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Scharf und Aigner: Neues Kapitel in der Erfolgsgeschichte Umweltpakt Bayern / Gemeinsam Umwelt und Wirtschaft stärken

23. Oktober 2015

Die Erfolgsgeschichte des Umweltpakts Bayern dauert bereits 20 Jahre. Mit der fünften Neuauflage ist das Aushängeschild des kooperativen Umweltschutzes im Freistaat um ein bedeutendes Kapitel reicher. Ministerpräsident Horst Seehofer, Umweltministerin Ulrike Scharf und Wirtschaftsministerin Ilse Aigner unterzeichneten in München gemeinsam mit den Spitzen der Bayerischen Wirtschaft den neuen Umweltpakt. Scharf und Aigner betonten dabei: "Der Umweltpakt Bayern ist Vorbild und Maßstab für die gemeinsame Gestaltung der Zukunft. Der enge Schulterschluss zwischen Staat und Wirtschaft ist ein kraftvolles Signal für Bayern. Wir ziehen beim Schutz unserer Heimat und unserer natürlichen Ressourcen an einem Strang. Ökologie und Ökonomie sind keine Gegensätze, sondern gemeinsam Voraussetzung für  intelligentes Wachstum. Wie kein zweites Instrument dokumentiert der Umweltpakt die Zukunftsverantwortung bayerischer Unternehmen. Das zeigt auch die Bilanz für den bisherigen Umweltpakt aus dem Jahr 2010: Über 95 Prozent der 273 vereinbarten Maßnahmen und Projekte wurden umgesetzt." Zuletzt haben sich über 4.200 bayerische Betriebe mit 650.000 Beschäftigten mit freiwilligen Leistungen im Umweltpakt engagiert – vom kleinen Handwerksbetrieb bis zum börsennotierten Großbetrieb.

Der neue Umweltpakt steht unter dem Titel "Gemeinsam Umwelt und Wirtschaft stärken" und setzt dabei auf acht Themenschwerpunkte:

  • Klima und Energie
  • Energieeffizienz
  • Ressourcenschonung
  • Umwelttechnologie
  • Biodiversität
  • Umweltorientiertes Management
  • Kommunikation
  • Umweltpartnerschaft Staat-Wirtschaft

Zu jedem Schwerpunkt wurden bis zu zehn beispielhafte Maßnahmen mit Vorbildcharakter ausgewählt. So werden vor allem die Zukunftsthemen richtungsweisend besetzt. Gemeinsam mit den bayerischen Handwerkskammern werden beispielsweise spezifische Konzepte für Handwerksbetriebe zur Anpassung an den Klimawandel entwickelt. Um die Nutzung von Abwärme weiter auszubauen, werden Unternehmen der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft den Abwärmerechner und die Abwärmeinformationsbörse testen. Die bayerischen Industrie- und Handelskammern intensivieren ihre Qualifizierungsoffensive für mehr "Energiekümmerer" in Unternehmen und deren Vernetzung untereinander.

Neu im Umweltpakt ist der Themenschwerpunkt "Biodiversität". Denn die biologische Vielfalt wird im Umfeld von Betrieben als attraktives Standortmerkmal wahrgenommen und birgt darüber hinaus erhebliche Innovationspotenziale für neue Produkte und Geschäftsfelder. Zugleich profitiert die Natur im gesamten Freistaat vom unternehmerischen Engagement für die Artenvielfalt. Ein Beispiel ist die naturnahe Gestaltung von Außenanlagen, die auch Wildbienen hilft. Gemeinsam wollen Staat und Wirtschaft Handlungshilfen mit Praxisbeispielen entwickeln, um Unternehmen weitere Anregungen für eigene Aktivitäten auf dem Gebiet Naturschutz und Artenvielfalt zu geben.

Der erste Umweltpakt Bayern wurde im Jahr 1995 geschlossen. Neben zahlreichen vergleichbaren Initiativen in anderen Bundesländern gibt es mittlerweile eine ähnliche Vereinbarung auch auf internationaler Ebene: Den UN Global Compact. Mit dem Umweltpakt wird auch die Forderung der UN-2030-Agenda für Nachhaltige Entwicklung nach "public-private partnerships" aufgegriffen, die beim UN-Nachhaltigkeitsgipfel im September 2015 verabschiedet wurde.

Weitere Informationen unter www.umweltpakt.bayern.de

Pressemitteilung auf der Seite des Herausgebers

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Unterzeichnung des 5. Umweltpakts Bayern