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Weiterentwicklung der Richtlinien für die Durchführung von Hochbauaufgaben des Freistaates Bayern / Staatlicher Hochbau in Bayern wird schneller, moderner und effizienter
Der Ministerrat hat heute die Weichen für einen noch schnelleren, moderneren und effizienteren Staatlichen Hochbau in Bayern gestellt. Dazu werden die „Richtlinien für die Durchführung von Hochbauaufgaben des Freistaates Bayern“ (RLBau) weiterentwickelt.
Allein im kommenden Jahr investiert der Freistaat rund 1,5 Mrd. Euro in Baumaßnahmen an Museen, Kliniken, Polizeistationen, Finanzämtern etc. und generiert damit Aufträge für die örtliche Bauwirtschaft. Die Baumaßnahmen verteilen sich auf 22 Staatliche Bauämter in allen Regionen Bayerns. Bisher mussten sogenannte „Große Baumaßnahmen“ dabei zweimal im Ausschuss für Staatshaushalt und Finanzfragen des Bayerischen Landtags behandelt werden. Künftig soll es nur noch eine Behandlung geben. Das bedeutet einen Wegfall aufwändiger Unterlagen, weniger Koordinierungsarbeit sowie eine Verkürzung der Projektdauer. Der Beschleunigungseffekt wird in Zeiten großer Baukostensteigerungen zu weiteren Effizienzgewinnen führen.
Zusätzlich soll die Wertgrenze für sogenannte „Kleine Baumaßnahmen“ von drei auf sechs Millionen Euro verdoppelt werden. Durch die damit verbundene Vereinfachung des Haushaltsverfahrens für viele Projekte werden die Verfahren beschleunigt und die Bauprozesse verschlankt, was sich wiederum positiv auf die Kosten auswirkt. Denselben Effekt soll die Entbürokratisierung beim Bauunterhalt bewirken. Dafür soll die Wertgrenze für kleinere Umbaumaßnahmen, die im Zuge von Sanierungen von Bestandsgebäuden für den Erhalt von Funktionen, Sicherheit und Substanz „miterledigt“ werden können, von 100.000 auf 500.000 Euro angehoben werden.
Auch die Digitalisierung beim Staatlichen Hochbau wird vorangetrieben: Klicks statt Papier und Mails heißt die Devise. Mit der digitalen Abwicklung der Bauprozesse sollen alle daran Beteiligten sämtliche Prozesse künftig auf nur einer Oberfläche durchführen können. Ziel ist ein vollständiger digitaler Workflow von der Projektdatenbearbeitung bis zur Freigabe und Genehmigung. Dazu soll die derzeit in Entwicklung befindliche „Projektdatenbank Hochbau“ im Endausbau mit anderen eingesetzten IT-Anwendungen vernetzt sein. Kürzere Bearbeitungszeiten und bessere Nachvollziehbarkeit dank standardisierter und volldigitaler Workflows soll zu einer spürbaren Produktivitätssteigerung beim Bauen führen.
Die Neufassung der RLBau soll schnellstmöglich in Kraft treten.
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Bericht aus der Kabinettssitzung vom 16. Dezember 2025( PDF 121.89 Kb)
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