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1. Wirtschaftliche Situation der Region Nürnberg
8. Freistaat unterstützt Ausbau des Frankenschnellwegs
1. Wirtschaftliche Situation der Region Nürnberg
Die Region Nürnberg zeichnet sich durch eine leistungsstarke Wirtschaftsstruktur aus mit besonderen Stärken im Dienstleistungssektor, mit innovativen High-Tech-Zentren, einer bedeutenden IuK-Branche und einer ausgezeichneten Wissenschafts- und Forschungslandschaft. Den Handel prägen nicht zuletzt die weltweit erfolgreichen Sportartikelhersteller. Der internationale Nürnberger Flughafen ist der zweitgrößte Bayerns. Die Bundesagentur für Arbeit mit Sitz in der Stadt Nürnberg zählt zu den größten deutschen Behörden. Stabiles Fundament für die Region ist die Industrie: Jeder fünfte Arbeitnehmer ist im Verarbeitenden Gewerbe beschäftigt. Schlüsselbranchen sind der Maschinenbau, die Herstellung von elektrischen Ausrüstungen sowie von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen. Die Arbeitslosenquote lag im Jahresdurchschnitt 2025 mit 5,1 % über dem bayerischen Durchschnitt, sie liegt jedoch weiterhin deutlich unter dem bundesweiten Jahresdurchschnitt (6,3 %).
Die Bayerische Staatsregierung unterstützt die Region bei Investitionen – 4,1 Mio. Euro Regionalfördermittel wurden im Zeitraum von 2021 bis 2025 für das Nürnberger Land bereitgestellt. Innovationen und Zukunftsideen werden unter anderem durch die Technologieförderprogramme BayTP+, BayVFP gefördert.
Auch über Bereitstellung eines innovationsfreundlichen Ökosystems wird Nürnberg und die Region gestärkt: Der Freistaat fördert ein breites Spektrum an außeruniversitärer Grundlagenforschung wie etwa das Helmholtz-Institut Erlangen-Nürnberg für Erneuerbare Energien (HI ERN). Das HI ERN erforscht und entwickelt material- und prozessbasierte Lösungen für eine nachhaltige und kostengünstige Nutzbarmachung erneuerbarer Energien; im Fokus stehen die Modellierung und Herstellung von Materialien, die für die Wasserstoff- und Solartechnik relevant sind.
Bayerische Innovationskraft in Schlüsseltechnologien wird zudem beispielsweise im Zentrum Wasserstoff Bayern „H2.B“ am Energiecampus Nürnberg vorangebracht. Darüber hinaus stellt die Staatsregierung den Rahmen für neue Geschäftsmodelle bereit und fördert über die Initiative Gründerland Bayern 19 digitale Gründerzentren. Hieraus entstehen die Geschäftsideen von morgen und erfolgreiche Neugründungen.
Mit „Bayern Innovativ“ sitzt Bayerns zentrale Innovations- und Technologietransfereinrichtung in Nürnberg – ein Netzwerkbauer, der seit Jahren mit erfolgreichen Clusterplattformen, exzellentem Technologietransfer und der gezielten Vernetzung von Mittelstand, Hochschulen und Start-ups herausragende Impulse für Innovation und Wachstum setzt.
Standorterfolge
Mit Unterstützung durch „Invest in Bavaria“, der Ansiedlungsagentur des Freistaats Bayern, entstanden von 2021 bis 2025 in der kreisfreien Stadt Nürnberg und im Landkreis Nürnberg im Rahmen von 16 erfolgreichen Projekten 452 neue Arbeitsplätze; 350 Arbeitsplätze wurden darüber hinaus gesichert.
