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Pressemitteilung
13.09.2026
Nr. 135
Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach setzt sich für eine Stärkung der Pflege vor Ort ein. Gerlach betonte am Sonntag anlässlich der Bewilligung zweier Förderanträge in Unterfranken und Oberbayern: „Viele Menschen wünschen sich, im hohen Alter so lange wie möglich zu Hause leben zu können. Deshalb ist es mir ein zentrales Anliegen, die Kommunen so auszustatten, dass sie passgenaue pflegerische Lösungen entwickeln können – für jede Lebenslage. Das tun wir mit unserem Programm ‚Gute Pflege in Bayern‘, mit dem wir innovative Pflegeprojekte unterstützen.“
Die Ministerin erläuterte: „In diesem Rahmen fördern wir zwei neue Projekte mit insgesamt rund 350.000 Euro. Im unterfränkischen Bad Kissingen entsteht die Initiative ‚PflegeWissen+‘, die wir mit über 250.000 Euro fördern. Das Projekt stellt präventive Bildungsangebote rund um das Thema Pflege bereit und bündelt lokale Informationen. Dadurch werden bestehende Strukturen besser vernetzt.“
Gerlach ergänzte: „Mit Workshops, Beratungsterminen zuhause, einem Pflege-Café und einer digitalen Informationsplattform entsteht so eine niedrigschwellige Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger, die beim Einstieg in die Pflege Unterstützung benötigen. Das Projekt entlastet damit auch Angehörige und stärkt die häusliche Pflege.“ Betrieben wird die Initiative von einem Expertenkreis, der die Qualität und Kontinuität sicherstellt.
Die Ministerin fügte hinzu: „In Fürstenfeldbruck fördern wir mit rund 100.000 Euro eine kommunale Pflegekonferenz, die relevante Akteure in der Pflege vernetzt. Damit kann die regionale Versorgungssituation besser analysiert werden und mögliche Handlungsbedarfe werden schneller erkannt.“
Im Rahmen des Projekts wird eine Koordinierungsstelle eingerichtet und es finden regelmäßige Arbeitskreise statt. Zudem soll eine jährliche Vollversammlung abgehalten werden.
Die Ministerin unterstrich: „Beide Pflegeprojekte schaffen Unterstützungsangebote, die am regionalen Bedarf orientiert sind und es den Menschen ermöglichen, so lange wie möglich selbstbestimmt zu Hause zu leben. Wohnortnahe Lösungen sind für die Zukunft besonders wichtig, denn schon jetzt werden mehr als 80 Prozent der Pflegebedürftigen zu Hause betreut und versorgt. Deshalb sind im Rahmen unseres Förderprogramms ‚Gute Pflege in Bayern – GutePflegeFöR‘ Haushaltsmittel in Höhe von rund 24 Millionen Euro für das laufende Jahr veranschlagt. Ich freue mich, dass die Städte Bad Kissingen und Fürstenfeldbruck die pflegerische Versorgung modern und aktiv gestalten!“
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