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Pressemitteilungen

Bericht aus der Kabinettssitzung:

5. Juni 2013

1. Bayerisches Kabinett beschließt 150-Millionen-Euro-Sofortpaket für Hochwasseropfer / Ministerpräsident Seehofer und Wirtschaftsminister Zeil: „Wir helfen den Hochwasseropfern schnell, unbürokratisch, kraftvoll – denn schnelle Hilfe ist die wirksamste Hilfe / Großer Dank an die unermüdlichen Helfer / Wir sind stolz auf ungeheure Solidarität und Zusammenhalt der Bevölkerung in Zeiten der Not“

2. Hochwasserhilfen / Finanzminister Söder: „Staatsregierung wird überall dort helfen, wo Hilfe gebraucht wird / 1.500 Euro Sofortgeld für jeden betroffenen Haushalt und Kleingewerbe - Auszahlung kann noch in dieser Woche beginnen / Bewährte Hilfsprogramme starten mit Volumen von 150 Millionen Euro - Mittel sind nicht gedeckelt“

3. Umweltminister Huber informiert Kabinett und dankt tausenden Helfern für Hochwassereinsatz / Bayern wird weiter kraftvoll in Hochwasserschutz investieren und 2,3 Milliarden Euro Hochwasserschutz-Aktionsprogramm noch beschleunigen

4. Innenminister Herrmann: „Bayernweit kämpfen mehr als 20.000 Helfer gegen das Hochwasser“

5. Hochwasserhilfen für betroffene Unternehmen / Wirtschaftsminister Zeil: „Wir lassen unsere bayerische Wirtschaft nicht im Stich und helfen schnell und unbürokratisch“

 

1. Bayerisches Kabinett beschließt 150-Millionen-Euro-Sofortpaket für Hochwasseropfer / Ministerpräsident Seehofer und Wirtschaftsminister Zeil: „Wir helfen den Hochwasseropfern schnell, unbürokratisch, kraftvoll – denn schnelle Hilfe ist die wirksamste Hilfe / Großer Dank an die unermüdlichen Helfer / Wir sind stolz auf ungeheure Solidarität und Zusammenhalt der Bevölkerung in Zeiten der Not“

„Bayern wird den Hochwasserbetroffenen schnell, kraftvoll, punktgenau und unbürokratisch helfen“, sicherten Ministerpräsident Horst Seehofer und Wirtschaftsminister Martin Zeil nach der heutigen Kabinettssitzung zu. Die Bayerische Staatsregierung hat dazu ein Sofort-Paket für die Hochwasseropfer im Gesamtvolumen von 150 Millionen Euro beschlossen. Seehofer und Zeil: „Wir erleben derzeit in Bayern ein Jahrhunderthochwasser mit ungeheuerlichem Ausmaß. In weiten Teilen der betroffenen Regionen musste der Katastrophenfall festgestellt werden. An den Brennpunkten des Hochwassergeschehens herrschen zum Teil katastrophale Zustände. Viele Menschen mussten ihre Häuser und Wohnungen vorübergehend verlassen. Unser Mitgefühl gilt den Menschen, die verletzt wurden, deren Zuhause unter Wasser steht und deren Existenz bedroht ist. Wir helfen den Hochwasseropfern schnell, unbürokratisch, kraftvoll – denn schnelle Hilfe ist die wirksamste Hilfe. Unser Sofort-Paket startet mit einem Gesamtvolumen von 150 Millionen Euro und hat einen ‚atmenden Deckel‘. Sollte zur Bewältigung der Schäden mehr Hilfe mit staatlichen Mitteln erforderlich sein, soll wirksame Hilfe nicht am Geld scheitern.“ Seehofer und Zeil zeigten sich tief beeindruckt von dem unermüdlichen Einsatz und der hohen Professionalität der Helfer: „Unser großer Dank gilt vor allem den vielen Helfern, die rund um die Uhr bis zur Erschöpfung im Einsatz waren und noch immer sind und bei den Einsätzen auf aufgeweichten Dämmen und in den Booten Leib und Leben riskieren. Wir sind stolz auf die ungeheure Solidarität und den Zusammenhalt der Bevölkerung in Zeiten der Not.“