Hervorzuheben sind zwei Projekte in der kreisfreien Stadt Nürnberg: MAN Truck & Bus fertigt seit April 2025 Hochvolt-Batterien für E-Lkw und E-Busse in Großserie im Werk Nürnberg. MAN gibt damit diesem traditionsreichen Standort eine klare Perspektive für die Zukunft. Siemens Energy erweitert derzeit sein Transformatorenwerk in Nürnberg und setzt damit im Rahmen seiner Wachstumsstrategie ebenfalls auf seinen Traditionsstandort in der Frankenmetropole. Beide Projekte werden mit signifikanten Beträgen unter anderem aus der F&E-Förderung durch den Freistaat unterstützt.
Zusätzlich wurden in den letzten fünf Jahren 38 weitere F&E-Vorhaben in der Region, vor allem in den Bereichen Lifesciences, Materialien sowie innovative Antriebstechnologien durch den Freistaat gefördert und somit Perspektiven für die Zukunft der Region geschaffen.
Energiewende
Die Energiewende in Nürnberg und dem Nürnberger Land schreitet – wie in ganz Bayern – zügig voran. Es sind bereits Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von rund 400 Megawatt (MW) in Betrieb. Zudem sind Windkraftanlagen mit einer installierten Leistung von rund 43 MW in Betrieb. Die installierte Leistung der Biogasanlagen in Nürnberg und dem Nürnberger Land liegt derzeit bei rund 2 MW. Von 2013 bis 2025 wurden im Rahmen der Förderprogramme BioKlima und BioWärme Bayern drei Biomasseheizwerke mit rund 200.000 Euro gefördert. Damit wurden Investitionen von rund 820.000 Euro ausgelöst.
Das von der Uniper Kraftwerk GmbH betriebene Pumpspeicherkraftwerk (PSW) Happurg im Landkreis Nürnberger Land wird seit Herbst 2024 saniert. Nach Abschluss der Bauarbeiten wird es über eine installierte Leistung von 160 MW sowie eine Speicherkapazität von 850 Megawattstunden (MWh) verfügen. Damit zählt es zusammen mit dem PSW Langenprozelten zu den größten Energiespeichern Bayerns und wird die Produktion von nachhaltigem Strom aus Wasserkraft in der Region maßgeblich steigern. Die Wiederinbetriebnahme des PSW ist planmäßig für das Jahr 2028 vorgesehen.
2. Der mittelfränkische Gründergeist ist eine starke Stütze im Gründerland Bayern / Bayern ist in Deutschland und Europa weiter spitze / Gründer können sich auf die Staatsregierung verlassen
Mit der Initiative „Gründerland Bayern“ hat der Freistaat das Unterstützungsangebot für Start-ups in den vergangenen Jahren signifikant ausgebaut. Mittelfränkischen Gründern stehen heute umfassende Informations- und Coachingleistungen, starke lokale Ökosysteme und Netzwerke, der Businessplanwettbewerb Nordbayern und die Nürnberger Startup Demo Nights, Zuschussprogramme sowie öffentliches Risikokapital zur Verfügung. Infrastrukturen wie die digitalen Gründerzentren Zollhof (Nürnberg) und ANsWERK (Ansbach) oder Schmieden für Tech-Start-ups wie das Medical Valley Center (u.a. Erlangen) bieten mittelfränkischen Gründern erstklassige Startbedingungen.
Der Nürnberger Gründergeist überzeugt auch auf der Bundesebene. Das Konzept „ZOHO Factory“ des digitalen Gründerzentrums Zollhof wird als eine von bundesweit zehn Startup Factories (Ziel: Gründung überregionaler und international sichtbarer Start-up-Fabriken) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit bis zu 10 Millionen Euro über fünf Jahre gefördert. Die Staatsregierung hat die erfolgreiche Bewerbung des Zollhofs konsequent unterstützt.
