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Forum Mobilität 2017 zur Dekarbonisierung des Straßenverkehrs

Die Verringerung der CO2-Emissionen im Straßenverkehr stellt eines der wichtigsten Ziele der Mobilitätsstrategie der EU dar. Hierzu fand am 7.6.2017 eine Veranstaltung in der Bayerischen Vertretung in Kooperation mit dem „Forum for Mobility & Society“ mit rund 150 Fachleuten statt. Auf die Einführung durch die Europaabgeordnete Adina Vălean folgten die Impulsvorträge von Artur Runge-Metzger, Direktor für Klimastrategie bei der Europäischen Kommission, sowie Peter Mock, Direktor beim „International Council on Clean Transportation“ (ICCT). In der anschließenden Podiumsdiskussion setzten sich Elisabeth Windisch, Analystin vom International Transport Forum, Greg Archer, Direktor bei Transport & Environment, Sigrid de Vries, Generalsekretärin bei CLEPA und Dr. Thomas Becker, Leiter Politik und Außenbeziehungen der BMW Group, kritisch mit dem Thema auseinander. Zum Abschluss fasste der Europaabgeordnete Ismail Ertug die Ergebnisse des Forums Mobilität 2017 zusammen.

In ihrer Einführung betonte Adina Vălean, dass eine Reduzierung der CO2-Emissionen durch eine zukunftsfähige Verkehrsinfrastruktur von größter Bedeutung in Europa sei, insbesondere im Hinblick auf den Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen. Dennoch müssen die Zielsetzungen realistisch bleiben. Die Europaabgeordnete merkte an, dass die künftigen Maßnahmen nicht nur effizient und nachhaltig, sondern auch „cool“ sein sollten.

Artur Runge-Metzger fügte hinzu, dass die von der Kommission am 31.5.2017 vorgelegten Vorschläge für eine saubere, wettbewerbsfähige und vernetzte Mobilität, neue Möglichkeiten bieten würden. Ziel sei es, den Verkehrssektor wirtschaftlich zu stärken, die Beschäftigungsbedingungen zu verbessern, Treibhausgasemissionen zu reduzieren und zum digitalen Wandel positiv beizutragen. Besonders relevant sei die Errichtung einer modernen Infrastruktur, welche Anreize für emissionsreduziertes Fahren bieten würde. Die Umsetzung solcher Vorhaben kann jedoch nur erreicht werden, wenn alle Akteure intensiv zusammenarbeiten.

Peter Mock kritisierte die geringen Fortschritte des Transportsektors bei der Dekarbonisierung. Besonders bei schweren Nutzfahrzeugen wäre ein deutlicher Rückgang erforderlich, um die Zielsetzungen der EU erreichen zu können. Die dazu benötigten Technologien würden bereits zur Verfügung stehen, müssten allerdings konsequent zum Einsatz kommen.

In der anschließenden Podiumsdiskussion wurde deutlich, dass sowohl infrastrukturelle als auch technologische Entwicklungen eine zentrale Rolle spielen. Weiterhin sei im Bereich der Forschung und Entwicklung unter anderem die Energiespeicherung von besonderer Relevanz. Vor allem bei Batterien müssen auch die Preise weiterhin zurückgehen, um mehr Elektroautos absetzen zu können. Zudem sollte das sog. „Car-Sharing“ weiter ausgebaut werden.

Abschließend hob Ismail Ertug die Bedeutung des intermodalen Verkehrs hervor. Der Europaabgeordnete betonte, dass der Schienenverkehr einen wichtigen Beitrag bei der Dekarbonisierung leiste. Daneben würden neue Technologien und alternative Kraftstoffe großes Potential bieten. Dreh und Angelpunkt bleibe allerdings neben einer harmonisierten Regulierung der zügige Ausbau einer zukunftsfähigen Verkehrsinfrastruktur.