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Kultusminister Spaenle: Wir siedeln das Landesamt für Schule und das Prüfungsamt des Ministeriums in Gunzenhausen sowie die Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Weißenburg an – rund 150 Beschäftigte

5. März 2016

Freistaat stärkt Weißenburg-Gunzenhausen - Start 2016

WEISSENBURG/MÜNCHEN. „Mit der Errichtung des Bayerischen Landesamts für Schule in Gunzenhausen und der damit einhergehenden Verlagerung des Prüfungsamts des Bayerischen Kultusministeriums sowie mit der Ansiedlung der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Weißenburg können wir den Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen weiter stärken. Konkret bedeutet dies für die Region rund 150 zusätzliche und krisensichere Arbeitsplätze.“ Dies betonte Bayerns Bildungs- und Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle bei einem Pressegespräch im Landratsamt in Weißenburg. Mit der Umsetzung werde noch 2016 begonnen, sie werde sich aber über mehrere Jahre hinziehen. Ein Aufbauteam werde im Herbst seine Arbeit aufnehmen.

„Bei dieser strukturpolitischen Maßnahme ist es mir sehr wichtig, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktiv einzubinden“, so der Minister. Das diene der Qualität der Erledigung der Aufgaben und fördere die Zufriedenheit bei den Beteiligten.

„Die Neugründung des Landesamts und die Ansiedlung der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen erfolgen im Rahmen der 'Heimatstrategie' der Bayerischen Staatsregierung“, führte Minister Spaenle aus. „Sie ist eine Antwort Bayerns auf die demographische Entwicklung mit einem Rückgang von Menschen im ländlichen Raum und einem Zuzug vieler Menschen in die Metropolen und Großstädte. Eine andere Antwort ist die Entwicklung von Hochschulangeboten auch im ländlichen Raum“.

Mit Blick auf den mittelfränkischen Landkreis hat sich Minister Spaenle gegen eine Zentralisierung der neu anzusiedelnden Behörden ausgesprochen. „Wir setzen in Abstimmung mit dem Landkreis und den Städten auf eine Doppellösung:
• Wir siedeln das Landesamt für Schule und das Prüfungsamt des Bayerischen Kultusministeriums in Gunzenhausen an.
• Die Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen mit der Limeskoordinationsstelle wird ihre neue Heimat in Weißenburg haben. Weißenburg eignet sich aufgrund seiner historischen Bedeutung bis in die Römerzeit als Sitz für kulturhistorische Einrichtungen.“ 

Für den Minister spielte bei der Leitentscheidung zugunsten des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen die gute Erreichbarkeit der Region eine wichtige Rolle. Die Digitalisierung eröffne zudem neue Möglichkeiten der Kommunikation.

Konkret werden folgende Aufgaben und Dienststellen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen angesiedelt:
o Das Landesamt für Schule bündelt zahlreiche Fachstellen der Schulverwaltung und führt mit einer Außenstelle des Staatsministeriums folgende Dienstleistungen in Gunzenhausen zusammen:
• das Prüfungsamt des Staatsministeriums,
• die Bayerische Landesstelle für den Schulsport,
• die Zeugnisanerkennungsstelle für den Freistaat Bayern,
• die Qualitätsagentur des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung,
• Aufgaben der Personalverwaltung und Schulfinanzierung, die gegenwärtig bei den Regierungen angesiedelt sind, sowie
• Leitungsstrukturen des neuen Landesamts für Schule.
o Die Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen wird Außenstelle des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege mit dem Limes-Koordinator. Sie  berät und fördert rund 1.250 nichtstaatliche Museen in Bayern. Es künftig etwa 15-20 Mitarbeiter in der Außenstelle in Weißenburg geben.

Minister Spaenle stellte auch die nächsten Schritte dar:
o Die Immobilien Freistaat Bayern wird nach geeigneten Immobilien suchen.
o Noch 2016 wird ein vierköpfiges Aufbauteam im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen seine Arbeit aufnehmen, ebenso die erste Mitarbeiterin der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen.
o 2017 wird das Landesamt für Schule formell starten. Dazu wird eine entsprechende Errichtungsverordnung erlassen.  Ein eigenes Haushaltskapitel im Doppelhaushalt 2017/2018 wird erforderlich. Das Landesamt wird eigene Beschäftigte haben, Mittel bewirtschaften und Aufgaben erfüllen.
o Die Übertragung der Aufgaben von den bestehenden Organisationseinheiten (z.B. Zeugnisanerkennungsstelle) auf das Landesamt erfolgt sukzessive.

Dr. Ludwig Unger, Tel. 089-21862105
 

Pressemitteilung auf der Seite des Herausgebers