Das Bekenntnis der Staatsregierung zu den Gründern trägt Früchte. Trotz schwieriger wirtschaftlicher und geopolitischer Lage ist Bayern auch 2025 deutschlandweit sowohl die Nr. 1 bei der Anzahl der Start-up-Gründungen als auch bei der Höhe der von bayerischen Start-ups akquirierten Finanzierungssumme. Die auch im europäischen Maßstab große Exzellenz des bayerischen Gründerökosystems zeigt sich im Ranking der Financial Times vom 19. Februar 2026: Vier der zehn besten europäischen Start-up Hubs stammen aus Bayern. Die BayStartUp GmbH mit Sitz in Nürnberg erzielte Platz 3.
Die Staatsregierung bereitet mit ihrer engagierten Gründerpolitik den Weg, um Bayern auch künftig seinen herausragenden Platz unter den europäischen Gründer-Hotspots zu sichern. Denn Investitionen in Start-ups sind ein Garant für Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand. Im Rahmen der 150-Millionen-Euro-Initiative „Gründerland Bayern“ sind inzwischen 19 digitale Gründerzentren an 30 Standorten in Bayern entstanden.
Um Start-ups den Zugang zu Kapital zu erleichtern, hat der Freistaat im vergangenen Jahr die Initiative „VC4Start-ups“ gestartet. Der neue Bayern-Kapital-Wachstums- und Scale-up-Fonds ist mit einem Fondsvolumen von 500 Millionen Euro ausgestattet; pro Unternehmen sind Beteiligungen von bis zu 50 Millionen Euro möglich. Zudem werden die Fonds-in-Fonds-Investitionen durch den LfA-Dachfonds Bayern um insgesamt 150 Millionen Euro erhöht, und der Bayern-Kapital-Innovationsfonds III wird mit einem Fondsvolumen von 100 Millionen Euro ausgestattet.
3. Messestandort Nürnberg nach Corona weiter auf Erfolgskurs / Europaweite Bedeutung wächst durch starkes Portfolio für innere und äußere Sicherheit, Cybersecurity sowie Gebäudesicherheit und Schutz kritischer Infrastrukturen / Erfolgreiche Entwicklung ermöglicht Investitionen in die Zukunft aus eigener Kraft
Im Jahr 2024, dem Jahr ihres 50. Jubiläums, erreichte die NürnbergMesse einen Rekordumsatz von 368 Millionen Euro. Dabei fanden im Portfolio der NürnbergMesse weltweit 154 Veranstaltungen statt. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte die NürnbergMesse mit einem Umsatz von rund 350 Millionen Euro (2023: 265 Millionen Euro) den höchsten Umsatz in einem turnusgemäß schwächeren ungeraden Messejahr. Für 2026 wird ein neuer Rekordumsatz von rund 390 Millionen Euro erwartet.
Der Freistaat Bayern steht zur NürnbergMesse und hat dies gemeinsam mit dem Mitgesellschafter Stadt Nürnberg vielfach unter Beweis gestellt, nicht zuletzt durch Kapitalzuführungen (jeweils insgesamt 90 Millionen Euro von Stadt und Staat) zur Teilfinanzierung des Unternehmenswachstums und von Immobilieninvestitionen im Zeitraum von 2018 bis 2024, davon insbesondere je 20 Millionen Euro zur Bewältigung der Corona-Krise.
Nürnberg hat sich in den letzten Jahrzehnten auf Fachmessen für Branchen mit Wachstumspotenzial spezialisiert, etwa für Bioprodukte, IT-Sicherheit, Oberflächenbeschichtungen, Sozialwesen, Guss- oder Getränketechnik. Darunter sind auch Gastveranstaltungen in Nürnberg mit wichtigen Gastveranstaltern wie der AFAG (Arbeitsgemeinschaft für Messen und Ausstellungen GmbH), Spielwarenmesse eG, GHM Gesellschaft für Handwerksmessen und Mesago Messe Frankfurt GmbH (Tochtergesellschaft der Messe Frankfurt). Besonders positiv entwickelten sich im vergangenen Messejahr die Fachmessen mit einem ausgewiesenen Fokus auf innere, äußere und IT-Sicherheit: EnforceTac (Sicherheit und Verteidigung), it-sa (IT-Sicherheit) und Perimeter Protection (Gebäudesicherheit). Mit diesem starken Portfolio ist Nürnberg Europas führender Messestandort für innere und äußere Sicherheit, Cybersecurity sowie Gebäudesicherheit und Schutz kritischer Infrastrukturen.
