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Pressemitteilungen

SÖDER UND SEMORÁD: „ENTWICKLUNGSGUTACHTEN MIT TSCHECHIEN“ – Grontmij GmbH soll bis Mitte 2015 Gutachten erarbeiten // Konsortium mit je drei deutschen und tschechischen Partnern

17. Dezember 2014

Die Grontmij GmbH wird das Entwicklungsgutachten für den bayerisch-tschechischen Grenzraum erarbeiten. „Wir wollen gemeinsam aus dem ehemals eisernen Vorhang eine goldene Kette schmieden. Mit dem Entwicklungsgutachten soll eine noch stärkere Verbindung Bayern und Tschechien geschaffen werden. Der Auftrag lautet: Bestandsaufnahme und Erarbeitung von Perspektiven und Vorschlägen für einen gemeinsamen Verflechtungsraum im Grenzgebiet. Wir wollen ein starkes Technologienetzwerk Bayern-Tschechien aufbauen. Am Ende ist sogar eine bayerisch-tschechische Universität denkbar. Wir wollen die gemeinsame Entwicklung von grenzüberschreitenden zentralen Orten vorantreiben. Wir brauchen eine gemeinsame Verkehrsplanung und eine verbesserte grenzüberschreitende Verwaltungszusammenarbeit zum Beispiel bei Wirtschaft und Arbeitsmarkt. Auch gemeinsame grenzübergreifende EU-Fördermöglichkeiten sollen ausgelotet werden. Regionalmarketing soll gemeinsam stattfinden, und das Management beim Mobilfunk soll auch gemeinsam erfolgen“, so Finanzminister Dr. Markus Söder bei der Vorstellung des Gutachters der Grontmij GmbH gemeinsam mit dem stellvertretenden tschechischen Minister für regionale Entwicklung, Zdeněk Semorád, am Mittwoch (17.12.) in München.

Die Tschechische Republik und der Freistaat Bayern geben ein gemeinsames Entwicklungskonzept für den bayerisch-tschechischen Grenzraum in Auftrag. Das Gutachten soll die bayerischen Regierungsbezirke Oberfranken, Oberpfalz, Niederbayern sowie die tschechischen Regionen Karlsbad, Pilsen, Südböhmen umfassen. Dies hatte Minister Söder in einem „Letter of Intent“ Anfang Juni in Pilsen vereinbart. Jetzt konnte der Startschuss für das Gutachten gegeben werden, das Mitte 2015 vorliegen soll. Der Gutachter war in einer Ausschreibung ermittelt worden; die Vergabe erfolgte in der Mindestzeit. Dabei kamen fünf Bewerber in die Endauswahl. Der Sieger Grontmij GmbH ist ein bundesweit führendes, internationales Beratungsunternehmen. Es ist mit rund 30 Standorten vor Ort verankert. Grontmij ist Führer eines Konsortiums mit je drei deutschen und tschechischen Partnern. Die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern und regionalen Netzwerken im Grenzgebiet sollen eine wichtige Rolle spielen. Die Gesamtkosten des Gutachtens betragen rund 300.000 Euro.

Für den Zuschlag an Grontmij waren entscheidend eine ausgewogene Zusammenarbeit von bayerischen und tschechischen Partnern, das methodische Vorgehen, die Einbindung von Netzwerken sowie eine breite fachliche Aufstellung des Teams. Eine Lenkungsgruppe des Heimatministeriums begleitet zusammen mit dem tschechischen Regionalministerium die Tätigkeit der Gutachter. Außerdem sollen Vertreter der Regionen in zwei Regionalforen aktiv ihre Vorstellungen einbringen können. Insgesamt sollen bis zu 80 Expertengespräche stattfinden. Das Gutachten soll Perspektiven für einen bayerisch-tschechischen Verflechtungsraum aufzeigen. Auf Basis des Gutachtens sollen die regionale Infrastruktur besser vernetzt werden sowie regionale Kooperationen in Bildung und Wissenschaft gestärkt und entwickelt werden.

Pressemitteilung auf der Seite des Herausgebers