Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse- Tool Piwik. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

Hinweis schliessen

Metanavigation - Service-Menue

Suche

  • Schriftgröße verändern
  • Kontrastwechsel
  • Leichte Sprache
  • Gebärdensprache
  • Suche starten
  • Suche starten
  • Sprachauswahl
A   A   A

mobile Suche

Suche starten
Pressemitteilungen

Huml: Gesellschaft muss sich verstärkt auf Demenzkranke einstellen – Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin fordert mehr Verständnis für Betroffene und Angehörige

25. März 2016

Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml fordert mehr Verständnis im Umgang mit Menschen mit Demenz. Huml betonte am Freitag: "Der allmähliche Verlust geistiger Fähigkeiten ist eine enorme Belastung. Für die Betroffenen und deren Angehörige ist es oft schwierig, mit der Erkrankung offen umzugehen. Viele befürchten, aus dem sozialen Leben ausgeschlossen zu werden. Deshalb müssen wir für mehr Akzeptanz sorgen und Demenzkranken ein Leben in der Mitte unserer Gesellschaft ermöglichen."

Die Ministerin fügte hinzu: "Wer im Alter vergesslich wird, leidet nicht gleich an Demenz. Es ist aber wichtig, beim Hausarzt frühzeitig abzuklären, ob eine Demenzerkrankung vorliegt. Denn es gibt auch Formen der Demenz, die als Symptom einer anderen Erkrankung auftreten und heilbar sind. Zudem kann bei einer frühen Diagnose versucht werden, durch medikamentöse Maßnahmen und durch gezieltes Training der Alltagsfähigkeiten den Verlauf der Demenzerkrankung hinauszuzögern."

Huml unterstrich: "Die steigende Zahl an Demenzerkrankungen stellt uns als Gesellschaft vor große Herausforderungen. Wir brauchen Konzepte, um die Rahmenbedingungen nach den Bedürfnissen der Demenzkranken zu gestalten. Entscheidend ist, dass die Würde der Betroffenen in allen Phasen der Erkrankung bewahrt bleibt."

In Bayern gibt es gegenwärtig rund 220.000 Menschen mit Demenz. Bis zum Jahr 2020 ist mit einem Anstieg auf circa 270.000 zu rechnen, wenn das Erkrankungsrisiko auf dem bisherigen Niveau bleibt. Bis zum Jahr 2032 würde sich demnach die Zahl der Demenzkranken sogar um mehr als 50 Prozent auf rund 340.000 erhöhen. 70 Prozent der Betroffenen werden derzeit zu Hause gepflegt - die übrigen leben in Pflegeheimen, einige auch in ambulant betreuten Wohngemeinschaften.

Der Freistaat fördert im Rahmen der Bayerischen Demenzstrategie zahlreiche Projekte und Angebote. Huml erläuterte: "Ziel der Bayerischen Demenzstrategie ist es, Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen durch geeignete Maßnahmen zu unterstützen und damit ihre Lebensqualität nachhaltig zu verbessern. So wird zum Beispiel der Ausbau von Betreuungsangeboten für Demenzkranke, die zu Hause gepflegt werden, gefördert. Das Personal von Allgemeinkrankenhäusern wird im Umgang mit Demenzkranken geschult, um einen Krankenhausaufenthalt für alle Beteiligten so angenehm wie möglich zu gestalten."

Darüber hinaus werden Maßnahmen zur demenzgerechten Innen- und Außenraumgestaltung von Kurzzeit-, Tages- und Nachtpflegeeinrichtungen gefördert. Die Ministerin betonte: "Für Betroffene ermöglichen diese Versorgungsformen ein möglichst langes Verbleiben in den eigenen vier Wänden, für pflegende Angehörige bieten sie eine wichtige Entlastung."

Huml fügte hinzu: "Es ist der Wunsch vieler Menschen, auch im Alter ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Es werden daher immer stärker alternative Wohnformen nachgefragt. Dazu gehören auch die ambulant betreuten Wohngemeinschaften, deren Aufbau ebenfalls durch den Freistaat unterstützt wird.“

Mehr Informationen zur Bayerischen Demenzstrategie unter:

http://www.stmgp.bayern.de/pflege/demenz/

Pressemitteilung auf der Seite des Herausgebers