Der Messestandort Nürnberg liegt – gemessen am Umsatz – derzeit auf Rang 5 (1. Frankfurt, 2. München, 3. Berlin, 4.Düsseldorf) der Messeplätze in Deutschland. Er ist (zusammen mit München) für bayerische Unternehmen ein Tor zur Welt und bringt die Weltwirtschaft nach Bayern, ist Schaufenster für innovative Produkte aus dem Freistaat und begleitet bayerische Unternehmen, insbesondere den Mittelstand, ins Ausland. Die dadurch entstehenden Effekte für die regionale Wirtschaft sind enorm, insbesondere für das Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe, für Transportdienstleister, kulturelle Einrichtungen und den weiteren Einzelhandel. So generierte die NürnbergMesse durch ihre Veranstaltungen im Jahr 2022 deutschlandweit Kaufkrafteffekte in Höhe von rund 1,4 bis 1,6 Milliarden Euro und ein Steueraufkommen von rund 280 bis 300 Millionen Euro. Damit sicherte die NürnbergMesse in ganz Deutschland rund 12.500 bis 13.000 Arbeitsplätze. Der Messeplatz Bayern nimmt somit deutschlandweit einen Spitzenplatz ein und deckt aktuell z. B. mit der embedded world oder der EnforceTac in Nürnberg weltweit führende Branchenveranstaltungen in vielen Industrie- und Zukunftsfeldern Deutschlands ab.
Mit Investitionen in das Messegelände, Veranstaltungs-Portfolio, Services/Digitales und Mitarbeitende stellt die Messegesellschaft gleichzeitig die Weichen für ihre Zukunft. Innerhalb der nächsten zehn Jahre soll ein Volumen von über 500 Millionen Euro in das Messegelände investiert werden. Im Zentrum stehen dabei die Modernisierung der Halle 11 („Frankenhalle“) sowie ein Neubau mit vorgelagertem Eingangsgebäude, der die bisherige Halle 3 ersetzen wird. Weitere Meilensteine sind 2026 die Fertigstellung der Photovoltaikanlage und des modernen Mitarbeitercenters „NXT74“.
4. Wissenschaftsregion Nürnberg/Erlangen mit über 52.000 Studierenden einer der stärksten Standorte in ganz Bayern / breites wissenschaftliches Spektrum von Hochschulen über leistungsstarke Einrichtungen deutscher Forschungsmuseen
Die Wissenschaftsregion Nürnberg/Erlangen ist ein Kraftzentrum für Forschung, Lehre, Transfer und kulturelle Bildung. Mit über 52.000 Studierenden an den staatlichen Hochschulen im Wintersemester 2025/2026 zählt sie zu den stärksten Standorten Bayerns. Neben der neuen Technischen Universität Nürnberg prägen vor allem die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und die Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm (THN) das Profil der Region – bereichert durch die Hochschule für Musik Nürnberg, die Akademie der Bildenden Künste Nürnberg, die Evangelische Hochschule Nürnberg und das international renommierte Germanische Nationalmuseum Nürnberg und das Zukunftsmuseum Deutsches Museum Nürnberg.
