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Aktuelle Zahlen zur Integration von Flüchtlingen bekannt gegeben

7. November 2017

MÜNCHEN   Bayern leistet bei der Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt mehr als jedes andere Bundesland. Zwei Jahre nach der Unterzeichnung der Vereinbarung für ,Integration durch Ausbildung und Arbeit‘ ziehen die Partner eine positive Bilanz. Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner: „Bayern ist das Land gelingender Integration. Seit dem Abschluss unserer gemeinsamen Initiative konnten 117.880 Flüchtlinge in Praktika, Ausbildung und Arbeit integriert werden. Fast 48.000 Geflüchtete haben eine reguläre Beschäftigung aufgenommen. Damit haben wir unser Ziel von 60.000 Arbeitsmarktintegrationen bis 2019 bereits jetzt zu mehr als drei Viertel erreicht. Kein anderes Bundesland kann eine vergleichbare Bilanz vorweisen.“ Die Ministerin rechnet auch weiterhin mit einer positiven Entwicklung: „Grundlage dieser Erfolgsgeschichte ist, dass Politik und Wirtschaft in Bayern gemeinsam frühzeitig reagiert haben. Die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt ist ein großer Kraftakt. Mein Dank gilt daher neben den Partnern vor allem den bayerischen Betrieben, die sich hier sehr umfassend engagiert haben. Das ist die Voraussetzung für unseren Erfolg.“

 

Bayerns Arbeitsministerin Emilia Müller ergänzte: „Dass wir schon nach zwei Jahren bereits über drei Viertel unseres Ziels erreicht haben, beweist, dass wir mit unseren Maßnahmen zur Arbeitsmarktintegration in Bayern richtig liegen. Allein das Arbeitsministerium nimmt dieses Jahr für die Integration der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt 10 Millionen Euro zusätzliche Mittel in die Hand. Einen wichtigen Beitrag leisten beispielsweise unsere 26 Ausbildungsakquisiteure für Flüchtlinge und 56 Jobbegleiter. Die Ausbildungsakquisiteure helfen Flüchtlingen bei ihrem Weg in eine Ausbildung, die Jobbegleiter bieten rund 2000 Flüchtlingen intensive Unterstützung während und auch noch nach der Vermittlung in Arbeit. Sie stehen aber nicht nur den Flüchtlingen, sondern auch den Betrieben mit Rat zur Seite. Wichtig ist vor allem, dass wir die Menschen in qualifizierte Berufe bringen. Das schaffen wir, indem wir sie vom Wert einer Ausbildung überzeugen. Denn wir wollen, dass die Flüchtlinge dauerhaft ihren Lebensunterhalt verdienen und nicht von Transferleistungen leben.“

 

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle: „Die Lehrkräfte an den Berufsschulen leisten in den rund 1.100 Berufsintegrationsklassen und Sprachlernklassen bundesweit vorbildliche Arbeit. Sie vermitteln den jungen Menschen gemeinsam mit Bildungsträgern und Unternehmen die nötigen Grundlagen, um im Anschluss daran z. B. eine duale Ausbildung aufnehmen zu können. Praktika, die sie im zweiten Jahr in der Berufsintegrationsklasse ableisten, öffnen ihn häufig die Tür zu einem Ausbildungsvertrag. Seit dem Start der Initiative konnten rund 14.000 junge zugewanderte Menschen über die Berufsintegrationsklassen Praktika in bayerischen Betrieben absolvieren.“

 

Der Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, Bertram Brossardt, sagte: „Die vbw engagiert sich unter dem Dach der Initiative mit einem ganzen Maßnahmenbündel für die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt. Insgesamt wendet die vbw zusammen mit den Verbänden der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie bayme vbm rund sieben Millionen Euro für die Integrationsprojekte auf. So haben wir zum Beispiel mit den Projekten ‚IdA BayernTurbo‘ und ‚IdA 1.000‘ Asylbewerber für den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt fit gemacht. Rund 30 Prozent von ihnen haben innerhalb kurzer Zeit eine Beschäftigung, eine Einstiegsqualifizierung oder eine Ausbildung aufgenommen. An diesen Erfolg wollen wir mit den weiterentwickelten Modellprojekten ‚IdA 2.0‘ und ‚BayernTurbo 2.1‘ anknüpfen, die vor kurzem an jeweils vier Standorten gestartet sind. Im Mittelpunkt steht die nachhaltige Begleitung von Flüchtlingen und Unternehmen während der Beschäftigung durch ‚Kümmerer‘. Die Projekte enden also nicht mit dem Vermittlungserfolg, sondern verfolgen das Ziel, die Beschäftigung zu stabilisieren.“

 

Peter Driessen, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Industrie- und Handelskammertages: "Die Integration der Flüchtlinge in Bayern in Ausbildung und Arbeit kommt insgesamt gut voran, auch dank der vielen sinnvollen Unterstützungs- und Beratungsprojekte der Partner im Integrationspakt. Ohne Flüchtlinge hätten die Betriebe in Industrie, Handel und Dienstleistung im Freistaat heuer ein Minus von 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr bei den neuen Ausbildungsverträgen verzeichnet. Der Arbeits- und Ausbildungsmarkt ist äußerst aufnahmefähig für die Neuankömmlinge. Die Integration der Geflüchteten ist dennoch eine riesige Kraftanstrengung für die Betriebe.“

 

„Für das bayerische Handwerk sind Ausbildung und Arbeit weiterhin der Schlüssel, um Menschen mit Fluchthintergrund in unsere Gesellschaft zu integrieren. Bis zum 30. September 2017 wurden im bayerischen Handwerk 1.720 neue Lehrverträge mit jungen Menschen aus Fluchtstaaten – vor allem aus Afghanistan, Syrien, Eritrea und Irak – geschlossen. Das sind fast doppelt so viele, wie 2016 im gesamten Jahr. Der Anteil der jungen Leute mit Fluchthintergrund an allen neu abgeschlossenen Lehrverträgen liegt in diesem Jahr bei 6,4 Prozent. Insgesamt bildet das Handwerk in Bayern derzeit 2.580 Flüchtlinge aus, das sind rund 3,6 Prozent unseres Gesamtbestands an Lehrlingen“, betont Franz Xaver Peteranderl, Präsident des Bayerischen Handwerkstages.

 

Die Initiative ‚Integration durch Ausbildung und Arbeit‘ wurde am 13. Oktober 2015 unterzeichnet. Partner sind die Bayerische Staatsregierung, die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., der Bayerische Handwerkstag e. V., der Bayerische Industrie- und Handelskammertag e. V. und die Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit. Damit haben sich die Partner ehrgeizige Ziele gesteckt. Bis Ende 2019 sollen 60.000 Arbeitsmarktintegrationen erfolgen.

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Pressemitteilung auf der Seite des Herausgebers



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