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Pressemitteilungen

SÖDER ERÖFFNET „HEIMAT AUF STEIN“ IN SOLNHOFEN – Wanderausstellung schließt in der Heimat der Lithografiesteine

19. März 2016

Nach einem Jahr Wanderung durch die Regierungsbezirke Bayerns ist die Ausstellung über die erste parzellenscharfe Vermessung Bayerns in Solnhofen, der Heimat der Lithografiesteine, angekommen. „Die Bayerische Vermessungsverwaltung hat früh das Potenzial der Steine als historischen Datenträger erkannt. Die Lithografiesteine, die die erste Grundstücksvermessung Bayerns dokumentieren, stammen aus den Steinbrüchen des Altmühltals. Sie sind also ein echtes fränkisches Qualitätsprodukt. Die Steinbibliothek des Landesamts für Digitalisierung, Breitband und Vermessung ist ein einzigartiger historischer Schatz des Freistaats“, stellte Finanz- und Heimatminister Dr. Markus Söder bei der Eröffnung der Ausstellung „Heimat auf Stein - 150 Jahre Katasterkarten und Steindruck“ am Samstag (19.03.) in Solnhofen fest.

Fast 200 Jahre Gemeindeentwicklung von Solnhofen werden in der Ausstellung erlebbar. „Heimat auf Stein ist bayerische Geschichte zum Anfassen. Die Ausstellung bietet darüber hinaus einen spannenden und lehrreichen Einblick in die Geschichte des Vermessungswesens“, betonte Söder. Blickfang der Ausstellung sind mehrere Original-Lithografiesteine aus dem 19. Jahrhundert. Der Stein „Solnhofen“ wurde 1814 erstellt und ist somit 202 Jahre alt. 196 Jahre alt sind die Lithografiesteine „Monheim“, „Weißenburg“, „Wemding“ und „Treuchtlingen“ (alle aus dem Jahr 1820). Zu sehen sind auch das Rahmenblatt „Altendorf, Esslingen, Mörnsheim, Schönfeld und Solnhofen“ (von 1814 bis 1816) und das Rahmenblatt „Langenaltheim, Solnhofen, Übermatzhofen und Zimmern“ (von 1820). Darauf sind unter anderem teilweise die Steinbrüche um Solnhofen graviert.

Die Ausstellung zeigt die Erfindung des Lithografiesteindrucks durch den Franken Alois Senefelder und die über 200-jährige Geschichte der Vermessung Bayerns von Montgelas bis heute. „Dank genialer Visionäre wie Montgelas und Senefelder war Bayern bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts ein hochmoderner Staat. Wir hatten das erste flächendeckende Kataster in Europa und eine innovative Methode, Karten, Texte und Bilder zu vervielfältigen“, hob Söder hervor. Anlass für die Ausstellung „Heimat auf Stein“ ist das 150-jährige Jubiläum des weltweit größten Lithografiesteinarchivs im Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung in München. Dort ist die erste flächendeckende und parzellenscharfe Vermessung Bayerns (von 1808 bis 1864) archiviert - auf mehr als 26.600 Steinplatten, jeweils 50 bis 70 Kilogramm schwer. Der Grundstücksatlas von Bayern wog damals 1.700 Tonnen. Jeder einzelne Stein wurde in Spiegelschrift von Hand millimetergenau graviert. Alle Häuser, Grundstücksgrenzen, Straßen und topographische Elemente wie Bäume sind bis ins feinste Detail dargestellt. Mit diesen Solnhofener Kalksteinplatten ist Steindruck sogar heute noch möglich.

Die Ausstellung „Heimat auf Stein“ ist vom 19. März bis 6. November 2016 in den Nebenräumen der Sparkasse Mittelfranken-Süd, Bahnhofstraße 2 in 91807 Solnhofen zu den Öffnungszeiten des „Bürgermeister-Müller-Museums“ täglich von 9 bis 17 Uhr zu besichtigen.

Pressemitteilung auf der Seite des Herausgebers