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Bayerns Wirtschaftsminister Pschierer stellt Industriebericht Bayern 2018 vor

30. Juli 2018

MÜNCHEN   Bayerns Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer legt den jährlichen Industriebericht Bayern vor: „Die bayerische Industrie ist ein verlässlicher Impulsgeber für die bayerische Wirtschaft. 2017 wurden im bayerischen Verarbeitenden Gewerbe wieder hervorragende Werte erreicht. Die knapp 1,3 Millionen Beschäftigten erzielten einen Umsatz von 370 Milliarden Euro. Der Anteil der Industrie an der wirtschaftlichen Leistung in Bayern hat sich seit dem Jahr 2000 nochmals um 2,5 Prozentpunkte auf jetzt 27,2 Prozent gesteigert. Davon profitieren auch viele Dienstleister in deren Umfeld.“

 

Während die Beschäftigung von hohem Niveau aus um 1,7 Prozent weiter zunahm, konnte beim Umsatz sogar ein Wachstum von 5,7 Prozent erzielt werden. Pschierer: „Das Verarbeitende Gewerbe ist traditionell stark in ländlichen Räumen und sichert dort durch hohe Wertschöpfung attraktive Arbeitsplätze. Mit 126 Beschäftigten im Verarbeitenden Gewerbe je 1.000 Einwohner hat die Oberpfalz den höchsten Industriebesatz. Spitzenreiter beim Umsatz ist Unterfranken mit einer Zunahme von 10,7 Prozent gefolgt von Niederbayern mit 7,8 Prozent. Bei den Beschäftigten konnte Schwaben den stärksten Zuwachs verzeichnen mit 2,7 Prozent.“

Regierungs-bezirk

Veränderung Umsatz

Exportquote 2017

Veränderung der Beschäftigung

Industrie-besatz 20171)

2016/ 2017

2016/ 2017

Oberbayern

 5,7 %

57,7 %

1,6 %

78

Niederbayern

 7,8 %

55,4 %

0,9 %

108

Oberpfalz

 5,4 %

56,9 %

1,8 %

126

Oberfranken

 3,0 %

49,8 %

2,0 %

114

Mittelfranken

 1,5 %

50,3 %

0,9 %

109

Unterfranken

10,7 %

44,9 %

1,7 %

105

Schwaben

 6,3 %

44,7 %

2,7 %

112

Bayern

 5,7 %

53,2 %

1,7 %

100

Deutschland

 5,7 %

48,2 %

1,7 %

76

In 2017 legte der Auslandsumsatz mit einem Plus von 7,4 Prozent besonders deutlich zu. Die Exportquote konnte dadurch auf über 53 Prozent gesteigert werden. Daher ist es wichtig, dass die Unsicherheiten weltweit nicht zunehmen. Pschierer: „Ich bin ein Verfechter des regelbasierten, freien Handels zu fairen Bedingungen. Deshalb begrüße ich, dass wir vorankommen mit Partnern wie Japan und dass wir mit den USA eine erste Verständigung erreichen konnten. Der wechselseitige Verzicht auf zusätzliche Zölle könnte großen volkswirtschaftlichen Schaden für unsere bayerischen Autobauer abwenden. Jetzt gilt es, dies zügig in eine verlässliche Vereinbarung umzusetzen. Der Vergleich mit früheren Jahrzehnten sollte uns alle überzeugen, wie groß die Vorteile für Europa aus dem freien Warenhandel sind.“

 

Zudem müssten, so der Minister, die Rahmenbedingungen so gestaltet werden, dass die Industrie wettbewerbsfähig bleibe. Hier sei die Bundesregierung gefordert. Neben bezahlbaren Energiepreisen und Lohnzusatzkosten sowie flexiblen Arbeitsmärkten müsse hier ein Hauptaugenmerk auf der Steuerpolitik liegen. Pschierer: „Deutschland entwickelt sich immer mehr zum Hochsteuerland und riskiert so seine internationale Wettbewerbsfähigkeit. Deshalb brauchen dringend eine Senkung der Unternehmenssteuerbelastung auf ein international übliches Niveau. Bayern hat daher einen Entschließungsantrag zur steuerlichen Entlastung der deutschen Wirtschaft in den Bundesrat eingebracht. Ziel ist eine Senkung der Unternehmenssteuerbelastung um rund vier Prozentpunkte durch teilweise Anrechnung der Gewerbesteuer bei der Körperschaftsteuer und Einbeziehung kleiner Kapitalgesellschaften in die erste Stufe zum Abbau des Solidaritätszuschlags.“ Genauso wichtig, so der Minister, sei die Umsetzung der bereits vereinbarten steuerlichen Forschungsförderung. „Gleichzeitig setzt der Freistaat in seiner Verantwortung bereits wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen. Mit dem Masterplan Bayern Digital II, dem Automobilpakt, dem Mobilfunkpakt, unseren Initiativen zu Gründern und Fachkräften stellen wir uns den Herausforderungen und schaffen beste Voraussetzungen für unsere innovative Industrie“, betont Pschierer.

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Pressemitteilung auf der Seite des Herausgebers



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