FAU – Flaggschiff mit internationaler Strahlkraft: Mit rund 39.000 Studierenden im Wintersemester 2025/2026 gehört die FAU zu den größten Volluniversitäten Deutschlands. Sie zählt zu den forschungsstärksten und innovationsfreudigsten Universitäten Europas. In internationalen Rankings ist sie national und international erfolgreich; im THE World University Ranking 2026 zählt sie international zu den besten 20 Prozent. Ihre wissenschaftliche Leistungsfähigkeit ist eindrucksvoll belegt: Gemessen an den DFG-Mitteln gehört die FAU seit vielen Jahren zu den zehn besten Universitäten in Deutschland. In der letzten Förderrunde der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder war die FAU mit dem Cluster „Transforming Human Rights“ erfolgreich – als einziger juristisch ausgerichteter Cluster bundesweit. Mit dem Center for Human Rights Erlangen-Nürnberg bündelt sie ihre deutschlandweit führende Expertise in der Menschenrechtsforschung. Die FAU setzt auch bei der Gründungsförderung Maßstäbe: Sie koordiniert den Gründungs-Hub Mittelfranken und ist Partnerin der ZOHO Factory. Enge strategische Partnerschaften mit außeruniversitären Einrichtungen wie dem Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts, den ansässigen Fraunhofer-Instituten oder dem Germanischen Nationalmuseum stärken das Innovationsökosystem der Metropolregion. Die bauliche Modernisierung folgt dem wissenschaftlichen Anspruch: Der Freistaat hat 2019 eine bayernweit beispiellose Modernisierungsoffensive für die FAU bewilligt. Die Umsetzung dieser liegt nicht nur voll im Plan, sondern wurde nochmals aufgestockt – auf insgesamt rund 2 Milliarden Euro.
Die Ohm ist mit über 12.500 Studierenden in rund 70 Studiengängen die zweitgrößte bayerische Hochschule für angewandte Wissenschaften und Technische Hochschule in Bayern. Sie zeichnet sich aus durch ihre interdisziplinäre Forschung, ihr breites und sehr praxisnahes Studienangebot, anwendungsorientierte Lehre, vielfältige Weiterbildungsaktivitäten sowie eine internationale Ausrichtung – bei gleichzeitig starker regionaler Verankerung und Vernetzung in der Metropolregion Nürnberg. In der Lehre gilt die THN als Vorreiterin der digitalen Transformation. Mehr als zehn Millionen Euro eingeworbene Drittmittel seit 2020 belegen ihre Innovationskraft. Auch in der Forschung spielt die THN in der Spitzengruppe der bayerischen HAWs. Dreizehn Fakultäten, zehn Institute, sieben Kompetenzzentren, über 150 Labore sowie zwei Technologietransferzentren bilden ein dichtes Innovationsnetz. Mit dem neuen Technologie-Campus auf dem ehemaligen AEG-Gelände und dem Ohm Innovation Center – dem größten staatlich geförderten Forschungsbau einer HAW in Deutschland – wurde 2025 ein starkes infrastrukturelles Signal gesetzt. Ferner ist die THN bundesweit eine von nur zwei HAWs mit zwei gleichzeitig laufenden DFG-Forschungsimpulsen, die jeweils mit über 5 Mio. Euro gefördert werden. Hinzu kommt das eigenständige Promotionsrecht in forschungsstarken Bereichen. Eine Spitzenprofessur aus der Hightech Agenda Bayern für das Fachgebiet des „Konstruktiven Wasserbaus“ rundet das Profil ab.
Vervollständigt wird dieses wissenschaftliche Profil durch zwei Kunsthochschulen: An der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg (AdBK Nürnberg) und der Hochschule für Musik Nürnberg studieren im Wintersemester 2025/2026 insgesamt 814 Künstlerinnen und Künstler. Die AdbK Nürnberg – älteste Kunstakademie im deutschsprachigen Raum – bietet eine zeitgemäße künstlerische Ausbildung. Seit 2023 koordiniert sie das bayernweite Venture Team Kultur zur Förderung einer Gründungskultur an den Kunsthochschulen. Die Hochschule für Musik Nürnberg legt zukunftsgerichtet verstärkt den Fokus auf Forschung und Innovation: 2022 wurde über die Hightech Agenda Bayern eine Professur für Künstliche Kreativität und Musikalische Interaktion eingerichtet, eine weitere Professur für Musikalische Bildung und Künstliche Intelligenz wurde Anfang 2023 besetzt.
