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Pressemitteilungen

Huml: Elektronisches Polleninformationsnetzwerk startet am 22. Mai – Bayerns Gesundheitsministerin: Moderne Pollenmessungen sollen Allergikern helfen – Pollenmonitor in Feucht wird am 25. April aufgebaut

22. April 2019

Der Termin für den Start des elektronischen Polleninformationsnetzwerks (ePIN) in Bayern steht jetzt fest. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml kündigte am Ostermontag an: "Jeder Bürger kann ab dem 22. Mai die aktuelle Pollenbelastung in Bayern standort- und pollenspezifisch online abrufen. Denn unser elektronisches Polleninformationsnetzwerk versorgt Pollenallergiker und Asthmatiker mit aktuelleren und genaueren Daten zum Pollenflug im Freistaat, als dies bislang der Fall ist. Zusätzlich können die Wetterdienste die Daten zur Verbesserung der Pollenflugvorhersage nutzen."

Die Ministerin fügte hinzu: "Seit fast einem Jahr - seit 27. April 2018 - läuft ePIN mit der Inbetriebnahme des ersten Pollenmonitors in Garmisch-Partenkirchen im Testbetrieb. Am 25. April werden wir im mittelfränkischen Feucht den vorletzten von insgesamt acht Pollenmonitoren aufbauen."

Die Auswahl der ePIN-Standorte basiert auf einer umfangreichen mehrjährigen Machbarkeitsstudie des Zentrums für Allergie und Umwelt (ZAUM) der Technischen Universität München und des Helmholtz Zentrums München in Zusammenarbeit mit internationalen Experten. Ziel war es, unter Berücksichtigung verschiedener Klimaparameter und der Bevölkerungsdichte in Bayern die optimale Verteilung der acht elektronischen Messstationen zu bestimmen und somit den Pollenflug in Bayern möglichst repräsentativ abzudecken.

Die weiteren Pollenmonitore stehen in Viechtach, Marktheidenfeld, Altötting, Mindelheim und Hof. Die letzte Messstation in München ist im Aufbau - bis zu dessen Abschluss wird die wissenschaftliche Station der TU-München am Biederstein genutzt. Das Netzwerk "ePIN" wird im Auftrag des bayerischen Gesundheitsministeriums durch das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) aufgebaut und betrieben.

Huml betonte: "In dieses weltweit erste elektronische Polleninformationsnetzwerk investiert das bayerische Gesundheitsministerium zwei Millionen Euro. Das ist sehr gut angelegtes Geld: Denn jeder zweite der insgesamt zwei Millionen Allergiker in Bayern reagiert auf Pollen."

In Bayern leiden nach LGL-Schätzungen über zwei Millionen Menschen an einer Allergie oder an Überempfindlichkeitsreaktionen. Etwa 490.000 Erwachsene und circa 85.000 Kinder und Jugendliche sind von Asthma bronchiale betroffen.

Die Ministerin, die approbierte Ärztin ist, erläuterte: "Aktuell fliegen in Bayern unter anderem die Pollen von Birke, Weide und Esche. Wer an Heuschnupfen-Symptomen wie juckenden Augen, triefender Nase oder Husten leidet, sollte beim Arzt klären lassen, ob es sich um eine echte Allergie handelt. Denn eine unbehandelte Pollenallergie kann zu Asthma führen."

Allergietests bieten unter anderem Hausärzte, Hautärzte, Internisten und Kinderärzte an. Bei konkretem Verdacht ist die Untersuchung eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen.

Fast die Hälfte der Menschen, die allergisch auf Pollen sind, reagiert auf Birkenpollen. Baumpollen wie Haselnuss, Erle oder Birke verursachen hauptsächlich von Februar bis April Beschwerden. Im Mai und Juni sind Gräserpollen in hoher Konzentration in der Luft vorhanden, im Hochsommer folgen Kräuterpollen.

Pressemitteilung auf der Seite des Herausgebers



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