiten, zum Spielen, zum Leben. Wir in Bayern schaffen diese Freiräume.</p>
<p>Wir stärken die Familien in ihrer Erziehungsarbeit. Deshalb stehen wir zum Betreuungsgeld. Das Betreuungsgeld ist für uns die logische Fortsetzung von Elterngeld und Vätermonaten.</p>
<p>Das Betreuungsgeld steht den Familien offen, die eine andere Betreuung als eine Kita für ihr Kind wünschen. Egal, ob beide Eltern berufstätig sind oder nicht, egal, ob sie ihr Kind selbst betreuen oder andere Wege gehen.</p>
<p>Wir wollen keine ideologischen Grabenkämpfe. Wir wollen die Eltern unterstützen, und zwar in der Vielfalt aller Lebenswege. Zufriedene Eltern und gut behütete Kinder – das sind glückliche Familien. Nichts ist für eine Gesellschaft wichtiger. Das ist Familienpolitik auf bayerisch!</p>
<p>Zukunft braucht Familie. Und Zukunft braucht Bildung.</p>
<p>Bayern ist Bildungsland!</p>
<p>Bildung ist Grundlage für Arbeit, für Wohlstand und für Teilhabe. Bildung ist das Ticket in die Zukunft.</p>
<p>Deshalb geben wir mehr als ein Drittel unserer Staatsausgaben für die Bildung aus – 33,9 Mrd. Euro in diesem Doppelhaushalt.</p>
<p>Konkret heiß das: 8.200 Lehrerstellen für neue Aufgaben, 13 neue Gymnasien, 18 neue Realschulen, fünf neue Fachoberschulen, elf neue Berufsoberschulen, 48.000 zusätzliche Studienplätze alleine in dieser Legislaturperiode!</p>
<p>Bei uns im Freistaat gilt: Jedes Talent ist uns wichtig. Deshalb fördern wir alle Talente. Berufliche Bildung und Studium sind für uns gleich wichtig. Über 40 Prozent aller Studienberechtigten in Bayern haben nicht das Gymnasium besucht, sondern eine berufliche Schule. Unser Modell der Dualen Ausbildung ist einmalig.</p>
<p>Unser Motto lautet: Qualität sichern, Qualität noch weiter steigern!</p>
<p>Mit unserem neuen Bildungspaket setzen wir starke Impulse bei der beruflichen Bildung und Weiterbildung. Wir führen einen Pflegebonus ein, damit die Ausbildung in der Altenpflege und im Erzieherberuf kostenfrei wird. Wir führen zusätzlich einen „Meisterbonus“ ein: 1.000 Euro je Meisterbrief oder gleichgestelltem Abschluss!</p>
<p>Damit sind wir Vorreiter in ganz Deutschland! In Bayern gilt: Nicht allein das Abitur macht glücklich. Wir fördern die berufliche Bildung genauso wie die akademische.</p>
<p>„Ihr seid da, wo wir hin wollen“, diesen Satz höre ich oft. Im Ausland werde ich häufig gefragt: „Was ist Euer Erfolgsrezept?“</p>
<p>Ich antworte: Die Voraussetzung für unseren Erfolg ist unsere starke Identität. Bayern ist zukunftsstark, weil es traditionsstark ist.</p>
<p>Die Pflege unserer Traditionen und Bräuche ist für uns Herzensanliegen und Lebenselixier! Aus unseren Traditionen gewinnen wir Kraft. Nur wer seine Wurzeln kennt, kann die Zukunft aktiv gestalten.</p>
<p>Und gerade im weltweiten Dialog der Kulturen gilt: Misstrauen erntet nicht derjenige, der eine starke Identität im Herzen trägt. Misstrauen erntet, wer Gleichmacherei, Gesichtslosigkeit und Beliebigkeit das Wort redet. Der Respekt vor anderen Kulturen beginnt beim Stolz auf die eigene Kultur.</p>
<p>Deshalb ist mir ist die Förderung unserer Kultur ein Herzensanliegen. Mit unserem bayerischen Kulturkonzept wollen wir allen Regionen in unserem Freistaat helfen, ihre kulturellen Schätze noch besser sichtbar zu machen. Wir wollen die Perlen unserer bayerischen Kulturlandschaft zum Glänzen bringen. Genauso fördern wir aber auch die ganze Bandbreite unserer Kulturschätze, vom Musikverein bis zur Trachtenjugend.</p>
<p>Wir in Bayern sind stolz auf unsere regionale und kulturelle Vielfalt. Aus unserer Kultur schöpfen wir unser Selbstverständnis, unseren Mut und unsere Inspiration.</p>
<p>Der Erfolg unserer Heimat ist eine großartige Gemeinschaftsleistung. Sie alle tragen dazu bei - die Freunde der Königlich-Bayerischen-Josefs-Partei!</p>
<p>Liebe Parteifreunde,</p>
<p>Ihr Engagement ist eine Liebeserklärung an unsere Heimat. Ihre Herzen schlagen für Bayern.</p>
<p>Sie stecken andere an – mit Ihrer Liebe zu unserer Heimat – und nicht zuletzt mit Ihrem hintergründigen Humor.</p>
<p>Gerade dieser Hintersinn macht die Königlich-Bayerische-Josefs-Partei einzigartig und unersetzlich.</p>
<p>Daher bitte ich Sie: Machen Sie weiter so! Setzen Sie sich ein für Bayern – mit Witz, mit Charme, mit Humor und Hintersinn! Humor ist ja die Tugend, vor allem über sich selbst lachen zu können. Und diesen Humor brauchen wir in der Politik dringender als alles andere!</p>
<p>Ich wünsche Ihnen noch einen ergiebigen Weltparteitag. Allen Parteimitgliedern und ihren Gästen wünsche ich eine gute Zukunft und Gottes Segen.</p>
<p>Die Krüge hoch – auf die Königlich-Bayerische-Josefs-Partei! Auf Bayern!</p>]]></description>
<link>http://www.bayern.de/Reden-Staatskanzlei-.1362.10435287/index.htm</link>
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</item>
<item>
<title>Verleihung des Bayerischen Fernsehpreises</title>
<description><![CDATA[<p><em>Manuskriptfassung: Es gilt das gesprochene Wort.</em></p>
<p>- Anrede -</p>
<p>es ist mir eine große Freude, Sie heute für Ihr Lebenswerk auszuzeichnen.</p>
<p>Mit Ihrer Schauspielkunst haben Sie die Herzen von Millionen Menschen berührt.</p>
<p>Das Fernsehpublikum liebt Sie seit über 50 Jahren. Ihre Ausstrahlung und Ihr Charme sind einzigartig und unverwechselbar.</p>
<p>Für uns in Bayern besonders unvergessen ist Ihre Paraderolle im <em>„Monaco Franze“</em>. Als <em>„Spatzl“</em> haben Sie die Herzen der Menschen erobert und eine bayerische Kultfigur geschaffen. Damit haben Sie Fernsehgeschichte geschrieben und der Münchner Lebensart ein Denkmal gesetzt.</p>
<p>In jeder Ihrer Rollen ist eine besondere Leidenschaft für Ihren Beruf zu spüren. Ihre große Berufung haben Sie nie aus den Augen verloren: Sie wollten schon als kleines Mädchen Schauspielerin werden.</p>
<p>Trotz der Belastungen in der Nachkriegszeit sind Sie Ihren Weg gegangen – mit ganzem Herzen und mit außerordentlichem Erfolg!</p>
<p>Ihre Rollen bleiben im Gedächtnis: Ich erinnere mich noch gut an den Straßenfeger „Melissa“ [1966]. Nach sieben Minuten auf der Leinwand war Ihre Figur tot, aber Ihr Name war in aller Munde – einfach legendär!</p>
<p>Ihre Biografie liest sich wie ein Streifzug durch die deutsche Fernsehgeschichte:</p>
<p><em>„Kir Royal“</em>, <em>„Tatort“</em>, <em>„Derrick“</em>, <em>„Das Erbe der Guldenburgs“</em>, <em>„Das Traumhotel“</em> – Sie sind so vielseitig wie das Fernsehen selbst. Ruth Maria Kubitschek gibt allen Rollen menschliche Tiefe und Persönlichkeit.</p>
<p>Sehr geehrte Frau Kubitschek,</p>
<p>Sie sind Publikumsliebling und eine Ikone der deutschen Fernsehgeschichte!</p>
<p>Esprit, innere Kraft und Leidenschaft – das macht Sie zum Vorbild in Ihren Rollen und im Leben.</p>
<p>Sie setzen ein Plädoyer für Lebensfreude und Leichtigkeit – gerade auch in reiferen Jahren. Damit geben Sie vielen Menschen Kraft und Mut.</p>
<p>Als Künstlerin sind Sie heute gefragter denn je: Drehs in Amerika, England und Deutschland, Buchvorstellungen und Ausstellungseröffnungen – mit diesem Terminplan könnten Sie auch Bundespräsident oder Bundeskanzlerin sein.</p>
<p>Sehr geehrte Frau Kubitschek,</p>
<p>Sie haben in den letzten 50 Jahren ein Gesamtkunstwerk geschaffen, das seinesgleichen sucht.</p>
<p>Es ist mir eine außerordentliche Freude, Ihnen heute den Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten zu überreichen.</p>
<p>Meine herzliche Gratulation!</p>]]></description>
<link>http://www.bayern.de/Reden-Staatskanzlei-.1362.10435278/index.htm</link>
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</item>
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<title>Eröffnung der Bayerischen Landesausstellung 2013 „Main und Meer“</title>
<description><![CDATA[<p><em>Manuskriptfassung: Es gilt das gesprochene Wort.</em></p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Schweinfurt ist die perfekte Heimat für die Landesausstellung 2013. Kunst und Kultur sind Herz und Seele Ihrer Stadt. Das Museum Georg Schäfer, die Kunsthalle, zahlreiche Museen und Sammlungen – Schweinfurt hat Kultur-Fans in aller Welt.</p>
<p>Die Landesausstellung 2013 „Main und Meer“ ist ein neuer Leuchtturm in dieser blühenden Kulturlandschaft.</p>
<p>Ihnen allen: Ein herzliches Grüß Gott!<br />Schweinfurt ahoi!</p>
<p>Franken beweist: Kultur ist für uns Bayern so wichtig wie die Luft zum Atmen. Kulturelle Höhepunkte überall:</p>
<p>Die Bachwoche Ansbach und die Internationale Orgelwoche Nürnberg, die Bayreuther Festspiele und der Kissinger Sommer, das Mittelalterliche Bürgerfest oder jetzt die Landesausstellung hier in Schweinfurt – das sind Glanzlichter, die weit über die Grenzen Bayerns hinausstrahlen.</p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Der Main stiftet Identität. Der Main ist Heimat.</p>