Seehofer und Zeil erklärten, sie seien froh darüber, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel auch von Seiten der Bundesregierung schnelle Hilfen zugesagt habe: „Es ist sehr erfreulich, dass sich auch die Bundesregierung wie bei den vergangenen Hochwassern hälftig an den bayerischen Soforthilfen beteiligen will.“

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2. Hochwasserhilfen / Finanzminister Söder: „Staatsregierung wird überall dort helfen, wo Hilfe gebraucht wird / 1.500 Euro Sofortgeld für jeden betroffenen Haushalt und Kleingewerbe; Auszahlung kann noch in dieser Woche beginnen / Bewährte Hilfsprogramme starten mit Volumen von 150 Millionen Euro; Mittel sind nicht gedeckelt“

Finanzminister Markus Söder wird die Finanzhilfen des Freistaats für Hochwassergeschädigte zentral koordinieren und dazu in Regionalkonferenzen für Oberbayern und Schwaben in Rosenheim, für Niederbayern und die Oberpfalz in Regen bereits heute und morgen früh für Oberfranken, Unterfranken und Mittelfranken in Nürnberg mit den Entscheidungsträgern aus Städten, Landkreisen und Bezirksregierungen den Start der Hilfsprogramme vorbereiten. Söder: „Soforthilfe heißt in Bayern sofort. Noch in dieser Woche kann mit der Auszahlung von 1.500 Euro Sofortgeld für die betroffenen Haushalte und Kleingewerbe begonnen werden. Das Geld ist zur Wiederbeschaffung von lebensnotwendigem Hausrat und unverzichtbarem Geschäftsbedarf vorgesehen. Die Bürger können sich in der Not auf den Freistaat verlassen.“

Als weitere Hilfemaßnahmen seien die aus früheren Aktionen bewährten Soforthilfen für „Haushalt/Hausrat“ vorgesehen. Damit könnten Privathaushalte bei nichtversicherbaren Schäden von mindestens 5.000 Euro für Ersatzbeschaffungen eine Soforthilfe von 500 Euro pro Person, mindestens aber 1.000 und höchstens 2.500 Euro pro Haushalt bekommen.

Für von Ölschäden betroffene Wohngebäude gebe es darüber hinaus ein weiteres Sofortprogramm, das bei einem nichtversicherbaren Mindestschaden von 10.000 Euro einen Zuschuss von 25 Prozent des Gesamtschadens, höchstens aber 5.000 Euro ermögliche.

Sei es durch das Hochwasser zu einer existentiellen Notlage gekommen, könnten geschädigte Privathaushalte, Gewerbebetriebe, selbstständig Tätige sowie Land- und Forstwirte Leistungen aus dem „Härtefonds“ erhalten. Söder: „Privathaushalten und Unternehmern, denen die finanziellen Mittel fehlen, die Schäden aus eigener Kraft zu beheben, können Zuschüsse geleistet werden, die zur Wiederbeschaffung von lebensnotwendigem Hausrat oder von zur Weiterführung des Betriebs unbedingt erforderlichem Betriebsvermögen einzusetzen sind“.

Für Gewerbetreibende, Freie Berufe, Land- und Forstwirte sowie für geschädigte Infrastruktur in den Gemeinden gebe es eigene, weitergehende Hilfsprogramme, so der Finanzminister weiter .

Geschädigte erhielten auch bei der Steuer umfangreiche Unterstützung. So werden Stundungsanträge und Anpassungen Einkommensteuervorauszahlungen erleichtert genehmigt. Sind unmittelbar durch das Unwetter Buchführungsunterlagen und sonstige Aufzeichnungen vernichtet worden oder verloren gegangen, so werden hieraus steuerlich keine nachteiligen Folgerungen gezogen.

Auch im Hochwasserschutz ergreift Bayern umfangreiche Maßnahmen. Das Aktionsprogramm 2020 wird weiter fortgeführt und ausgebaut.

