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Kultusminister Spaenle verlieh Auszeichnung „Pro meritis scientiae et litterarum“: „Minister Daniel Herman und Bernd Posselt haben Politik der Versöhnung mitgestaltet – mit reichen Früchten für Wissenschaft und Kultur“

28. August 2017

Kultusminister Spaenle verlieh Auszeichnung „Pro meritis scientiae et litterarum“ an Tschechiens Kulturminister Daniel Herman und den Vorsitzenden der Sudetendeutschen Landsmannschaft Bernd Posselt, MdEP a. D.

 

MÜNCHEN. Bayerns Bildungs- und Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle hat heute in München den tschechischen Kulturminister Daniel Herman und Bernd Posselt, MdEP a. D. mit der Auszeichnung „Pro meritis scientiae et litterarum“ geehrt.

Minister Spaenle würdigte die Verdienste der beiden Persönlichkeiten: „Meinem tschechischen Amtskollegen Daniel Herman und dem Vorsitzenden der Sudetendeutschen Landsmannschaft Bernd Posselt ist es gelungen, aus dem Wissen um die Geschichte zwischen den Bayern und den Böhmen, zwischen Deutschland und Tschechien eine Brücke zu spannen. Diese Geschichte war lange Zeit und nicht nur im 20. Jahrhundert von großen Belastungen gekennzeichnet. Die von ihnen mit initiierte Brücke zwischen Bayern und Tschechien ermöglicht heute und in Zukunft eine intensive Zusammenarbeit auf den Gebieten der Kultur und der Wissenschaften. Sie haben Politik aus dem Geiste der Geschichte mitgestaltet – mit reichen Früchten für die Wissenschaft und die Kultur.“

 

Minister Daniel Herman: „Es ist für mich eine große Auszeichnung und ein großes Erlebnis, auch weil ich im böhmisch-bayerischen Grenzgebiet aufgewachsen bin. Bayern ist für mich ein wichtiges Land. Ich habe in Bayern viele Freunde. Die bayerisch-tschechischen Kontakte schätze ich sehr hoch ein und halte sie für eine Priorität unserer Außenpolitik.“

 

Bernd Posselt, MdEP a. D.: „Die Auszeichnung durch Minister Spaenle ist für mich eine große Ehre. Sie ist ein großer Rückenwind für die deutsch-tschechische bzw. bayerisch-tschechische sowie sudetendeutsch-tschechische Verständigung. Es geht bei dieser gut voran, aber sie ist noch auf beiden Seiten harter Kritik ausgesetzt. Bayern und Böhmen waren zwei Herzkammern Europas, sie waren künstlich getrennt und schlagen endlich wieder gemeinsam.“

 

Minister Spaenle erinnerte daran, dass Tschechiens Kulturminister Herman mit ihm gemeinsam im Mai 2015 in der Bayerischen Vertretung in Prag ein Memorandum of Understanding, eine Absichtserklärung zwischen Tschechien und dem Freistaat Bayern zu einer engeren Zusammenarbeit unterzeichnet hatte. Zu deren Zustandekommen hatte Bernd Posselt wesentlich beigetragen.

„Diese Absichtserklärung legte“, so Minister Spaenle, „den Grundstein für den weiteren Ausbau und die Vertiefung der kulturellen Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Ländern.“

Das Memorandum of Understanding bildet die Basis für Kooperationen bei der Förderung von Projekten in allen kulturellen Bereichen wie Museen, Gedenkstätten, Galerien, Bibliotheken, Archive oder auch Musik, Theater, Oper, Tanz/Ballett und Kinematografie. Es dient als Grundlage für eine Zusammenarbeit an historisch belasteten Themen und Initiativen zur Vergangenheitsbewältigung auf beiden Seiten.

Die bayerisch-tschechische Absichtserklärung regt einen verstärkten Erfahrungsaustausch von Künstlerinnen und Künstlern, eine intensive Zusammenarbeit im Denkmalschutz sowie Kooperationen der staatlichen tschechischen Museen mit den Partnerinstitutionen auf bayerischer Seite an. Die enge Kooperation schlug sich auch in der tschechisch-bayerischen Landesausstellung über Karl IV. in Prag und Nürnberg nieder.

 

Auszeichnung „Pro meritis scientiae et litterarum“:

Die Auszeichnung „Pro meritis scientiae et litterarum“ wird vom Bayerischen Wissenschafts- und Kunstminister seit dem Jahr 2000 an Persönlichkeiten verliehen, die sich ganz besondere Verdienste um Kultur, Kulturvermittlung und Kunst, Wissenschaft und Wissenschaftsorganisation erworben haben.

 

Bilder der Veranstaltung stehen am Montag, 28. August 2017, ab ca. 19 Uhr unter www.steffen-leiprecht.de/download (Kennwort: kumpr) zum kostenfreien Download zur Verfügung.

 

Dr. Ludwig Unger

Tel. 089-21862105

Pressemitteilung auf der Seite des Herausgebers