Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse- Tool Piwik. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

Hinweis schliessen
 

Metanavigation - Service-Menue

Suche

A   A   A

Bericht aus der Kabinettssitzung vom 19. September 2016

19. September 2016

1. Bayern legt besonderes Förderprogramm für Stadt- und Ortskerne in Nordostbayern auf / Ausbau der Städtebauförderung und Dorferneuerung für die Landkreise Hof, Kronach und Wunsiedel von 2017 bis 2020 / Innen- und Bauminister Joachim Herrmann: „Mit dieser Maßnahme sagen wir der Strukturschwäche den Kampf an“

2. Sozialministerin Emilia Müller: „Bayern ist Familienland / Wir tun alles, damit Eltern mit ihren Kindern im Freistaat das bestmögliche Leben führen können“

3. Sicherheitskonzept für das 183. Münchner Oktoberfest / Innenminister Joachim Herrmann: „Mehr Sicherheit durch zusätzliche Ordner, erhöhte Polizeipräsenz, Rucksackverbot und mobile Zaunanlage / Keine konkreten Gefährdungshinweise“
1. Bayern legt besonderes Förderprogramm für Stadt- und Ortskerne in Nordostbayern auf / Ausbau der Städtebauförderung und Dorferneuerung für die Landkreise Hof, Kronach und Wunsiedel von 2017 bis 2020 / Innen- und Bauminister Joachim Herrmann: „Mit dieser Maßnahme sagen wir der Strukturschwäche den Kampf an“

Bayern legt auf Vorschlag von Innen- und Bauminister Joachim Herrmann ein besonderes Förderprogramm für Stadt- und Ortskerne in Nordostbayern auf. Dies hat das Kabinett heute beschlossen. Ab 2017 sollen die bereits bestehenden Fördermöglichkeiten im Rahmen der Städtebauförderung und Dorferneuerung in den Landkreisen Hof, Kronach und Wunsiedel im Fichtelgebirge für vier Jahre weiter ausgebaut werden. Nicht nur innerhalb, sondern auch außerhalb festgelegter Fördergebiete sollen Baumaßnahmen der Revitalisierung zukünftig mit einheitlich 90 Prozent unterstützt werden. Hierzu zählen Modernisierung und Instandhaltung leerstehender Gebäude genauso wie der Abbruch von Gebäuden. Herrmann: „Mit dieser Maßnahme sagen wir der Strukturschwäche den Kampf an. Wir wollen Leerstand beseitigen und Innenstädte sowie Ortskerne aufwerten. Wer in den Baubestand investiert und die Attraktivität steigert, hilft zu vermeiden, dass die Menschen ihre Heimat verlassen.“

Die betroffenen Landkreise haben in den letzten zehn Jahren mehr als 24.000 Einwohner verloren. Das entspricht einem Bevölkerungsrückgang zwischen 7,9 und 10,1 Prozent. Laut Prognose des Landesamtes für Statistik sind in den drei Landkreisen Hof, Kronach und Wunsiedel bis 2034 die höchsten Bevölkerungsverluste in Bayern zu erwarten. Mit dem kräftigen Investitionspaket steuert der Freistaat nun gegen und ergreift eine klare Maßnahme für mehr Attraktivität und Lebensqualität.

Zum Seitenanfang

2. Sozialministerin Emilia Müller: „Bayern ist Familienland / Wir tun alles, damit Eltern mit ihren Kindern im Freistaat das bestmögliche Leben führen können“

Die Staatsregierung stärkt mit ihrer konsequenten Familienpolitik die Chancen von Kindern und jungen Menschen in Bayern. Wie Familienministerin Emilia Müller im Kabinett herausstellte, sind in Bayern deutschlandweit am wenigsten Kinder unter 15 Jahren auf Sozialgeld angewiesen. Die Quote ist in Bayern mit 7,23 Prozent um mehr als die Hälfte niedriger als im Bundesdurchschnitt mit 15,48 Prozent. Familienministerin Müller: „Diese gute Ausgangslage ist für uns ein Ansporn, um noch besser zu werden. Bayern ist Familienland. Wir tun alles, damit Eltern mit ihren Kindern im Freistaat das bestmögliche Leben führen können. Um gute Lebensbedingungen für Kinder und junge Menschen zu schaffen und Armutsgefährdungen weiter zu reduzieren, müssen die jungen Menschen selbst und die gesamte Familie in den Blick genommen werden. Denn Kinder sind in ihren Lebensbedingungen stark von der Lebenslage der Eltern abhängig.“ Schwerpunkte legt Bayern dabei auf die finanzielle Entlastung durch Familien- und Sozialleistungen, ein breit gefächertes Bildungs- und Teilhabeangebot sowie Chancen für alle durch Ausbildung und Arbeit.