<p><em>„Der Wald steht grün, die Jagd geht gut,</em><br /><em>schwer ist das Korn geraten.</em><br /><em>Sie können auf des Maines Flut</em><br /><em>die Schiffe kaum verladen.“</em></p>
<p>Das Frankenlied ist fränkisches Lebensgefühl pur! Und dazu gehört auch die Mahnung:</p>
<p><em>„Wer lange sitzt, muss rosten!“</em> Seit mehr als 200 Jahren ist Franken Motor der Zukunft Bayerns. Gewerbe und Handel, Unternehmertum und Kunsthandwerk, das Industriezeitalter, die erste Eisenbahn – Franken war und ist Wegbereiter der Moderne.</p>
<p>Und Schweinfurt das beste Beispiel: Industriezentrum, Top-Wirtschaftsstandort mit der höchsten Arbeitsplatzdichte, boomende Stadt – aber auch mit Wissen um Geschichte und Tradition.</p>
<p>Die Landesausstellung zeigt es: Tradition und Moderne gehören bei uns in Bayern zusammen. Aus unseren kulturellen Wurzeln ziehen wir Kraft zur Zukunft und Selbstvertrauen im Wettbewerb. Gerade in Zeiten der Globalisierung gilt: Wer weiß, wo er herkommt, ist selbstbewusster, gelassener und geht mit Schwung in die Zukunft.</p>
<p>Das Wissen um das „Gestern“ verleiht uns Kreativität und Gestaltungskraft für das „Morgen“.</p>
<p>Jeder Besucher dieser Landesausstellung spürt: Wir sind stolz auf unsere regionale Vielfalt! Weltoffenheit und Heimatliebe, Toleranz und Verantwortung für die Gemeinschaft gehören bei uns zusammen.</p>
<p>Und gerade im weltweiten Dialog der Kulturen gilt: Misstrauen erntet nicht derjenige, der eine starke Identität im Herzen trägt. Misstrauen erntet, wer Gleichmacherei, Gesichtslosigkeit und Beliebigkeit das Wort redet. Der Respekt vor anderen Kulturen beginnt beim Stolz auf die eigene Kultur.</p>
<p>Sehr geehrter Herr Dr. Loibl,</p>
<p>mit der Landesausstellung über den großen fränkischen Fluss zeigen Sie, was Franken und ganz Bayern ausmacht. Gratulation! Ich bin sicher: Die Ausstellung „Main und Meer“ wird ein Publikumsmagnet.</p>
<p>Ich danke Ihnen und Ihrem Team sehr herzlich für diese außergewöhnliche Idee und die kreative Umsetzung.</p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Main und Wein – das ist eine Einheit. Die Winzer hier im Schweinfurter Land oder an der Mainschleife stehen bis heute für die großartige Verbindung von Tradition und Zukunft. Frankenwein ist bayerisches Lebensgefühl und ein bayerischer Exportschlager.</p>
<p>Der Winzer weiß: Ein guter Tropfen braucht Geduld und einen langen Atem. Drei Jahre braucht ein Rebstock, bis er Früchte trägt. Die Winzerei ist schon in der Bibel Sinnbild für nachhaltiges Handeln.</p>
<p>In den Worten „Kultur“ und „Kulturlandschaft“ sind innere und äußere Welt untrennbar verbunden. Der Begriff „Nachhaltigkeit“ stammt aus der Forstwirtschaft.</p>
<p>Und das ist für mich eine Kernbotschaft dieser großartigen Landesausstellung: Zukunftsverantwortung aus Liebe zu Land und Leuten – das macht Bayern so besonders.</p>
<p>Das ist der tiefere Zusammenhang: Die Bindung an Land und Leute ist in Bayern ausgeprägter als anderswo. Und deshalb ist uns Bayern auch die Bewahrung der Heimat und die Pflege ihrer Schätze besonders wichtig.</p>
<p>Die Bewahrung unserer Lebensgrundlagen ist den Menschen in Bayern ein Herzensanliegen.</p>
<p>Wir dürfen nicht auf Kosten der Zukunft leben. Wir müssen unsere Schöpfung, aber auch unsere inneren, geistig-kulturellen Werte bewahren. Innere und äußere Werte – beides gehört zusammen. Beides ist das Fundament für eine gute Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder. Das ist unser christlicher Auftrag.</p>
<p>Für mich ist das auch die Kernfrage der Zukunft Europas: Generationenverantwortung und nachhaltiges Handeln müssen in allen Ländern Europas selbstverständlich werden von der Umwelt bis zu den Finanzen – und zwar nicht weil wir Deutsche das von der Kanzel herab predigen, sondern aus eigenem Antrieb, aus Loyalität zum eigenen Land und zu den eigenen Leuten, aus Verpflichtung für die eigenen Kinder und Enkel.</p>
<p>Früher als andere haben wir in Bayern Nachhaltigkeit zum Lebensprinzip gemacht bei Umwelt und Finanzen – das hat geistig-kulturelle Ursachen.</p>
<p>1970 hatte Bayern das erste Umweltministerium in Europa. Seit fast dreißig Jahren hat der Umweltschutz hierzulande Verfassungsrang. Wir haben in Bayern Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch entkoppelt – und zwar in Kooperation und nicht in Konfrontation mit der Wirtschaft. Wir nutzen heute die Ressourcen um über 70 Prozent wirksamer als zu Beginn der Neunzigerjahre.</p>
<p>Die bayerischen Unternehmer und gerade die mittelständischen Betriebe beweisen: Umweltschutz, neue Technik, Wachstum an Lebensqualität – das sind keine Gegensätze, sondern Geschwister!</p>
<p>Nachhaltigkeit ist unser Prinzip auch bei den Finanzen: Wir tilgen in drei Jahren fast 10 Prozent der Gesamtschulden im allgemeinen Haushalt. Wir haben ein großes Ziel: Bayern schuldenfrei bis 2030! Und wir investieren wie kein anderes Land unter dem Motto: „Aufbruch Bayern. Familie, Bildung, Innovation“.</p>
<p>Die Landesausstellung zeigt auf großartige Weise:</p>
<p>Gesunde Umwelt, sozialer Zusammenhalt, kultureller Reichtum, wirtschaftlicher Erfolg – das alles gehört in Bayern untrennbar zusammen.</p>
<p>Wir in Bayern haben unsere Heimat im Herzen. Wir handeln aus Verantwortung für die Zukunft.</p>
<p>Ich wünsche der Landesausstellung 2013 viel Erfolg!</p>]]></description>
<link>http://www.bayern.de/Reden-Staatskanzlei-.1362.10435264/index.htm</link>
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<item>
<title>64. Sudetendeutscher Tag </title>
<description><![CDATA[<p><em>Manuskriptfassung: Es gilt das gesprochene Wort.</em></p>
<p>I. ANERKENNUNG UND AUFTRAG: DER EUROPÄISCHE KARLS-PREIS</p>
<p>Ich grüße den Gastgeber des 64. Sudetendeutschen Tages, Herrn Oberbürgermeister Dr. Gribl.</p>
<p>Ich grüße alle Gäste und Ehrengäste, alle Amts- und Würdenträger.</p>
<p>Ich grüße unsere Freunde aus der Tschechischen Republik, aus der Slowakischen Republik, aus Österreich, Ungarn und Kroatien.</p>
<p>Schön, dass Sie da sind! Ihre Anwesenheit ist ein starkes Signal für unsere Partnerschaft in Europa. Ihre Anwesenheit ist eine Geste des Dialogs und des Vertrauens.</p>
<p>Herzlich willkommen im Freistaat Bayern!</p>
<p>Und ich grüße ganz besonders Sie, meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe sudetendeutsche Landsleute!</p>
<p>Ihnen allen, woher Sie auch kommen, ein herzliches bayerisches Grüß Gott!</p>
<p>Lieber Bernd Posselt,</p>
<p>lieber Franz Pany,</p>
<p>liebe Landsleute!</p>
<p>Danke.</p>
<p>Der Europäische Karls-Preis ist eine große Ehre.</p>
<p>Ich schaue immer nach vorne. Aber heute blicke ich auch zurück.</p>
<ul>
<li>Ich bin Jahrgang 1949. 1949 ist das Geburtsjahr der Bundesrepublik. Der Eiserne Vorhang teilt Europa. Hunderttausende Vertriebene hausen in Notunterkünften – viele von ihnen gemeinsam mit Geschwistern, Eltern, Großeltern. Entrechtet, entwurzelt, der Heimat fern.</li>
<li>1962. Ich bin Schüler an der Knabenrealschule Ingolstadt. Fürs Gymnasium ist kein Geld da. Meine ersten Groschen verdiene ich als Zeitungsausträger. 1962 verkündet in München der Bayerische Ministerpräsident Hans Ehard: <em>„Die Bayerische Staatsregierung betrachtet die sudetendeutsche Volksgruppe als einen Stamm unter den Volksstämmen Bayerns.“ </em>Der „Vierte Stamm“ ist angekommen. Die Sudetendeutschen haben eine neue Heimat: Bayern.</li>
<li>1989. Ich bin zum ersten Mal Mitglied der Bundesregierung. 1989 reisen Deutsche mit tschechischer Hilfe über Prag in die Freiheit. Der Eiserne Vorhang fällt. Sie, liebe Landsleute, besuchen ungehindert Ihre alte Heimat.</li>
</ul>
<p>Heute liegen historische Veränderungen hinter uns. Sie, unsere sudetendeutschen Landsleute, haben neue Freundschaften geschlossen. Gräben überwunden, Brücken gebaut. Die neue Freundschaft zwischen Deutschen und Tschechen ist zuallererst Ihr Verdienst. Wir können froh sein, in solch glücklichen Zeiten zu leben, wir können stolz sein auf das Erreichte.</p>
<p>Ich bin in der Nachfolge von Hans Ehard Ihr Schirmherr. Kraft Amtes und auch mit dem Herzen. Ich nehme die Schirmherrschaft über unseren „Vierten Stamm“ mit persönlicher Leidenschaft wahr, aus tiefer innerer Überzeugung.</p>
<p>Aus dieser Überzeugung sage ich Ihnen:</p>
<p>Ich bin sehr stolz auf den Europäischen Karls-Preis, den ich heute aus Ihren Händen empfangen darf.</p>
<p>Der Preis ist eine hohe Ehre für mich.</p>
<p>Er ist Anerkennung und Auftrag zugleich – Anerkennung für Erreichtes und Auftrag für die Zukunft.</p>
<p>Der Preis ist für mich der Beweis: Franz Josef Strauß hatte Recht, als er sagte, <em>„das Amt des Bayerischen Ministerpräsidenten ist das schönste Amt der Welt.“</em></p>
