Pressemitteilungen
Finanz- und Heimatstaatssekretär Martin Schöffel unterstreicht: „Heimatpolitik heißt, die Lebensqualität in allen bayerischen Regionen zu sichern und attraktiv zu gestalten – für und mit den Menschen. Deshalb fördern wir Projekte, die Tradition und Zukunft hervorragend miteinander verknüpfen und so unsere Regionen weiter stärken. Allein im Bereich Regionale Identität und digitale Heimatprojekte haben wir seit 2019 bereits insgesamt 74 Projekte mit rund 20,2 Millionen Euro gefördert. Diese Investitionen lohnen sich doppelt, denn es sind Investitionen in unsere Heimat, die gleichzeitig auch Anerkennung für die wichtige Arbeit der Menschen vor Ort sind. So freut es mich besonders, dass heute vier weitere Heimatprojekte insgesamt rund 1,05 Millionen Euro für ihre innovativen Vorhaben erhalten!“.
Folgende vier Empfänger erhalten einen Heimat-Digital-Regional-Förderbescheid:
Die Stiftung Bayerische Gedenkstätten, KZ-Gedenkstätte Flossenbürg widmet sich dem Vorhaben „Grenze neu gedacht – die bayerisch-böhmische Grenze im 20. und 21. Jahrhundert“. Das Projekt wird von der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg in enger Zusammenarbeit mit dem Zentrum Erinnerungskultur der Universität Regensburg sowie lokalen Projektpartnern koordiniert. Das Projekt beleuchtet, was es für Bürgerinnen und Bürger der Region bedeutet, im ostbayerischen Grenzraum zu leben und diesen gemeinsam zu gestalten. Dazu wird eine zweisprachige, partizipative Online-Plattform geschaffen, die sich mit der bayerisch-böhmischen Grenzregion beschäftigt. So sollen unter anderem interaktive Landkarten, Filme, Bilder und AR-Anwendungen wie 360-Grad-Panoramen die Grenzregion räumlich-visuell zugänglich machen und komplexe Zusammenhänge aufzeigen. Daneben sollen auch regionale Angebote wie Erzählcafés, Interviews und analoge Ausstellungen eine Verknüpfung zur Online-Plattform herstellen. Die Stiftung erhält dafür eine Förderung von 300.000 Euro.
Der Oberpfalz Marketing e.V. hat sich unter anderem zur Aufgabe gemacht, die Oberpfalz als attraktiven Raum zum Leben und Arbeiten zu positionieren. Mit dem Aufbau des Ideencluster Oberpfalz als regionalem, digitalem Heimatnetzwerk zur Ideenförderung soll aufgezeigt werden wie viel Innovationskraft in der Region steckt. Hierfür erhält der Verein nun eine Projektförderung in Höhe von 300.000 Euro. Gemeinsam mit weiteren Partnern soll mit dem Ideencluster eine Plattform entstehen, die kreative Ideen aus den Bereichen Bildung, Kultur, Soziales und Wirtschaft sichtbar macht und fördert. Dazu sollen auch der Innovations-Wettbewerb „opf.rocks“ weiterentwickelt werden sowie (Web-)Workshops stattfinden und eine digitale Bühne für Portraits, Innovations-Podcasts und Mentorings geschaffen werden. Die Ergebnisse daraus werden wiederum über die Plattform allen Interessierten zugänglich gemacht. Dadurch können sich die Ideenträger noch besser vernetzen und austauschen.
Die Industriekulturregion Nordbayern e.V. hat sich unter anderem zur Aufgabe gemacht, die Geschichte und Ziele der Industriekultur insbesondere der Metropolregion Nürnberg besser sichtbar zu machen. Dieses Thema wird auch im neuen Projekt „Der Digitale Atlas Industriekultur Nordbayern (DA INO)“ fokussiert. Mit seinen zahlreichen lokalen Projektpartnern will der Verein dabei die Geschichte der gesamten Industriekulturregion Nordbayerns unter anderem durch Fotos, Videos, persönliche Erfahrungsberichte und wissenschaftlich aufbereitete Strukturdaten in einem digitalen Atlas abbilden. Dabei sollen auch die Bürgerinnen und Bürger eingeladen werden, sich mit ihren eigenen Bildern und Erzählungen zu beteiligten. Für das Projekt erhält die Industriekulturregion Nordbayern eine Förderung in Höhe von 300.000 Euro.
Der Landkreis Hof will in Kooperation mit der Stadt Hof das Hofer Land im Rahmen des Projekts „Hofer Land erleben – real und digital“ zeitgemäß multimedial in Szene setzen. An markanten, viel frequentierten Plätzen in Stadt und Landkreis entstehen dazu multifunktionale Würfel, die zugleich als Informations- und Sitzstationen dienen. Über QR-Codes erhalten die Menschen spannende Informationen zu den jeweiligen Standorten. Temporär sollen solche Würfel auch in ausgewählten Städten außerhalb der Region platziert werden, um das Hofer Land auch über seine Grenzen hinaus zu präsentieren. Ergänzend stärkt ein gezieltes Marketing das Bewusstsein für das Hofer Land und trägt dazu bei, den bestehenden Erlebnisplaner „Dein perfekter Tag im Hofer Land“ bekannter zu machen. Das Heimatministerium fördert das Projekt mit 150.000Euro.
Das Bayerische Heimatministerium unterstützt bereits seit 2019 sehr erfolgreich sowohl digitale Heimatprojekte als auch Projekte zur Stärkung regionaler Identität in Bayern. Beide Förderungen wurden zur Heimat-Digital-Regional-Förderrichtlinie (HDRFöR) fortentwickelt. Die Förderung richtet sich insbesondere an Bezirke, Landkreise und kreisfreie Städte sowie an Vereine und Stiftungen. Auch kleinere digitale Heimatprojekte von Vereinen, Stiftungen, steuerbegünstigten Unternehmergesellschaften und Gesellschaften mit beschränkter Haftung, die ebenso einen wertvollen Beitrag zur Gestaltung der Heimat leisten, können von der Förderung profitieren. Die maximale Förderung pro Projekt beträgt 300.000 Euro bei Fördersätzen von bis zu 90 Prozent. Auf diese Weise werden insbesondere die ländlichen Räume in Bayern gestärkt und Kooperationen über Gemeinde- oder Landkreisgrenzen hinweg belohnt. Ausführliche Informationen zu den Fördermodalitäten der HDRFöR unter www.regionen.bayern.de.
Hinweis für Redaktionen:
Bilder stehen im Laufe des späten Nachmittags zum Download bereit unter www.stmfh.bayern.de/aktuelles/pressegalerie/
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