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Huml wirbt für bayerische Pflege-Interessenvertretung – Bayerns Pflegeministerin im Rahmen des Projektes „Politik macht Schule“ an Bamberger Altenpflegefachschule

7. März 2016

Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml wirbt auch beim Pflege-Nachwuchs für das bayerische Modell einer Pflege-Interessenvertretung. Huml betonte am Montag in Bamberg anlässlich einer Unterrichtsstunde im Rahmen des Projekts "Politik macht Schule": "Es ist mir ein wichtiges Anliegen, dass die Pflegekräfte in Bayern eine starke Stimme erhalten. Mein Ziel ist es dabei auch, der Pflege eine Teilhabe an der politischen Willensbildung zu sichern. Mit dem bayerischen Konzept einer Interessenvertretung für die Pflege kann das gelingen!"

Die Ministerin ergänzte bei dem Besuch der Evangelischen Berufsfachschule für Altenpflege im Diakonischen Werk Bamberg-Forchheim e.V.: "Wer sich so hingebungsvoll um andere Menschen kümmert, muss selbst in der Gesellschaft Gehör finden! Ich ermuntere alle Pflegekräfte, mitzugestalten und sich in der künftigen Interessenvertretung zu engagieren."

Huml erläuterte: "Bevor wir uns für das bayerische Modell entschieden haben, habe ich viele Gespräche mit Befürwortern und Kritikern einer Pflegekammer geführt. Außerdem zeigte eine Umfrage, dass viele Pflegekräfte in Bayern sich eine starke Interessenvertretung wünschen, aber eine Pflichtmitgliedschaft mit Pflichtbeiträgen ablehnen. Diese Vorbehalte nehme ich ernst. Mit unserem Konzept nutzen wir die wesentlichen Vorteile einer klassischen Kammer, ohne gleichzeitig die Pflegekräfte mit Pflichtmitgliedschaft und Pflichtbeiträgen zu belasten."

Das Konzept der Ministerin sieht vor, eine Körperschaft des öffentlichen Rechts zu errichten. Pflegekräfte und ihre Berufsverbände können hier freiwillig Mitglied werden. Wichtige Aufgaben der Körperschaft sollen neben der Wahrnehmung der Interessen der Berufsangehörigen die Weiterentwicklung der Qualität in der Pflege und die Mitwirkung an Gesetzgebungsvorhaben sein. Die Körperschaft wird nach außen durch ein ehrenamtliches Präsidium vertreten. Ansprechpartner für die Pflegenden wird eine Geschäftsstelle mit hauptamtlichen Mitarbeitern sein.

Huml betonte: "Nach unserem Konzept können nicht nur Pflegefachkräfte mit dreijähriger Ausbildung, sondern auch Pflegefachhelfer mit einjähriger Ausbildung Mitglied werden. Das lehnen die Befürworter einer Pflegekammer ab. Sie wollen nur die dreijährig ausgebildeten Pflegefachkräfte aufnehmen. Das kann ich nicht nachvollziehen. Pflegefachhelfer sollten genauso wie examinierte Pflegekräfte ihre Belange vertreten dürfen."

Die Ministerin unterstrich: "Im Januar haben wir mit der ersten Sitzung der Gründungskonferenz die Basis für die neue Pflege-Interessenvertretung gelegt. Mit dabei waren Pflegekräfte aus der Praxis und ein Vertreter eines Berufsverbands der Pflegenden. Außerdem haben Vertreter der Einrichtungsträger, der Gewerkschaften, der Krankenhausgesellschaft und der Pflegefachschulen an der Konferenz teilgenommen. Ich bin zuversichtlich, dass wir bis zum Sommer das Gesetzgebungsverfahren zur Errichtung der Interessenvertretung auf den Weg bringen werden."

Mehr Informationen zur Interessenvertretung in der Pflege in Bayern unter http://www.stmgp.bayern.de/pflege/interessenvertretung/index.htm.

Pressemitteilung auf der Seite des Herausgebers



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