„Wir können helfen, wo Hilfe gebraucht wird. Keiner muss sich Sorgen machen“, stellte Söder fest.

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3. Umweltminister Huber informiert Kabinett und dankt tausenden Helfern für Hochwassereinsatz / Bayern wird weiter kraftvoll in Hochwasserschutz investieren und 2,3 Milliarden Euro Hochwasserschutz-Aktionsprogramm noch beschleunigen

Umweltminister Dr. Marcel Huber informierte das Kabinett heute über den aktuellen Stand der Hochwassersituation: „Insgesamt haben wir ein absolut ungewöhnliches Geschehen. Das Hochwasser hat die extremen Werte von 1999, 2002 und 2005 sogar noch übertroffen. Die Regenmengen waren teilweise doppelt so hoch wie 2005 und machten mehr als ein Drittel des Jahresniederschlages aus.“ Insbesondere in den Regionen Passau, Regensburg, Deggendorf und Rosenheim kam es daraufhin zu massiven Hochwasserlagen, die den Einsatz von Hilfskräften und Soldaten der Bundeswehr erforderlich machten. Huber: „Mein großer Dank gilt den tausenden ehrenamtlichen und hauptberuflichen Rettern sowie den unzähligen freiwilligen Helfern, welche die Bevölkerung nach Kräften vor Schäden schützen - bis hin zur absoluten Erschöpfung. Ihrem Engagement ist es zu verdanken, dass die Dämme großteils verteidigt werden konnten. Bayern hält in diesen schweren Stunden fest zusammen. Diese Solidarität hat mich bei meinen Besuchen vor Ort sehr beeindruckt.“ An manchen Brennpunkten hat sich die Lage inzwischen stabilisiert, aber vor allem an der Donau unterhalb Regensburg ist die Situation noch kritisch. Insbesondere die Bürgerinnen und Bürger von Deggendorf, Straubing und Niederalteich sind aktuell schwer betroffen. In Passau, Rosenheim, Freilassing und Regensburg hat das Hochwasser bereits große Schäden hinterlassen. Deshalb wurde vom Kabinett heute schnelle und unbürokratische Hilfe für existenziell bedrohte Bürger beschlossen. Huber betonte auch, dass die in Bayern bereits ergriffenen Maßnahmen deutlich schlimmere Folgen des Hochwassers verhindert hätten: „Bereits im Jahr 2001 hat der Freistaat das Hochwasserschutz-Aktionsprogramm 2020 in Höhe von 2,3 Milliarden Euro aufgelegt. Mit den Hochwasserschutzmaßnahmen an der Donau wird Bayern insgesamt knapp 3 Milliarden Euro investieren. 1,6 Milliarden Euro davon wurden bereits investiert. So verhinderte etwa der ertüchtigte Sylvensteinspeicher, dass München bis zu einen Meter unter Wasser steht. Wir werden weiterhin mit großem Einsatz den Hochwasserschutz vorantreiben und so zügig wie möglich vervollständigen.“ Im Mittelpunkt stehen die drei Handlungsfelder natürlicher Rückhalt, technischer Hochwasserschutz und Hochwasservorsorge. Im Bereich des natürlichen Hochwasserschutzes wurden von 2001 bis 2010 bayernweit beispielsweise rund 764 Kilometer Gewässer mit 1883 Hektar Uferfläche renaturiert sowie über 230 Hektar Aue aufgeforstet. Zusätzlich wurden insgesamt 55 Kilometer Deiche zurückverlegt und 24 Millionen Kubikmeter Retentionsraum aktiviert. Außerdem wurden im gleichen Zeitraum 420 Kilometer Deiche saniert. Aufgrund der anhaltenden Regenfälle in ganz Bayern hat das Bayerische Umweltministerium bereits frühzeitig einen „Arbeitsstab Hochwasser“ eingerichtet und laufend die aktuellen Wetterprognosen und die Entwicklungen an den Gewässern verfolgt.

