Familienministerin Schreyer: „Den Betroffenen steht die Anlauf- und Beratungsstelle auch nach Auslaufen des Fonds weiterhin zur Verfügung!“ – Soziale Hilfen
28. November 2018

Zum Ende dieses Jahres läuft der Fonds ‚Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1949 bis 1975‘ aus. Auch der Freistaat Bayern hat sich mit 13,7 Millionen Euro an dem Fonds beteiligt. Anlässlich der Veranstaltung ‚Heimkindheiten‘ der ‚Regionalen Anlauf- und Beratungsstelle für ehemalige Heimkinder in Bayern‘ erklärt Bayerns Familienministerin Kerstin Schreyer: „Über 3.500 ehemalige Heimkinder haben sich seit 2012 an die Anlauf- und Beratungsstelle in Bayern gewandt. Uns ist wichtig, dass die Betroffenen auch nach Auslaufen des Fonds weiterhin einen Ansprechpartner haben, der ihnen zur Seite steht, ihnen zuhört und ihre Geschichte ernst nimmt. Deshalb bin ich sehr froh, dass sich alle Beteiligten – der Beirat, alle Landtagsfraktionen und das Bayerische Familienministerium – einig sind und die wichtige Arbeit der Anlauf- und Beratungsstelle als Angebot für ehemalige Heimkinder über das Jahresende hinaus fortgeführt wird.“

Auch der Beirat bleibt ein wichtiges Element. Dazu die Ministerin: „Die Mitwirkung von sechs Betroffenen im Beirat der bayerischen Anlauf- und Beratungsstelle hat wesentlich zu einer vorbildlichen Umsetzung des Fonds in Bayern beigetragen –dies soll in Zukunft so bleiben. Der Beirat wird die Anlauf- und Beratungsstelle auch weiterhin unterstützend begleiten.“ Schreyer erinnert sich noch gut an die große Landtagsanhörung im Sommer 2012 und die beiden Petitionen ehemaliger Heimkinder: „Die Berichte über das Geschehene sind mir sehr eindrücklich im Gedächtnis geblieben. Es ist unsere Pflicht, immer wieder genau hinzuschauen, damit sich solche Vorkommnisse nicht wiederholen.“

Viele Kinder und Jugendliche, die von 1949 bis 1975 in der Heimerziehung untergebracht waren, haben dort großes Leid und Unrecht erlitten. Deshalb haben Bund, Länder und die Kirchen den Fonds ‚Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1949 bis 1975‘ ins Leben gerufen. Der Bayerischen Staatsregierung war die Beteiligung an dem Fonds von Anfang an ein wichtiges Anliegen. So hat das Sozial- und Familienministerium die ‚Regionale Anlauf- und Beratungsstelle für ehemalige Heimkinder‘ zur Umsetzung des Fonds beim ZBFS – Bayerisches Landesjugendamt eingerichtet. Diese zieht nun zum Auslaufen des Fonds nach sieben Jahren Bilanz. Der Abschlussbericht ist demnächst abrufbar.

Pressemitteilung auf der Seite des Herausgebers