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Pressemitteilungen

Sicherheit in Fußballstadien

18. August 2011

"In Bayern haben wir große Anstrengungen unternommen, damit jeder Fußballinteressierte ohne Angst vor Krawall – auch mit seinen Kindern – ins Stadion gehen und ein Fußballspiel in friedlicher Atmosphäre genießen kann." Mit diesem Worten warb Innenminister Joachim Herrmann zum Auftakt der neuen Bundesligasaison 2011/12 gemeinsam mit Dr. Rainer Koch, Präsident des Bayerischen Fußball-Verbandes, für mehr Sicherheit und gegen Gewalt in Fußballstadien. Voraussetzung dafür ist die bewährte gute Zusammenarbeit von Polizei, Verbänden und auch Vereinen auf Bundes- wie auch auf Landesebene. Die Bayerische Polizei betreute in der letzten Saison 275 Spiele, zu denen 3.578.256 Zuschauer kamen. Nur 125 Spiele verliefen davon störungsfrei. Hauptsächlich wurde das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände festgestellt. Insgesamt setzte die Polizei in Bayern 29.923 Beamtinnen und Beamte ein, die dabei 209.601 Einsatzstunden leisteten. Im Vergleich zur Saison 2009/10 gingen beispielsweise die Festnahmen von 792 auf nur noch 485 zurück. Herrmann: "Diese positive Tendenz zeigt, unsere Maßnahmen und gemeinsamen Anstrengungen greifen."

Herrmann erinnerte an die gemeinsame Vereinbarung, die bereits 2007 mit dem Bayerischen Fußball-Verband geschlossen wurde. Sie beinhaltet eine noch intensivere Kooperation zwischen allen Beteiligten, eine verbesserte Erkenntnisgewinnung bei der Polizei sowie die Sicherheitsrichtlinien des BFV. Dazu war Herrmann die Ausweitung des Einsatzes Szenekundiger Beamter – mittlerweile 63 Beamtinnen und Beamte – sehr wichtig. "Unsere Einsatzkonzeptionen sehen neben präventivpolizeilichen Maßnahmen auch An- und Abfahrtsüberwachungen und die Begleitung von vor allem gewaltgeneigten Fußballfans bis hin zu konsequenter Umsetzung von Stadionverboten vor," so Herrmann.

Seit einiger Zeit behandeln die Gremien der Innenministerkonferenz das Thema ''Fußball und Gewalt'' mit dem Ziel, die Sicherheit weiter zu verbessern und vor allem auch den polizeilichen Kräfteansatz zu reduzieren. Gemeinsam mit dem Deutschen Fußballbund und der Deutschen Fußballliga werden neue Strategien entwickelt, wie etwa der ''Zehn-Punkte-Plan für mehr Sicherheit im Fußball''. Herrmann erachtet es für wichtig, den offenen Dialog zwischen den Verbänden, der Polizei, den Verantwortlichen in der Politik und nicht zuletzt den Faninitiativen zu fördern und weiter auszubauen. "Genauso wichtig wie den Austausch auf Bundesebene sehe ich die enge Zusammenarbeit auf Landesebene. Gerade der Bayerische Fußball-Verband wirkt bei den Vereinen gezielt darauf hin, dass Fußballrowdies keinen Freiraum bekommen", so der Innenminister.

Herrmann: "Unser gemeinsames Ziel muss sein, dass es weder vor noch während noch nach den Spielen Ärger gibt. Fairplay muss immer der Leitgedanke im Sport wie im täglichen Leben bleiben."