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Pressemitteilung
06.03.2026
Nr. 36
Das zentraleBeschwerde-Telefon „Pflege-SOS Bayern“ hat sich zu einer wichtigen Säule fürdie Pflegequalität im Freistaat entwickelt. Darauf hat Bayerns Gesundheits-und Pflegeministerin Judith Gerlach am Freitag hingewiesen.
Gerlach betonte:„Das ‚Pflege-SOS Bayern‘ ist in vier Jahren zu einer zentralen Anlaufstelle fürMenschen in Pflegeheimen und ihre Angehörigen geworden. Seit der Einführung imMärz 2022 gab es mehr als3.600 Kontaktaufnahmen (Stand 3. März 2026). Darunter waren knapp 2.000einrichtungsbezogene Beschwerden, rund 1.400 Informationsanfragen und knapp 200Beschwerden über das Gesundheitssystem im Allgemeinen. Das zeigt eine sehr hoheAkzeptanz der Hotline als niederschwellige und vertrauenswürdige Anlaufstelle geradeauch in heiklen Fragen.“
Das „Pflege-SOSBayern“ wurde am 7. März 2022 gestartet und wird vom Landesamt für Pflegebetreut. Gerlach erläuterte: „Von Jahr zu Jahr verzeichnen wir mehrKontaktaufnahmen. 2025 gab es mit 1.073 Kontaktaufnahmen eine Steigerung um 15Prozent im Vergleich zum Vorjahr (934).“
Die Ministerinerklärte: „Daraus schließen wir, dass wir die richtige Zielgruppe erreichen undunser Ansatz richtig ist, alle Beschwerden vertraulich und individuell zubehandeln. Es war richtig, das Pflege-SOS einzuführen. Es ist eine wichtigeSäule für die Wahrung der pflegerischen Qualität und die Sicherheit derPflegebedürftigen.“
Bei den konkretenBeschwerden im vergangenen Jahr ging es zum Beispiel um die knappeEinsatzplanung, erforderliche fachliche Eignung von Personal in denEinrichtungen sowie Beschwerden wegen unzureichender grundpflegerischerVersorgung von Bewohnenden. In der Vergangenheit führten wiederholt vermehrteEingaben beim Pflege-SOS bezüglich jeweils einer Einrichtung zur frühzeitigenErkennung systemischer Mängel bei der Versorgung. Die zuständige Behörde wardaraufhin in der Lage, umgehend ordnungsrechtlich zu intervenieren.
Gerlachbekräftigte: „Jeder Beschwerde wird unverzüglich nachgegangen. Das istselbstverständlich. Zur Leistung der Anlaufstelle gehören eine pflegefachlicheEinschätzung, die Beratung im Umgang mit der Beschwerde und gegebenenfallsderen zielgerichtete Weiterleitung an die jeweiligen kommunalenAufsichtsbehörden. Müssen Maßnahmen ergriffen werden, entscheiden dies dieFachstellen für Pflege- und Behinderteneinrichtungen – Qualitätsentwicklung undAufsicht (FQA) in den Kreisverwaltungsbehörden.“
Zugleich stelltedie Ministerin klar: „Die allermeisten Pflegekräfte leisten herausragendeArbeit. Niemand stellt die Pflegekräfte in den mehr als 1.500 Pflegeheimen inBayern unter einen falschen Generalverdacht. Umso wichtiger ist es daher,Beschwerden schnell zu erfassen und diesen unverzüglich nachzugehen.“
Das „Pflege-SOSBayern“ ist montags bis donnerstags von 09:00 bis 16:00 Uhr und freitags von09:00 bis 12:00 Uhr kostenfrei erreichbar- telefonisch unter 09621/966966 0 sowie rund um die Uhr über das Kontaktformular unter www.lfp.bayern.de/sospflege/.Eine Terminvereinbarung ist nicht notwendig. Auch eine Kontaktaufnahme perE-Mail an pflege-sos@lfp.bayern.deist möglich. Weitere Informationen stehen auf der genannten Website zurVerfügung.
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