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Ministerpräsident Dr. Markus Söder hat heute den Staatspräsidenten der Republik Kasachstan, Seine Exzellenz Kassym-Jomart Tokayev, mit großen Ehren im Prinz-Carl-Palais an der Staatskanzlei in München empfangen. Die internationalen Beziehungen des Freistaats werden damit weiter strategisch ausgebaut.
Ministerpräsident Dr. Markus Söder: „Bayern pflegt sein internationales Netzwerk. Kasachstan ist ein wichtiger Schlüsselakteur zwischen Ost und West und gewinnt wirtschaftlich und politisch zunehmend an Bedeutung. Der Staatsbesuch von Präsident Kassym-Jomart Tokayev ist eine große Ehre. Nach Gesprächen in Berlin kommt er nach München – das unterstreicht die Bedeutung Bayerns in der Welt. Wir setzen auf die weltweite Diversifizierung unserer Kontakte und die strategische Erschließung neuer Märkte. Ziel ist es, uns in den Bereichen Wirtschaft und Energie noch breiter aufzustellen und damit unabhängiger zu werden. Statt Abschottung streben wir Partnerschaften und internationalen Austausch an. Kasachstan ist bereits heute ein zuverlässiger Partner, etwa bei den Rohöllieferungen. Die Zusammenarbeit wollen wir vertiefen und weiter ausbauen. In einer Zeit voller globaler Krisen und Konflikte ist das wichtiger denn je. Insbesondere in den Bereichen Hightech, Rohstoffe und Seltene Erden, Umwelttechnik sowie Wassermanagement wollen unsere Länder noch enger zusammenarbeiten. Deshalb wird nun auch ein MoU unterzeichnet, um diese Zusammenarbeit weiter zu vertiefen. Bayern und Kasachstan können gegenseitig von ihrem Know-how profitieren. Das eröffnet für die bayerische Wirtschaft auch neue Märkte und trägt zugleich zur Stabilisierung der Versorgung mit Energie und Rohstoffen bei.“
Bei dem Staatsbesuch in München fand neben einem Vier-Augen-Gespräch zwischen Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Kasachstans Staatspräsident Kassym-Jomart Tokayev unter anderem ein gemeinsames Mittagessen im Delegationskreis statt. Zum Einstieg in die vertiefte Partnerschaft wird zudem über die zuständigen Stellen innerhalb der Bayerischen Staatsregierung ein „Memorandum of Understanding“ (MoU) zwischen „Kazakh Invest“ und „Bayern International“ unterzeichnet. Darin werden vier Bereiche für eine Vertiefung der Zusammenarbeit definiert: Energie und Rohstoffe, Umwelttechnologie, Landtechnik/Agrartechnologie sowie Industrietechnologie.
Der Empfang des Staatspräsidenten Kasachstans war der zweite hohe Staatsbesuch in Bayern innerhalb eines Monats nach dem Empfang des Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate. Kasachstan in Zentralasien zählt etwa 20 Millionen Einwohner. Es ist gemessen an der Fläche der neuntgrößte Staat der Welt sowie der weltgrößte Binnenstaat. Zwischen Bayern und Kasachstan gibt es bereits jetzt eine starke Basis bei der Zusammenarbeit mit einem Handelsvolumen von etwa 4,7 Mrd. Euro pro Jahr und mehreren Hochschul- und Unternehmenskooperationen. Kasachstan ist zudem für den Freistaat ein wichtiger Lieferant für Rohöl. So stammen etwa 50 Prozent der gesamten Erdöllieferungen nach Bayern aus Kasachstan, das Volumen beträgt etwa sieben bis acht Millionen Tonnen pro Jahr. Kasachstan gilt als eines der rohstoffreichsten Länder der Welt, insbesondere bei Chrom, Kupfer, Mangan und Seltenen Erden. Auch auf politischer Ebene arbeiten Bayern und Kasachstan zusammen: Im April dieses Jahres wurde die Gründung einer Regierungskommission beschlossen, deren erste Sitzung bereits in München stattfand.
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