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FÜRACKER: AUFWENDIG RESTAURIERTE ATTRAKTIONEN BEREICHERN DAS NEUE SCHLOSS SCHLEIßHEIM – Marksteine der Baugeschichte im neu gestalteten Ausstellungssaal // Schlossgeschichte wird anschaulich präsentiert

1. August 2019

Bayerns Schlösser, Burgen, Residenzen und Kulturdenkmäler sind weltberühmt und Werbeträger für unsere Heimat Bayern. Als Bestandteil des kulturellen Erbes Bayerns vermitteln die von der Bayerischen Schlösserverwaltung betreuten Objekte einen einzigartigen Überblick über wichtige Epochen der bayerischen und auch der deutschen Geschichte. Im Neuen Schloss Schleißheim lädt ab sofort ein neu gestalteter Saal mit eindrucksvollen Exponaten aus der Schlossgeschichte zur Besichtigung ein. „Damit wird ein Stück Geschichte unserer Heimat anschaulich lebendig. Wir stehen zu unserer Verantwortung gegenüber unserem reichhaltigen geschichtlichen Erbe. Ein Besuch der drei Schlösser in Oberschleißheim wird nun noch interessanter“, stellte Finanz- und Heimatminister Albert Füracker fest. Die Schlösserverwaltung präsentiert nun im Neuen Schloss unter anderem die beiden aufwendig restaurierten Hauptportale des Neuen Schlosses, Meisterwerke des bedeutenden bayerischen Rokokobildhauers Ignaz Günther (1725-1775). Sie umrahmen das eindrucksvolle historische Schlossmodell, das Hofarchitekt Joseph Effner 1725 für seinen Auftraggeber Kurfürst Max Emanuel anfertigen ließ.

Die beiden mächtigen, fast vier Meter hohen Eichenholzportale des Neuen Schlosses hatten seit ihrer Vollendung 1763 ihren Platz im Zentrum der langgestreckten Hof- und Gartenfassade des Neuen Schlosses. Ihre meisterhaft geschnitzten Reliefs waren jedoch der Witterung und Sonneneinstrahlung ausgesetzt, weshalb die Schlösserverwaltung sie zu ihrem Schutz und Erhalt durch hochwertige bildhauerische Kopien ersetzen ließ. Die Originalportale sind nun nach umfassender Restaurierung ab sofort dauerhaft im Schloss ausgestellt. Ungeachtet der Alterungsspuren beeindruckt die meisterhafte Schnitzkunst Ignaz Günthers mit seinen feinen Details, wie die ungewöhnliche Darstellung einer Palastfassade mit Baugerüst und Kran. Das in der Aussage bedeutsamere Eingangsportal verbindet in seinen Reliefs Allegorien der Künste Malerei, Bildhauerei und Architektur mit einer Verherrlichung des Schlossherrn und Auftraggebers Kurfürst Max III. Joseph (reg. 1745-1777). Das Gartenportal thematisiert auf anmutige Weise die barocke Gartenkunst und die Jagd als mit dem Schloss verbundene Elemente höfischer Lebenswelt.

Die Präsentation der Portale war Anlass, auch das nahezu sechs Meter lange, historische Schlossmodell Schleißheims im Zentrum des Saales neu in Szene zu setzen. Auf elegantem Untergestell entfaltet es nun - um 180° gedreht und erstmals für die Besucher von allen Seiten zu betrachten - die von Bauherr und Architekt beabsichtigte bühnenhafte Wirkung. Die ambitionierten Pläne Kurfürst Max Emanuels (reg. 1680-1726) für seine Residenz in Schleißheim werden so unmittelbar anschaulich. Er plante eine gewaltige Vierflügelanlage aus Neuem und Altem Schloss mit zwei großen Ehrenhöfen und der barocken Umgestaltung des Alten Schlosses, was so nicht mehr realisiert werden konnte. Die Wiedergabe des Neuen Schlosses ist hingegen so präzise, dass man sich bei der Wiederherstellung der Fassaden nach den Kriegszerstörungen am Modell orientieren konnte.

Die Präsentation dieser eindrucksvollen Marksteine der Schlossgeschichte wird abgerundet durch die Bildnisse des Hofarchitekten Joseph Effner und seiner Frau, porträtiert von Jacopo Amigoni, dem Schöpfer der Schleißheimer Deckenfresken. Der Erwerb dieser Gemälde gelang der Schlösserverwaltung vor einigen Jahren mit Unterstützung der Ernst von Siemens Kunststiftung und der Kulturstiftung der Länder. Das zauberhafte Reiterporträt des jungen Max Emanuel der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen erhielt einen neuen prominenten Platz als Blickpunkt über dem Schlossmodell. Die Neugestaltung des Ausstellungssaales unter der Leitung von Museumsdirektorin Dr. Brigitte Langer entwarf das Gestaltungsbüro Würth & Winderoll. Damit verbunden ist auch eine neue Beleuchtung. Eine umfassende Objektbeschriftung in Deutsch und Englisch und der in mehreren Sprachen erhältliche Audioguide erläutern die Ausstellungsstücke.

Die Schlossanlage Schleißheim zählt zu den größten und eindrucksvollsten Residenzen der Wittelsbacher in Bayern. Das Alte Schloss entstand als herzoglicher Landsitz bereits im frühen 17. Jahrhundert. Die spätbarocken Schlossbauten Kurfürst Max Emanuels, das monumentale Neue Schloss und das Jagdschloss Lustheim, umschließen einen der bedeutendsten Barockgärten Europas. Hohen kunsthistorischen Rang genießen die Ausstattungen der Festsäle und Prunkappartements im Inneren.

Öffnungszeiten täglich außer Montag 9-18 Uhr (von Oktober bis März 10-16 Uhr). Weitere Informationen über die Schlossanlage Schleißheim unter: www.schloesser-schleissheim.de.

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Pressemitteilung auf der Seite des Herausgebers



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