<p>Liebe Landsleute, Ihnen allen ein herzliches Vergelt’s Gott!</p>
<p>II. SUDETENDEUTSCHE SIND VORBILDER</p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Der Herrgott muss Bayern an einem Sonntag erschaffen haben.</p>
<p>Unser Kulturstaat Bayern wird getragen durch engagierte Bürger, durch traditionsbewusste Menschen wie Sie. Unter unserem weiß-blauen Himmel haben die Sudetendeutschen eine Heimat gefunden und das moderne Bayern mit aufgebaut.</p>
<p>Bayern, das heißt: „Leben und leben lassen“. Gegen Beliebigkeit, für Kraft aus Vielfalt, gegen Geschichtsvergessenheit, für Traditionsbewusstsein – das ist bayerisches Lebensgefühl.</p>
<p>98 Prozent der Menschen leben gerne in Bayern.</p>
<p>Bayern gehört zu den wohlhabendsten Regionen der Welt.</p>
<p>Noch nie waren so viele Menschen in Lohn und Brot – und zwar in anständigen Beschäftigungsverhältnissen. Bayern beweist: Die beste Sozialpolitik ist ein sicherer Arbeitsplatz.</p>
<p>Und zu dieser Erfolgsgeschichte haben Sie alle beigetragen.</p>
<p>3,9 Prozent Arbeitslose – als einziges Land in Deutschland eine Drei vor dem Komma. Jugendarbeitslosigkeit: 3,2 Prozent – fast Vollbeschäftigung.</p>
<p>Schauen Sie in die Krisenländer Europas: In Spanien und Griechenland stehen sechs von zehn jungen Menschen auf der Straße. Stellen Sie sich eine Abschlussklasse mit 30 jungen Menschen vor – und zwanzig von ihnen finden keine Arbeit, fühlen sich nutzlos, im Abseits. Das ist eine soziale Katastrophe für ganz Europa.</p>
<p>Bayern dagegen bietet beste Chancen. Als Industriestandort sind wir nach der jüngsten vbw-Studie weltweit auf dem Siegerpodest.</p>
<p>Bayern ist Chancenland Nr. 1.!</p>
<p>Bayern ist Zukunftsland Nr. 1!</p>
<p>Die Erfolgsgeschichte unseres Freistaats wäre ohne Sie, liebe Landsleute, nicht denkbar.</p>
<p>Der Erfolg unseres Landes ist ein Gemeinschaftswerk von Sudetendeutschen, Altbayern, Franken und Schwaben. In unseren vier bayerischen Stämmen liegt die Kraft zum Erfolg, die Kraft zur Zukunft.</p>
<p>Sie, liebe Landsleute, standen nach Flucht und Vertreibung vor dem Nichts. Sie hatten alles verloren – Familie, Heimat, Vertrauen. Sie hatten keine Arbeit, kein Geld, keine Wohnung. Sie mussten buchstäblich von Null ein neues Leben aufbauen.</p>
<p>Eines aber hat man Ihnen nicht wegnehmen können: Ihren Stolz, Ihre Verwurzelung in Geschichte, Tradition, Kultur und Ihr Wissen, Ihr berufliches Können, Ihren Willen für einen Neubeginn. Mit härtester Arbeit und äußerster Disziplin schufen Sie sich eine neue Existenz, eine neue Heimat, neuen Wohlstand. Heute blicken Sie auf eine großartige Lebensleistung und auf ein geistiges Erbe, auf das Sie und Ihre Kinder zu Recht stolz sein können.</p>
<p>Wenn ich die oft sehr abgehobenen Diskussionen über Europas Krise höre, dann muss ich an diese Aufbaugeneration denken:</p>
<p>Sie war und ist getragen von inneren Werten, von einem unbeugsamen Willen, trotz schlimmster Not etwas aus dem Leben zu machen. Diese Tugenden braucht Europa auch heute.</p>
<p>Bayern verdankt Ihnen viel. Lebensqualität und Wohlstand in unserem Land sind zu einem großen Teil Ihr Verdienst. Meinen höchsten Respekt für Ihre Leistung!</p>
<p>Ihr Beispiel zeigt:</p>
<ul>
<li>Erfolg braucht Identität.</li>
<li>Erfolg braucht Werte.</li>
<li>Erfolg braucht Wurzeln.</li>
</ul>
<p>Die Sudetendeutschen haben maßgeblich zur bayerischen Erfolgsgeschichte beigetragen. Die Sudetendeutschen haben von Anfang an Zukunft gestaltet. Und sie gestalten auch heute die Zukunft Bayerns, Deutschlands und Europas. Bayern ist stolz auf seine Sudetendeutschen.</p>
<p>III. ZUKUNFT BRAUCHT ERINNERUNG</p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Zukunft braucht Heimat.</p>
<p>Zukunft braucht Erinnerung.</p>
<p>Wir stehen heute vor einer großen Herausforderung: Wir wollen und wir müssen die Erinnerung von immer weniger Zeitzeugen lebendig halten.</p>
<p>Wir brauchen die Erinnerung, weil wir sudetendeutsche Kultur und Tradition an unsere Kinder und Enkelkinder weitergeben wollen.</p>
<p>Wir brauchen die Erinnerung, damit auch unsere Nachkommen in Zukunft kraftvoll und unüberhörbar „nein“ sagen – nein zu Zerstörung und Krieg, nein zu Entrechtung und Enteignung, nein zu Flucht und Vertreibung.</p>
<p>Vertreibung ist Unrecht. Und Vertreibung bleibt Unrecht. Jeder demokratische Staat auf der Welt muss sich das ins Stammbuch schreiben. Ich sage: Vertreibungen müssen weltweit geächtet werden!</p>
<p>Wir hätten von Bayern aus gerne einen Nationalen Gedenktag für die Opfer von Flucht, Vertreibung und Deportation auf den Weg gebracht. Wir hätten den Opfern von Flucht und Vertreibung gerne in ganz Deutschland die Ehre staatlichen Gedenkens erwiesen. Wir hätten mit einem Gedenktag gerne von Flensburg bis Füssen das historische Signal gegeben: Vertreibung ist und bleibt Unrecht.</p>
<p>Ich bin nicht Herr des Verfahrens auf gesamtdeutscher Ebene. Aber ich bin Ministerpräsident im Freistaat Bayern. Deshalb kann ich Ihnen heute mitteilen:</p>
<p>Bayern gibt dieses Signal aus eigener Kraft, meine Damen und Herren.</p>
<p>Ich will keine Worte mehr, ich will Taten.</p>
<p>Berlin redet, Bayern handelt.</p>
<p>Wir führen einen bayerischen Gedenktag für die Opfer von Flucht, Vertreibung und Deportation ein.</p>
<p>Das ist ein einmaliger Vorgang in der Geschichte.</p>
<p>Der Gedenktag wird schon im nächsten Jahr eingeführt.</p>
<p>Damit machen wir in Bayern wieder einmal deutlich:</p>
<p>Wir in Bayern wissen, welche Verantwortung wir gegenüber unseren Vertriebenen und Aussiedlern haben.</p>
<p>Und wir stehen zu unserer Verantwortung für die Zukunft!</p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Zukunft braucht Heimat.</p>
<p>Zukunft braucht Erinnerung.</p>
<p>Deshalb ist mir das Sudetendeutsche Museum ein Herzensanliegen.</p>
<p>Seit meinem Regierungsantritt habe ich mich für ein Sudetendeutsches Museum eingesetzt. Wir brauchen einen solchen Ort der Erinnerung und der Information. Dazu stehe ich – mit allen Zusagen, mit aller Unterstützung.</p>
<p>Das Museum ist ein Leuchtturmprojekt unseres bayerischen Kulturkonzepts.</p>
<ul>
<li>Wir fördern die Planungen.</li>
<li>Wir fördern den Bau mit 20 Millionen Euro.</li>
<li>Wir werden die Sudetendeutschen beim Betrieb unterstützen.</li>
<li>Und, lieber Bernd Posselt, lieber Franz Pany, wenn die Sudetendeutsche Stiftung an mich herantritt und sagt <em>„Bitte helft uns beim Bau. Die Stiftung alleine schafft das nicht“</em>, dann antworte ich:<br />Wir sind bereit. Wir wollen das Zukunftsprojekt Museum. Und wir werden es als Bauherr realisieren.</li>
</ul>
<p>Bayern steht fest zu seinem „Vierten Stamm“!</p>
<p>Auf das Schirmland Bayern ist Verlass!</p>
<p>Mit dem Sudetendeutschen Museum errichten wir einen Ort der Erinnerung, einen Ort der Wahrheit und einen Ort der Zukunft.</p>
<p>Wir errichten ein Museum für die gesamte Bevölkerung – Zeitzeugen und die junge Generation, Einheimische und neu Zugezogene. Das Sudetendeutsche Museum wird ein kraftvolles Zeichen für Menschlichkeit und den Wert einer eigenen Kultur.</p>
<p>Wir schaffen das Sudetendeutsche Museum als Perle in der bayerischen Museumslandschaft!</p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Zukunft braucht Erinnerung – gemeinsame Erinnerung.</p>
<p>Tschechen und Bayern sind Nachbarn seit Jahrhunderten. Tschechen und Bayern haben eine reiche gemeinsame Geschichte. Karl IV., der große Europäer, ist das beste Beispiel. Wir erinnern an unsere Geschichte, an ihre Höhepunkte und auch an ihre dunklen Seiten, weil wir miteinander in die Zukunft gehen wollen.</p>
<p>Deswegen habe ich mit Premierminister Nečas vereinbart: Wir machen eine gemeinsame Landesausstellung.</p>
<p>Wir haben eine Landesausstellung mit unseren österreichischen Freunden gemacht. Wir haben die Landesausstellung Bayern-Italien gemacht. Und wir machen jetzt eine Landesausstellung mit unseren tschechischen Nachbarn und Freunden.</p>
<p>Liebe Landsleute, ich sage bewusst „Freunde“.</p>
<p>Freunde vertiefen, was sie verbindet. Und Freunde sagen sich ehrlich, wo sie nicht gleicher Meinung sind.</p>
<p>Wir sind in Bayern und Tschechien so weit, wir haben die Kraft zu dieser Ehrlichkeit. Wir ertragen die Meinungsverschiedenheiten, die wir haben. Wir sprechen offen über die Geschichte. Im Bewusstsein der dunklen Stellen, aber auch mit aufrichtiger Freude über das Gemeinsame. Wir machen die erste bayerisch-tschechische Landesausstellung in der Geschichte unserer beiden Länder. Das ist ein historischer Schritt für unsere Zusammenarbeit und Freundschaft.</p>
