Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse- Tool Piwik. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

Hinweis schliessen
 

Metanavigation - Service-Menue

Suche

A   A   A

Runder Tisch Sicherheit: „Cybersicherheit im Luftverkehr: Wie lassen sich digitale Innovationen schützen?“

Im Bereich der Cybersicherheit steht die Luftverkehrsbranche vor großen Herausforderungen durch komplexe Regulierung und neue Innovationen. Der Umfang schützenswerter Daten und die digitale Kommunikation nehmen immer mehr zu. Im gleichen Maße steigen auch die Möglichkeiten für unberechtigte Zugriffe und potentielle Angriffe, gerade auch im Luftverkehr. Die digitalen Innovationen bergen für die Branche neben vielen Vorteilen auch erhebliche Risiken – es besteht daher großer Handlungsdruck.

Vor diesem Hintergrund wurde am 18.10.2017 ein Runder Tisch Sicherheit als Kooperation der Vertretung des Freistaates Bayern bei der EU und des Arbeitskreises Luft- und Raumfahrt des Europäischen Parlaments im Rahmen der 3. Konferenz zur Zukunft der Luftfahrt organisiert. Experten der Kommission – die EU-Kommissarin für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft Mariya Gabriel sowie der stellvertretende Generaldirektor DG Home Olivier Onidi, die leitenden Direktoren von EASA, Patrick Ky und von SESAR, Florian Guillermet, der Vizepräsident von Thales, Hervé Multon und der Generalsekretär von ASD, Jan Pie haben mit Abgeordneten des Europäischen Parlaments (Monika Hohlmeier, Marian-Jean Marinescu, Gesine Meißner und Dr. Andreas Schwab) vor zahlreichen Gästen über die aktuellen Herausforderungen für die Luftfahrt und die notwendigen Maßnahmen im Bereich der Cybersicherheit diskutiert. Moderiert wurde die Veranstaltung von Herrn Christoph Raab.

In die Veranstaltung führte die Leiterin der Vertretung des Freistaates Bayern bei der EU, Barbara Schretter, ein. Das von der Kommission im September 2017 vorgeschlagene Cybersicherheitspaket habe das Ziel sowohl Präventivmaßnahmen als auch Reaktionsmöglichkeiten auf Cyberangriffe aufzuzeigen. Die Umsetzung könne nur im Zusammenwirken aller Beteiligten gelingen, betonte Kommissarin Gabriel. Es seien große Investitionen insbesondere in den Auf- und Ausbau digitaler Fähigkeiten notwendig. MdEP Hohlmeier wies als Vorsitzende des Arbeitskreises Luft- und Raumfahrt darauf hin, dass digitale Innovationen mit einer Geschwindigkeit entwickelt werden, die es dem Gesetzgeber nicht leicht macht. Man benötige daher mehr Rahmenvorgaben und keine starren Definitionen, die sechs Monate später überholt seien.

Von allen Experten wurde die herausgehobene Position des Luftverkehrs als kritische Infrastruktur betont. Es seien auch mehr Investitionen in neue Projekte erforderlich – die USA würden beispielsweise für Öffentlich-Private-Partnerschaftsprojekte das Zehnfache im Vergleich zur EU ausgeben. Es sei schade, dass Länder außerhalb der EU – wie die Vereinigten Arabischen Emirate oder China – die SESAR-Anforderungen als erste Länder erfüllen werden. Das SESAR-Projekt solle fortgeführt werden und die Spitzenposition Europas bei Forschung und Innovationen in der Branche (zurück-)erobert werden.