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Ministerratsberichte

Bericht aus der Kabinettssitzung vom 20.05.2014

20. Mai 2014

1. Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle zieht Zwischenbilanz zum Gesamtkonzept zur Integration von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund / „Integrationsangebote haben Bildungserfolg und Teilhabechancen deutlich verbessert / Sprachförderung für mehr Bildungserfolg von zentraler Bedeutung / Modellversuch ‚Islamischer Unterricht‘ wird fortgesetzt“

2. Sozialministerin Emilia Müller berichtet über Planungen zum Sudetendeutschen Museum: „Leuchtturmprojekt im Bayerischen Kulturkonzept – Vorbereitungen laufen auf Hochtouren“

 

1. Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle zieht Zwischenbilanz zum Gesamtkonzept zur Integration von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund / „Integrationsangebote haben Bildungserfolg und Teilhabechancen deutlich verbessert / Sprachförderung für mehr Bildungserfolg von zentraler Bedeutung / Modellversuch ‚Islamischer Unterricht‘ wird fortgesetzt“

Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle hat heute im Ministerrat Zwischenbilanz zum Gesamtkonzept zur Integration von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund gezogen. „Unsere Integrationsangebote und Maßnahmen zur Sprachförderung haben den Bildungserfolg und die Teilhabechancen von Schülern mit Migrationshintergrund deutlich verbessert. Das zeigt, dass wir hier auf dem richtigen Weg sind. Vor allem die Sprachförderung ist für mehr Bildungserfolg von zentraler Bedeutung. Auch unseren erfolgreichen Schulversuch ‚Islamischer Unterricht in deutscher Sprache‘ werden wir fortsetzen.“ Hierfür gab der Ministerrat heute grünes Licht.

Mit dem im Jahr 2009 beschlossenen Gesamtkonzept zur Integration von Schülern mit Migrationshintergrund will Bayern mit einer gezielten Förderung der Sprach- und Sachkompetenz mehr Bildungs- und Teilhabegerechtigkeit sicherstellen. Das Konzept setzt Schwerpunkte beim Ausbau der durchgängigen Deutschförderung in allen Schularten, bei Bildungsangeboten für junge Asylbewerber und Flüchtlinge sowie bei der Weiterentwicklung der Angebote interkultureller Erziehung und islamkundlicher Bildung an den Schulen. So wurde etwa an den Grund- und Mittelschulen die Sprachförderung mit Vorkursen, Deutschförderkursen, Deutschförderklassen und Übergangsklassen ausgebaut und weiterentwickelt. Bei den Gymnasien wurde das Projekt „Sprachbegleitung“ verstärkt, das Unterstützungsangebote in Deutsch durch zusätzliche Förderstunden vorsieht.

Auch für junge Asylbewerber und Flüchtlinge wurde viel getan: An den beiden Erstaufnahmeeinrichtungen in München und Zirndorf wurden ergänzend zu den bereits von freien Trägern eingerichteten Sprachkursangeboten wegen der deutlich gestiegenen Zahl an Jugendlichen ergänzend staatliche Sprachkurse in Deutsch geschaffen. Damit konnten alle unbegleiteten Minderjährigen mit Sprachkursen versorgt und so auf den Schuleintritt vorbereitet werden. Für junge berufsschulpflichtige Asylbewerber und Flüchtlinge wiederum wurden die qualifizierten Unterrichtsangebote deutlich ausgeweitet. So sind im Schuljahr 2013/2014 100 Klassen mit circa 1.800 Schülern an 30 Standorten in allen bayerischen Regierungsbezirken eingerichtet worden.

Eine wichtige Rolle im bayerischen Gesamtkonzept zur Integration spielt der Modellversuch „Islamischer Unterricht in deutscher Sprache“. Hierbei handelt es sich um nicht-konfessionellen, aber die Entwicklung der religiösen Kompetenz der Schüler unterstützenden islamischen Unterricht. Bildungsminister Dr. Spaenle: „Der Modellversuch ist ein voller Erfolg. Mit ihm helfen wir jungen Muslimen bei der Entwicklung ihrer religiösen Kompetenz und ihrer Integration in die Schulen. Sie erhalten auch Einblicke in weitere Weltreligionen und erproben den interreligiösen Dialog. Der ‚Islamische Unterricht‘ kann so persönliche Orientierung in einer weltanschaulich pluralen, aber christlich-abendländisch geprägten Gesellschaft vermitteln.“ Der Modellversuch ist aktuell an 183 Grundschulen, 72 Mittelschulen, 4 Realschulen und 2 Gymnasien eingerichtet. Seinen Erfolg bestätigt eine Evaluation durch das Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB): Danach findet das Unterrichtsangebot bei den muslimischen Schülerinnen und Schülern sowie ihren Eltern große Akzeptanz.

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2. Sozialministerin Emilia Müller berichtet über Planungen zum Sudetendeutschen Museum: „Leuchtturmprojekt im Bayerischen Kulturkonzept – Vorbereitungen laufen auf Hochtouren“

Bayerns Sozialministerin Emilia Müller hat heute den Ministerrat über den Fortschritt bei den Planungen zum Sudetendeutschen Museum in München informiert. „Der Freistaat weiß um die Bedeutung dieses Museums, daher haben wir es als Leuchtturmprojekt in das Bayerische Kulturkonzept aufgenommen“, so die Ministerin. „Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren und in enger Abstimmung zwischen der staatlichen Seite und der Sudetendeutschen Stiftung.“ Von den Baukosten für das Museum trägt der Freistaat zwei Drittel, ein weiteres Drittel kommt vom Bund. Das zeigt die bundesweite Bedeutung des Vorhabens.

Der Neubau für das Sudetendeutsche Museum in München soll direkt angrenzend an das Sudetendeutsche Haus und das Haus des Deutschen Ostens entstehen. Müller: „Die unmittelbare Nachbarschaft zum Sudetendeutschem Haus und dem Haus des Deutschen Ostens ist eine großartige Chance, dieses Areal der Kulturpflege deutscher Heimatvertriebener, Aussiedler und Spätaussiedler nachhaltig zu stärken. Wir machen damit den Standort am Isarufer zu einem kulturellen Schwerpunkt deutscher Vertriebenenpolitik.“

Die staatliche Bauverwaltung und die betroffenen Ministerien bereiten seit letztem Jahr alles vor, um das Großprojekt als staatliche Hochbaumaßnahme zügig zu realisieren. Das konkrete Baukonzept wird jetzt über einen Architektenwettbewerb ermittelt, bevor voraussichtlich 2016 mit dem Bau begonnen werden kann. Die Baufertigstellung ist für 2018 angestrebt. Sozialministerin Müller: „Das ist für eine solch umfangreiche und komplexe Maßnahme ein strammer Zeitplan. Wir können dieses Tempo nur vorlegen, weil wir alle - Freistaat und Sudetendeutsche Stiftung - in engem Schulterschluss an diesem Projekt arbeiten. Das Sudetendeutsche Museum hat herausragende Bedeutung - für die Sudetendeutschen, unseren 4. Stamm, und für den Freistaat Bayern, das Schirmland der Sudetendeutschen. Das Museum soll zu einem zentralen Ort der Begegnung und des Dialogs werden - insbesondere mit unseren tschechischen Nachbarn.“

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