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Das Gebäude

Das Gebäude

Das Hauptgebäude der Bayerischen Vertretungvergrößern

Gebäude-Historie

Das Institut, ein freistehender massiver Ziegelmauerwerksbau mit Mittel- und Seitenrisaliten, wurde im Jahre 1903 als mikrobiologische Forschungseinrichtung errichtet und als solche bis 1987 genutzt (Institut Pasteur du Brabant).

Die zum Institut gehörende ehemalige “Direktoren-Villa”, ein Massivbau mit Ziegelfassade und Sandsteinelementen, wurde 1905 erbaut und beherbergte zunächst die Wohnung des Direktors und seiner Familie. In den letzten Jahren wurde die Villa als Institutsbibliothek sowie zu Bürozwecken genutzt. Im Jahre 1990 wurde eine bescheidene, aber substanzerhaltende Renovierung durchgeführt; die Fa. SEL nutzte bis 2001 die Villa als Bürogebäude.

Das vormals als Pferdestall genutzte Marstallgebäude steht in spitzem Winkel zum dazugehörigen Nebengebäude. Diese beiden, ebenfalls 1903-1905 mit Ziegelfassade und Sandsteinelementen errichteten Gebäude wurden nach 1987 mit einem Zwischenbau verbunden. Eine begrenzte Innenrenovierung wurde im Jahre 1992 durchgeführt. Die Fassade befindet sich noch in ihrem ursprünglichen Zustand. Die Räume des Marstallgebäudes wurden bis 2001 als Büroräume und Modellwerkstatt der Firma SEL genutzt.

Ende 2001 hat der Freistaat Bayern diese Immobilie an prominenter Stelle in Brüssel für die Vertretung des Freistaats Bayern bei der Europäischen Union erworben.

Planungskonzept

Das Konzept des Freistaats Bayern für seine neue Vertretung sah eine behutsame Sanierung mit neuen Anbauten an die Villa und an das Marstallgebäude vor. Diese Anbauten sollten sich in das historische Ensemble einfügen. Eine Planung “mit großer Geste” war nicht beabsichtigt und wäre auch sicherlich nicht angemessen gewesen. Daher war auch nicht vorgesehen, größere Veränderungen am Bestand vorzunehmen, sondern das Ensemble unter denkmalschützerischen Gesichtspunkten zu sanieren. So sollten keine zusätzlichen Parkplätze mit evtl. nachteiligen Auswirkungen für den umgebenden Park (Lärm) errichtet werden, außer den für den Betrieb unbedingt notwendigen.

Die Wendeltreppe im Instituts-Gebäude.vergrößern

Institut: Das Hauptgebäude des Ensembles wies erheblichen Sanierungs- und Renovierungsbedarf auf. Allerdings war die Bausubstanz im Kern noch gut. Insbesondere hatten sich die Geschossdecken als ausreichend tragfähig für die beabsichtigte Nutzung erwiesen. Aus Gründen des Brandschutzes wurden zusätzliche Treppenhäuser eingebaut. Die gesamte Gebäudetechnik sowie ein umfangreicher Teil des Dachstuhls wurden erneuert und ein Aufzug eingebaut. Die historische Sandsteinfassade wurde vorsichtig gereinigt, die zerstörten alten Fenster durch neue Holzfenster, die in ihrer Struktur und Profilierung den historischen Fenstern gleichen, ersetzt. Der Dachstuhl wurde neu aufgebaut und das Dach nach historischem Erscheinungsbild mit einer neuen Schieferdeckung versehen. Mit seinem repräsentativen Baustil ist das Institutsgebäude ideal geeignet für die Anforderungen an eine Landesvertretung. Das Institut nahm die Bereiche für Ministerpräsident und Staatsminister, Sitzungssaal sowie Verwaltungs- und Büroräume auf.

Die Villa beherbergt Büro- und Verwaltungsräume.vergrößern

Villa: Die Villa bot sich für die überwiegende Unterbringung der Büros an. Die Fassaden wurden wärmetechnisch saniert und neue Fenster nach historischem Vorbild eingesetzt. Der Dachstuhl wurde abgetragen und neu aufgebaut. Die historische Ziegelmauerwerkfassade wurde vorsichtig gereinigt und wieder instand gesetzt, kleinere Fehlstellen mit dem historischen Mauerwerk ausgebessert. Da die Villa den benötigten Raumbedarf allein nicht vollständig abdecken konnte, wurde ein in seinem Erscheinungsbild reduzierter Erweiterungsbau angefügt, dessen Traufhöhe die der alten Villa nicht übersteigt.

Der Veranstaltungssaal "Jules Bordet" im Marstall-Gebäude.vergrößern

Marstall: Das alte Marstallgebäude ist nun Servicezone für den Veranstaltungsbereich. Hier wurden das Foyer und die Traiteurküche für den großen Saal untergebracht. Seine Fassade wurde ebenfalls vorsichtig gereinigt, Fehlstellen ausgebessert und die Fenster gemäß dem historischen Erscheinungsbild in alten Materialien neu eingebaut. Alle für das Erscheinungsbild relevanten Details, wie die Traufgesimse, die Tür- und die Fensterkonstruktionen wurden nach den historischen Vorbildern konstruiert. Das Nebengebäude zum Marstall war in einem so schlechten Bauzustand, dass seine Sanierung nicht mehr vertretbar war. Dies war der einzige Gebäudeteil im gesamten Ensemble, der abgetragen werden musste. Dieses Nebengebäude wurde im Gebäudegefüge durch den großen Veranstaltungssaal ersetzt, der in seinen Abgrenzungen auf die Bauflucht dieses Nebengebäudes gelegt wurde und nun die Verbindung zum Marstallgebäude herstellt. In der Materialwahl wurde dieser Neubau an die historischen Baustoffe angepasst. Seine konstruktive Außenwand besteht zwar aus Stahlbeton, diese wurde jedoch mit einer Vormauerung aus Sichtziegelmauerwerk versehen. Die Traufhöhe des Neubaus blieb ebenso unter der des historischen Marstallgebäudes, wie auch der Scheitelpunkt des Glasdaches unterhalb des Dachfirstes des Marstallgebäudes.

Das Hauptgebäude der Bayerischen Vertretung in Brüssel.vergrößernGesamtanlage: Das Institutsgelände sollte als ein Teil des Parc Léopold erhalten und saniert werden und daher auch nicht mit einer hohen Mauer von diesem abgegrenzt und umgeben sein. Lediglich die unumgänglichen sicherheitstechnischen Vorkehrungen waren zu treffen. Diese haben allerdings sich in keinem Fall negativ auf das Erscheinungsbild der Gesamtanlage ausgewirkt. Der optische Zusammenhang der Anlage mit dem Park wurde in keiner Weise geschmälert, sondern durch die Geländegestaltung und die damit verbundenen Neubepflanzungen deutlich erhöht. Der Zugang, insbesondere für die Besucher der Bayerischen Landesvertretung, erfolgt über die Rue du Remorqueur.