Die kulturelle und wissenschaftliche Strahlkraft der Region wird durch das Germanisches Nationalmuseum (GNM) und das Zukunftsmuseum Deutsches Museum Nürnberg (DMN) verstärkt. Mit dem GNM verfügt Nürnberg über ein Leibniz-Forschungsmuseum von internationalem Rang. Es verbindet 600.000 Jahre Kulturgeschichte mit moderner Forschungsdateninfrastruktur und intensiver Kooperation mit den Hochschulen der Region. Das Deutsche Museum bringt seit 2021 mit dem DMN Zukunftstechnologien anschaulich und erfahrbar ins Herz der Stadt. Als Technik-Ethik-Museum lädt es zur kritischen Auseinandersetzung mit Innovation ein – mit jährlich über 126.000 Besucherinnen und Besuchern ist es Publikumsmagnet und Impulsgeber zugleich.
5. Aufbau der UTN schreitet rasant voran: Deutschlands erste Universität mit konsequentem KI-Fokus wächst dynamisch / 1.342 Bewerbungen / Fünffach-Spatenstich am 22. Mai / Campus Lichtenreuth als Zukunftsquartier für KI-Innovation
Die Technische Universität Nürnberg (UTN) ist Deutschlands erste Universität mit Fokus auf Künstliche Intelligenz – und sie wächst mit hohem Tempo. Seit Ende 2023 wird der Aufbau konsequent auf KI ausgerichtet vorangetrieben. Ziel ist eine neue Modelluniversität für das KI-Zeitalter – forschungsstark, interdisziplinär und transferorientiert.
Der personelle Ausbau schreitet dynamisch voran: 20 Professuren sind bereits besetzt, zehn weitere Verfahren laufen. Zum 1. Februar 2026 zählt die UTN 274 Beschäftigte. Parallel steigt die Nachfrage nach dem innovativen Studienangebot deutlich: Für das laufende Wintersemester gingen 1.342 Bewerbungen ein – ein starkes Signal für die internationale Strahlkraft des Standorts. 142 Master- und Promotionsstudierende sind aktuell eingeschrieben, ein Plus von über 125 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Mit den Masterstudiengängen „AI & Robotics“ sowie „Human & Artificial Intelligence“ verbindet die UTN technologische Spitzenforschung mit gesellschaftlicher Reflexion. Das interdisziplinäre „Gen AI Lab @ UTN“ wird ab Mai als Plattform für generative KI in Medizin, Robotik und Mobilität wirken. Kooperationen wie das „Bavarian AI Tax Lab“ mit dem Bayerischen Landesamt für Steuern zeigen: Die UTN bringt KI direkt in Verwaltung und Wirtschaft. Mit einer Bayerischen Spitzenprofessur für Robotik und KI sowie einem eingeworbenen ERC Starting Grant setzt die Universität früh wissenschaftliche Ausrufezeichen.
Auch baulich geht es mit großen Schritten voran: Am 22. Mai 2026 erfolgt der Fünffach-Spatenstich für die ersten Gründungsgebäude. Im Nürnberger Süden entsteht im Endausbau auf rund 90.000 Quadratmetern Nutzfläche der neue Campus Lichtenreuth – Keimzelle eines neuen Zukunftsquartiers für Wissenschaft, Technologie und Innovation.
Die UTN steht damit für eine neue Ära: eine Universität, die Künstliche Intelligenz nicht nur erforscht, sondern gestaltet – technologisch exzellent, gesellschaftlich verantwortungsvoll und mit klarem Mehrwert für Bayern.
