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Am 23. Januar 2026 wird in München wieder der rote Teppich ausgerollt für die 47. Verleihung des Bayerischen Filmpreises. Jetzt stehen die Nominierungen für den „Besten Film“ fest.
Staatsminister Dr. Florian Herrmann, MdL: „Die Jury hat drei große und eindrückliche Filme mit starken Botschaften nominiert: Der herausfordernde Spagat zwischen menschlicher Fürsorge und eigener Belastung bei der Pflege schwer erkrankter Menschen, das Erleben der Zeit um die Kapitulation Nazi-Deutschlands durch die Augen eines Jungen im Mikrokosmos einer nordfriesischen Insel und die von schwierigen Familienverhältnissen geprägte Lebensrealität einer jungen Frau, die in täglichen Freibadbesuchen eine innere Auszeit von den bedrückenden Zwängen ihres Alltags findet. Ich drücke allen Nominierten fest die Daumen!“
Beim Bayerischen Filmpreis 2025 sind die drei Filme „Heldin“ (MMC Zodiac), „Amrum“ (bombero international GmbH & Co KG) sowie „22 Bahnen“ (BerghausWöbke Filmproduktion GmbH) für den „Besten Film“ nominiert. Die endgültige Entscheidung der Jury über den Besten Film wird im Rahmen der Preisverleihung im Prinzregententheater bekannt gegeben.
Die Jurybegründung für die Nominierungen würdigt die drei Produktionen als besonders auszeichnungswürdig:
In dem Film „HELDIN“ wird der Alltag einer Krankenschwester und der andauernde Ausnahmezustand auf der chirurgischen Station eines Krankenhauses gezeigt. Die beeindruckend realistischen Bilder von Kamerafrau Judith Kaufmann ziehen das Publikum sofort mitten hinein in den hektischen Krankenhausbetrieb, und binnen Sekunden befinde man sich mit der jungen Pflegefachkraft Floria, großartig gespielt von Leonie Benesch, in einem Langstreckenrennen mit der Uhr.
„Amrum“ sei ein stiller, leiser Film, der die Zeit um die Kapitulation Nazi-Deutschlands durch die Augen eines 12jährigen Jungen in der nur scheinbar abgelegenen Welt einer nordfriesischen Insel verfolge. Regisseur Fatih Akin sei ein ästhetisch, atmosphärisch und inhaltlich sehr reicher und dichter Film gelungen, der trotz seiner historisch klaren und ziel- wie zeitgenauen Anbindung den Bogen in die jüngere Gegenwart schlage.
22 Bahnen im Freibad – das ist die innere Auszeit einer jungen Frau, die einen Ausweg aus den bedrückenden Zwängen ihres Alltags finden muss. Ihre Lebenswelt und die ihrer zehnjährigen Schwester sind im Film „22 Bahnen“ von der Alkoholsucht der Mutter und der materiellen Armut dieser kleinen Familie geprägt. Eine Realität, in der die große Schwester sich in die Mutterrolle gedrängt sieht und die kleine Schwester früh erwachsen werden muss.
Der Bayerische Filmpreis wurde 1979 zum ersten Mal vergeben. Er zählt zu den renommiertesten und bestdotierten Auszeichnungen in der deutschen Filmbranche. Der Bayerische Filmpreis ist mit Preisgeldern von insgesamt 300.000 € dotiert und wird in insgesamt elf Kategorien auf Vorschlag einer zwölfköpfigen Fachjury vergeben. Für den „Besten Film“ sind die Nominierungen mit jeweils 50.000 € dotiert, der Gewinnerfilm erhält ein Preisgeld in Höhe von 100.000 €.
Mitglieder der Jury 2025 sind: Mychael Berg, Daniel Curio (Vorsitz), Dr. Ulrike Frick, Michael Hilscher, Narges Kalhor, Prof. Michaela Kezele, Christian Pfeil, Prof. Bettina Reitz, Bettina Ricklefs, Prof. Jochen Schölch.
Die Bayerischen Filmpreise 2025 werden im Rahmen einer festlichen Gala im Münchner Prinzregententheater am Freitag, 23. Januar 2026, um 19.00 Uhr, verliehen. Die Verleihung wird um 22.00 Uhr im BR Fernsehen ausgestrahlt. Bereits ab 19 Uhr sind Bilder vom Roten Teppich und der Gala in der ARD Mediathek zu sehen. Am Sonntag, 25. Januar 2026, um 00.20 Uhr strahlt 3sat eine Zusammenfassung aus.
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