Bei den Familien- und Sozialleistungen ist Bayern nach Müllers Worten das einzige Bundesland, das junge Familien mit gleich zwei Landesleistungen unterstützt, dem Bayerischen Landeserziehungsgeld und dem Bayerischen Betreuungsgeld. Hierfür stehen alleine in diesem Jahr 250 Millionen Euro zur Verfügung. Ministerin Müller: „Seit 22. Juni 2016 ist das Bayerische Betreuungsgeldgesetz in Kraft. Seitdem gibt es im Freistaat wieder die Wahlfreiheit für Eltern, ob sie ihre ein- und zweijährigen Kinder selbst betreuen oder in eine Kita geben wollen. Die hohe Nachfrage unterstreicht, dass Eltern in Bayern dieses Angebot zu schätzen wissen.“

Bildung entscheidet maßgeblich über Lebenschancen und befähigt Menschen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Daher fördert der Freistaat von Anfang an die Bildung alle Kinder. Müller: „Bildung ist der Weg aus der Armutsfalle. Wir beginnen damit bereits im Elternhaus, denn nach wie vor ist die Familie der Bildungsort Nummer eins.“ Hierzu steht ein flächendeckendes Netz an Ehe-, Familien- und Erziehungsberatungsstellen bereit. Dazu kommen die Angebote der Kindertagesbetreuung und zur schulischen und außerschulischen Bildung. In der Kinderbetreuung investiert der Freistaat in diesem Jahr 1,6 Milliarden Euro allein für die Förderung der Betriebskosten.

In Bayern haben junge Menschen nach Angaben Müllers zudem beste Chancen, einen Ausbildungsplatz zu finden, denn auf 100 unversorgte Bewerber entfallen 250 unbesetzte Ausbildungsplätze. Der Freistaat unterstützt gerade Jugendliche mit besonderen Vermittlungshemmnissen mit vielfältigen Maßnahmen, beispielsweise dem Programm „Fit for work“ oder der Arbeitswelt-bezogenen Jugendarbeit. Zudem zeigen Modellprojekte wie „Perspektiven für Familien“ in Nürnberg und „TANDEM“ in Fürth, wie das Weitervererben von Hartz-IV-Karrieren vermieden werden kann. Dabei werden Arbeitsmarktmaßnahmen mit eltern- und kindbezogenen Maßnahmen der Jugendhilfe verknüpft. Der dort erprobte ganzheitliche Ansatz ist auf Initiative Bayerns seit 1. August 2016 nun bundesweit einsetzbar.

Zum Seitenanfang

3. Sicherheitskonzept für das 183. Münchner Oktoberfest / Innenminister Joachim Herrmann: „Mehr Sicherheit durch zusätzliche Ordner, erhöhte Polizeipräsenz, Rucksackverbot und mobile Zaunanlage / Keine konkreten Gefährdungshinweise“

Bei dem am Samstag eröffneten Münchner Oktoberfest sorgt das eng mit der Polizei abgestimmte Sicherheitskonzept der Landeshauptstadt München für höchstmögliche Sicherheit. Dazu betonte Innenminister Joachim Herrmann im Kabinett: „Mehr Sicherheit versprechen wir uns vor allem durch zusätzliche Ordner und eine erhöhte Polizeipräsenz.“ Beispielsweise seien mit 600 Polizistinnen und Polizisten 100 Beamte mehr auf dem Festgelände und in der näheren Umgebung im Dienst, als im Vorjahr.

Auch vom Verbot, Rucksäcke und Taschen mit einem Fassungsvermögen von mehr als drei Litern mitzuführen, verspricht sich der Minister ein Sicherheitsplus. Herrmann: „Das hilft, die Mitnahme von gefährlichen Gegenständen zu verhindern. Der zusätzliche mobile Zaun vom Bereich der Bavaria bis zum Behördenhof ist ebenfalls ein Sicherheitsgewinn. Damit können Besucher das Festgelände nicht unkontrolliert und nur an den überwachten Eingängen betreten." Zusätzlich hilft der Zaun, bei Überfüllung die Besucherströme zu lenken. Laut Herrmann gibt es dort entsprechend kontrollierte Durchlassstellen. Das komplette Öffnen des Zaunes wäre im Notfall in weniger als einer Minute möglich. Die Theresienwiese wird im Süden durch das Zentrale Landwirtschaftsfest mit separaten Eingängen begrenzt, im Osten und Nordosten wie in den Vorjahren durch einen Zaun im Bereich der Schaustellerwägen.

Mit Blick auf die aktuelle Sicherheitslage betonte der Innenminister, dass es derzeit keine konkreten Gefährdungshinweise für das Oktoberfest gibt. Herrmann: „Hundertprozentige Sicherheit können wir nirgends garantieren. Die Bayerische Polizei, unsere Sicherheitsbehörden und auch die Landeshauptstadt München als Veranstalter sorgen in jedem Fall für ein höchstmögliches Sicherheitsniveau. Die Sicherheitskräfte sind hervorragend aufgestellt. Trotzdem ist das Oktoberfest keine sterile Hochsicherheitszone. Es ist das, was es immer war: ein Ort der Geselligkeit, des ausgelassenen Feierns und ein Aushängeschild bayerischer Lebensart."

Zum Seitenanfang