6. Führende Rolle am Medizinstandort Deutschland: Bayern startet „F1 – Franconia Medicine Alliance“ / Forschungskooperation des Universitätsklinikums Erlangen und des Klinikums Nürnberg im Rahmen der Highmed Agenda Bayern
Mit fast 3.700 Betten in der stationären Versorgung – mehr als beispielsweise die Charité Berlin – sind das Uniklinikum Erlangen und das Klinikum Nürnberg die beiden größten Gesundheitsversorger der Metropolregion Nürnberg. Um das medizinische Zukunftspotenzial des Standorts Nürnberg-Erlangen zu heben, startet der Freistaat noch in diesem Jahr die „F1 – Franconia Medicine Alliance“: Im Rahmen der High Med Agenda soll eine auf Dauer angelegte, enge Forschungskooperation der beiden Klinika sowie perspektivisch weiterer Hochschulen und außeruniversitärer Forschungseinrichtungen entstehen. Die Zusammenarbeit ist insbesondere auf den Feldern Biobanking, klinische Studien, Data Mining sowie Robotik und Künstliche Intelligenz geplant, wobei zunächst mit Robotik und KI gestartet werden soll. Hinzu kommt eine Kooperation bei der Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten mit Fokus auf Digitale Medizin und Medizintechnik.
Die „F1 – Franconia Medicine Alliance“ wird in der klinischen und translationalen Forschung eine führende Rolle in Deutschland einnehmen und in der Spitzenmedizin auf Augenhöhe mit Standorten wie Berlin oder München agieren. Vorbild für die Zusammenarbeit ist die bereits erfolgreich etablierte „M1 – Munich Medicine Alliance“, in der die beiden Münchner Universitäten bzw. Universitätsklinika ihre Kompetenzen bündeln.
7. Gute medizinische Versorgungslage in Nürnberg und ganz Mittelfranken / Staatsregierung unterstützt Krankenhäuser bei Herausforderungen durch den Strukturwandel
Die medizinische Versorgungsstruktur in Nürnberg und ganz Mittelfranken befindet sich auf einem hohen Niveau. So gibt es in Mittelfranken aktuell 40 Krankenhausstandorte, rund 9.700 Betten und ein ausgewogenes Angebot von der wohnortnahen Grundversorgung bis hin zur Spitzenmedizin am Universitätsklinikum Erlangen.
Die Staatsregierung unterstützt die Krankenhäuser in Mittelfranken kraftvoll bei den Herausforderungen durch den Strukturwandel. Basis dafür ist der im Oktober 2024 beschlossene 7-Punkte-Plan, der unter anderem die Finanzierung von Gutachten zur regional passenden Ausrichtung der Versorgungsstrukturen enthält.
Außerdem flossen allein von 2020 bis 2024 rund 533 Millionen Euro für notwendige Investitionen in die Plankrankenhäuser in Mittelfranken – davon gut 328 Millionen Euro für bauliche Verbesserungs- und Konzentrationsmaßnahmen. Der Freistaat stärkt auch damit die Leistungsfähigkeit der Krankenhäuser in der Region. Größte aktuelle Bauvorhaben in Mittelfranken sind das Klinikum Nürnberg-Süd mit mehr als 420 Millionen Euro in drei Bauabschnitten und das Klinikum Fürth mit rund 110 Millionen Euro Förderung.
Der Freistaat stärkt zudem auch in Mittelfranken die ärztliche Versorgung auf dem Land. So wurden mit der bayerischen Landarztprämie in Mittelfranken bislang 94 Niederlassungen, Filialbildungen und Gründungen von Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) gefördert. Insgesamt wurde dafür ein Betrag von knapp 3,6 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.