<p>Dabei ist für mich ganz klar: Unser „Vierter Stamm“ wird sich maßgeblich einbringen.</p>
<p>Liebe Landsleute, ich danke Ihnen schon heute für Ihren Einsatz.</p>
<p>Sie sind die wichtigsten Brückenbauer zwischen unseren beiden Ländern.</p>
<p>Sie sind die treibende Kraft der neuen Offenheit und Freundschaft zwischen Bayern und Tschechen. Dafür sage ich im Namen der gesamten bayerischen Bevölkerung Dank und Respekt!</p>
<p>IV. SUDETENDEUTSCHE: BRÜCKENBAUER IN EUROPA</p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Zukunft braucht Heimat.</p>
<p>Zukunft braucht Erinnerung.</p>
<p>Und: Zukunft braucht Dialog.</p>
<p>Sie, liebe Landsleute, treten den Beweis dafür an, dass die Zukunft ein Kind der Gegenwart ist. Eine bessere Zukunft beginnt immer mit dem ersten mutigen Schritt im Hier und Heute. Vor fast 70 Jahren sind die ersten von Ihnen in Bayern angekommen. Trotz Ihrer Verluste und trotz Ihres Leides haben Sie nicht den Weg der Konfrontation beschritten. Sie sind den Weg der Versöhnung gegangen.</p>
<p>Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs haben Sie neue Kontakte in ihre Heimat gesucht und alte Kontakte wiederbelebt.</p>
<p>Sie haben eine Kultur des Vertrauens, der Verständigung und des Dialogs mit unseren Nachbarn in der Tschechischen Republik geschaffen.</p>
<p>Schon vor zehn Jahren haben Sie das Sudetendeutsche Büro in Prag eröffnet. Ein starkes Signal für Versöhnung!</p>
<p>Sie sind zu Brückenbauern im vereinten Europa geworden.</p>
<p>Auf dieser Grundlage haben wir ein neues Kapitel der guten Nachbarschaft zwischen Bayern und Tschechien aufgeschlagen.</p>
<p>Lieber Bernd Posselt, vor zweieinhalb Jahren sind wir miteinander nach Tschechien gereist.</p>
<p>Zum ersten Mal in der Geschichte hat ein bayerischer Ministerpräsident Tschechien offiziell besucht. Die Menschen dort haben uns mit viel Herzlichkeit empfangen. Ich habe gespürt: Hier bereiten unsere sudetendeutschen Landsleute schon seit vielen Jahren den Boden für Versöhnung und Verständigung. Hier haben Sudetendeutsche Türen geöffnet, durch die wir jetzt gehen können.</p>
<p>Darauf haben wir bei unserem Besuch aufgebaut. Wir haben gemeinsam mit Premierminister Nečas ein neues Fundament für das bayerisch-tschechische Verhältnis gelegt. Wir haben die jahrzehntelange Sprachlosigkeit auf höchster politischer Ebene beendet.</p>
<p>Der Gegenbesuch des tschechischen Premierministers Nečas vor ein paar Monaten hat gezeigt: Die Saat, die wir miteinander gesät haben, geht auf.</p>
<p>Tief bewegt denke ich an den gemeinsamen Besuch in der KZ-Gedenkstätte Dachau, wo Tschechen, Deutsche und Sudetendeutsche ermordet wurden.</p>
<p>Besonders berührt denke ich an die Begegnungen mit Max Mannheimer, 93 Jahre, im Sudetenland geboren, jüdischer Überlebender des Holocaust. Dass ich gemeinsam mit dem großen Aufklärer und Versöhner Max Mannheimer Träger des Karls-Preises bin, nehme ich mit Demut an und sehe darin vor allem den Auftrag, Humanität und Völkerverständigung in die Zukunft weiterzutragen.</p>
<p>Und ich denke voller Hochachtung an die Rede des tschechischen Premierministers im Bayerischen Landtag. An seine respektvolle Würdigung – Zitat – <em>„unserer deutschen Landsleute“</em>. An die historische Aussage, Zitat: <em>„Wir bedauern, dass durch die Vertreibung […] der Sudetendeutschen […] unzähligen Menschen viel Leid und Unrecht angetan wurde.“</em></p>
<p>Lieber Bernd Posselt, Du hast selbst dieser Rede stehend applaudiert. Und Du hast zu Recht gesagt: <em>„Aus einem kleinen Schritt ist ein sehr großer geworden.“</em> [nach: www.sueddeutsche.de vom 21. Februar 2013] Wir haben gemeinsam in kurzer Zeit viel erreicht.</p>
<p>Unser Ziel ist klar. Unser Ziel muss sein: weitergehen, die neue Offenheit weiter ausbauen, Türen für die Zukunft weiter aufmachen.</p>
<p>Weitergehen ist erste politische Pflicht. Ich bin deshalb entschlossen: Wir geben ein neues starkes Signal für die besondere Verbindung mit unseren tschechischen Nachbarn. Wir wollen den politischen Dialog dauerhaft führen – als unverrückbare Größe in der Beziehung unserer Länder. Wir wollen eine feste Institution schaffen für diesen Dialog. Deshalb möchte ich, dass Bayern ein Verbindungsbüro in Prag errichtet.</p>
<p>Ich werde dieses Verbindungsbüro direkt an die Staatskanzlei ansiedeln. Der politische Draht zwischen Bayern und Tschechien ist Chefsache.</p>
<p>Und was mich besonders freut: Die menschliche Freundschaft zwischen unseren Ländern wächst und gedeiht in den Schulen, Hochschulen, Betrieben, Vereinen und nicht zuletzt durch die unzähligen Begegnungen und Kontakte der Sudetendeutschen.</p>
<p>Liebe sudetendeutsche Landsleute, gemeinsam haben wir Geschichte geschrieben. Eine Erfolgsgeschichte, die ohne Sie niemals denkbar wäre.</p>
<p>Dafür sage ich Ihnen heute meine ehrliche Hochachtung und meinen tiefen Dank.</p>
<p>Mein Dank gilt allen Sudetendeutschen. Sie alle haben das Gegeneinander von gestern zu einem Miteinander heute gemacht!</p>
<p>Mein Dank gilt den Repräsentanten der sudetendeutschen Volksgruppe auf allen Ebenen.</p>
<p>Sie übernehmen in der Landsmannschaft und in den Kreis- und Ortsgruppen eine hohe Verantwortung.</p>
<p>Sie stehen für kulturelles und bürgerschaftliches Engagement im Geiste der Völkerverständigung!</p>
<p>Und Sie begeistern die junge Generation. Viele junge Sudetendeutsche bekennen sich heute zu ihrer Kultur und zu ihrer Tradition mit Leidenschaft. Sie sagen ja zur Tradition, ja zur Brauchtumspflege. Von unseren jungen Sudetendeutschen geht ein klares Signal an alle Menschen in Bayern, Deutschland und Europa aus. Das Signal lautet: Nur wer zurückblickt, kann auch nach vorne schauen. Das Signal lautet: Zukunft braucht Heimat!</p>
<p>Lieber Herr Polierer, ich bin stolz auf unsere Jugend. Unsere Jugend ist traditionsverbunden und modern. Mit diesen Jugendlichen, mit diesen jungen Frauen und Männern schauen wir zuversichtlich in die Zukunft. Respekt! Weiter so!</p>
<p>Mein Dank gilt dem Bundesvorsitzenden der Sudetendeutschen Landsmannschaft und Vorstandsvorsitzenden der Sudetendeutschen Stiftung Franz Pany.</p>
<p>Lieber Franz Pany, Du bist ein starker Anwalt der Sudetendeutschen. Du bist ein unermüdlicher Kämpfer für Erinnerung, Versöhnung und Verständigung. Rund um die Uhr arbeitest Du für die Zukunftskraft der Sudetendeutschen Landsmannschaft. Ehrenamtlich. Ehrlich. Erfolgreich. Die Landsmannschaft ist bei Dir in den allerbesten Händen.</p>
<p>Danke für Deine Arbeit. Danke für Deinen Mut. Danke für Deine Leidenschaft!</p>
<p>Mein Dank gilt Dir, lieber Bernd Posselt.</p>
<p>Du bist nicht nur Sprecher der Sudetendeutschen. Du bist auch ein Botschafter der Sudetendeutschen. Du bist Botschafter des europäischen Gedankens, Botschafter der Völkerverständigung in der Welt. Du bist mit Deinen vielen guten Verbindungen nach Tschechien und mit Deiner tiefen Überzeugung als Europäer der lebendige Beweis für die Erkenntnis: Nichts ist wertvoller als der direkte Dialog. Vergelt’s Gott für Deinen großartigen Einsatz!</p>
<p>V. EINHEIT IN VIELFALT FÜR EUROPA</p>
<p>In den vielen Jahren in der Politik habe ich eines gelernt: Die Kraft zur Zukunft kann nicht der Staat verordnen. Zukunftskraft muss aus der Gesellschaft heraus wachsen. Zukunftskraft kommt von den inneren Werten der Menschen.</p>
<p>Wir reden heute in Europa sehr viel über Zinssätze, Anleihen und Hilfsprogramme. Wir reden aber zu wenig über Europa als Wertegemeinschaft.</p>
<p>Ich bin überzeugt: Europa ist eine große Chance für uns alle. Aber Europa kann nur gelingen mit einem inneren, geistig-kulturellen Zusammenhalt. Europa ist mehr als ein Wirtschaftsraum. Nur mit dem Wissen um unsere inneren Werte werden wir Europäer Zukunft erobern und die Ärmel hochkrempeln. Europa hat nur dann eine Zukunft, wenn sich die Europäer als Wertegemeinschaft verstehen. Wenn wir uns stark machen für ein Europa der inneren Werte.</p>
<p>Ich bin überzeugt, und das sehe ich hier bei Ihnen: Die inneren Werte Europas wachsen nicht an den Schreibtischen in Brüssel, sondern in den Regionen, in der Vielfalt der Traditionen, in der Liebe zur Heimat. Das ist für mich die eigentliche Botschaft der Geschichte Europas an die Welt:</p>
<p>Nicht Gleichmacherei oder gar Unterdrückung ist der Weg zu einer menschlichen, lebenswerten Zukunft, sondern Einheit in Vielfalt.</p>
<p>Aus dem Wissen um die eigene Kultur wächst der Respekt vor anderen. Aus der Liebe zur eigenen Heimat wächst die Kraft zur Verständigung der Völker und zum Dialog der Kulturen.</p>
<p>Für diese zutiefst menschliche Botschaft stehen das Schicksal und das große Erbe der Sudetendeutschen, dafür stehen Sie, unsere sudetendeutschen Landsleute.</p>