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4. Innenminister Herrmann: „Bayernweit kämpfen mehr als 20.000 Helfer gegen das Hochwasser“

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann zog eine erste Bilanz der Hochwasserkatastrophe und berichtete dem Ministerrat, dass im Verlauf der Hochwasserbekämpfung insgesamt 20 Kreisverwaltungsbehörden den Katastrophenfall feststellen mussten. Derzeit sei der Katastrophenfall noch in 14 Landkreisen oder kreisfreien Städten angeordnet. In diesen 20 Katastrophengebieten seien insgesamt rund 13.500 Helfer im Kampf gegen die Fluten im Einsatz, davon rund 7.300 von der Feuerwehr und rund 2.200 von den Hilfsorganisationen. Die Bayerische Polizei stellt rund 1.000 Kräfte für die Einsatzgebiete ab, rund 950 Helfer sind vom Technischen Hilfswerk dabei. Die Bundeswehr unterstützt die Rettungs- und Hilfsorganisationen mit rund 1.350 Soldaten, rund 600 stehen in den Einsatzgebieten als Reserve bereit, weitere 550 stehen in Rufbereitschaft. Auch die Bundespolizei unterstützt mit mehr als 150 Beamten. Herrmann: „Bayernweit gehen wir von mehr als 20.000 Einsatzkräften im Kampf gegen das Hochwasser aus.“ In zahlreichen Orten seien Evakuierungsmaßnahmen erfolgt, rund 12.600 Personen mussten zumindest vorübergehend ihre Wohnungen verlassen. Innenminister Herrmann dankte allen Kräften für ihre unermüdliche und teilweise mehrere Tage andauernde, überaus professionelle Hilfe: „So ein Einsatz geht an die Grenzen des Zumutbaren. Gerade die ehrenamtlichen Helfer haben großen Respekt und besondere Anerkennung verdient. Bayern kann stolz auf diese Menschen sein.“

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5. Hochwasserhilfen für betroffene Unternehmen / Wirtschaftsminister Zeil: „Wir lassen unsere bayerische Wirtschaft nicht im Stich und helfen schnell und unbürokratisch“

Die Staatsregierung sichert den bayerischen Unternehmen in dieser schwierigen Ausnahmesituation schnelle und unbürokratische Hilfe zu. Dafür ziehen alle an einem Strang. Bayerns Wirtschaftsminister Zeil: „Wir lassen unsere bayerische Wirtschaft nicht im Stich. Darum stellen wir finanzielle Hilfen für Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit bis zu 500 Mitarbeitern und für die Freien Berufe bereit.“ Gefördert werden Aufwendungen für nicht versicherbare Schäden. Die Förderhöhe beträgt 50 Prozent der zuwendungsfähigen Aufwendungen, maximal 100.000 Euro. Zusätzlich gibt es besondere Härtefallregelungen, wenn die unternehmerische Existenz bedroht ist. Die bayerischen Landratsämter übernehmen die Aufgabe der Bewilligungs- und Abwicklungsstellen. „So stellen wir sicher, dass die Hilfe schnell und unbürokratisch zu den Unternehmen kommt“, unterstrich Zeil und fügte hinzu: „Mir ist es besonders wichtig, dass sich die betroffenen Unternehmen ortsnah informieren können. Sie müssen schnell und aus erster Hand wissen, welche Hilfsmöglichkeiten bestehen.“ Deshalb haben die Regierungen von Niederbayern, Oberpfalz und Oberbayern zentrale Ansprechpartner benannt. Auch die Kammern der gewerblichen Wirtschaft sowie der DEHOGA Bayern unterstützen die Unternehmen vor Ort tatkräftig, stellen Sachverständige für die Schadenbegutachtung zur Verfügung oder vermitteln bei Bedarf Ausweich-Betriebsräume. Zeil betonte: „Wir ziehen alle an einem Strang, damit sich die Folgeschäden dieser Katastrophe in Grenzen halten.“

