Pressemitteilungen
„Für die Beschäftigten ist es wichtig, den Dienstherrn an ihrer Seite zu wissen, wenn sich Gewaltvorfälle ereignen“, so Rainer Nachtigall, Vorsitzender des Bayerischen Beamtenbundes. „Das Gewaltschutzprogramm setzt schon im präventiven Bereich an und sorgt engmaschig bis hin zur Nachsorge und Ausgleichsmaßnahmen für eine umfassende Begleitung. Wir stehen für die künftige Weiterentwicklung gerne bereit“, so der Vorsitzende.
In 2025 wurden insgesamt 8.344 Gewaltvorfälle gegen Beschäftigte des Freistaats Bayern zur Anzeige gebracht; das entspricht – trotz einem Anstieg der Beschäftigtenzahl von knapp 338.000 Beschäftigten auf gut 354.000 Beschäftigte – einem Rückgang von rund 5 Prozent gegenüber dem Vorzeitraum (Juli 2022 bis Juni 2023). Dennoch besteht weiterhin Handlungsbedarf. Die Zahlen innerhalb der Ressorts unterscheiden sich erheblich: Während beispielsweise im Geschäftsbereich des Innenministeriums sowie im Bereich der Justiz ein Rückgang um 490 angezeigte Vorfälle (= 6,2 Prozent) beziehungsweise ein Rückgang um 33 angezeigte Vorfälle (= 6,1 Prozent) zu verzeichnen ist, gab es im Ressort Kultus einen Anstieg um 92 angezeigte Gewaltvorfälle (= knapp 57 Prozent). Auch im Geschäftsbereich des Wissenschaftsministeriums gab es einen Anstieg um 25 angezeigte Gewaltvorfälle, was einem prozentualen Anstieg von über 80 Prozent entspricht.
Ziel des Bayerischen Gewaltschutzprogrammes ist es, durch die Aufklärung über Präventivmaßnahmen in wirksamer Weise Gewalt zu erkennen, richtig einzuordnen und zu verhindern. Zudem sollen die im Gewaltschutzprogramm genannten Nachsorgemaßnahmen nach Gewaltvorfällen die richtigen Hilfestellungen bieten. Das Programm wird fortlaufend weiterentwickelt und aktualisiert. Zuletzt wurden im November 2025 Onlinekurse zum Mitarbeiterschutz vor Gewalt auf der eLearning Plattform BayLern eingerichtet.
Weitere Informationen zum Gewaltschutzprogramm finden Sie unter https://www.stmfh.bayern.de/oeffentlicher_dienst/mitarbeiterschutz/.
Weiterführende Links:
-
-
-
-
-
-
BAYERN | DIREKT:
Wir beantworten Ihre Anliegen gerne – telefonisch unter
089 12 22 20*oder per E-Mail an
direkt@bayern.deoder über das Kontaktformular
Montag bis Donnerstag von 08:00 bis 18:00 Uhr und Freitag von 08:00 bis 16:00 Uhr.