<p>Zusammenhalt, Verantwortung für die Zukunft, die Kraft zur Versöhnung: Alle diese Eigenschaften haben Sie seit den Tagen von Flucht und Vertreibung bewiesen. Alle diese Eigenschaften haben Sie auf Ihrem Weg in ein vereintes Europa vorgelebt.</p>
<p>Auf diesem Weg gehen wir weiter.</p>
<p>Unser Ziel ist ein gemeinsames europäisches Haus, in dem die Völker im Bewusstsein um ihre kulturellen Wurzeln und um ihre kulturelle Vielfalt friedlich zusammenleben.</p>
<p>Unser Ziel ist ein gemeinsames europäisches Haus, in dem die reiche Kultur der Sudetendeutschen für immer lebendig bleibt.</p>
<p>Unser Ziel ist Freundschaft auf dem Fundament offener und ehrlicher Partnerschaft – dafür setzen wir uns ein.</p>
<p>Lassen Sie uns weiter gemeinsam arbeiten – für eine gute Zukunft, für Frieden, Freiheit und Freundschaft in Europa!</p>]]></description>
<link>http://www.bayern.de/Reden-Staatskanzlei-.1362.10435252/index.htm</link>
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</item>
<item>
<title>Ehrenamtsempfang</title>
<description><![CDATA[<p><em>Manuskriptfassung: Es gilt das gesprochene Wort.</em></p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Herzlichen Dank für den schwungvollen Empfang in der neuen Schwarzachtalhalle! Meine Kabinettskollegin Emilia Müller hat mir schon von diesem jungen Mekka für Kunst- und Musikliebhaber vorgeschwärmt.</p>
<p>Und ich muss sagen: Respekt! Eine moderne Architektur, gepaart mit lebendiger Kultur, gestemmt von der Tatkraft der Menschen dieser Region – das ist Bayern. Darauf bin ich stolz. Dafür sage ich Vergelt’s Gott!</p>
<p>Heimatliebe und Weltoffenheit, Tradition und Moderne gehen in Bayern Hand in Hand. Das ist bayerisches Lebensgefühl. Das leben Sie alle:</p>
<p>- in Ihren Vereinen und Verbänden,</p>
<p>- in Schauspielgruppen und Trachtenvereinen,</p>
<p>- in der Freiwilligen Feuerwehr oder bei den Rettungsdiensten,</p>
<p>- im karitativen, sozialen, künstlerischen, kulturellen oder sportlichen Bereich,</p>
<p>- in der Kommunalpolitik oder der Kirchengemeinde.</p>
<p>Sie sind ein Segen für unser Land! Herzlichen Dank für Ihren Einsatz! Und herzlichen Dank für Ihr Kommen!</p>
<p>Der Empfang der Bayerischen Staatsregierung für ehrenamtlich tätige Bürgerinnen und Bürger ist ein symbolisches Dankeschön: für Ihren Dienst am Nächsten, für Ihren Einsatz für unsere Heimat, für Ihre unverzichtbare Arbeit.</p>
<p>Für mich ist dieser Empfang die Gelegenheit für ein lautes, öffentliches „Vergelt`s Gott“.</p>
<p>Menschen von Ihrem Format machen Bayern liebenswert und lebenswert.</p>
<p>Wenn ich im Ausland bin, werde ich immer wieder gefragt: „Was macht Bayern so erfolgreich?“</p>
<p>Meine Antwort: die Menschen! Bayerns Stärke sind seine Menschen. Einsatzbereite, engagierte Menschen wie Sie alle. Menschen, die nicht fragen: Was kann der Staat für mich tun? Menschen, die anpacken, mitmachen, mitbestimmen.</p>
<p>Bayern ist Ehrenamtsland. Das ist eines unserer Erfolgsgeheimnisse. Bei uns sind über 3,8 Mio. Menschen ehrenamtlich aktiv und investieren monatlich rund 75 Mio. Stunden für unser Land. Sie opfern Freizeit, Urlaub, Zeit mit der Familie. Dieser freiwillige Einsatz ist unbezahlbar! Darum wollen wir die staatliche Förderung des Ehrenamts in die Bayerische Verfassung aufnehmen.</p>
<p>Die Bayerische Staatsregierung ist ein verlässlicher Partner des Ehrenamts. Wir stärken die Infrastruktur für das Ehrenamt und die Anerkennungskultur. Ehrenamt braucht Anerkennung. Ich freue mich, dass Staatssekretär Markus Sackmann – der „Vater“ der bayerischen Ehrenamtskarte - im Anschluss die 30.000ste Karte aushändigen wird.</p>
<p>Lieber Markus,</p>
<p>meine Gratulation! Die Ehrenamtskarte ist ein Renner! Gerade auch bei jungen Menschen.</p>
<p>Wer ehrenamtlich engagiert ist, übernimmt Verantwortung und beweist Leistungsbereitschaft und Teamgeist. Das sind Schlüsselqualifikationen fürs Arbeitsleben.</p>
<p>Unsere engagierten jungen Menschen haben die besten Berufsaussichten in Bayern. Wir haben die niedrigste Arbeitslosenquote in Deutschland. Wir sind das einzige Land mit einer 3 vor dem Komma. Und die Jugendarbeitslosigkeit ist noch geringer.</p>
<p>Im Vergleich dazu sind in Spanien oder Griechenland über 55 Prozent der jungen Menschen ohne Arbeit. Das ist eine soziale Katastrophe!</p>
<p>Woher kommt in Bayern diese Kraft zur Zukunft?</p>
<p>Meine Erfahrung aus Jahrzehnten Politik ist: Wohlstand und Kraft zur Zukunft kann nicht der Staat verordnen. Wohlstand und Kraft zur Zukunft müssen aus der Gesellschaft heraus wachsen – in jeder Generation, immer wieder neu.</p>
<p>Der innere Antrieb dazu kommt aus unseren Familien, aus der Heimat und aus unserer Liebe zum Land. Anpacken und Leistungsbereitschaft, Fleiß und Ehrlichkeit: Das ist uraltes bayerisches Selbstverständnis! Das verkörpern Sie alle!</p>
<p>Verehrte Damen und Herren,<br />liebe „Ehrenamtler“!</p>
<p>Adolf Kolping hat einmal gesagt: „Wenn jeder auf seinem Platz das Beste tut,wird es in der Welt bald besser aussehen.“</p>
<p>Ich darf heute 12 Frauen und Männer aus allen Teilen der Oberpfalz auszeichnen, die auf ihrem Platz immer ihr Bestes getan haben. Sie erhalten von mir das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten. Diese Auszeichnung wird an Bürgerinnen und Bürger verliehen, die sich mindestens 15 Jahre freiwillig in den Dienst der Gemeinschaft gestellt haben. Diese Würdigung steht stellvertretend für alle ehrenamtlich tägigen Menschen hier in der Region.</p>
<p>Sie alle machen die Oberpfalz zu einer Hochburg des Ehrenamts. Darauf können Sie stolz sein! Dafür sage ich: Respekt und Anerkennung! Vergelt`s Gott!</p>
<p>Zum Schluss noch eine Bitte an Sie alle:</p>
<p>Lassen Sie nicht nach in Ihrem Engagement!</p>
<p>Sie tragen Verantwortung für unsere Gesellschaft. Sie tragen Verantwortung für die Zukunft unserer Heimat. Bayern braucht Sie!</p>]]></description>
<link>http://www.bayern.de/Reden-Staatskanzlei-.1362.10433604/index.htm</link>
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</item>
<item>
<title>Pressekonferenz des Deutschen Kinderschutzbundes zur Vorstellung des Online-Spiels „Jakob und die Cyber-Mights“</title>
<description><![CDATA[<p><em>Manuskriptfassung: Es gilt das gesprochene Wort.</em></p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Ihnen allen ein herzliches Grüß Gott!</p>
<p>Als bayerischer Medienminister freue ich mich besonders über Innovationen im Medienbereich.</p>
<p>Bayern ist das Land der Erfinder und Entdecker.</p>
<p>Bayern ist das Land der Kreativen und Innovativen.</p>
<p>Bayern ist auch das Land der Spiele-Entwickler.</p>
<p>Sehr geehrter Herr Mutschler,</p>
<p>der Kinderschutzbund ist jetzt auch unter die Spiele-Entwickler gegangen. Mein Glückwunsch zu dieser guten Idee! Sie haben ein Online-Spiel geschaffen, das Kinder kindgerecht an Themen wie Cybermobbing, Datenschutz und Internetsicherheit heranführt. Das ist ein gelungener Weg, um junge Menschen für solche Fragen zu gewinnen.</p>
<p>Herzlichen Dank Ihnen und Ihren Partnern für die Umsetzung dieser guten Idee!</p>
<p>Computerspiele aller Art gehören heute zum Alltag von Kindern und Jugendlichen. Bei den Spielen sind die Kleinen die Profis und den Großen – den Eltern, Erziehern und Lehrern – oft weit überlegen.</p>
<p>Diese Überlegenheit der Kinder können Pädagogen nutzen, indem sie Spiele und soziale Medien gezielt beim Lernen einsetzen. Hänschen zeigt Hans wie’s geht. Das motiviert, spornt an und vermittelt spielerisch Medienkompetenz.</p>
<p>Medienerziehung und Medienkompetenz sind entscheidend für die Zukunft. Überall auf der Welt wird gechattet und getwittert, gepostet und geliked. Junge Menschen tauschen sich über Tausende von Kilometern hinweg mit Freunden aus anderen Nationen und Kulturen aus. So wächst die Welt zusammen.</p>
<p>Anders sieht es aus, wenn eine 12-Jährige ahnungslos Freundschaftsanfragen von Fremden bestätigt, die dann dem Mädchen Chats mit eindeutig nicht jugendfreien Inhalten aufzwingen. Oder wenn das Mädchen zum Mobbingopfer wird wie in der Geschichte von „Jakob und die Cyber Mights“.</p>
<p>Hier wird die digitale Welt zur echten Gefahr für unsere Kinder. Wir müssen unsere Kinder stark machen, dass sie Gefahren in sozialen Netzwerken erkennen und richtig reagieren können. Nicht Verbote, sondern Kompetenz – das ist unser Weg.</p>
<p>Die Bewusstseinsbildung kann gar nicht früh genug beginnen. Darum haben wir in Bayern unseren Medienführerschein eingeführt. Schon in der Grundschule erwerben Kids spielerisch und altersgerecht Medienkompetenz – eine Schlüsselkompetenz im 21. Jahrhundert!</p>
