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„Linderhof zählt heute zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Bayerischen Schlösserverwaltung – allein im Jahr 2025 konnten wir hier über 400.000 Besucherinnen und Besucher begrüßen. Die Verleihung des UNESCO-Welterbetitels an die Königsschlösser im vergangenen Jahr hebt die internationale Bedeutung noch einmal eindrucksvoll und offiziell hervor“, so Füracker weiter.
„Die Sanierung des Maurischen Kiosks ist eine hochkomplexe Teamarbeit unserer Restauratorinnen und Restauratoren, der Planerinnen und Planer sowie des Staatlichen Bauamts Weilheim und der beteiligten Fachfirmen. Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Dienstleistern gilt mein ausdrücklicher Dank für ihren Einsatz und ihre Sorgfalt. Der gemeinsame Aufwand lohnt sich: Am Ende steht ein gesichertes Baudenkmal und ein beeindruckendes Besuchserlebnis für viele kommende Generationen“, erklärt Hermann Auer, Präsident der Bayerischen Schlösserverwaltung.
Der Maurische Kiosk im Schlosspark Linderhof ist ein bedeutendes historisches Bauwerk und Teil des UNESCO-Welterbes rund um Schloss Linderhof. Ursprünglich wurde der Kiosk 1867 von Carl von Diebitsch für die Weltausstellung in Paris geschaffen. Vor 150 Jahren erwarb König Ludwig II. das Bauwerk, ließ es umbauen und neu ausstatten und errichtete es im Park von Linderhof. Mit seinen rund 80 Quadratmetern Grundfläche und einer Höhe von etwa zehn Metern an der vergoldeten Mittelkuppel ist der Kiosk ein außergewöhnliches Baudenkmal. Die filigrane Metallhaut besteht aus etwa 2.000 Fassaden- und Kuppelteilen aus Eisen, Zink und Glas, die zu reliefartigen Ornamenten, Bögen und Halbplastiken gefügt sind. Im Inneren finden sich ein orientalischer Salon mit einem Pfauenthron, der mit bis zu 60.000 Glasperlen besetzt ist, ein seidenbezogener Diwan, ein gläserner Kronleuchter und ein Marmorbrunnen. König Ludwig II. nutzte den Kiosk als privaten Rückzugsort.
Um das Baudenkmal dauerhaft zu sichern und damit einen zentralen Baustein im Gesamtkunstwerk Linderhof zu erhalten, begann 2025 eine umfassende Restaurierung des Maurischen Kiosks. Die Sanierung ist technisch anspruchsvoll und erfolgt in mehreren Schritten: Pro Jahr kann aus statischen Gründen jeweils nur eine Fassade bearbeitet werden. Zunächst wurde die Südfassade eingerüstet, die ornamentierten Metallplatten abgenommen und in einer Spezialwerkstatt restauriert. In diesem Jahr wird die Nordfassade hochauflösend gescannt, eingerüstet und fassadenweise abgenommen, damit die Metallplatten ebenfalls restauriert werden können. Parallel dazu werden im Inneren des Kiosks Restaurierungen durchgeführt.
Während der Restaurierung bleibt der Innenraum des Maurischen Kiosks für Besucherinnen und Besucher geschlossen, jedoch bleibt der Pavillon weiterhin ein Blickpunkt im Schlosspark. Nach Abschluss der Arbeiten wird der Maurische Kiosk als historisch fundiertes und gesichertes Baudenkmal wieder für die Öffentlichkeit zugänglich sein.
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