Der Minister sicherte auch zu, dass die beschädigte Verkehrsinfrastruktur in den besonders betroffenen Hochwassergebieten so schnell wie möglich wieder aufgebaut und funktionstüchtig gemacht wird. „Das wird Top-Priorität haben. Die Bürger in diesen Regionen müssen entlastet werden, wo es nur geht“, erklärte Zeil. Während der Luftverkehr in Bayern mit Ausnahme kleinerer Landeplätze in den Hochwasserregionen regulär stattfindet, geht auf den Wasserstraßen an Main und Donau sowie am Main-Donau-Kanal seit Sonntag nichts mehr voran. Im Bahnbereich ist derzeit nicht nur der Betrieb in vielen Hochwassergebieten beeinträchtigt, sondern durch Unterspülungen und Murenabgängen auch die Infrastruktur in Mitleidenschaft gezogen. Vor allem voralpine Strecken im südostbayerischen Raum und Strecken in Donau- und Innnähe sind betroffen. Der genaue Umfang des Schadens wird allerdings erst nach Ende des Hochwassers feststellbar sein. Auch der internationale Verkehr nach Österreich kann derzeit nicht reibungslos abgewickelt werden. Daher müssen Umwege, unter anderem mit Ersatzbussen, in Kauf genommen werden.

Laut Minister Zeil hat sich die Situation gegenüber Wochenanfang zwar punktuell gebessert, es bleibe aber immer noch viel zu tun, zu regeln und ständig zu beobachten. „Ich stehe in laufendem Kontakt mit der DB AG, die in dieser Ausnahmesituation sehr engagiert und mit Übersicht handelt“, betonte der Minister. Dass auch andere Bahnunternehmen hervorragende Arbeit in dieser Notlage leisten, unterstreicht laut Zeil die Initiative der Bayerischen Oberlandbahn und der Tegernsee-Bahn, die am Montag schnell eine Taktverdichtung auf der Strecke von Tegernsee nach Gmund organisierten, als die Stadt Tegernsee auch per Straße nicht mehr zu erreichen war. „Das steht beispielhaft für das Zusammenrücken und das Helfen bei der Verkehrsinfrastruktur in den Hochwassergebieten, wie es auch woanders im Freistaat sehr oft erfolgt ist“, erklärte Zeil.

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6. Landwirtschaftsminister Brunner: „30.000 Hektar Ackerfläche unter Wasser, Ackerfläche zum Teil auf Wochen nicht befahrbar / Enorme Ernteschäden zu befürchten“

Dauerregen und Hochwasser haben auch in der bayerischen Land- und Forstwirtschaft erhebliche Schäden verursacht. Wie Landwirtschaftsminister Helmut Brunner mitteilte, standen bzw. stehen nach ersten Schätzungen landesweit rund 30.000 Hektar Ackerfläche komplett unter Wasser. Betroffen sind vor allem die Landkreise Neuburg a. d. Donau, Neustadt a. d. Donau, Regensburg Deggendorf, Passau, Traunstein, Mühldorf und Berchtesgaden. Der konkrete Schaden für die betroffenen Landwirte ist laut Brunner derzeit noch nicht absehbar. „Entscheidend wird sein, wie schnell sich das Wasser in den nächsten Tagen von den landwirtschaftlichen Flächen zurückzieht“, sagte der Minister. Aber auch danach seien wohl viele Flächen auf Wochen hinaus nicht befahrbar und könnten damit nicht bewirtschaftet werden. Erhebliche Schäden erwartet Brunner gerade bei empfindlichen Kulturen wie Kartoffeln oder Rüben, denn hier bedeuten bereits wenige Tage unter Wasser einen Totalausfall. Aber auch Mais und Grünland sowie Sonderkulturen wie Spargel, Erdbeeren, Salat, Gurken und Zwiebeln seien durch die Überflutung stark geschädigt. Hinzu kommen beträchtliche Schäden an land- und forstwirtschaftlichen Wegen durch Erosion und Murenabgänge, die sich nach Angaben des Ministers deutlich im zweistelligen Millionenbereich bewegen werden. Derzeit sind die Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten dabei, die Schäden detailliert zu erfassen. Brunner kündigte rasche und unbürokratische Hilfen und eine kompetente Unterstützung durch die Ämter an: „Wir lassen die betroffenen Landwirte nicht allein.

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