<p>Inzwischen umfasst unser Medienführerschein Module für die 3. bis hin zur 7. Jahrgangsstufe. Die Angebote für die 8. und 9. Jahrgangsstufe sind gerade in Arbeit. Die Einheiten sind als flexibles Baukastensystem angelegt. Die Lehrkräfte können sich aus diesem Baukasten die Module heraussuchen, die für die jeweilige Altersgruppe und die Vorerfahrungen der Kinder und Jugendlichen am besten geeignet sind.</p>
<p>Wichtig ist mir auch das Referentennetzwerk, das wir in ganz Bayern ausgebildet haben. Expertinnen und Experten vermitteln Eltern medienpädagogisches Hintergrundwissen und geben praktische Tipps für den Erziehungsalltag. Wir schulen gezielt Eltern, damit sie mit ihren Kindern, den „digital natives“, medientechnisch mithalten können.</p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Vielen Dank allen beteiligten Partnern für Ihren Einsatz bei der Gestaltung von „Jakob und die Cyber-Mights“.</p>
<p>Ich freue mich schon darauf, wenn unsere Spiele-Profis, die Kinder, nachher das Spiel vorstellen.</p>
<p>Liebe Kinder,</p>
<p>ich freue mich, von Euch zu lernen!</p>]]></description>
<link>http://www.bayern.de/Reden-Staatskanzlei-.1362.10433402/index.htm</link>
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</item>
<item>
<title>Empfang der Landessieger von „Jugend forscht“</title>
<description><![CDATA[<p><em>Manuskriptfassung: Es gilt das gesprochene Wort.</em></p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Herzlich willkommen im Prinz-Carl-Palais! In diesem Palais haben schon bayerische Könige residiert. Und wenn die Landessieger von „Jugend forscht“ zu Gast sind, ist uns die Königsklasse gerade gut genug!</p>
<p>Liebe Schülerinnen und Schüler,</p>
<p>Sie alle haben beim größten Jugendwettbewerb Europas für Nachwuchsforscher herausragende Leistungen erzielt.</p>
<p>Zwei Hürden auf dem Weg zum Bundeswettbewerb haben Sie schon mit Bravour genommen: Sie haben die strenge Jury mit Ihrer Leistung überzeugt. Und Ihre Projekte haben sich unter den Anmeldungen von über 1.900 Jungforschern in Bayern durchgesetzt. Sie haben die Regionalwettbewerbe und den Landeswettbewerb für sich entschieden.</p>
<p>Sie sind die Besten der Besten in Bayern! Ich gratuliere Ihnen allen zu Ihrem außerordentlichen Erfolg.</p>
<p><em>„Deine Idee lässt dich nicht mehr los?“ </em>– das Motto des Wettbewerbs setzen Sie alle auf beeindruckende Weise in die Tat um.</p>
<p>Sie haben Ihr Forschungsvorhaben zielstrebig und mit großer Sorgfalt verfolgt. Dabei ist bestimmt nicht immer alles glatt gegangen. Aber Rückschläge waren Ihnen immer Anlass, noch besser zu werden. Ihre Neugierde und Ihren Ehrgeiz, Ihre Kreativität und Ihren Mut zu neuen Wegen braucht unser Land.</p>
<p>Ich appelliere an alle jungen Forscherinnen und Forscher: Gehen Sie Ihren Weg mutig und engagiert weiter!</p>
<p>Liebe Schülerinnen und Schüler,</p>
<p>zusammen mit allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Wettbewerb „Jugend forscht“ haben Sie einmal mehr den Beweis erbracht: Unsere Jugend ist zu Höchstleistungen fähig.</p>
<p>Wir brauchen junge Leute wie Sie – interessiert, wissbegierig und leistungsbereit. Denn die große Zukunftsfrage lautet: Wovon werden wir morgen leben, wenn China genauso gute Flugzeuge, Korea genauso gute Autos und Brasilien genauso gute Maschinen baut wie Bayern?</p>
<p>Die Antwort liegt in Ihren Händen und in Ihren Köpfen. Im globalen Wettbewerb ist ein rohstoffarmes Land wie Bayern auf geistige Ressourcen angewiesen. Unseren Wohlstand und den Sozialstaat können wir auf Dauer nur sichern mit bestens ausgebildeten Spitzenkräften und weltweit konkurrenzfähigen Fachleuten.</p>
<p>Es geht um Ihre Zukunft!</p>
<p>Die Menschen in Bayern sollen auch in zehn, zwanzig Jahren Gewinner der Globalisierung sein.</p>
<p>Unsere Strategie für die Zukunft heißt „Aufbruch Bayern“. Mit Innovationen schaffen wir die Arbeitsplätze von morgen.</p>
<p>„Aufbruch Bayern“, das heißt: Bildung, Wissenschaft und Forschung sind unser Ticket in die Zukunft. 33,9 Milliarden Euro geben wir im Doppelhaushalt 2013/14 für die Bildung aus. Allein in dieser Legislaturperiode schaffen wir 48.000 zusätzliche Studienplätze. Und wir ersetzen den Hochschulen komplett die Studienbeiträge.</p>
<p>Diesen Kraftakt für die Bildung schafft kein anderes Land!</p>
<p>Neue Ideen, neue Produkte, neue Arbeitsplätze –dafür suchen wir die kreativsten Köpfe in unserem Land!</p>
<p>Liebe Schülerinnen und Schüler,</p>
<p>als Landessieger von „Jugend forscht“ sind Sie Pioniere für die Zukunft. Ihr Erfolg ist das schönste Kompliment, das Sie Ihren Lehrkräften und Ihren Unterstützern machen können.</p>
<p>Mein Respekt und Dank gilt den Lehrerinnen und Lehrern. Sie unterstützen die Forscherleidenschaft der jungen Menschen – trotz zusätzlicher Aufgaben, trotz Korrekturen und Prüfungen. Ich weiß diesen Einsatz sehr zu schätzen!</p>
<p>Ich danke außerdem allen Förderern aus der bayerischen Wirtschaft.</p>
<p>Mein besonderer Dank gilt der Firma E.ON Bayern, die auch in diesem Jahr die Patenschaft für den Landeswettbewerb „Jugend forscht“ übernommen hat – damit setzt E.ON ein starkes Signal für die Förderung hoch motivierter und bestens qualifizierter junger Menschen.</p>
<p>Für dieses großartige Engagement danke ich insbesondere Ihnen, sehr geehrter Herr Barth, und Ihnen, sehr geehrte Frau Iblager, mit dem ganzen E.ON-Organisationsteam. Ihr Einsatz ist Ansporn für uns alle und vor allem für unsere Preisträger!</p>
<p>Danken möchte ich auch der Landeswettbewerbsleiterin von „Jugend forscht“, Frau Dr. Christl. Sie sind die Seele des Wettbewerbs. Vergelt’s Gott für Ihren Einsatz!</p>
<p>Liebe Schülerinnen und Schüler,</p>
<p>ich wünsche Ihnen schon jetzt für den Bundeswettbewerb in Leverkusen gute Nerven, Glück und Erfolg!</p>
<p>Sie sind wichtige Botschafter Bayerns! Ich bin mir sicher, dass Sie Bayern würdig vertreten. Wir sind stolz auf Ihre Spitzenleistungen!</p>
<p>Mit jungen Tüftlern wie Ihnen steht Bayern die Zukunft offen.</p>
<p>Ihren Erfolg wollen wir jetzt bei einem gemeinsamen Empfang feiern. Ich freue mich auf anregende Gespräche mit Ihnen.</p>]]></description>
<link>http://www.bayern.de/Reden-Staatskanzlei-.1362.10433382/index.htm</link>
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</item>
<item>
<title>Zukunftsforum „Neue Formen der Bürgerbeteiligung“ im Rahmen des Zukunftsdialogs Bayern-Sachsen zur Rolle des Staates - Abschlussstatement</title>
<description><![CDATA[<p><em>Manuskriptfassung: Es gilt das gesprochene Wort.</em></p>
<p>I. DANK FÜR DIE TEILNAHME</p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Ich sage danke für die kompetente Moderation des heutigen Zukunftsforums.</p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren aus Wissenschaft und Praxis,</p>
<p>ich sage danke für Ihre Stellungnahmen und die offenen Worte in der Diskussion.</p>
<p>Wir haben heute gehört: Neue Elemente direkter Demokratie sind eine wichtige Ergänzung für die repräsentative Demokratie. Natürlich können sie die Arbeit unserer Parlamente nicht ersetzen.<br />Die persönliche Verantwortung und die Gewissensentscheidung der Mandatsträger sind nicht an Verfahren delegierbar.</p>
<p>Doch zugleich waren wir uns heute einig: Mehr Partizipation schafft mehr Transparenz, mehr Legitimation, mehr Motivation. Darauf folgt für mich: Wir müssen die Menschen in Bayern und Sachsen noch stärker einbinden. Reden wir mit den Menschen!</p>
<p>Lieber Stanislaw,</p>
<p>wir sollten uns deshalb ein gemeinsames Ziel setzen: Sachsen und Bayern werden Vorreiter für eine neue Kultur des Dialogs und der Bürgerbeteiligung in Deutschland!</p>
<p>II. ABSCHLUSS DES DIALOGS</p>
<p>Wir werden die Ergebnisse des heutigen Tages und der anderen beiden Foren in einem Bericht zusammenfassen und dann auf einer Pressekonferenz anlässlich einer gemeinsamen Kabinettssitzung im Sommer dieses Jahres vorstellen.</p>
<p>Ich bin mir sicher: Damit können wir auch über Bayern und Sachsen hinaus unsere Demokratie stärken.</p>
<p>Ich wünsche Ihnen einen guten Nachhauseweg und sage noch einmal Vergelt’s Gott für Ihr Mitmachen!</p>]]></description>
<link>http://www.bayern.de/Reden-Staatskanzlei-.1362.10428760/index.htm</link>
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</item>
<item>
<title>Zukunftsforum „Neue Formen der Bürgerbeteiligung“ im Rahmen des Zukunftsdialogs Bayern-Sachsen zur Rolle des Staates - Eingangsstatement</title>
<description><![CDATA[<p><em>Manuskriptfassung: Es gilt das gesprochene Wort.</em></p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Ein herzliches Grüß Gott Ihnen allen hier in München!</p>
<p>Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Tillich,<br />lieber Stanislaw,</p>
