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Mehr Praxis. Mehr Chancen. Mehr Zukunft: Kultusministerin Anna Stolz stellt Mittelschulinitiative im Bayerischen Landtag vor.
Die Mittelschule in Bayern wird gezielt weiterentwickelt: Mit einem umfassenden Maßnahmenpaket stärkt das Kultusministerium Profil, Qualität und Zukunftsfähigkeit der Schulart. Im Zentrum stehen die Stärkung von Basiskompetenzen, mehr individuelle Lernzeit, noch mehr Praxisnähe und eine konsequente Ausrichtung auf erfolgreiche Bildungs- und Berufswege. Kultusministerin Anna Stolz betont bei der Vorstellung des Konzepts im Bayerischen Landtag: „Die Mittelschule ist eine starke Schulart zur individuellen Persönlichkeitsbildung und das Rückgrat der beruflichen Bildung in Bayern. Sie ist das Sprungbrett für vielfältige Bildungs- und Berufswege.“
Aus der Praxis entwickelt – für die Zukunft gemacht
Die Initiative „Mittelschule – stark für jeden Weg“ baut auf einem breit angelegten Beteiligungsprozess mit der gesamten Mittelschulfamilie auf. In sog. „Mittelschulwerkstätten“ wurden zusammen mit Schulleitungen, der Schulaufsicht und weiteren Interessensträgern der Mittelschule konkrete Ideen erarbeitet. Rund 650 Rückmeldungen aus der Praxis sind in das Maßnahmenpaket eingeflossen. Bottom up, nicht top down. Von der Schulfamilie, für die Schulfamilie.
Mehr Zeit, mehr Flexibilität, mehr Chancen
Ein zentraler Baustein ist die Ausweitung des jahrgangsübergreifenden Lernens (JAMI). Dabei werden Schülerinnen und Schüler in den Jahrgangsstufen 5 und 6 gemeinsam unterrichtet und können diese Jahrgangsstufen bei Bedarf in drei Jahren durchlaufen – für mehr Zeit zum Lernen und nachhaltigen Bildungserfolg. „Kinder brauchen Zeit: zum Lernen, zum Wachsen und zur persönlichen Entwicklung“, so die Kultusministerin.
Zugleich erhalten Schulen unter anderem mehr Spielraum bei der Stundentafel, um gezielt auf unterschiedliche Lernbedarfe einzugehen und den Fokus auf den Erwerb von Basiskompetenzen zu richten. Leistungsstärkere Jugendliche profitieren von neuen Wegen zum mittleren Schulabschluss – und bleiben dabei im gewohnten Klassenverband.
Praxis stärken – Lernen neu denken
Die Mittelschule baut ihre besondere Stärke weiter aus: das Lernen durch praktische Erfahrungen. Projektarbeit wird künftig ab der 5. Jahrgangsstufe verbindlicher Bestandteil des Unterrichts und fließt stärker in die Bewertung ein. Auch Abschlussprüfungsformate werden moderner und lebensnäher gestaltet, etwa in den Verbundfächern Geschichte/Politik/Geographie sowie Natur und Technik.
Zudem wird die Berufsorientierung weiter gestärkt: mit zusätzlichen Intensivpraktika, individueller Begleitung und enger Zusammenarbeit mit Eltern und Betrieben. So lernen Jugendliche schon früh, Verantwortung zu übernehmen und ihre Stärken in der Praxis einzubringen.
Kultusministerin Anna Stolz sagt abschließend: „Die Mittelschule sichert Chancen und gestaltet Zukunft. Sie macht stark für jeden Weg. Mit unserem Maßnahmenpaket stärken wir unsere Lehrkräfte und Schulleitungen, die jeden Tag Großartiges leisten. Gleichzeitig investieren wir ganz gezielt in die Zukunft unserer Kinder – in ihre Talente, ihre Motivation und ihre Persönlichkeit. Wir können verdammt stolz auf diese jungen Menschen sein!“
Die Mittelschule in Bayern
Die Mittelschule verbindet konsequente Praxis- und Berufsorientierung mit individueller Förderung und Persönlichkeitsbildung. Sie bereitet auf eine duale Ausbildung vor und eröffnet zugleich vielfältige Bildungswege im durchlässigen bayerischen Schulsystem bis hin zur Hochschulreife. Zuletzt besuchten rund 207.000 Schülerinnen und Schüler diese Schulart. Außerdem treten nach wie vor mehr als ein Viertel aller Schülerinnen und Schüler nach der Jahrgangsstufe 4 an die Mittelschule über (28,7 Prozent im Schuljahr 2024/25).
Nähere Informationen zur Mittelschulinitiative finden Sie unter Initiative „Mittelschule – stark für jeden Weg“ .
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