8. Freistaat unterstützt Ausbau des Frankenschnellwegs
Der kreuzungsfreie Ausbau des Frankenschnellwegs für den Straßenverkehr geht voran. Seit März 2025 besteht Baurecht, derzeit bereitet die Stadt Nürnberg die Ausschreibung der Bauarbeiten für den 1. Bauabschnitt (Frankenschnellweg-West) vor. Vorab-Maßnahmen werden bereits ausgeführt. Anfang 2027 sollen die Hauptbauarbeiten starten. Die Gesamtkosten für den 1. Bauabschnitt werden auf rund 90 Millionen Euro geschätzt. Der Freistaat unterstützt die Stadt mit einer umfassenden finanziellen Förderung: Er übernimmt 80 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Dafür sind allein 2027 aus dem Sondervermögen 25 Millionen Euro vorgesehen.
Der Ausbau des Frankenschnellwegs ist eine Mammutaufgabe. Mit einem Gesamtvolumen von rund einer Milliarde Euro ist das Projekt das größte Fördervorhaben in der Geschichte der kommunalen Straßenbauförderung in Bayern. Für das Gesamtprojekt nimmt der Freistaat deshalb zusätzlich zur Kommunalstraßenbauförderung im Rahmen einer Sonderfinanzierung knapp 100 Millionen Euro zur Unterstützung der Planungsaufwendungen und für die Verlegung von Versorgungsleitungen in die Hand. Durch die kraftvolle Unterstützung des Vorhabens unterstreicht der Freistaat einmal mehr seine Rolle als verlässlicher Partner der Kommunen.
9. Bayerische Landesgartenschau 2030 in Nürnberg: Das Format „Bayerische Landesgartenschau“ feiert sein 50-jähriges Jubiläum.
Die Landesgartenschau 2030 findet in Nürnberg statt. Im selben Jahr begeht das Format „Bayerische Landesgartenschau“ zugleich sein 50-jähriges Jubiläum. Die Stadt versteht die Landesgartenschau als zentralen Baustein und Impulsgeber für die zukunftsfähige Transformation einer Großstadt und verwendet deshalb auch den Begriff „Urbane Gartenschau“.
Im Mittelpunkt des Konzepts stehen zentrale Zukunftsfragen einer wachsenden Großstadt. Dazu zählen die Verbesserung des Stadtklimas, die Schaffung und Weiterentwicklung von Grünstrukturen, die Steigerung der Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum, attraktive Erholungsangebote sowie ein zeitgemäßes Wassermanagement in dicht besiedelten Quartieren. Die Stadt Nürnberg hat sich diesen Herausforderungen bereits gestellt und entsprechende Transformationsprozesse angestoßen. Die Landesgartenschau 2030 soll diese Entwicklung bündeln, beschleunigen und als Katalysator für eine nachhaltige Stadtentwicklung wirken. Zugleich soll das 50-jährige Jubiläum des Formats in einem angemessenen Rahmen gewürdigt werden.
Zentrale Maßnahme des Gesamtprojekts ist die Umgestaltung des über fünf Kilometer langen Stadtgrabens mit einer Fläche von rund 13,5 Hektar. Im Bereich des Stadtgrabens soll nach derzeitiger Planung auch die Landesgartenschau stattfinden. Entsiegelung, neue Grünstrukturen sowie eine deutliche Verbesserung der Aufenthaltsqualität stehen im Vordergrund bei weiteren Teilprojekten wie zum Beispiel der Grasersgasse oder dem Theresienplatz. Die „Südstadt.Klima.Meile“ ist als Modellprojekt für eine klimaresiliente Stadtentwicklung angelegt. Den Bürgerinnen und Bürgern soll eine intensive Mitwirkung bei der Ausgestaltung der Projekte ermöglicht werden.
Bayern hat seit 1980 die Kommunen bei Landesgartenschauen mit insgesamt über 83 Millionen Euro unterstützt. Damit wurden rund 550 Hektar Grünflächen neu geschaffen. Über 25 Millionen Menschen haben die Gartenschauen seitdem besucht.
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Bericht aus der Kabinettssitzung vom 3. März 2026( PDF 193.63 Kb)
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