<p>die bisherigen Veranstaltungen unseres Zukunftsdialogs zeigen: Sachsen und Bayern sind starke Partner mit vielen gemeinsamen Anliegen und Kompetenzen. Eine Gemeinsamkeit eint uns besonders: Im Mittelpunkt unserer Politik steht der Mensch.</p>
<p>Wir setzen auf den mündigen Bürger. Die Menschen in Bayern und Sachsen haben die Kraft zu Lösungen, zu Initiativen, zu neuen Ideen. Die Bürger sind informierter, interessierter und kompetenter denn je. Die Brücken der Politik zum Bürger müssen deshalb zugänglicher, breiter und moderner werden.</p>
<p>Dabei bietet das Internet unendlich viele Chancen für unsere Demokratie, für Transparenz, für Beteiligung, für Dialog – mit einem Wort: für eine Mitmach-Demokratie.</p>
<p>Demokratie funktioniert von unten nach oben. Dieser Satz ist das Lebenselixier einer aktiven Bürgergesellschaft gegen Blockade und Protest.</p>
<p>Wir in Bayern haben damit gute Erfahrungen gemacht: Seit 1995 zählen wir rund 1.900 Bürgerbegehren, die zu 1.300 Bürgerentscheiden führten. Die Menschen haben in hunderten Bürgerentscheiden und 14 Volksentscheiden bewiesen: Sie können und wollen direkte Demokratie und Beteiligung. Was Bürger- und Volksentscheide erreichen, kann nicht hoch genug geschätzt werden: Sie schaffen Information, Transparenz und Akzeptanz.</p>
<p>Deswegen haben wir das dritte Zukunftsforum unter das Motto „Neue Formen der Bürgerbeteiligung gestellt. Mein ganz besonderes Willkommen gilt den Experten unseres Zukunftsdialogs.</p>
<p>Ich begrüße die Vertreter der Wissenschaft:<br />Frau Professor Dr. Nanz,<br />Herr Professor Dr. Donsbach,<br />Herr Professor Dr. Gerd Strohmeier,<br />Herr Professor Dr. Uhle,<br />Herr Professor Dr. Sturm.</p>
<p>Und ich freue mich über die Anwesenheit des Präsidenten des Sächsischen Landkreistages und des Geschäftsführenden Präsidialmitglieds des Bayerischen Gemeindetags als Vertreter der kommunalen Ebene:<br />Sehr geehrter Herr Landrat Dr. Lenk,<br />sehr geehrter Herr Dr. Busse,</p>
<p>ich habe meinen beruflichen Weg in der kommunalen Familie begonnen. Deshalb weiß ich aus eigener Erfahrung: Die Kommunen sind nahe an der Praxis und nahe an der Lebenswirklichkeit. Sie stehen im ständigen und unmittelbaren Dialog mit dem Bürger. Deswegen ist uns Ihre Anwesenheit heute so wichtig.</p>
<p>Ganz herzlich begrüße ich den Moderator des heutigen Abends, Herr Richard Gutjahr.</p>
<p>Sehr geehrter Herr Gutjahr,</p>
<p>gerne erinnere ich mich an unsere Veranstaltung zum gleichen Thema in unserer Berliner Vertretung im Juli letzten Jahres. Sie haben dort äußerst kompetent moderiert. Ich darf Ihnen nunmehr die Leitung der Veranstaltung übertragen.</p>]]></description>
<link>http://www.bayern.de/Reden-Staatskanzlei-.1362.10428758/index.htm</link>
<guid>/Reden-Staatskanzlei-.1362.10428758/index.htm</guid>
</item>
<item>
<title>Kongress sehensWERT des Wertebündnis Bayern</title>
<description><![CDATA[<p><em>Manuskriptfassung: Es gilt das gesprochene Wort.</em></p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Herzlich willkommen im ICM der Messe München. Als Bayerischer Ministerpräsident und Initiator des Wertebündnis Bayern sage ich Ihnen ein herzliches Grüß Gott.</p>
<p>Erzieherinnen und Erzieher, Eltern, Lehrkräfte, Bündnispartner, Freunde und Förderer des Wertebündnis Bayern – Sie alle sind aus ganz Bayern zu diesem Kongress gekommen. Insgesamt rund 1.500 Gäste – das ist echt „sehensWERT“! Da geht mir das Herz auf!</p>
<p>Besonders freue ich mich über die vielen jungen Menschen. Schön, dass Ihr da seid!</p>
<p>Und ein riesiges Kompliment an die Blue Dolphins! Eure Musik reißt richtig mit!</p>
<p>Ihr und die Rolli-Gang habt Musik im Blut. Ihr musiziert gemeinsam, junge Menschen mit und ohne Behinderung. Das ist spitze!</p>
<p>Meine sehr geehrten Damen und Herren,<br />liebe Freunde des Wertebündnis Bayern,</p>
<p>Sie alle zeigen: Werte und Wertebildung liegen Ihnen am Herzen. Sie zeigen, was Bayern menschlich und erfolgreich macht: Vom „Ich“ zum „Wir“. Sinnvolles Leben ist soziales Leben. Kein eigenes Glück ohne das Glück des anderen. Das ist bayerisches Lebensgefühl und dafür stehen Sie alle.</p>
<p>Der frühere Verfassungsrichter Ernst-Wolfgang Böckenförde hat gesagt:</p>
<p><em>„Der freiheitliche, säkularisierte Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann. Das ist das große Wagnis, das er, um der Freiheit willen, eingegangen ist.“ </em>(In: Staat, Gesellschaft, Freiheit. 1976, S. 60.)</p>
<p>Unser freiheitliches Gemeinwesen ist auf den aktiven und mitverantwortlichen Bürger angewiesen. Nicht Staatsideologie, nicht Staatsreligion, nicht ein Politbüro, sondern nur die moralische Substanz des Einzelnen und der Gesellschaft können Fundamente eines freiheitlichen Gemeinwesens sein. Und in jeder Generation müssen diese Werte aufs Neue mit Leben erfüllt werden. Genau dafür steht das Wertebündnis Bayern.</p>
<p>Schon in meiner ersten Regierungserklärung habe ich ein Bündnis für Werte angekündigt. Vor drei Jahren haben wir das Wertebündnis Bayern aus der Taufe gehoben. Gemeinsam stark für Kinder, Jugendliche und jungen Erwachsene!</p>
<p>Heute können wir nicht ohne Stolz sagen: Das Wertebündnis Bayern ist ein echtes Erfolgsmodell. Einmalig in Deutschland!</p>
<p>Einhundert Organisationen, Institutionen, Verbände, Vereine und Stiftungen setzen sich dafür ein, dass Werte aktiv gelebt und erlebt werden können.</p>
<p>Ich sage danke: Sie alle stehen für den großartigen Zusammenhalt in unserem Land.</p>
<p>Das Wertebündnis Bayern lebt durch Sie! Sie regen junge Menschen an zum Nachdenken, zum Diskutieren und vor allem zum Handeln – ob in Veranstaltungen wie heute oder in gemeinsamen Projekten.</p>
<p>Sie leisten echte bayerische Wertarbeit!</p>
<p>Sie bringen Herzblut, Leidenschaft, Gemeinschaftsgeist ein. Sie tauschen sich aus, Sie arbeiten miteinander, Sie lernen voneinander. Ich danke Ihnen, den Partnern im Wertebündnis Bayern. Respekt und Anerkennung! Vergelt‘s Gott für Ihr großartiges Engagement!</p>
<p>Ich danke auch allen Sponsoren der Wertebündnisprojekte und natürlich den Sponsoren für den Wertekongress. Herzlichen Dank!</p>
<p>Mein besonderer Dank gilt der Jugend. Für eine wertvolle Gesellschaft brauchen wir Euren Einsatz. Auf Euch kommt es an!</p>
<p>Bringt Euch weiterhin ein, mit Euren Ideen, Euren Visionen, Eurer Begeisterung. Sagt Eure Meinung! Macht Euch stark für die Werte, die Euch wichtig sind. Und verteidigt unsere Demokratie! Es geht um Eure Zukunft!</p>
<p>Ich lade Sie herzlich ein: Lernen Sie das Wertebündnis Bayern näher kennen. Lassen Sie sich von der Begeisterung der Bündnispartner anstecken! Gemeinsam sind wir stärker!</p>]]></description>
<link>http://www.bayern.de/Reden-Staatskanzlei-.1362.10426347/index.htm</link>
<guid>/Reden-Staatskanzlei-.1362.10426347/index.htm</guid>
</item>
<item>
<title>Tischrede des Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer anlässlich des Besuchs von Premierminister Petr Nečas</title>
<description><![CDATA[<p><em>Manuskriptfassung: Es gilt das gesprochene Wort.</em></p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Ich heiße Sie herzlich bei uns in Bayern willkommen.</p>
<p>Wir freuen uns über Ihren Besuch in Bayern – das ist ein historischer Schritt für unsere Zusammenarbeit und Freundschaft.</p>
<p>Ich freue mich persönlich sehr über Ihr Kommen. Bei unserer ersten Begegnung vor zwei Jahren bin ich in Ihrer Heimat mit sehr viel Herzlichkeit empfangen worden.</p>
<p>Gemeinsam haben wir auf höchster politischer Ebene ein neues Kapitel der guten Nachbarschaft aufgeschlagen – zum Wohle für die Menschen in Bayern und Tschechien.</p>
<p>Im Rückblick auf die letzten Jahre zeigt sich für uns alle die historische Dimension unserer bisherigen Begegnungen. Ich bin sehr froh und dankbar für diesen Besuch.</p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Bayern und Tschechen sind Nachbarn und Freunde im Herzen Europas.</p>
<p>Ich sage das im vollen Bewusstsein, dass unsere über 1000 Jahre alten Beziehungen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts durch die Verbrechen des Nationalsozialismus einen tiefen Bruch erlitten haben. Besatzung, Verfolgung, Ermordung, Konzentrationslager, Zwangsarbeit – es war eine Schreckensherrschaft, die Tschechen und Slowaken zu erleiden hatten. Der Holocaust an den Juden ist ein unvergleichliches Verbrechen der Menschheitsgeschichte. Dem tschechischen Volk wurden durch Deutsche Leid und Unrecht angetan, das ich nur zutiefst bedauern kann.</p>
<p>Die Ereignisse von damals haben über Jahrzehnte hinweg tiefe Gräben und Wunden zwischen unseren Ländern und den Menschen gerissen.</p>
<p>Durch die nach dem Kriegsende erfolgte Vertreibung aus der damaligen Tschechoslowakei, die Enteignung und Ausbürgerung unschuldiger Menschen wurde den Sudetendeutschen viel Leid und Unrecht zugefügt.</p>
