Moderne Verwaltung

eGovernment-Initiative der Bayerischen Staatsregierung

Den Grundstein für eGovernment legte die Bayerische Staatsregierung bereits im Jahr 1994 im Rahmen der BayernOnline-Initiative, aus der bereits damals zahlreiche eGovernment-Projekte hervorgingen, wie z.B. die elektronische Grundbuchführung (SolumSTAR).

In Ergänzung hierzu beschloss das Bayerische Kabinett am 9. Juli 2002 ein eGovernment-Konzept und am 29. Juli 2003 einen umfassenden Maßnahmenkataloge für eGovernment in Bayern.

Neben der Vorgabe, alle geeigneten Verwaltungsleistungen zukünftig auch online anzubieten, soll sichergestellt werden, dass die gesamte IT-Infrastruktur in der bayerischen Staatsverwaltung so aufeinander abgestimmt und optimiert ist, dass eine medienbruchfreie Bearbeitung von Verfahren ermöglicht wird. Nur durch ein solches ganzheitliches eGovernment-Verständnis sind echte Effizienz- und Qualitätssteigerungen zu erzielen.

Aufgrund dieser umfassenden Ausrichtung von eGovernment in Bayern und der zentralen Bedeutung, die die Kommunen bei der Durchführung der nachfrageintensivsten Behördengänge haben, ist die Kooperation mit den bayerischen Kommunen zu einem wichtigen Motor der eGovernment-Initiative geworden.

Der am 15. Juli 2002 abgeschlossene eGovernment-Pakt zwischen dem Freistaat Bayern und den kommunalen Spitzenverbänden betont deshalb ausdrücklich die Notwendigkeit des Zusammenwirkens der Partner bei der Einführung der elektronischen Verwaltung. Durch die Einrichtung einer Lenkungsgruppe auf politischer Ebene wurde zudem sichergestellt, dass der eGovernment-Pakt mit Leben erfüllt und den aktuellen Entwicklungen angepasst wird. Vertreter der Kommunalen Spitzenverbände und der staatlichen Verwaltung unterstützen dieses Gremium auf Arbeitsebene.

In unserer Welt vollziehen sich Änderungen in Organisationen und Strukturen zunehmend schneller. Durch enger werdende Verknüpfungen, vor allem auf europäischer Ebene z.B. durch die Umsetzung der Europäischen Dienstleistungsrichtlinie in nationales Landesrecht, müssen sich die Verwaltungen heute realen Anforderungen stellen, die nur noch mit Hilfe elektronisch abgebildeter Verwaltungsverfahren schnell und flexibel genug zu bewältigen sind. Es kommt mehr und mehr darauf an, diesem Wandel ohne Verzögerungen Rechnung zu tragen und in den Verfahrensabläufen zwischen Bürgern, der Wirtschaft und der staatlichen wie kommunalen Verwaltung rasch abzubilden. Hierfür steht unsere Idee des modernen eGovernment!

Nicht nur Unternehmen, auch staatliche Verwaltungen stehen heute zunehmend in Konkurrenz zueinander. Eine leistungsfähige, effizient arbeitende Verwaltung ist ein positiver Standortfaktor von erheblichem Gewicht. Die zügige Durchführung von Genehmigungsverfahren macht ein Land für Investoren interessant und schafft damit Voraussetzungen für neue Arbeitsplätze.

Die Bayerische Staatsregierung versteht eGovernment somit als eine Serviceerweiterung des Staates für Bürger und Unternehmen. eGovernment erlaubt modernsten Service rund um die Uhr. Die elektronische Unterstützung der Verwaltungsablaufe wird so zu einem strategisch wichtigen Pluspunkt im weltweiten Standortwettbewerb, da die Verwaltungsdienstleistungen für Bürger und Unternehmen künftig mehr und mehr 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr unabhängig von Bürozeiten und Behördenstandorten verfügbar sein werden.

Ein so großes und wichtiges Projekt wie die bayerische eGovernment-Strategie mit den bereits erzielten Fortschritten bei der Modernisierung der bayerischen Verwaltung wird weiter einen hohen Stellenwert in der Bayerischen Politik einnehmen.