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European Rail Summit 2017 in Brüssel

Am 06./07.11.2017 fand der dritte European Rail Summit in Zusammenarbeit mit dem britischen Eisenbahn-Fachmagazin Railway Gazette International in der Bayerischen Vertretung statt. Nach 2014 und 2016 diskutierten in diesem Jahr die rund 150 Fachteilnehmer unter dem Motto „Beyond the Fourth Railway Package“ über aktuelle Herausforderungen im Eisenbahnsektor.

Ende 2016 wurde das vierte Eisenbahnpaket verabschiedet, das eine technische Säule und eine Marktsäule umfasst. Ziel des Pakets ist es, die Kosten für die Schienenverkehrs-Unternehmen zu senken sowie den Wettbewerb durch einen erleichterten Zugang für neue Betreiber zu steigern. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen daher Fragen nach der Rolle der Bahn im Wettbewerb mit anderen Verkehrsträgern, die Innovationsfähigkeit des Eisenbahnsektors und die Auswirkungen der Öffnung des Schienenverkehrsmarktes.

Im Anschluss an die Eröffnung der Veranstaltung durch die Leiterin der Vertretung des Freistaates Bayern bei der EU, Barbara Schretter, folgten Impulsvorträge der Direktorin für Landtransport der DG MOVE, Elisabeth Werner, und des stellvertretenden Generalsekretärs für Transport des estnischen Wirtschafts- und Kommunikationsministeriums, Ahti Kuningas. Während die Kommission die Bedeutung der Gesetzgebung für die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Eisenbahnwirtschaft hervorhob, betonte die estnische EU-Ratspräsidentschaft die Wichtigkeit der Digitalisierung für einen modernen Schienenverkehr. Von Seiten des Europäischen Parlaments forderte MdEP Ismail Ertug die Mitgliedstaaten auf, mehr in Innovationen und den Ausbau der Bahninfrastruktur zu investieren. Dabei spiele die Projektförderung unter der Fazilität „Europa verbinden“ eine zentrale Rolle.

Die rund 25 Impulsredner und Podiumsgäste kamen zum Ergebnis, dass Vorteile insbesondere in der Kooperation der verschiedenen Verkehrsträger („Multimodal Complementarity“) liegen würden. Nach Einschätzung des Chefredakteurs der Railway Gazette International, Chris Jackson, seien innovative Konzepte, wie vernetztes und autonomes Fahren, im Eisenbahnsektor bereits realisiert und können als Vorbild für die Straße dienen. Die Moderatorin der Veranstaltung Karin Helmstaedt vom staatlichen Auslandsrundfunk die Deutsche Welle forderte die Teilnehmer zum Abschluss auf „think big – start small – act now!“.