<p>Als Schirmherr der Sudetendeutschen, aber auch persönlich kenne ich aus vielen Gesprächen und Begegnungen das harte Schicksal vieler Menschen, die vertrieben worden sind. Ich kann ihre Gefühle gut nachempfinden.</p>
<p>Die Deutsch-Tschechische Erklärung erinnert an dieses Leid und Unrecht, das jeweils Tschechen von deutscher Seite und Deutschen von tschechischer Seite angetan wurde. Und auch wenn zum Teil noch unterschiedliche Rechtsauffassungen bestehen, gehen unsere Völker in Freundschaft und Partnerschaft in die Zukunft.</p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Heute sitzen an dieser festlichen Tafel viele Tschechen und Deutsche zusammen, denen die bayerisch-tschechischen Beziehungen ein Herzensanliegen sind, auch viele Sudetendeutsche, die nach dem Zweiten Weltkrieg bei uns eine neue Heimat gefunden haben. Gemeinsam mit vielen anderen haben sie wesentlich zum Aufbau des Freistaats beigetragen.</p>
<p>Gerade auch als Schirmherr der Sudetendeutschen freue ich mich, dass wir heute gemeinsam und im konstruktiven Dialog an dieser großen Tafel hier im Antiquarium sitzen.</p>
<p>Wir haben in der jüngsten Vergangenheit viele Streitpunkte aus dem Weg räumen können, die jahrzehntelang zwischen uns gestanden sind – denken wir nur an den Egerer Stadtwald bei Neualbenreuth! So sieht gute Nachbarschaft aus.</p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Wir sehen auch, dass sich in Tschechien viele Menschen der Geschichte um 1945 und davor zuwenden und damit dem Zusammenleben mit den Sudetendeutschen. Bücher, Filme, Ausstellungen und Museen erhellen die Geschichte, Vorurteile schwinden. Aus dem Verstehen wächst die Kraft zur Versöhnung.</p>
<p>Die Menschen in Böhmen und Ostbayern leben das jeden Tag vor. Tschechen und Bayern begegnen sich – in der Arbeit, im Urlaub, beim Sport. Unternehmen aus Ostbayern und Tschechien arbeiten eng zusammen. Wissenschaftler und Forscher sind bestens vernetzt.</p>
<p>Besonders unsere jungen Menschen haben das Miteinander in Freundschaft längst verinnerlicht. In Bayern lernen immer mehr Schüler Tschechisch. Die Jugendlichen freunden sich beim Schüleraustausch an und stellen gemeinsame Projekte auf die Beine.</p>
<p>Diese Bereitschaft der jungen Generation zu Dialog und Austausch macht Mut und spornt an! Offenheit und Neugierde auf den Nachbarn sind die besten Voraussetzungen für eine gute gemeinsame Zukunft.</p>
<p>In zwei Jahren ist Pilsen Kulturhauptstadt Europas. Ich habe mir sagen lassen, dass die Menschen in Böhmen und Ostbayern schon heute gemeinsam für diesen kulturellen Höhepunkt arbeiten.</p>
<p>So sieht gelebte bayerisch-tschechische Freundschaft aus! Hier wächst Europa von unten nach oben.</p>
<p>Das ist ein Vorbild für ganz Europa.</p>
<p>Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,</p>
<p>Ihr Besuch ist ein historisches Ereignis in der bayerisch-tschechischen Geschichte. Wir heißen Sie als Ministerpräsident der Tschechischen Republik offiziell bei uns in Bayern willkommen. Und zum ersten Mal überhaupt in der Geschichte werden Sie morgen als Tschechischer Ministerpräsident im Bayerischen Landtag zu den Abgeordneten sprechen.</p>
<p>Diese vertrauensvolle Zusammenarbeit und die vielfältigen freundschaftlichen Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern sind der schönste Beweis für das gemeinsame Europa als Friedenswerk und Wertegemeinschaft.</p>
<p>Gemeinsam schaffen wir Zukunft durch Zusammenarbeit.</p>
<p>Gemeinsam sind wir starke Partner in und für Europa.</p>
<p>Lassen Sie uns zusammenwirken für ein noch engeres Miteinander unserer beiden Völker.</p>
<p>Lassen Sie uns das Glas erheben</p>
<ul>
<li>auf Ihr Wohl,</li>
<li>auf eine gute Zusammenarbeit zwischen Tschechien und Bayern und</li>
<li>auf eine gute Zukunft unserer beiden Völker in Europa!</li>
</ul>]]></description>
<link>http://www.bayern.de/Reden-Staatskanzlei-.1362.10420741/index.htm</link>
<guid>/Reden-Staatskanzlei-.1362.10420741/index.htm</guid>
</item>
<item>
<title>Bürgerempfang zu Ehren des Herrn Bundespräsidenten Joachim Gauck und Frau Daniela Schadt </title>
<description><![CDATA[
<p>
<em> </em>
</p>
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<p>Manuskriptfassung: Es gilt das gesprochene Wort.</p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Ich freue mich sehr, das Staatsoberhaupt der Bundesrepublik Deutschland heute Abend in Regensburg zu begrüßen.</p>
<p>Sehr geehrter Herr Bundespräsident Gauck,
<br />sehr verehrte Frau Schadt,
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<p>im Namen der Bürgerinnen und Bürger heiße ich Sie herzlich willkommen im Alten Rathaus von Regensburg!</p>
<p>Für Ihren Antrittsbesuch haben Sie das Herz der Oberpfalz ausgewählt. Das ist eine besondere Ehre für die Oberpfälzer. Regensburg ist ein würdiger Abschluss Ihrer Reise. Wie keine zweite Stadt vereint Regensburg bayerische Identität, deutsche Geschichte und europäische Wurzeln.</p>
<p>Römerkastell, bajuwarischer Herzogssitz, Stadt der Fürsten, Kaiser und Bischöfe: In Regensburg schlägt das Herz von Bayern, Deutschland und Europa.</p>
<p>Hier im Historischen Reichssaal hat der Immerwährende Reichstag vor 350 Jahren ein Fundament für den deutschen Föderalismus gelegt. Einheit in Vielfalt – zu diesem Prinzip bekennen wir uns noch heute mit Stolz.</p>
<p>Seit Jahrhunderten prägen Politik, Geschichte und Kultur diese Stadt. Nicht umsonst gehört die Regensburger Altstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Keine andere Stadt ist geeigneter für unser zukünftiges Museum der Bayerischen Geschichte. Regensburg ist ein Juwel.</p>
<p>Der wahre Reichtum von Regensburg und Bayern liegt aber nicht in der Vergangenheit. Unser größter Schatz sind die vielen ehrenamtlich aktiven Bürgerinnen und Bürger unserer Heimat.</p>
<p>Meine sehr geehrten Damen und Herren,</p>
<p>aus der Stadt, dem Umland und der Oberpfalz sind Sie heute zu diesem Bürgerempfang gekommen. Ihnen allen ein herzliches „Grüß Gott“!</p>
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<em>„Freiheit der Erwachsenen hat einen Namen. Sie heißt Verantwortung.“</em> [Rede von Joachim Gauck am 13.02.2012]
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<p>Mit diesem Satz haben Sie, sehr verehrter Herr Bundespräsident, zum Ausdruck gebracht: Unsere Gesellschaft braucht Engagement aus freien Stücken, Bereitschaft zu Verantwortung und gelebte Solidarität.</p>
<p>Menschen, die freiwillig, verantwortungsfreudig und solidarisch handeln, sind das Herz einer lebendigen Bürgergesellschaft. Sie sind für unser Miteinander wichtiger als jede Verordnung von oben und jede staatliche Maßnahme. Das gilt für Bayern und Deutschland genauso wie für Europa.</p>
<p>Als Bayerischer Ministerpräsident sage ich mit Stolz: Bayern ist Ehrenamtsland!</p>
<p>Mehr als ein Drittel der Menschen bei uns sind freiwillig engagiert.</p>
<p>Und gerade Sie hier in Regensburg sind dafür das beste Beispiel!</p>
<p>Sie alle setzen sich ein – für Ihre Mitmenschen und für Ihre Heimat.</p>
<p>Sie kümmern sich um diejenigen, die Hilfe brauchen. Alten, Schwachen und Kranken geben Sie Trost und Rat.</p>
<p>Sie gestalten das Leben in Ihren Kirchengemeinden mit – ob im Pfarrgemeinderat, im Chor oder in der Jugendarbeit. Sie sind aktiv im Verein, in der Kommune und in der Freiwilligen-Initiative.</p>
<p>In Ihrer Freizeit, nach Feierabend und auch am Wochenende sind Sie für die Gemeinschaft da - mit Herzblut und Leidenschaft. Dieser Einsatz ist großartig.</p>
<p>Mitmenschlichkeit, Engagement und Nächstenliebe – diese Werte leben Sie vor. Sie machen deutlich: Es kommt nicht nur auf das eigene Glück an im Leben. Sinnvolles Leben ist immer soziales Leben.</p>
<p>Dafür sage ich Ihnen im Namen der Bayerischen Staatsregierung und ganz persönlich ein herzliches Vergelt's Gott! Respekt und Anerkennung für Ihre Leistung!</p>
<p>Sie alle sind Vorbilder für eine lebendige Demokratie. Sie alle zeigen, wie viel jeder Einzelne beitragen kann, wie viel Positives jeder Einzelne leisten kann. Ihr Vorbild ermutigt zum Handeln.</p>
<p>Erich Kästner hat einmal gesagt:</p>
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<em>„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“</em>
</p>
<p>Ich darf Sie bitten: Seien Sie weiterhin so kraftvoll für unsere Heimat aktiv! Geben Sie Impulse – und tun Sie weiterhin Gutes!</p>
<p>Ich freue mich sehr auf die Begegnung mit Ihnen allen!</p>]]></description>
<link>http://www.bayern.de/Reden-Staatskanzlei-.1362.10420440/index.htm</link>
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